Absicherung nach einem Unfall (Invalidität) ?

subdiver

Caféracer
Registriert
12. Januar 2004
Reaktionspunkte
1.956
Ort
Oberbayern
Ich weiß, dieses Thema wird gerne verdrängt.
Vielleicht ist es auch deshalb der Grund, warum viele Biker hier nicht vorsorgen.
Das Biken birgt großes Unfallpotential mit unabsehbaren Gesundheitsfolgen,
mit z.T. anschließender finanzieller Not (Sozialfall etc.).

Wie seid Ihr abgesichert, Berufsunfähigkeits- und, oder Unfallversicherung ?
Oder macht Ihr Euch keine Gedanken darüber ?
 
Berufsunfähigkeit ist sicher wichtig.

Eine Haftpflicht ist aber genauso wichtig. Sie kann vorm finanziellen Ruin bewahren, wenn man beim biken Schäden anrichtet.

Über die normale Krankenversicherung sollte Hobbybiken abgedeckt sein.

Die meisten hier machen sich darüber wohl noch keine Gedanken, da sie über Mutti oder Papi mitversichert sind. Andererseits wäre es echt mal interessant zu wissen, ob z.B. "härteren" Trailtouren oder DH / FR - Sachen im Falle des Falles eine normale Versicherung zahlt. Noch dazu, wenn sie von dem besonderen Risiko nichts wußte. Auch wäre interessant, was Versicherungen unter fahrradfahren verstehen und wie sie das mit risikoreichem Sport abgrenzt. Was ein Schreibtischtäter bei Versicherung "X" sagt, wenn man mit 50, 60 Sachen durch den Wald ballert und an einem Baum hängenbleibt? Ist das noch Radfahren im Versicherungssinn??

Des weiterm geht aktuell die öffentliche Diskussion ja in die Richtung, daß solche Risiken nicht die Allgenmeinheit tragen kann und darf.

Wird sicher ein interessanter Fred hier.....auch wenns nicht so ein "cooles" Thema ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was die Privathaftpflicht genau abdeckt sagt euch Eure Versicherung. Bei mir ist z.B alles mitversichert solangs keine Wettfahrten/Wettkämpfe/mit Zeitnahme sind. Hier für günstigen Versicherungsschutz nem Verein oder der DIMB (/der Alternativorganisation auf die bald bestimmt auch noch unauffällig hingewiesen wird ;)) beitreten.

Berufsunfähigkeitsversicherung hab ich pers. auch eine laufen, Jenachdem wie hoch die B.-unfähigkeitsrente im Fall der Fälle ausfallen soll ist das auch nicht allzu teuer.

Darüber hinaus ist die beste Versicherung das realistische Einschätzen der eigenen Fähigkeiten auffm Bike. Bin viel in unterschiedlichen Gruppen unterwegs und es wird immerwieder deutlich dass die meisten Stürze absehbar sind / auf Selbstüberschätzung bzw. mangelndes Risikobewusstsein zurückzuführen sind. Das Thema wird gerne ausgeblendet.

grüße
Jan
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Berufsunfähigkeitsversicherung schließt oftmals gerade sogenannte Risikosportarten, bei denen für so manche Versicherung auch MTB dazugehört, aus.

Auch wenn Vorerkrankungen da sind, die eventuell direkt oder indirekt zu einer Berufsunfähigkeit führen könnten, ist die Versicherung leider oft witzlos.
 
Hallo,

eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist Pflicht. Allerdings habe ich noch in keinem Formular gesehen, dass Mountainbiken ausgeschlossen ist oder dafür erhöhte Risikobeiträge genommen werden. Anders kenne ich das vom Gleitschirmfliegen - dafür zahle ich extra.

Wenn man eigene Familie hat, sollte man auch eine Risikolebensversicherung haben, damit der Partner und Kinder nach einem Todesfall nicht finanziell ruiniert sind, insbesondere wenn man der Hauptverdiener ist. Diese Versicherung kann man im Regelfall zusammen mit der Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, als Zusatzversicherung.

Die Krankenversicherung deckt Mountainbiken im Freizeitbereich ab. Es wird zwar immer wieder von einzelnen Politikern Stimmung gemacht, dass Risikosportler wie Mountainbiker oder Gleitschirmflieger mehr Beiträge zahlen sollen, aber daraus ist zum Glück noch nichts geworden.

Viele Grüße

Fup
 
Über die normale Krankenversicherung sollte Hobbybiken abgedeckt sein.

NUR die Behandlung der Krankheit oder Verletzung ist über die KV abgesichert,
NICHT aber die bleibenden Folgen !
Das heisst, bei einer schweren Verletzung mit bleibenden Folgen (steifes Bein,Querschnittslähmung etc.)
kommt keine Versicherung für die jetzigen und künftigen finanziellen Einbußen auf.
Außer man hat privat vorgesorgt (BU oder UV).
 
Die normale GKV deckt nicht mal die Bergrettung ab, schon dafür sollte man eine Unfallversicherung haben, oder z.B. im DAV sein. Berufsunfähigkeitsversicherung ist zwar schön, aber um finanzielle Probleme zu haben, muss man nicht berufsunfähig sein. Wenn man einen Bürojob hat, ist man auch mit einer Querschnitsslähmung oder einem fehlenden Bein nicht berufsunfähig. Da würde dann auf jeden Fall die PRIVATE Unfallversicherung zahlen, z.B. um die Wohnung behindertengerecht umzubauen.
 
@Pfadfinderin
Ich glaube Du verwechselt zwei Begriffe, nämlich berufsunfähig und erwerbsunfähig!

Da muss man schon unterscheiden, denn Du kannst berufsunfähig sein, aber gleichtzeitig noch erwerbsfähig.

AFAIK heißt berufsunfähig, dass Du Deinem Beruf nicht mehr nachgehen kannst.
Beispiel: Mit einem Bein kannst Du nicht mehr auf dem Bau arbeiten, aber sehr wohl in einem Büro.
Erwerbsunfähig heißt soviel wie arbeitsunfahig, d.h. Du kannst gar nichts mehr Arbeiten.


Für beide Fälle gibt es extra Versicherungen.
 
- Berufsunfähigkeitsversicherung
- private Unfallversicherung


Ich glaube das ist genug Vorsorge (die auch zusammen ganz schön kostet, wenn man die "Renten" Sachen mt einberechnet).
 
Die normale GKV deckt nicht mal die Bergrettung ab, schon dafür sollte man eine Unfallversicherung haben, oder z.B. im DAV sein.

Genau. Gerade Leute, die Unfälle in den Bergen haben, schauen bei der Bergrettung in die Röhre, wenn der Hubi und anschließend die Rechnung kommt. Bin mir noch nicht mal sicher, ob eine Unfall eine Bergrettung absichert. Deswegen: DAV-Mitgliedschaft.

Wenn man jung ist, unbedint eine BU abschließen. Bei bestehenden chronischen Krankheiten wird so ein Abschluss allerdings extrem teuer, unmöglich oder schließt die Krankheit aus. Dann wäre auf jeden Fall die Unfallversicherung das beste Mittel.
 
@ eltzed: Nein, verwechsel ich genau nicht, daher hab ich ja gesagt, dass man im Rolli durchaus nämlich seinem Bürojob nachgehen kann, also keine Rente aus der Versicherung erhält, aber trotzdem erhebliche Kosten hat. Daher muss man auch bei den Versicherungsbedingungen genau hinschauen, ab wann die zahlen. Um wirklich erwerbsunfähig zu sein, muss es einem schon sehr dreckig gehen.
 
@ eltzed: Nein, verwechsel ich genau nicht, daher hab ich ja gesagt, dass man im Rolli durchaus nämlich seinem Bürojob nachgehen kann, also keine Rente aus der Versicherung erhält, aber trotzdem erhebliche Kosten hat. Daher muss man auch bei den Versicherungsbedingungen genau hinschauen, ab wann die zahlen. Um wirklich erwerbsunfähig zu sein, muss es einem schon sehr dreckig gehen.

Das Stichwort heißt "abstrakte Verweisung".
 
Eine aus medizinischen Gründen erforderliche Bergrettung in Deutschland und dem europäischen Ausland zahlt die gestzliche Krankenversicherung (und die private KV).

Eine Bergung ohne medizinische Notwendigkeit, z.B. bei Verirren oder nach dem Tod, jedoch nicht. Deshalb ist eine DAV-Mitgliedschaft auf jeden Fall sinnvoll.

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung wirds komplizierter.
In jedem Vertrag sind Risikosportarten irgend wo im Kleingedruckten ausgeschlossen. Was Risikosportarten sind steht aber nirgends.
Also unbedingt im Voraus expliziet die ausgeübten Sportarten (z.B. MTB) unbedingt schriftlich einschließen lassen. Nach einem Unfall ist es zu spät !

War bei mir ein großes Problem mit Bergsteigen/Klettern.
Z.B. Klettern bis zum 7. Schwierigkeitsgrad eingeschlossen, darüber Ausschluß (Idiotisch, da schwerere Routen meist besser abgesichert sind, aber ist halt so und war nicht zu ändern).
Freeclimbing (was auch immer damit gemeint sein soll :confused:) ausgeschlossen.

Der volle Krampf, aber wenn du den Scheiß nicht vorher geklärt hast, bekommst du, falls was passiert garantiert nichts.
 
Eine aus medizinischen Gründen erforderliche Bergrettung in Deutschland und dem europäischen Ausland zahlt die gestzliche Krankenversicherung (und die private KV).

Ich weiß aber von Leuten die per Hubi von der Skipiste geholt wurden und anschließend eine Rechnung über mehrere tausend Euro bekommen haben.
Deshalb ist eine Auslandskrankenversicherung schwer zu empfehlen, zumal die Dinger fast nix kosten (10 Euro). Wer beim DAV ist hat die Bergrettung ja inklusive.
 
Bei der Eurocard Gold wird die Bergrettung oder auch Seerettung (Tauchunfall) bezahlt. Auch die Rückführung nach D etc. Allerdings sind die Versicherungsbedingungen- und leistungen von Kreditinstitut zu Kreditinstitut verschieden. Also vorher nachfragen!
 
In welchen Bereichen zahlt denn der DAV. Nur in den Alpen oder auch in dt. Mittelgebirgen bzw. die "Hausrunde"?
In der "Nähe der Zivilisation" zahlt die Bergung sicher die KV? Wie bei jedem anderen normalen Unfall?

Was mich interessieren würde ist die Frage, wenn es zu einem Unfall kommt, ob dann hinterher die KV / RV / BU sagen kann: Diese Strecke die der Verunfallte gefahren ist, hat nichts mit Freizeitsport zu tun, sondern ist dem Risikosport zu zuordnen und somit hier nicht versichert....Pech gehabt. Solche Sachen sind selbst im Straßenverkehr nicht mehr ganz klar.
Vielleicht hat hier jemand schon mal so einen Streit mit den Versicherern gehabt.
 
Eine aus medizinischen Gründen erforderliche Bergrettung in Deutschland und dem europäischen Ausland zahlt die gestzliche Krankenversicherung (und die private KV).

Eine Bergung ohne medizinische Notwendigkeit, z.B. bei Verirren oder nach dem Tod, jedoch nicht. Deshalb ist eine DAV-Mitgliedschaft auf jeden Fall sinnvoll.

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung wirds komplizierter.
In jedem Vertrag sind Risikosportarten irgend wo im Kleingedruckten ausgeschlossen. Was Risikosportarten sind steht aber nirgends.
Also unbedingt im Voraus expliziet die ausgeübten Sportarten (z.B. MTB) unbedingt schriftlich einschließen lassen. Nach einem Unfall ist es zu spät !

War bei mir ein großes Problem mit Bergsteigen/Klettern.
Z.B. Klettern bis zum 7. Schwierigkeitsgrad eingeschlossen, darüber Ausschluß (Idiotisch, da schwerere Routen meist besser abgesichert sind, aber ist halt so und war nicht zu ändern).
Freeclimbing (was auch immer damit gemeint sein soll :confused:) ausgeschlossen.

Der volle Krampf, aber wenn du den Scheiß nicht vorher geklärt hast, bekommst du, falls was passiert garantiert nichts.

Ja, aber ...

nur bei Unfällen im Ausland, mit deren Nationen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Wer GKV versichert ist, ist gut beraten, vor Antritt der Auslandsreise diese Punkte zu klären.

Der DAV bietet im Rahmen seiner Plus-Mitgliedschaft die Übernahme von Such-, Bergungs- und Rettungskosten von max. 25.000 Euro weltweit an.

An diesem Leistungsangebot hat sich der MTBvD orientiert und zusammen mit seinem Partner, der NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE, einen besonderen Unfallversicherungstarif entwickeln lassen.

So sind im Rahmen einer 24h-Deckung (Beruf und Freizeit) weltweit alle Sportarten eingeschlossen mit einer einzigen Ausnahme: Motorrennsport als Fahrer oder Beifahrer oder Insasse.
Sogar die Teilnahme an MTB-Rennsportveranstaltung als Lizenzfahrer sind gedeckt.

Neben vielen anderen Goodies (Invaliditätsschutz, Kosmetische OPs etc.) sind die max. 55.000 € Such-, Bergungs- und Rettungskosten ein Highlight.
 
Was die Privathaftpflicht genau abdeckt sagt euch Eure Versicherung. Bei mir ist z.B alles mitversichert solangs keine Wettfahrten/Wettkämpfe/mit Zeitnahme sind. Hier für günstigen Versicherungsschutz nem Verein oder der DIMB (/der Alternativorganisation auf die bald bestimmt auch noch unauffällig hingewiesen wird ;)) beitreten.
ausgeblendet.

grüße
Jan

Und da is er schon:lol:

Persönlich hab ich ne BU und eine private Unfallversicherung
 
Zuletzt bearbeitet:
ein unauffälliger Hinweis..........

... der ganz außer acht läasst, dass die dav auch viele der tollen wege baut, auf denen wir so gerne unterwegs sind, viele hütten betreibt, in denen man prima übernachten kann und auch neben dem mtb-sport noch ziemlich viel im progamm hat, was den bergsportler interessieren könnte. kostenlosen zugang zu allen möglichen karten zum beispiel. oder ein umfangreiches tourenprogramm. oder oder oder...
außerdem fördert man als dav-mitglied auch das miteinander von mtblern, wanderen, bergsteigern - schließlich ist man ja dann im selbsen verein.

und ob 25.000 oder 55.000 euro deckunssumme ist ziemlich egal - denn die 25.000 sollten auf alle fälle dicke reichen, um die tatsächlichen kosten zu decken. die 30000 euro. die der mtbdvdodersoähnlichverflixteabkürzungen draufschlägt sind imho nix als ein bauernfängerei...

fazit: im falle eines unfalls lohnt sich die mitgliedschaft in einem verein. aber man sollte diese nicht (nur) von der deckungssumme abhängig machen mit der geworben wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
... der ganz außer acht läasst, dass die dav auch viele der tollen wege baut, auf denen wir so gerne unterwegs sind, viele hütten betreibt, in denen man prima übernachten kann und auch neben dem mtb-sport noch ziemlich viel im progamm hat, was den bergsportler interessieren könnte. kostenlosen zugang zu allen möglichen karten zum beispiel. oder ein umfangreiches tourenprogramm. oder oder oder...
außerdem fördert man als dav-mitglied auch das miteinander von mtblern, wanderen, bergsteigern - schließlich ist man ja dann im selbsen verein.

und ob 25.000 oder 55.000 euro deckunssumme ist ziemlich egal - denn die 25.000 sollten auf alle fälle dicke reichen, um die tatsächlichen kosten zu decken. die 30000 euro. die der mtbdvdodersoähnlichverflixteabkürzungen draufschlägt sind imho nix als ein bauernfängerei...

fazit: im falle eines unfalls lohnt sich die mitgliedschaft in einem verein. aber man sollte diese nicht (nur) von der deckungssumme abhängig machen mit der geworben wird.

Erst informieren, dann labern.:D

Einfach mal

  • Leistungserweiterungen und Leistungsverbesserungen zu den AUB 2008 (ab Seite 7) und
  • Zusatzbedingungen für den Einschluss von Assistance-Leistungen bei Unfällen (ZBA Unfall 2008) - Aktiv-SchadenHilfe (ab Seite 8)
lesen.

Kurzum, es gibt viele Möglichkeiten, sich gesetzlich, privat und insbesondere über Vereine/Verbände zu versichern.

Wichtig ist letztlich: Erst informieren, dann entscheiden.
 

Anhänge

Erst informieren, dann labern.:D
[...]

Solche negativen Reaktionen wie oben auf deine Postings würden weniger oft/garnicht kommen wenn du das ganze nicht wie ne Werbeanzeige sondern als normalen Forumspost schreibst.*

grüße
Jan

*Dieser Post ist unabhängig von Deckungssummen.
 
Solche negativen Reaktionen wie oben auf deine Postings würden weniger oft/garnicht kommen wenn du das ganze nicht wie ne Werbeanzeige sondern als normalen Forumspost schreibst.*

grüße
Jan

*Dieser Post ist unabhängig von Deckungssummen.

Wahrscheinlich gehe ich einfach zu sehr davon aus, dass die User sich erst informieren und dann entscheiden, also nicht nach jedem Posting "Wo muss ich unterschreiben?" schreien. :D

Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass irgendein(e) Interessierte(r) nur wegen 30.000 € höherer Deckungssumme in einem Bereich den einen (Verein/Verband) statt des anderen vorzieht.

Im Leben wie im Marketing gilt: Die Summe der kleinen JAs machen das grosse JA aus.

Eine Mitgliedschaft im DAV hat durchaus ihre Berechtigung.
Das war und ist auch der Grund, warum wir die Absicherung des DAV als Vorbild gewählt und im zweiten Schritt speziell für Mountainbiker bzw. Sporttreibende verbessert haben.

Wir wollen nur unseren Mitglieder und deren Angehörigen die Möglichkeit bieten, sich besser bzw. günstiger versichern zu können. Ob es für den/die Einzelne(n) Sinn macht, muss mann/frau selber entscheiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück