• MTB-News User Awards 2026: Jetzt abstimmen und Raaw Madonna V3 Komplettbike im Wert von 9.000 € gewinnen!
    Stimme in einer kurzen Umfrage über deine Produkte des Jahres 2026 ab und gewinne dabei Bike im Wert von 9.000 €!
    Jetzt abstimmen!

Fully oder Hardtail für Marathon?

Registriert
8. Oktober 2004
Reaktionspunkte
0
Ort
Stuttgart
Hallo zusammen,

hat einer von Euch Erfahrungen, wie groß der Unterschied zwischen Fully und Hardtail bei einem Marathon ist. Ich fahre eigentlich nur technisch total unspektakuläre Marathons mit meine Fully (Simplon Stomp mit ca. 11 Kilo) und mich würde es nun interessieren, um wieviel schneller ich mit einem Hardtail (z.B. Simplon Gravity mit unter 10 Kilo) wäre. Kann mir jemand sagen, um wieviel Minuten ich z.B. beim Albstadt-Marathon (88 Km / 1600 hm) mit einem Hardtail schneller wäre (bei einer gefahrenen Zeit von 3:45 mit dem Fully).

Bin gerade am überlegen, ob es Sinn macht auf ein Hardtail umzusteigen oder ob ich mir zusätzlich noch ein Hardtail zulege, da ich nun öfters Marathons mit meinem Bike fahren möchte.

Gruss
Jürgen
 
tja, da bist kaum nennenswert schneller, ganz einfach :) Ein Fully hat auch den Vorteil, dass man schonender drauf sitzt (wegen Federung) und so evtl. weniger schnell ermüdet.

Und gerade über Wiesen etc... wo sehr viele kleine Unebenheiten sind, ist ein Fully sogar schneller. Ein Hardtail schlägt da ziemlich wild um sich.

gruss
 
Schöne Diskussion. Warum hab ich die verpasst?

Zum Gewicht: In mehreren Diskussionen habe ich für einen typischen Marathon-Anstieg Werte im Bereich von 1% Zeitvorteil pro kg (egal wo) gelesenen (kann man auch mit den Fahrwiderständen nachrechnen).

Zum Reifen: Wird meisstens unterschätzt. Ein 10% höherer Rollwiderstand macht am typischen Anstieg rund 1% aus [http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?t=240985&page=2&]. Aus Reifentests ist bekannt, dass 100% (10% langsamer) durchaus vorkommt.

Zum Ausprobieren: Hinsichtlich Rollwiderstand, Masseeinfluss etc. hilft ein Referenzanstieg den man unter möglichst gleichen Bedingungen hochfährt (Puls, Wetter, eigenes Befinden, zeitnah, mindestens 10 Min). Die Fully-Vorteile bergab kann man dagegen glaub ich nicht so einfach erfassen.

Bei meinem Wechsel vom HT aufs (gleichschwere) Fully wars vor allem der Reifen (Specialized Roll X) der tatsächlich rund 10% Zeit gekostet hat (ich hätte das Rad fast weggeschmissen). Dummerweise stelle ich auch mit den selben Reifen noch einen minimalen Vorteil (wenige %) beim HT fest. Keine Ahnung woran das liegt. Möglich wäre neben Dämpferreibung ja auch unterschiedlicher Wirkungsgrad im Antrieb oder die Gesamtgeometrie.
 
Meines Erachtens ist der Placeboeffekt nicht zu vernachlässigen. Auf meiner Feierabendrunde habe ich immer den Eindruck, mit dem HT sooooooo viel schneller zu sein. Auf der Uhr macht dann der Unterschied auf zwei Stunden vielleicht drei Minuten aus.

Die nächste Eigerbike-Challenge werde ich mit dem HT machen. Da quält man sich aber auch stundenlang auf Bergstrassen hoch....
 
wenn Du fit bist und eine gute Fahrtechnik hast , bist Du bei den meisten Marathons in Deutschland mit dem Hardtail schneller. Bevor mich wer anbrüllt: Das ist lediglich meine Meinung. Andere Meinungen werde auch akzeptiert.
 
Meines Erachtens ist der Placeboeffekt nicht zu vernachlässigen.

Exakt :) Ich habe 3 gute Bekannte, einer war sogar CC Schweizermeister und die beiden anderen fahren ebenfalls Elite. Wir haben uns auch schon über das Thema unterhalten und deren Meinung ist in etwa ähnlich: Es ist einfach ein gutes Gefühl wenn man weiss, dass man ein leichtes Bike hat. Einen riesen Zeitvorteil versprechen die sich auch nicht.

Jedenfalls wenn man so die Zeitstreuung vom ersten bis zum zehnten Platz anschaut, wäre der 10 auch kaum weiter vorne wenn das Rad 1kg leichter wäre, bzw. der erste immer noch 1. oder 2. :P

gruss
 
Ich meine Damit ja nicht das Du dir jetzt en Hardtail kaufen sollst .
Ich bevorzuge ein Fully . Ist halt ne geschmackssache .
 
Der Setup bzw. die Geometrie, die auf deine Bedürftnisse bzw. deine Körpermasse und deinen Trainingszustand und den Einsatz zugeschnitten sein sollten, ist viel wichtiger, als die Frage ob hinten eine Federung sein muss oder nicht. Wenn du mehrere Stunden auf dem Bike sitzt, wird sich eine ungünstige sprich unbequeme oder unphysiologische Haltung durch Schmerzen früher oder später nachteilig auswirken. Gefederte Bikes haben oft bequemere Geometrien als Hardtails. Deshalb werden sie gerne für Marathons verwendet. Das gilt jedoch nicht allgemein! Sieh dir mal mein Vertex an. Die Geometrie ist alles andere als übertrieben rennmässig, weil ich es extra für den Marathon aufgebaut habe. Ich profitiere somit von einem geringeren Gewicht eines Racers und geniesse die bequeme Geometrie eines Tourers. Das beste aus beiden Welten. Zudem haben die 100mm Federweg und die etwas aufrechtere Position unbestreitbare Vorteile beim Downhill. Darauf kommst beim Marathon ja auch an. Alles was du rauf fährst, musst du ja auch wieder runter...
 
Zurück