Ich bin dieses Jahr tatsächlich noch nie über 100km am Stück gefahren... Das wollte ich heute ändern.
Nach einer Stunde
gings bergauf ins Klöntal
und ich stellte fest: Es ist heiss! Am Klöntalersee entlang ging's noch,
doch dann wurde es steiler bei fehlendem Schatten. Bei 40°C auf dem Tacho half nur noch eins:
Anschliessen wechselte die Strasse in den Nordhang und es wurde schattig und auf der Pragelpasshöhe auf 1550m war es sowieso nicht mehr ganz so schlimm.
Also beschloss ich, dass es eine gute Idee sei, auf der anderen Seite runterzufahren, statt umzudrehen. Der Haken an der Sache war, dass ich dann vom Flecken Schwyz nochmals 500hm an einem Südhang zum
Sattel hochfahren musste - ganz hinten links auf dem Bild. Aber das war ein Problem für später.
Wobei: Nicht viel später. In Steinen hielt ich Ausschau nach einem Brunnen, fand aber keinen. Dafür lag der Friedhof direkt an der Strasse. Also duschte ich mich da an einem Wasserhahn. Falls jemand reklamieren würde, hätte ich mit der Geschichte der ährenraufenden Jünger am Sabbat konntern wollen, aber es blieb alles tot.
Nach 200hm war das Friedhofswasser verdampft, nach weiteren 50hm - der Tacho zeigte jetzt 42°C - zeigten sich erste Überhitzungsermüdungen, doch da tauchte die Wallfahrtskapelle Ecce Homo mit Brunnen auf. Ich setzte mich direkt komplett in selbigen und merkte, wie sich meine Kerntemperatur wieder normalisierte.
Die Wässerung reichte bis fast zuoberst. Wieder fehlten etwa 50hm. Oben auf über 900m war es dann recht angenehm.
Und ich musste mehr oder weniger nur noch runter zum Zürichsee fahren.
Auf einer typisch schweizerischen Landstrasse mit mässigem Verkehrsaufkommen.
Mein Zuhause befindet sich senkrecht über dem schwarz angezogenen Radfahrer und zwar nicht am See, sondern oberhalb des Waldes - also ging es zum Schluss nomal chli obsi.