Biketests

maxjumper

nimm's leicht
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24. Juli 2002
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Ist ja nichts Neues:
Alle meckern über die Tests von Bikes und Parts in den einschlägigen Zeitschriften, ich übrigens auch. Da stellt sich mir konsequenter weise die Frage was man an den Tests verbessern könnte.

Zum Einen werden Bikes um 5.000 € getestet. Da wird dann geschrieben das die Gabel eigentlich nicht so toll ist, das der Radstand eigentlich zu lang ist und und und. Als Fazit steht dann aber „SEHR GUT“. Ich meinerseits würde ein 5.000 € Bike mit einer nicht so dollen Gabel vielleicht gerade mal mit „Ausreichend“ bewerten. Aber das geht wohl bei den üblichen verdächtigen Herstellern nicht. Sowieso werden (fast) immer nur die gleichen Hersteller getestet: Scott, Specialized, Cannondale, Votec... und fast nur diese Marken bekommen ein „Sehr Gut“ oder „Überragend“.

Aber jetzt mal zum Thema

Einen Rahmentest stelle ich mir ungefähr so vor

Angaben zu:

- Material
- Gewicht
- Lackqualität
- Verarbeitung
- Geometrie (bitte mit allen Maßen)
- Allgemeine Konstruktion (Kinematik)
- Preis

Dann habe ich schon mal einen groben Überblick und kann diejenigen ausschließen, die aufgrund unpassender Größe oder eines anderem Kriterium wegfallen.

Bei Fullys wäre es jetzt beim Fahrtest wichtig zusätzlich identische Dämpfer, natürlich in der passenden Einbaulänge zu montieren. Nur so kann man erkennen ob die teils waghalsigen Konstruktionen halten was sie versprechen oder ob die günstige Kopie des viel teureren Edelrahmens mit dem gleichem Dämpfer nicht genauso gut funktioniert.

Des weiteren sollten auf alle Bikes identische Reifen montiert werden, denn was Reifen ausmachen muss ich ja hier wohl nicht erwähnen...und außerdem sollte die auch jeder vernünftige Händler tauschen.

Dann braucht es nur noch vernünftige Federkennlinien und die Bikes sollten immer auf dem gleichem Parcours getestet werden. Natürlich sollten die Tests von Ausgabe zu Ausgabe identisch aufgebaut werden. Von kurzen Berichten wie: sieht gut aus, hat ne Julie und Shimano und kostet das und das hat ja wohl keiner etwas.

Wenn es dann noch eine genau definierte Punktetabelle, wie bei den Automobiltests geben würde, gäbe es wohl auch kein 5.000 € Cannondale / Scott... mehr das aus reiner Willkür ein „Überragend“ bekommt. OK, die Automobiltests sind teilweise auch sehr subjektiv geschrieben, aber wenn ich die Punktetabelle vor mir liegen habe, kann ich mir mein eigenes bild machen.

Zur Zeit sieht es doch hauptsächlich so aus, das die verschiedenen Ausstattungen miteinander verglichen werden, leider sagt die einem ambitioniertem Biker nicht allzu viel aus.

Und genauso müssten Gabeln und Scheibenbremsen getestet werden. Nach einem vorgegebenem, festen Punktesystem. Und alles was den Test nicht übersteht, bekommt ein „Ungenügend!“

Solche Tests sind leider sehr Zeitaufwendig und auch teuer, aber für mich die einzige wirkungsvolle Testweise.
 

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Re: Biketests
Bike-Zeitschriften sind keine unabhängigen und objektiven Fachmagazine, sondern Anzeigenblätter, die von dem Verkauf einer Werbefläche leben! Tests, die wirklich das aussagen, was potentielle Kunden wissen wollen, können die sich gar nicht erlauben.
Ich hab zwar noch nie bei einem Bike-Magazin gearbeitet, aber während des Studium einblick in ein anzeigenorientiertes regionales Tagesblatt gehabt und da sind Sätze wie "das können wir nicht drucken, die sind bei uns Kunde" an der Tagesordnung ... so wird es bike & co. auch gehen (unterstelle ich einfach mal).
Fazit: Du hast recht, aber auf Testsysteme wie die von Dir beschriebenen wirst Du lange warten können!
 
Ich weiß nicht. Sicherlich sind die Tests in den Mags nicht das Gelbe vom Ei, aber ein Bike wird man auch niemals objektiv testen können. Geometrie und Fahrverhalten zu bewerten ist absolut subjektiv. Der eine schätzt die spurtreue Variante, der andere das direkte (nervöse) Verhalten. Einer mag es lieber gestreckt, der andere lieber aufrechter. Mal straff, mal Sänfte.
Die Rahmengröße tut ihr restliches dazu. Ein 1,80m-Fahrer will einen 18"-Rahmen, der andere ein 20"-Bike. Beide Bikes können passen, fahren sich nur völlig unterschiedlich, obwohl es ein und das selbe Bike ist. Und was ist jetzt noch mit der 19"-Version???

Ein Automobil-Test kann man an einigen fixen Daten bewerten, die es so beim Bike nicht gibt:
- Höchstgeschwindigkeit
- Beschleunigung
- Verbrauch
- Kofferraumvolumen
- Innenraum-Maße

Das einzige was hier für mich vergleichbar ist, sind so Sachen wie beispielsweise:
- Verarbeitung
- Ausstattung
- Gewicht
- Preis

Aber das ist halt nur ein Teil der Wahrheit.
Ein Bike wird aufgrund seines nervösen Fahrverhaltens kritisiert, die Steifigkeit wird von einem 70 kg-Fahrer für gut befunden.
Kaufe ich das Bike ne Nummer größer, kann es vom Fahrverhalten passen, aber dummerweise ist von der Steifigkeit bei 90kg nix mehr zu spüren.

Für mich sind die Biketests nix anderes als mit Fülltext versehene Produktbilder mit ein paar Eckdaten (das könnte man etwas umfassender gestalten). Da wird man niemals das "beste" Bike finde, das finde ich nur, wenn ich die Bikes selbst teste.

Egal wie die Mags ihre Tests verändern, sie werden niemals etwas brauchbares als Ergebnis liefern. Die "Abhängigkeit" zu ihren Inserats-Kunden tut sein übriges.

Warum sollen Bikes mit gleichen Dämpfern getestet werden? Der Hersteller hat sich was bei dem Dämpfer gedacht, den er verbaut (was auch immer). Genauso ist es bei den Reifen. Denn welchen Reifen sollen sie dann nehmen? Jeder Reifen fährt sich auf unterschiedlichen Bikes verschieden. Es gibt nicht die Eierlegende Wollmilchsau.

Was haltet ihr von einem Mag, das objektive Tests der Bikes in jeweils 3 verschiedenen Rahmengrößen, mit jeweils 3 unterschiedlichen Reifen und sowohl in der Hersteller-Ausstattung als auch mit einheitlichem Dämpfer durchführt, die Testprotokolle/-bewertungen der einzelnen Tester (mind. 3) offenlegt. Das ergibt bei einem Test von 6 Bikes schlappe 324 Einzeltests.
Dann sollte es noch keine Werbung beinhalten (und somit keine Abhängigkeit besitzen) für sagen wir mal schlappe 30 EUR je Ausgabe. Glaubt ihr, dass hätte eine Chance am Markt?

Leute, bleibt realistisch, das funktioniert einfach nicht. Lebt mit dem was ihr bekommt, geht zu den Bike-Dealern eures Vertrauens und bildet euch eure eigene Meinung!

Gruß
Fixel
 
Tests nach Vorbild der c't wären doch eine interessante Sache. Dort wird seit jeher konsequent auf Beurteilungen wie "sehr gut", "super", etc. verzichtet. Produkte werden vorgestellt, man kann sich ein Bild über die am Markt erhältlichen Modelle verschaffen und trifft - als mündiger Konsument - seine Entscheidung nach eigenen Präferenzen.

Warum ist das so schwer? Mag der Deutsche wirklich diesen "ja, kauf dieses Bike, das ist echt toll"-Impuls?
 
1. hier auf der page gibts glaub ich auch so ne test übersicht. sollten wir uns alle mal zu gemüte führen... da gibts viele tester, unzählige einzeltests...

2. wenn man weiß das man den tests nicht trauen kann und dafür zum händler oder ins forum muß kann man doch immer noch bilder ankucken, in kleinanzeigen schmöckern oder sich für neue touren begestern lassen, und auch die fahrtechnik tipps sind doch gelegentlich ganz brauchbar!

3. an die magazine: mehr infos (geometriedaten, preise (auch für einzelne rahmen bei komplettbikes, ausstattung, gewicht...) fände ich wesentlich sinnvoller wie irgendwelche dämpfungskurven oder so...
 
In allen Bikemagazinen krankt es an den fast ausschließlich subjektiven Tests, wobei das Wort "Test" wohl eher seinem Ursprung nicht gerecht wird. Es werden die Testverfahren fast nie beschrieben, es wird einfach ein Ergebnis präsentiert, dass letztendlich in keiner Weise für ein Vergleich der Bikes insgesamt herhalten kann. Allerdings ist das ABSICHT und gleichzeitig wohl auch SCHUTZ der Verlage - zumindest könnte man es polemisch so interpretieren.

Um wirklich einigermaßen objektive Tests durchführen zu können, benötigen die Bikemagazine vorallem einmal know-how. Den Mut genügend Geld in ein einheitliches, durchdachtes, auf den jeweiligen Einsatzzweck (Tour,CC,FR,Enduro) abgestimmte Testverfahren bzw. auch ein Testparcour zu entwickeln. Natürlich muß man dabei auch die Kirche im Dorf lassen und kann bestimmt nicht 324 Variationen testen - aber hier gilt es einmal den Versuch zu starten, einige objetivere Gesichtspunkte an einem Bike (und die gibt es) in einem Testbericht zu erwähnen. Dann muß das Testverfahren und auch die Testtechnik soweit transparent sein, dass sie nicht jeder kleinen Kritik zum Opfer fällt. Mit anderen Worten, es nützt nichts ein Biketester mit einem Eigengewicht von 60 Kg auf ein FR-Fully zu setzen und dann zu behaupten der Rahmen ist perfekt für dieses Metier geeignet. Ferner muß das Ganze dem Durchschnittsleser ohne Maschinenbaustudium auch einigermaßen klar vorgestellt werden können.

Es ist ja nicht so, dass es diese Art der Testberichterstattung noch nicht erfunden worden ist - schaut euch mal zum Vergleich z.B. eine für meinen Geschmack sehr gut gemachte Digitalkameratestseite http://www.dpreview.com/ im Web an. Hier hat jemand länger über das Thema nachgedacht bevor irgendein belangloses Gesäusel abgelassen wird, hat nachvollziebare Kriterien die in der Praxis Relevanz haben aufgestellt und macht sie über die Testverfahren für jeden Interessierten transparent. Natürlich gibt er auch einen subjektiven Eindruck ab, aber er schreibt es auch dann deutlich dazu. Es gibt bestimmt noch einige andere Beispiele...

Ansonsten gilt natürlich, wie so oft, fahrt die Bikes selbst die Euch interessieren und nervt die Händler mit der Frage nach einem Testbike für einen Tag oder ein Wochenende - es gibt immer noch viel zu wenig Händler bzw. Hersteller die das in ausreichender Form ermöglichen - leider:cool:
 
Original geschrieben von chickenway-user
1. hier auf der page gibts glaub ich auch so ne test übersicht. sollten wir uns alle mal zu gemüte führen... da gibts viele tester, unzählige einzeltests...
....

so siehts aus. unsere testseite hier in der ibc, ist meiner meinung nach die objektivste möglichkeit tests durchzuführen.
das sieht man immer an den sogenannten "dauertests" in den mags. da fahren die das rad eine saison und knapp 3000 kilometer [wenn überhaupt] und wollen dann über die dauerhalbarkeit streiten. meiner meinung nach, kann man aber erst von einem dauertest sprechen, wenn es einem "stinknormalen" biker unter den hintern gegeben wird und dieser damit mehrere saisons/jahre "race/marathons/bikeparks/gardasee" hinter sich gebracht hat. dann, erst dann kann man von einem dauertest sprechen. deswegen schaue ich mir gerne mal die testrubrik hier an. da kann ich mir mein eigens bild über die teile machen und muss nicht wieder lesen das das neue specialized "überragend" ist, nur weil die firma mal wieder 5 großformatige anzeigen im aktuellen heft hat.
ich besorge mit die mags nur noch um zu sehen, was es neues gibt....die tests sind schon lange nicht mehr aussagekräftig. !

gruzz michael
 
@spessart-biker
für mich hinkt der vergleich mit einem digicam-test ein wenig. bei digi-cams lassen sich viel mehr faktoren objektiv bewerten. da die primären qualitätsmerkmale wie bildqualität, auslöseverzögerung usw. sehr klar vergleichbar sind, die subjektiven faktoren einer digi-cam wie bedienung sind eher sekundäre qualitätsmerkmale. das entscheidende qualitätsmerkmal bei einem bike ist aber imho total subjektiv. was nutzt mir die beste ausstattung, das geringste gewicht usw. wenn der bock nicht passt.

die mags sollten sich eigentlich jede gesamtbewertung eines bikes sparen. eine bewertung von ausstattung, verarbeitung, und technischer eckdaten wie gewicht und vielleicht noch rahmen-material und dem technischen lösungsansatz ist noch im verhältnis zum preis möglich. aber wie sich das bike fährt, kann kein test wirklich sagen, es sei denn, es wäre eine vollkommene fehlkonstruktion.

@ principia
"dauertests" sind eigentlich auch unrealistisch. was nutzt mir die aussage, das einer seit drei jahren mit seinem bike total zufrieden ist, nie probleme hatte usw., bei der neukauf-entscheidung? das bike gibt es doch meistens gar nicht mehr!

du hast aber absolut recht, dass man die mags eigentlich nur als info-quelle für neue produkte nutzen kann, um zu sehen, was am markt verfügbar ist, wenn es da auch nur immer einen kleinen ausschnitt gibt von immer den gleichen herstellern. aber die haben halt nun einmal auch den markt weitestgehend in der hand.
übrigens was bedeutet "die tests sind schon lange nicht mehr aussagekräftig."? das waren die nie. blättere seit einiger zeit alte mags durch (anfang der 90er), und was da teilweise in diesen sogenannten tests drinstand, das war noch weniger als das, was heute drin steht. nene, bike-mags sind zum bilder gucken, inserate und kleinanzeigen lesen, tips und tricks, touren und was weiß ich noch da, aber definitiv nicht um aufgrund von "tests" eine kaufentscheidung zu fällen.

gruß
fixel
 
also, ich wollt ncohmal was dazu sagen, die touren werden irgendwie immer weniger brauchbar hab ich den eindruck (nicht das ich schon viele gefahren wär;) ), es scheinen immer mehr sog. bike-hotels dahinterzustecken (selbe wie bei den rädern...)

achja, und wie sich die standarts innerhalb weniger jahre total verändern ist schon komisch, da steht doch einfach, das fullies ohne ppd, 5th element und so unfahrbar sind und 20 seiten weiter fahren irgendwelche jungs mit 100mm-doppelbrückengabelnfullies nen alpencross. die bikes bei den tourenberichten sind ehh immer die interessantesten...:D
 
Original geschrieben von Principia
so siehts aus. unsere testseite hier in der ibc, ist meiner meinung nach die objektivste möglichkeit tests durchzuführen.

Ist für mich die subjektiveste Möglichkeit. Menschen neigen dazu Nachkaufdissonanzen wegen des in der Verhaltenstheorie begründeten Harmoniebedürfnisses eher auszublenden.
 
Hi,

ich kann nicht anders als jetzt mal eine Lanze für die Bike-Magazine zu brechen, vor allem für die Zeitschrift die mich seit 10 Jahren begleitet und nach derem monatlichen Erscheinen ich regelmässig lechze. Die "Bike".

Ja ihr habt recht, die Testberichte können gar nicht anders als subjektiv zu sein, aber trotzdem verlieren sie dadurch nicht alles an ihrer Aussagekraft. Wenn ein Test sagt dass z.B. eine bestimmte Gabel/Dämpferkombination nicht harmoniert dann hat das so auch seine Richtigkeit zumindest beim Durchschnittsvolk.
Wenn eine Regenjacke im Test nicht wasserdicht ist, kaufe ich sie nicht, ohne das Mag hätte ich es evtl. getan.
Ohne die Tests der Magazine könnten die Hersteller verkaufen was sie wollen, Schwachstellen die ein Mag aufdeckt müssten so die Käufer tragen. Einen TÜV für Bikes oder Zubehör gibt es nicht, der TÜV sind wir und das Magazin.

Mal ganz abgesehen davon dass es unseren Sport ohne die Magazine in der heutigen Form nicht geben würde. Marketing und Verbreitung ist wichtig für eine Sportart.

Nebenbei erwähnt sind Specialized Bikes sehr gut bis überragend, warum sollte eine Zeitschrift dies nicht herrausstellen? Warum werden Specialized Bikes in Leserwahlen ganz oben gehandelt?

Ohne Magazine, keine Vermarktung, ohne Berichterstattung keine Wettbewerbe, keine Marathons, keine Festivals, kein Sponsoring, keine konsequente Weiterentwicklung.

Unser Sport braucht die Magazine wie die Berge, wir sollten versuchen zu unterstützen und nicht ständig zu kritisieren.

Gruss Marc T.
 
Bei Anzeigenpreisen von fast 10.000 EURO (http://www.delius-klasing.de/dk-online//show.php3?id=42&nodeid=&anzeige=2&magazin=42) für eine ganze Vierfarbseite ist es doch logisch, dass die Hersteller/Anzeigenkunden eine "Gegenleistung" erwarten. Das ist bei uns in der Elektronikbranche genauso. Umgekehrt ist dann eine Produkterwähnung oder gar ein Fachartikel unserer Firma nur dann möglich, wenn wir eine Anzeige schalten!!

Was mich an den Tests nervt, ist die Oberflächlichkeit und die übertriebene Bedeutung, die montierten Verschleiß- oder Kleinteilen zugemessen wird (Reifen, Lenkerhörnchen usw.). Früher fand ich die Test in der BSN viel besser, weil ausführlicher und weil auch etwas Hintergrundwissen eingeflossen ist - inzwischen hat man sich dort leider an die anderen beiden Mags angepasst ...
 
Klar muss man die Tests mit Vorsicht geniessen, aber es gibt ja nicht nur "Fachleute" wie wir es sind :o ;)
Hier das Beispiel einer vordergründig recht objektiven Bewertungen, bei dem durch das Gesamturteil ein potenzieller Käufer trotzdem irregeleitet wird.

In der Ausgabe März 2003 der "Mountain-Bike" wurde ein Jekyll 500 getestet (jetzt BITTE BITTE keine CD-Diskussion anfangen !).
Im Text stand:

zu hohes Gewicht
schwach ausgestattet
schlecht abstimmbarer Dämpfer
mechanische Disc (bei einem Preis von € 2.100,--:spinner: )
Federung vorne 75 mm zu hinten 140 mm harmoniert nicht

Das Gesamturteil lautete "Gut". Wie kann bei dieser Beurteilung von einem guten Bike gesprochen werden?

Das bedeutet, Cannondale kann in Anzeigen damit werben, "unser Bike wurde in der führenden deutschen Fachzeitschrift mit "gut" bewertet.
Einem unbedarften Käufer wird hier sugeriert, er bekommt für seine 2.100,-- ein gutes Bike. Das entspricht aber nicht den Tatsachen.
:aufreg:

Gruß
Blacky
 
Original geschrieben von Marc T.

...nach derem monatlichen Erscheinen ich regelmässig lechze. Die "Bike".

Ohne die Tests der Magazine könnten die Hersteller verkaufen was sie wollen, Schwachstellen die ein Mag aufdeckt müssten so die Käufer tragen. Einen TÜV für Bikes oder Zubehör gibt es nicht, der TÜV sind wir und das Magazin.

Mal ganz abgesehen davon dass es unseren Sport ohne die Magazine in der heutigen Form nicht geben würde. Marketing und Verbreitung ist wichtig für eine Sportart.

Nebenbei erwähnt sind Specialized Bikes sehr gut bis überragend, warum sollte eine Zeitschrift dies nicht herrausstellen? Warum werden Specialized Bikes in Leserwahlen ganz oben gehandelt?

Ohne Magazine, keine Vermarktung, ohne Berichterstattung keine Wettbewerbe, keine Marathons, keine Festivals, kein Sponsoring, keine konsequente Weiterentwicklung.

Unser Sport braucht die Magazine wie die Berge, wir sollten versuchen zu unterstützen und nicht ständig zu kritisieren.

Dazu möchte ich gerne ein differentiertes Statement loswerden:


































:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
 
@ Rune

So sieht ein differenziertes Statement aus:

ich kann nicht anders als jetzt mal eine Lanze für die Bike-Magazine zu brechen, vor allem für die Zeitschrift die mich seit 10 Jahren begleitet und nach derem monatlichen Erscheinen ich regelmässig lechze. Die "Bike".

:D

Ja ihr habt recht, die Testberichte können gar nicht anders als subjektiv zu sein, aber trotzdem verlieren sie dadurch nicht alles an ihrer Aussagekraft.

:lol: :lol: :lol:

Wenn ein Test sagt dass z.B. eine bestimmte Gabel/Dämpferkombination nicht harmoniert dann hat das so auch seine Richtigkeit zumindest beim Durchschnittsvolk.

:lol: [/B] (...ich glaube auch WIRKLICH JEDEN TEST...) :lol:

...

Unser Sport braucht die Magazine wie die Berge, wir sollten versuchen zu unterstützen und nicht ständig zu kritisieren.

:lol:

Eine Biker-Bravo kritisieren? Käme nie im Leben auf die Idee...
 
Original geschrieben von tazdevl
Eine Biker-Bravo kritisieren? Käme nie im Leben auf die Idee...

Man muss es einfach als das nehmen, was es ist: eben als "Biker-Bravo". Hübsche Bilder, ein wenig Gosip und zweifelsfrei unterhaltsam.

Das alles suchst du in der FAZ auch vergeblich.
 
Original geschrieben von Principia
so siehts aus. unsere testseite hier in der ibc, ist meiner meinung nach die objektivste möglichkeit tests durchzuführen.

Naja ... "objektiv" lass ich mal dahingestellt, weil da der eine bspw. über einen Reifen schreibt:

Stärken = Grip

und der nächste schreibt:

Schwächen = Grip

... über den selben Reifen! Das Forum selber hat dafür den Vorteil, dass in den Threads sehr viele Meinungen zu finden sind und man sich selber eine Art Mittelwert ausrechnen kann (oft sind die Meinungen ja auch ausgezeichnet begründet).
 
Original geschrieben von McDaniel
Das Forum selber hat dafür den Vorteil, dass in den Threads sehr viele Meinungen zu finden sind und man sich selber eine Art Mittelwert ausrechnen kann (oft sind die Meinungen ja auch ausgezeichnet begründet).

Yeah... und du kannst ja einfach vom jeweiligen Autor Qualität ableiten.

Wenn du also "Rune" unter nem Beitrag liest, dann.........................
 
Original geschrieben von Runningblacky


In der Ausgabe März 2003 der "Mountain-Bike" wurde ein Jekyll 500 getestet (jetzt BITTE BITTE keine CD-Diskussion anfangen !).
Im Text stand:

zu hohes Gewicht
schwach ausgestattet
schlecht abstimmbarer Dämpfer
mechanische Disc (bei einem Preis von € 2.100,--:spinner: )
Federung vorne 75 mm zu hinten 140 mm harmoniert nicht

Das Gesamturteil lautete "Gut". Wie kann bei dieser Beurteilung von einem guten Bike gesprochen werden?

Das bedeutet, Cannondale kann in Anzeigen damit werben, "unser Bike wurde in der führenden deutschen Fachzeitschrift mit "gut" bewertet.
Einem unbedarften Käufer wird hier sugeriert, er bekommt für seine 2.100,-- ein gutes Bike. Das entspricht aber nicht den Tatsachen.
:aufreg:

Gruß
Blacky


naja, das gilt aber nur wenn die Bewertungsrichtlinien nicht bekannt sind. "gut" relativiert sich bei anderen einstufungen wie "sehr gut" "super" "spitze" "überragend" etc. natürlich gewaltig. "gut" is in dem fall ja eher "ausreichend" (nach schulnoten system) maximal "befriedigend". würde ich nach den test aussuchen würde ich ein bike mir "gut" sicher nicht kaufen.
soviel zur bevorzugung von CD, ich hab eher den eindruck das billigmarken oft mehr gepuscht werden als teurere hersteller, is auch bei stiftung warentest so... komisch das die produkte von aldi, lidl etc. immer die besten sind. (naja oft)
gruß
 
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