Haltbarkeit Federgabel RS, Fox, Manitou,...

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Ich bin auf der Suche nach einen neuen MTB und interessiere mich hier vor allem für die Unterschiede in den Ferdergabeln im Bezug auf Haltbarkeit und Stabilität.

Meine Fahreigenschaften sind zweierlei,
- die "Feierabend-berg-runde" oder Tages-/Mehrtagestouren auf Forstwegen oder schmalen gröberen Wanderwegen (was das bayerische Voralpenland eben so hergibt) (Tragesessions und harte Downhills/Trails, sind eher selten kommen aber mal vor, Sprünge und freeride mache ich nicht)
- Touren in der Ebene (mit Gepäck und Kinderhänger) teilweise Asphalt, teilweise Forst-/Wanderwege.


Bei meiner Suche nach einem neuen Rad (29 Zoll) ist mir besonders die Federgabel wichtig, da die bei meinem bisherigen Rad als erstes aufgegeben hat. War eine RST Gabel, is mitlerweile aber ca. 15 Jahre her.

Viele Räder im 800 -1000 Euro Bereich haben folgende Gabeln:

- RS Reba RL (scheint ja der Rundum-Sorglos-Klassiker zu sein, aber ist sie wirklich besser (haltbarer) oder vor allem leichter)
- RS Recon Silver/Gold
- RS xc32 solo air (über diese Gabel finde ich wenig)
- Manitou Marvel Ts Air 29 (über diese Gabel finde ich wenig)
- Fox 32 Float (ist preislich zumindest die teuerste, soll aber laut meiner Recherche recht Wartungsintensiv sein)
(teilweise auch RS xc30 oder xc 28)

Ich möchte eine Luftfeder, da ich selbst knappe 90 kg auf die Wage bringe und wie geschrieben, teilweise mit etwas Gepäck unterwegs bin und dahr die unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten nutzen möchte.

Über die Forensuche konnte ich mich schon etwas in die Unterschiede der Gabeln einlesen, habe aber hauptsächlich Vor- und Nachteile bezüglich Gewicht und Wartung gelesen. (Teilweise noch etwas über die Einstellbarkeit)
Mich würde aber vor allem interessieren, ob sich die Gabeln von der Haltbarkeit, Belastungseignung, Langlebigkeit usw. stark unterscheiden?
Ich möchte auf alle Fälle vermeiden, dass die Gabel wieder Spiel bekommt oder sonst schnell kaputt geht.

Würde mich sehr über Erfahrungsberichte oder fundierte Meinungen zu den Gabeln freuen! Danke schon mal für Eure Hilfe!
 
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Re: Haltbarkeit Federgabel RS, Fox, Manitou,...
Die drei Rockshoxgabeln sind aus dem selben Baukasten, insofern tun die sich nichts, was Haltbarkeit angeht.
Manitou hatte ich immer gute Erfahrungen mit, was Haltbarkeit angeht.
Fox ist was Verarbeitungsqualität angeht eine Klasse für sich.

Bei all diesen Gabeln ist es kein Problem, die sowohl 5 Jahre OHNE Wartung zu fahren, als auch, die Gabel in 6 Monaten kaputt zu bekommen.
Das hängt vom Einsatz und der Pflege ab.
Wenn die Gabel täglich durch den Schlamm geprügelt wird und anschliessend mit Dampfstrahler gereinigt, sollte man 1x wöchentlich die Gabel zerlegen und neu ölen/fetten - egal ob RS oder Fox oder Manitou.
Wenn man nur bei Schönwetter fährt, reicht 1x im Jahr (steht aber meist auch so in der Anleitung).

In der aktuellen Bike 2/14 ist ein Billig-Hardtail Test, in welchem alle aufgezählten Gabeln mit getestet wurden (ausser Fox natürlich).
 
Also zu Fox kann ich nur sagen wenn man die pflegt hält die auch mehrere Jahre problemlos.
Hab an meinem Hobel die 32 Talas dran.
Die wird seit 3 Jahren regelmäßig hart rangenommen, bekommt jedes Jahr nen Service und gut is.

Kumpel hat an seinem 2009er Kona ne 32er Float dran, an der hab ich letztens auch nen Service gemacht, war innen so gut wie sauber und Öl war auch noch genug drin, war auch nur vorsorglich da er das Bike gebraucht gekauft hatte.

Bei entsprechender Pflege sollte ne Gabel also durchaus mehrere Jahre problemlos funktionieren.
 
Richtig, aufmachen, Ölstand checken und Abstreifer und Buchsen fetten, dann
läuft die auch gescheit und hat nicht schon nach 3 Monaten keine Beschichtung
mehr auf den Standrohren.
 
nim ne Reba, leicht, steif, darfst du selber warten, bei garantieflällen meisst kulant, leichte ersatzteilbesorgung, rundum sorglos Klassiker, wie du schon selber gesagt hast.
 
an fox stört mich der unkulante service und der zwang zu einer jährlichen, sehr teuren inspektoin, damit die gewährleistungsansprüche für viele teile nicht erlöschen. und selbst das schützt einen nicht vor der willkür des lokalen servicepartners, berechtigte forderungen abzulehnen

daher empfehl ich dir ebenso die reba. robuste, langlebige gabel und obendrein ein unkomplizierter, kulanter importeur. zudem darf man an RS gabeln alles selbst machen, ohne dass einem ein strick drauß gedreht wird
 
Vielen Dank für Eure Tips!

Speziell zur Manitou Marvel kann niemand etwas sagen? Scheint eher ein Exot zu sein.....

Du hast nach Haltbarkeit gefragt. Die Marvel ist recht neu.
Da du dich über die wesentlichen anderen Eigenschaften der Gabeln schon schlau gemacht hast, ist die wesentliche Eigenschaft einer Federgabel dir offensichtlich egal (federt und dämpft eine xc28tk???).

Daher empfehle ich dir eine Starrgabel. Die hält.
 
Wichtig wäre vielleicht gleich im Neuzustand nachzusehen ob genug Öl drin ist. Meine Fox 36 FIT war fast trocken.

Richtig, aufmachen, Ölstand checken und Abstreifer und Buchsen fetten, dann
läuft die auch gescheit und hat nicht schon nach 3 Monaten keine Beschichtung
mehr auf den Standrohren.


Vielleicht darf ich diesen Thread einmal aufgreifen und nachhaken wie man den Ölstand checkt. Bisher habe ich nur Videos oder Anleitungen finden können bei denen der komplette Service mit Austausch der Dichtungen gezeigt wird - vom Ablauf her wird das vermutlich derselbe sein ohne, dass man das Öl ablaufen lässt. Wie kann man aber nun den korrekten Ölstand feststellen?
 
Dumme Frage: was macht Ihr mit dem Altöl? Irgendwo abfackeln?
Ich habe auch das Problem mit trockener Rockshox (Motion Control) und will mal einen Komplettservice selbst durchführen. Soll man den Ölstand mit einem hölzernen Mikadostäbchen messen, oder wie macht Ihr das?

Zur RS XC32 kann ich nur sagen, dass sie der direkte Nachfolger zur RS Tora ist, die ich mal hatte. Die Tora ist eine hervorragende Gabel, sehr steif und hat eine gute Motion Control unit, auch Lockout. Allerdings war meine die Coil Version und damit ca. 2.25kg schwer, da auch der Schaft aus Stahl ist.
An Deiner Stelle würde ich ein paar Euros drauf legen und die Rockshox Reba nehmen.
Die habe ich jetzt auch drauf und bin sehr zufrieden. Ist auch mit 1.6kg absolut ok.
 
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Das Altölt sollte schon standardmäßig entsorgt werden - frag ggf. höflich beim KFZ-Mechaniker (-Händler) um die Ecke nach ob du deine kleine Menge bei ihm abgeben darfst. Alternativ: bei einer Tanke in den Ölbehältniskontainer werfen =)
 
Es geht ums Schmieröl, nicht ums Dämpfungsöl. Die Dämpfung bleibt unangetastet, soweit möglich.
Schmieröl sind meist zwischen 5ml und 20ml (pro Holm, je nach Gabel).

Und Altöl bitte ordentlich entsorgen! Du kannst auch Schwebstoffe absetzen lassen (dauert teilweise ein paar Wochen) und das Öl als Kettenöl o.ä. recyceln.
 
Dumme Frage: was macht Ihr mit dem Altöl? Irgendwo abfackeln?
Ich habe auch das Problem mit trockener Rockshox (Motion Control) und will mal einen Komplettservice selbst durchführen. Soll man den Ölstand mit einem hölzernen Mikadostäbchen messen, oder wie macht Ihr das?

Also bei einem Komplettservice würde ich da nix messen. Wechsel immer gleich das komplette Öl und fülle neues nach. Motion Control sind glaub 50ml drin. "Ausm Kopf, bin mir grad net sicher. Luftkammer kommen oben ca 5ml rein und untern zwischen 15-20ml.
 
Es geht ums Schmieröl, nicht ums Dämpfungsöl. Die Dämpfung bleibt unangetastet, soweit möglich.
Schmieröl sind meist zwischen 5ml und 20ml (pro Holm, je nach Gabel).

Und Altöl bitte ordentlich entsorgen! Du kannst auch Schwebstoffe absetzen lassen (dauert teilweise ein paar Wochen) und das Öl als Kettenöl o.ä. recyceln.

Danke. Recyclen als Kettenöl ist die Lösung. Öl schütte ich wohl eh in ein Glas, zum Absetzen. :daumen:
Ich hätte sonst als Holzanzünder für die kommende Isar Grillsaison gedacht.
 
Die Stadtreinigung hat Altölannahmestellen.

Aber idR kann man es noch für die Kette nehmen - wenn es nicht schon Margarine geworden ist. Dann muss man mit viel Lösungsmittel auswaschen, das ist eine Sauerei - Diesel geht ganz gut. Manchmal reicht auch wenn man viel Kriechöl ins Casting sprüht und schüttelt. Das was man da über hat, auf jeden Fall zur Altölannahme bringen.

Dämpferöl geht auch zum Kette schmieren. Wenn ich das wechsle, schütte ich es fein säuberlich in einen Becher, markiere den Stand, und nehme genau gleich viel neues. Besser natürlich das neue Öl nach Angabe mit einem Messbecher dosieren.
Beit den RS MoCo/MiCo soll das untere Ende gerade so ins Öl tauchen. Wird bei TK ähnlich sein.
 
So ein bissl recherchiert - klick damit käme man dem Problem mit dem Schmieröl nach.

Wie würde sich das eigentlich äußern, wenn eine Gabel zu trocken ist. Bei meiner RS Judy aus 2002 habe ich ohne Wartung (bin das Radl aber auch nicht viel gefahren - insgesamt vllt. 5000 km) nie Probleme gehabt und auch keinen Unterschied spüren können: insofern wären mir die Symptome einer trockenen Gabel wohl neu (neues Rad mit 34 Float 29).
 
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So ein bissl recherchiert - klick damit käme man dem Problem mit dem Schmieröl nach.

Bitte nicht so machen! Da kann ganz schnell mal was schief gehen und deine Gabel ist ein wirtschaftlicher Totalschaden!

Wenn du die Gabel nicht auseinander bauen willst. Schrauben vom Casting lösen, altes Öl ablassen, Rad auf den Kopf und neues Öl einfüllen.
Geht mindestens genauso schnell und ist idiotensicher.
 
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