Altes MTB wieder flott machen

PMr

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9. Januar 2018
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Hallo zusammen,

ich besitze seit einigen Jahren (seit 2003) ein Stevens M6 Race. Dieses stand nun einige Jahre in der Garage und ich möchte jedoch auf Grund der allgemeinen Fitness wieder anfangen zu fahren. Asphalt, Waldweg, Schotter und vielleicht auch Wurzel/Stein.

Mal abgesehen davon, dass ich es putzen muss, welche Teile sollte ich auf jeden Fall austauschen?

Lohnt sich eine Inspektion bei einer Fahrrad-Werkstatt? Oder kann man das auch alles selber machen?

Was ist zum Beispiel mit dem Alter der Reifen? Sollte man die Reifen auf jeden Fall austauschen da Gummi bekanntlich porös wird mit dem Alter?

Kette reinigen und neu schmieren? Bremsschuhe der Felgenbremse tauschen?

Entschuldigt die blöden Fragen, bin noch dabei wieder in das Thema einzusteigen :rolleyes:

Danke vorab für eure Hilfe.
 
Als Sparfuchs kann man auch die alten Reifen hinten verbraten und nur vorne zur Sicherheit was Griffigeres draufmachen.
Die Kette ist sowieso ein Verschleißteil. Alternative zum Putzen: nicht zu oft schmieren. Oder zwischendurch mal Ballistol statt Kettenöl nehmen.
Tips zur V-Brake gibt's in meiner Signatur.

Nachtrag: Nach der Einfahrzeit sollte immer nachgeguckt werden ob sich was gelockert hat. (Antrieb, Speichen, Steuerlager, Vorbau, etc.)
 
Ich selber habe mein altes Stevens F9 Race von 2004 selber wieder flott bekommen, ähnliches sollte Dir auch mit Deinem M6 selber gelingen können.

Pauschal lassen sich Deine Fragen allerdings kaum beantworten.
Vielleicht solltest Du noch ein paar aussagekräftige Fotos von Deinem Stevens hier reinhauen.

Putzen klingt schonmal nicht verkehrt.
Deine Gabel verträgt sicherlich mal nen Ölwechsel.
Die Kette solltest Du mittels einer Verschleißlehre, die es günstig gibt, auf übermäßige Längung prüfen.
Ritzel und Kettenblatt solltest Du Dir dann auch noch genau anschauen, ob die Zähne nicht schon übermäßig verschlissen sind.
Lager des Lenkkopfs und des Tretlagers auf Spiel und Leichtlauf prüfen.
Beläge der V-Brakes und Leichtgängikeit der Bowdenzüge überprüfen.
Schaltung auf Leichtgängigkeit und Einstellung prüfen.
Wenn die Reifen so alt wie das Bike sind lohnen sich sicherlich schon neue Reifen.

Und wenn Du schon mal dabei denkst vielleicht mal über einen neuen Sattel/ Lenker/ Vorbau nachdenken, sofern Du Deine Sitzposition als ausbaufähig einstufen würdest.
Sowas kann Wunder helfen!
 
Zuletzt bearbeitet:
das bike putzen, komplett zerlegen. teile dann nochmal gründlich reinigen. lager prüfen ob sie noch sauber laufen und ggf. gegen neue tauschen. bremsbeläge prüfen und tauschen. bremsmedium tauschen. reifen wechseln. nach 15 jahren sind die knüppelhart. dämpfer und gabel auf druckverlust prüfen und ggf den kleinen ölservice durchführen, damit die nicht trocken laufen. dann alles wieder zusammenbauen und gut
 
Bei Felgenbremse ist das Bremsmedium entweder Edelstahl oder Mineralöl. Muss man beides nicht wechseln. Höchstens die Hüllenabschnitte könnten innen verrostet sein.
 
Wären da wirklich noch Felgenbremsen verbaut? :eek:

Dann entfällt der bremsmediumwechsel natürlich. Wobei neue Züge samt Hüllen nach der Zeit sicher nicht schaden würden. Ebenso bei der Schaltung
 
Wären da wirklich noch Felgenbremsen verbaut? :eek:
[...]
So lange es nicht nass und matschig ist, bin ich froh über gute V-Brakes. Die funktionieren einfach still und unauffällig. Damit die maximale Bremskraft zu knapp wird, braucht's schon ordentlich Übergewicht und eine schwere Abfahrt.
Züge gehen durch Bewegung kaputt. Meistens an der Klemmstelle. Durch Nichtbewegen passiert da Nix.
 
Guten Morgen, danke euch allen für eure Antworten. Habe mir jetzt erstmal ein paar Bürsten sowie Kettenöl geordert. Dazu noch einen großen Schwamm und dann werde ich das Bike gründlich reinigen. Kasette mit der Bürste bearbeiten und jedes Ritzel einzeln säubern :D. Die Reifen habe ich mir nochmal angeschaut und die sind gut runtergefahren. Man sieht zwar noch nicht den Schutzmantel durch aber ich werde mir auch auf Grund des Alters neue Reifen besorgen. Die Frage ist jetzt nur noch welche Reifen, aber dafür werde ich einen neuen Thread im entsprechenden Unterforum eröffnen.

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Und wenn Du schon mal dabei denkst vielleicht mal über einen neuen Sattel/ Lenker/ Vorbau nachdenken, sofern Du Deine Sitzposition als ausbaufähig einstufen würdest.
Sowas kann Wunder helfen!

Über einen neuen Lenker und Vorbau habe ich schon nachgedacht. Das wird dann in Angriff genommen sobald ich die ersten paar KM gefahren bin ;). Sattel sieht noch erstaunlich gut aus für das Alter. Ich mache auf jeden Fall Vorher/Nachher Bilder.
 
Alles zu zerlegen, wie hier empfohlen, halte ich für übertrieben.
Mach mal ne Funktionsprüfung - schaltet die Schaltung sauber, laufen alle Züge, läuft die Lenkung spielfrei und ohne Ruckeln? Federt die Gabel sauber?
Bremsbeläge würde ich auch tauschen. Wenn die Reifen in einem solchen Zustand sind, die auch (z. B. gegen Racing Ralph hinten, Rocket Ron vorne o. ä.).
Kette ölen und gut. Wenn der Antrieb verschlissen sein sollte, merkst Du es, wenn die Kette anfängt zu springen. Einfach alles runterfahren und dann gemeinsam tauschen.

Bei Gelegenheit kannst Du mal den Gabelservice machen/machen lassen.
 
Guten Morgen, danke euch allen für eure Antworten. Habe mir jetzt erstmal ein paar Bürsten sowie Kettenöl geordert. Dazu noch einen großen Schwamm und dann werde ich das Bike gründlich reinigen. Kasette mit der Bürste bearbeiten und jedes Ritzel einzeln säubern :D. Die Reifen habe ich mir nochmal angeschaut und die sind gut runtergefahren. Man sieht zwar noch nicht den Schutzmantel durch aber ich werde mir auch auf Grund des Alters neue Reifen besorgen. Die Frage ist jetzt nur noch welche Reifen, aber dafür werde ich einen neuen Thread im entsprechenden Unterforum eröffnen.



Über einen neuen Lenker und Vorbau habe ich schon nachgedacht. Das wird dann in Angriff genommen sobald ich die ersten paar KM gefahren bin ;). Sattel sieht noch erstaunlich gut aus für das Alter. Ich mache auf jeden Fall Vorher/Nachher Bilder.
Bei meinem Stevens F9 Race war die Sitzposition sehr gestreckt, was auf längeren Touren irgendwann unangenehm wurde. Damals war solch eine "sportlich-gestreckte" Sitzposition noch üblich. Ein kürzerer Vorbau und ne Sattelstütze ohne Setback haben da Wunder geholfen. Und der originale Sattel war zwar auch bei mir noch in einem guten Zustand, aber bequem geht irgendwie anders. Zudem ist Dein Lenker, sollte es noch der Originale sein, ne ziemlich kerzengerade Stange. Die sind nicht gerade ergonomisch, da würde ein breiterer und gekröpfter Lenker sich sicher gut machen.

Ich habe damals überwiegend mit günstigen Gebrauchtteilen oder Schnäppchen mein Stevens wieder auf Vordermann gebracht, so daß sich die Kosten in Grenzen gehalten haben. Und es war bzw. ist ungemein befriedigend mitanzusehen wie so'n Alteisen besser und besser wird. :hüpf:

Die Reifenempfehlung Schwalbe Rocket Ron und Racing Ralph scheint mir übrigens nicht verkehrt.

Ich meine Du kannst sogar relativ einfach auf Scheibenbremsen umrüsten, wenn Du möchtest. Das M6 ist bereits mit Disc-Naben ausgerüstet.
 
Das mit der Sitzposition ist aber individuell. Ich find z.B. gestreckten Rücken langstreckentauglicher als gestauchten Rücken.
Ganz wichtig ist die richtige Satteleinstellung. Auch Neigung!
 
Die 510 ist nicht scheibenbremstauglich. Aber ist ja auch egal, für den genannten Einsatzbereich und um überhaupt wieder zu starten, tun's auch die Felgenbremsen. :)
 
Wow. Wenn kurzlebige Ritchey-Reifen jetzt erst abgefahren sind, hat das Bike gerade mal die Setzungserscheinungen der Einfahrzeit hinter sich. Also Erstinspektion: Alles nochmal nachziehen und -stellen, und dann beginnt die eigentliche Nutzungsdauer.
 
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