das ungefragte "Entsorgen" von Spam-Mails ist meines Wissens laut Telkom-Gesetz bzw. Fernmeldegeheimnis rechtlich nicht zulässig, wenn sie an reale Personen geht - bei Sammelaccounts z.B. info@blablub sieht das anders aus. Des weiteren müssen die Mitarbeiter dem automatischen Filtern der Mails explizit zustimmen, oder vom Betriebsrat abgesegnet sein. Auch dürfen die Mails nicht einfach automatisch gelöscht werden, sondern müssen meines Wissens eine bestimmte Zeit vorgehalten werden (falls mal was falsch aussortiert wird und der entsprechende User das ggf erst Tage - Wochen später merkt). Man könnte die Mails also markieren und von Exchange über Regeln in einen separaten SPAM-Ordner einsortieren lassen, oder einen dezidierten Quarantäne-Server aufsetzen. Den Einsatz eines separaten Mail-Relays, wie von rikman empfohlen, befürworte ich ebenfalls stark.
Man kann ein zusätzliches Crosschecking für Viren durchführen, in dem man einen anderen Viren-Scanner als auf dem Exchange nutzt. Die Hersteller haben z.T. stark schwankenden Zeiten bzgl. der Verfügbarkeit von neuen Pattern-Files für neue Viren. Man hat somit eine zusätzliche Prüfinstanz.
Der Exchange benötigt keinen direkten Zugriff mehr ins Internet bzw. vom Internet auf den Exchange. Nen "dummes" Mail-Relay ist da sicherlich robuster.
Eine dezidierte Lösung in Form eines Mail-Relays mit Viren- und SPAM Überprüfung bietet häufig bessere Ergebnisse, als Lösungen für das Endsystem.
Es gibt diverse Hersteller die Linux/Unix basierte Appliances für diesen Zweck anbieten. D.h. man hat mit der kompletten Administration eines solchen Systems nicht mehr viel am Hut, ausser der Konfiguration der Applikationen.
Falls Du Fragen hast, schick ne PM, wir haben die gängigen Hersteller mal getestet. Allerdings in der Größenordnung mittelständisches Unternehmen mit ca. 2000 Mail-Accounts und zw. 30000 und 120000 Mails pro Tag. Also, die kleine Lösung für Exchange kann ich net bieten.
Osti