Ich kotze !

Moin moin,

also wenn ich mir so die Scheibenbremsen-Threads der letzten Monate ansehe komme ich zu dem Schluß, daß es eine bestimmte Firma (Schönen Gruß an sharky) gibt, die echten Dreck produzieren oder produziert haben! Die anderen Hersteller liefern zwar auch nicht immer Glanzleistungen ab aber es scheint sich nicht um ein solches Riesenproblem zu handeln!

Daraus kann ich nur schließen, daß man von den Produkten (und zwar von ALLEN(!) - weil da ein grundsätzliches Problem vorliegt!) dieser speziellen Firma die Finger lassen sollte! Hab' ich gemacht und bin (bis jetzt!) gut bedient ... !
 
ich kann mir nicht vorstellen dass die Produzenten Sollbuchstellen einbauen, da man die Kunden dadurch nicht gerade glücklich und zufrieden macht, welcher Hersteller kann sich ein schlechtes Image leisten? warum so eine breite Produktpallette ? wäre nicht ein schmales Programm mit technisch einwandfrei funktionierenden Produkten sinnvoller ! Bei Tests müssen den Herstellern doch die Fehlerhäufigkeit auffallen ? Ich werde es nicht verstehen können, gut, viele Händler haben vielleicht auch nicht das best ausgebildeste Personal, könnte natürlich auch sein !

TT
 
Die Entwicklung einer unter allen Umständen funktionierenden Scheibenbremse für Mountainbikes stellt schon fast ähnliche Anforderungen, wie die Quadratur des Kreises. Einerseits darf das ganze nichts wiegen, andererseits gibt es ´zig verschiedene Einsatzbereiche, Fahrergewichte und sonstige Einflüsse. Außerdem spielen ja auch noch ergonomische Sachzwänge mit hinein. Der Bremshebel soll auf geringstem Arbeitshub ohne viel Kraftaufwand beide Kolben gleichmäßig an eine millimetrdünne Scheiben drücken. Dies setzt wiederum minimalste Abstände zwischen Belag und Scheibe voraus. Bereits eine Seitenschlag von einem halben Millimeter, der an einer Felge kaum auffällt, ruft unweigerlich ein nerviges Schleifen der Scheibe hervor.
Während am Motorrad mittlerweile immer mehr zum Standard wird, aus Symmetriegründen (Stichwort Verwindung der Gabel) Doppelscheiben einzusetzen, scheidet das bei Bike aus gewichtsgründen schon mal aus. (von reinen Downhill-Maschinen vielleicht mal abgesehen). Jede eingesetzte Gabel ist also, abhängig vom Terrain und Fahrgewicht bei Bremsvorgängen mehr oder weniger stark Verwindungen ausgesetzt. Es kann mir keiner erzählen, dass dies gerade bei schwereren Fahren auf die Dauer ohne Folgen bleibt. Selbst anerkannt steife Gabeln wie die Fox oder die neuen Z1 werden irgendwann ausgeschlagene Buchsen oder zumindest Material-Ermüdungserscheinungen zu beklagen haben.
Ferner muß das Temperaturproblem in den Griff gebracht werden. Rotglühende Scheiben, abgeschmolzene Bremsleitungen, sich ausdehnende Hydraulikflüssigkeiten sind bekanntermaßen Folgen von nicht sauber abgeleiteten Spitzentemperaturen. Dass millimeterdünne Dichtungen bei Temperaturdifferenzen von mehreren hundert Grad nicht die kleinste Luftblase ansaugen dürfen, weil sich die dann sofort Veränderungen des Druckpunktes ergeben, erscheint als nahezu unlösbare Aufgabe.
Sicher: das Handling einer sauber eingestellten Diskbrake unter normalen Bedingungen macht viel Freude, gibt Sicherheit und erscheint vielen als die bessere Lösung.
Beachtet man aber, wie nahe sich diese Bremssysteme in vielen Bereichen an den Grenzen der Physik bewegen, sind die vielen Probleme, von denen hier berichtet wird, eigentlich vorprogrammiert.
Für schwere Fahrer mit 90 und mehr Kilo gilt dies ganz besonders.
Natürlich haben auch Felgenbremsen (egal ob hydraulisch oder V-Brake) mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Durch die wesentlich größeren Flächen (Felgenflanken) ist die Erhitzung aber um ein vielfaches geringer. Wobei zugegebenrmaßen ein durch Hitzeeinwirkung gestorbener Schlauch, eine berstende Felgenflanke auch ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko darstellt.

Der Hauptvorteil einer V-Brake liegt für mich - wie bereits erwähnt - in der überschaubareren Technik. Ein gerissener Bremszug ist auch auf 2000m Höhe schnell gewechselt. Eine leckendes Bremshydraulik stellt dagegen unterwegs
ein unlösbares Problem dar.
 
Muss mich auch noch mal zu Wort melden.
ManneD: Dass eine einseitige Scheibenbremse einseitige Kräfte ausübt ist klar. Aber auch schon durch das bei fast allen Gabeln unsymmetrisch gestaltetes Innenleben (Dämpfer auf einer Seite) gibt es auch einseitige Kräfte; Gabelhersteller "erlauben" auch, verschiedene Federn auf beiden Seiten zu fahren.
Insofern stelle ich in Frage, ob die Auswirkungen wirklich so dramatisch wie dargestellt sind. Im übrigen ist der Antrieb (Kasette, Kettenblatt) auch einseitig mit entsprechenden Kräften auf Hinterbau.
Und es gibt sehr gut funktionierende Motorräder mit einer Scheibe.
Zur Hitze: Die stört ja nur, wenn sie was negatives bewirkt. Bei mir ist da noch nichts abgeschmolzen. Im übrigen kann man ja auch durch entsprechende Bremstechnik etwas Einfluß drauf nehmen.
Da finde ich das Hitze und Verschleißproblem bei Felgenbremsen schon kritischer. Die Felge muß zwei Funktionen auf einmal leisten, nämlich leichter Träger des Reifens und zugleich Bremsscheibe sein.

zum Thema Hayes, Magura etc. Wenn man Reviews im Internet liest, fällt auf, das dort Hayes und Shimano Bremsen recht gut wegkommen, und Magura nicht immer so toll. In deutschen Heftchen ist das Bild etwas anders. Insofern traue ich den Tests schon lange nicht mehr. Wie gesagt , mit meiner Magura Louise FR bin ich allerdings sehr zufrieden. Die größere Scheibe vorne mag auch etwas bringen.

Mein Fazit:

-eine gut funktionierende Scheibenbremse (und die gibt es) bremst besser, gibt mehr Sicherheit, schont die Felgen, bremst gut bei Nässe.

-HS33 ist ein über Jahre ausgereiftes bewährtes System, bremst vielleicht nicht ganz so bissig und leicht wie eine Scheibe; den Nachteil mit dem Felenverschleis sehe ich als nicht zu groß an. Wer von Euch hat schon Felge gewechselt, weil "durch"-gebremst? Wenn ja, nach wieviel km?

-V-Brake: Wie HS33, aber den Vorteil, dass sie mechanisch ist, und man daher unterwegs auch mal improvisierend was reparieren kann (würde ich auf ein Rad für Mehrtagestouren oder so was anderen Bremsen vorziehen); Hat nicht das "softe" Ansprechverhalten/Bremsgefühl einer Hydraulikbremse; und sie ist leicht

Ehrlich gesagt: Ich glaube, egal wie DU dich entscheidest, kannst Du nicht soviel falsch machen. Wichtig ist dann wahrscheinlich eher die Wahl einer guten Bremse in der jeweiligen Kategorie.
 
Hm einer ne ahnung was an einer Bike Scheibenbremse anders ist als an einer Motorrad Scheibenbremse?? Die dinge dort funktioniern doch nicht nur weil dort alles ein wenig dicker ist oder wie? (scheibe an sich, Klötze, etc) Bremsengewicht bzw Materialstärke ist im Verhältniss zur bremsenden Masse ist doch imho sogar schlechter als beim bike?? Also warum funktioniert das bei denen und bei einem MTB nicht??
 
-Weil gerade eben beim Motorrad alles etwas dicker und robuster ist.

-Weil man beim Motorrad schleifen nicht wirklich merkt (und es auf nicht gleich quitscht, s.o.)

-Weil man ein Motorrad relativ selten auf den Kopf stellt und danach weiterfährt.

-Weil sich Motorradhersteller nicht für so dumm verkaufen lassen wie es Manche Bikescheibenhersteller mit den (Mt)Bikern versuchen.

-Weil Motorradscheiben einfach wartungsfreundlicher Konstruiert sind.
Was glaub ihr würde ein Motorradhersteller einem Bremsenhersteller erzählen, wenn man beim entlüften Bremsbeläge ausbauen und den ganzen Bremssattel abschrauben müsste und dann noch nicht mal eine gescheite Entlüftungsschraube hätte?
Richtig, er würde sich totlachen und mit diesem Hersteller nicht weiter zusammenarbeiten.
Die MTB-Branche lässt sich sowas unverständlicherweise gefallen...
 
@tom0511 coole Sache ich wünsche Dir dass es ewig so bleiben mag ! Habe mein Bike doch nicht zu hibike gebracht sondern zu einem sehr freundlichen BikeHändler B&S in Sulzbach.

Alles wird gut, die Hoffnung stirbt als Letztes ...

TT
 
Hallo,

ihr müsst mal aus Spass etwas im Magura-Forum auf der Magura-Homepage mitlesen, das mache ich jetzt nämlich seit ein paar Tagen, da ich (eher durch Zufall) besitzer einer Louise geworden bin.

Dort ist der Tenor in etwa der gleiche, die Scheibenbremsen haben Probleme, die HS33 nicht. Allerdings werden dort Diskussionen, bei denen die HS33 als bessere Alternative zur Scheibenbremse gepriesen wird, abgewürgt. Wohl ist die Gewinnmarge bei Scheibenbremsen grösser.... Mich würds nicht wundern, wenn Magura die HS33 irgendwann einstellt, da sie zu gut ist (oder einfach klemmende Kolben einbaut, siehe Julie...)

Meine Louise funktioniert bisher ganz gut, habe sie aber auch erst eine Woche und 100 km gefahren.
Allerdings ist der oft propagierte Quantensprung zur vorher gefahrenen (und allgemein immer niedergemachten) Coda Expert Disc ausgeblieben, die reine Bremsleistung und Bissigkeit der Coda war besser.
Die Coda hat 3 Jahre problemlos funktioniert, mal sehen ob die Louise das auch schafft ;) Ansonsten habe ich nun zum Glück eine 6-Loch Nabe an der Lefty, und so ist das schnell auf Hope umgebaut... denn eine Felgenbremse kann ich leider nirgends montieren. :(

Gruss Christian
 
Hallo,

allesamt klagt ihr über die fummlige Einstellung der HS33.
Nun, ich hab zwar nur eine HS22, aber die ist relativ schnell eingestellt (ist allerdings in 5 Jahren auch erst 3x vorgekommen).

Was ist denn an der HS33 so problematisch?
 
Zwischen HS33 und HS22 gibts beim Anbau keine Unterschiede...

Ich habe schon ein paar Stunden für meine HS33 gebraucht, damit die richtig dran war.
Ist halt n bisschen Gefriemel, wenn die Bremse noch lose so rumbammelt und man das irgendwie gescheit festbekommen und einstellen will...

Aber ansonsten gilt auch bei mir:
Anbauen dann Vergessen.
Höchstens mal nach den Belägen schauen...
 
Original geschrieben von tom0511
Muss mich auch noch mal zu Wort melden.
ManneD: Dass eine einseitige Scheibenbremse einseitige Kräfte ausübt ist klar. Aber auch schon durch das bei fast allen Gabeln unsymmetrisch gestaltetes Innenleben (Dämpfer auf einer Seite) gibt es auch einseitige Kräfte; Gabelhersteller "erlauben" auch, verschiedene Federn auf beiden Seiten zu fahren.
Insofern stelle ich in Frage, ob die Auswirkungen wirklich so dramatisch wie dargestellt sind. Im übrigen ist der Antrieb (Kasette, Kettenblatt) auch einseitig mit entsprechenden Kräften auf Hinterbau.
Und es gibt sehr gut funktionierende Motorräder mit einer Scheibe.

Die einseitigen Kräfte, die durch unterschiedliche Konstruktion der Gabelrohre auftreten, sind mit denen, die durch einseitig eingeleitete Bremskräfte entstehen nicht miteinander zu vergleichen. Durch den riessigen Hebelarm, der durch den Abstand äußerer Radius des Laufrades - Bremssattel entsteht sind die Bremskräfte um ein vielfaches höher.
Als dramatische Auswirkung würde ich das nicht bezeichnen - allerdings mindestens als Ursache für einen erhöhten Gabelverschleis.
Original geschrieben von tom0511

Und es gibt sehr gut funktionierende Motorräder mit einer Scheibe
Beim Motorrad kommt es auf ein paar hundert Gramm Gewicht ja nicht an. Schau Die halt mal eine Motorradgabel an und vergleiche sie mit einer MTB-Gabel und überlege dann, warum der Trend trotzdem zur Doppelscheibe beim Motobike geht...
 
Moin,

Original geschrieben von nils
-Weil gerade eben beim Motorrad alles etwas dicker und robuster ist.

- ...

Naja, und weil der Motorradhändler (im Normalfall) während der Reparaturdauer (innerhalb der Garantiezeit) ein Leihfahrzeug zur Verfügung stellen 'muss'.
Was meint Ihr was der dem Hersteller von so anfälligen Teilen erzählt!? Das dauert keine 3 Monate dann ist das Hersteller raus aus dem Geschäft und so mit Forderungen eingedeckt das er zu machen kann!

Die großen Automobil-/Motorad-Hersteller haben Ihr Lieferanten im (Würge-)Griff das glaubt mal. Mir ist letztens zu Ohren gekommen, daß ein sehr namhafter deutscher Hersteller eine 4-stelligen Strafzahlung verlangt, wenn ein gesendetes Lieferavis einen Fehler enthält oder zur falschen Zeit einläuft ... ! :eek:
 
Ich dachte, dass die Doppelscheibe beim Motorrad nicht aus Symmetriegründen, sondern wegen höherer Bremskraft auf dem Vormarsch ist, oder gibt es Motorradgabelverschleißprobleme bei Einscheibenbremsen?
 
Original geschrieben von Schlappwurst
Die großen Automobil-/Motorad-Hersteller haben Ihr Lieferanten im (Würge-)Griff das glaubt mal. Mir ist letztens zu Ohren gekommen, daß ein sehr namhafter deutscher Hersteller eine 4-stelligen Strafzahlung verlangt, wenn ein gesendetes Lieferavis einen Fehler enthält oder zur falschen Zeit einläuft ... ! :eek:

Genau so wird aber Qualität gewährleistet.

Das Problem im Bikebereich ist, das es zwar viele, aber voneinander unabhängige, kleine Endkunden gibt. Wenn da einzelne dumm machen, kann das der Firma egal sein. Deren Überleben hängt, im Gegensatz von manchen Auto- und Motorradzulieferern, nicht von einem Kunden ab.

Und so lange die Mt-Biker sich fast schon wie 4-Jährige an Weihnachten freuen, wenn sie von einem Hersteller eine nicht funktionierende gegen eine funktionierende Bremse getauscht bekommen und das "nur" drei Wochen geht, wird sich bei den Bike-Scheiben leider nicht viel ändern...
 
Original geschrieben von nils


Genau so wird aber Qualität gewährleistet.

Das Problem im Bikebereich ist, das es zwar viele, aber voneinander unabhängige, kleine Endkunden gibt. Wenn da einzelne dumm machen, kann das der Firma egal sein. Deren Überleben hängt, im Gegensatz von manchen Auto- und Motorradzulieferern, nicht von einem Kunden ab.

Und so lange die Mt-Biker sich fast schon wie 4-Jährige an Weihnachten freuen, wenn sie von einem Hersteller eine nicht funktionierende gegen eine funktionierende Bremse getauscht bekommen und das "nur" drei Wochen geht, wird sich bei den Bike-Scheiben leider nicht viel ändern...


Hallo,

zumindest zeigt mir dieser Thread, dass es doch immer mehr MTB´ler gibt, die sich nicht für dumm verkaufen lassen. Wenn in einer bestimmten Gruppe von Teilen (z.B. Scheibenbremsen) dauernd Modellwechsel passieren, deutet dies auf nicht ausgereifte Teile hin. Wenn in einer Shimano-Gruppe seit Jahren recht wenig Änderungen passieren, die Teile einfach verkauft werden und auch halten, dann deutet es eben auf gute Haltbarkeit hin. Fazit: Die Leute die zuviel Geld haben, sollen sich ruhig immer neue Teile kaufen. Die wird es eher nicht stören, wenn immer wieder was defekt ist. Ich finde das zwar traurig für diejenigen, die einfach fahren wollen, aber so ist die Welt eben.

Gruss
cst
 
Original geschrieben von cst



... mehr MTB´ler gibt, die sich nicht für dumm verkaufen lassen. Wenn in einer bestimmten Gruppe von Teilen (z.B. Scheibenbremsen) dauernd Modellwechsel passieren, deutet dies auf nicht ausgereifte Teile hin.

Ok das mag bei Endkunden so stimmen. Was ist aber bei Fahrradherstellern.
Wenn z.B. Cannondale (ich stehe nicht auf Cannondale) bei seinen 2002 MTB's einen bestimmten Hersteller der Bremsen verbaut, dann aber von seinen Fachhändlern (Fach!) Rückmeldungen bekommt über Funktionsprobleme dann werden die doch vieles probieren um dem Zulieferer aus den Sortiment zu schmeissen. Bzw. das sortiment zu mischen um so besser vergleichen zu können.

Also können keine Firmen lange schrott produzieren den ihnen Grosskunden abnehmen.

Ich arbeite im Maschienenbau, und da ist es ähnlich.
 
Aber vielfach ist es so, dass der Hersteller nicht mitbekommt, wenn der Kunde Ärger mit der Bremse an seinem Bike hat, der Händler muss das meist selbst mit dem Vertrieb der jeweiligen Bremse ausmachen. Zudem hat der Händler auch die Arbeit, die ihm nicht vom Hersteller vergütet wird (das war früher bei manchen Firmen der Fall). Manche Händler wälzen die Kosten der Montage bzw Demontage und des Portos auf den Kunden ab, was aber auch nicht gerecht ist, eigentlich müsste diese Kosten der Hersteller bezahlen.
Gruss
Dani
 
Original geschrieben von the_big_dragon


Ok das mag bei Endkunden so stimmen. Was ist aber bei Fahrradherstellern.
Wenn z.B. Cannondale (ich stehe nicht auf Cannondale) bei seinen 2002 MTB's einen bestimmten Hersteller der Bremsen verbaut, dann aber von seinen Fachhändlern (Fach!) Rückmeldungen bekommt über Funktionsprobleme dann werden die doch vieles probieren um dem Zulieferer aus den Sortiment zu schmeissen. Bzw. das sortiment zu mischen um so besser vergleichen zu können.

Also können keine Firmen lange schrott produzieren den ihnen Grosskunden abnehmen.

Ich arbeite im Maschienenbau, und da ist es ähnlich.

Hallo,

also um mal auf den genannten Hersteller zu kommen: Mir ist ehrlich gesagt nicht ganz klar, wie der überhaupt noch Räder verkauft. Grund für meine Unklarheit: In den Preisklassen, die ein normaler Mensch für ein Fahrrad ausgeben kann, bekommt man dort z.T. unterste Qualität angeboten. Ich mußte dies schmerzlich selber miterleben, als ich mir im Glauben, da was gutes zu haben, so ein Teil geholt habe. Da hätte man sich vorher im Netz mal genauer informieren sollen. Das einzige, wovon ich bei CD noch nicht schlechtes gehört habe, sind die Rahmen. Ansonsten sind da selbst Sachen kaputt gegangen, von denen ich nie glaubte, dass das mal Probleme machen könnte, z.B. ein einfacher Schnellspanner, dessen Griff man beim Abmachen des Laufrades plötzlich in der Hand hat. Dilletantisch montierte Hörnchen, die mir das Oberrohr zerkratzt haben. Die Kettenblätter waren sehr schnell abgenutzt. Am Hinterrad mehrere Speichen einfach samt Nippel aus dem Material gerissen. Dann schliffen die Maguras im Winter so, dass das Rad schon allein abgebremst hat. Bremsflüssigkeit und Beläge gewechselt. Nun der Griff der Hinterradbremse defekt. Trotz Pflege der Gabel scheint mir, dass damit was nicht stimmt, denn die Federung ist kaum anders als ohne Gabel. Und ich fahre keine harten Touren, wofür das Rad ja eigentlich ausgelegt ist. Aber angeblich ist diese Gabel ja so toll.
Und die Räder werden doch verkauft. Ich kann zwar nicht einschätzen, wer diese Räder kauft, aber ich bin jedenfalls geheilt davon. Letztlich hat dieser ganze Ärger dazu geführt, dass mir das Mountainbiken gründlich versalzen ist. Was soll es auch, wenn man schon mit dem Gedanken losfährt, was wohl als nächstes defekt sein könnte. Was ist eigentlich, wenn man einen körperlichen Schaden davonträgt, weil irgendein Teil bei einer Abfahrt den Geist aufgegeben hat ? Da möchte ich den Hersteller mal sehen !
Zum Thema Reklamation. Klar kann man zum Händler gehen und das reklamieren. Der Händler hat eingentlich nicht so getan, als sei ein gebrochener Schnellspanner etwas besonderes. Ein anderer Händler meinte zu mir, dass die Leute, die sich ein Cannondale kaufen doch wissen, dass man da alles austauschen muss. Was soll man dazu noch sagen ?


Gruss
cst.
 
Zum Thema Magura an Komplettbikes kann man nur soviel sagen, dass Magurabremsen im Einkaufpreis für Hersteller spottbillig sind. Die Spanne zwischen Preis für Hersteller und Ladenpreis der Einzelbremsevzum Nachrüsten ist gigantisch. Das kommt daher, dass bei Magura das Hauptaugenmerk auf billige Herstellung und grosse Stückzahlen gelegt ist. (Das sieht man den Bremsen aber auch an).
Eine Hope beispielsweise, die sich im Ladenpreis nicht wesentlich von einer Magura unterscheidet, ist für Komplettbikehersteller unerschwinglich, da sie eben dort auch aufgrund der teuren Hersetllung ihren Preis haben.

@cst: ich kann deine Meinung nicht ganz nachvollziehen, obwohl das mit den teilweise billigen Parts an den Einsteiger-CDs schon stimmt. Es ist nur so, dass ich solche Teile immer schnell wechseln kann, einen guten Rahmen dagegen nicht. Vielleicht hast du auch einfach nur ein Montagsbike erwischt (siehe gabel).
Ich habe mir nun grad mein zweites CD gekauft. obwohl ich eigentlich erst was anderes wollte. Doch Probefahrten mit allen anderen Bikes scheiterten an der miesen Performance sämtlicher Standartgabeln und der elastischen Rahmen.

Gruss Christian
 
Original geschrieben von ManneD
Die Entwicklung einer unter allen Umständen funktionierenden Scheibenbremse für Mountainbikes stellt schon fast ähnliche Anforderungen, wie die Quadratur des Kreises. Einerseits darf das ganze nichts wiegen, andererseits gibt es ´zig verschiedene Einsatzbereiche, Fahrergewichte und sonstige Einflüsse. Außerdem spielen ja auch noch ergonomische Sachzwänge mit hinein. Der Bremshebel soll auf geringstem Arbeitshub ohne viel Kraftaufwand beide Kolben gleichmäßig an eine millimetrdünne Scheiben drücken. Dies setzt wiederum minimalste Abstände zwischen Belag und Scheibe voraus. Bereits eine Seitenschlag von einem halben Millimeter, der an einer Felge kaum auffällt, ruft unweigerlich ein nerviges Schleifen der Scheibe hervor.
Während am Motorrad mittlerweile immer mehr zum Standard wird, aus Symmetriegründen (Stichwort Verwindung der Gabel) Doppelscheiben einzusetzen, scheidet das bei Bike aus gewichtsgründen schon mal aus. (von reinen Downhill-Maschinen vielleicht mal abgesehen). Jede eingesetzte Gabel ist also, abhängig vom Terrain und Fahrgewicht bei Bremsvorgängen mehr oder weniger stark Verwindungen ausgesetzt. Es kann mir keiner erzählen, dass dies gerade bei schwereren Fahren auf die Dauer ohne Folgen bleibt. Selbst anerkannt steife Gabeln wie die Fox oder die neuen Z1 werden irgendwann ausgeschlagene Buchsen oder zumindest Material-Ermüdungserscheinungen zu beklagen haben.
Ferner muß das Temperaturproblem in den Griff gebracht werden. Rotglühende Scheiben, abgeschmolzene Bremsleitungen, sich ausdehnende Hydraulikflüssigkeiten sind bekanntermaßen Folgen von nicht sauber abgeleiteten Spitzentemperaturen. Dass millimeterdünne Dichtungen bei Temperaturdifferenzen von mehreren hundert Grad nicht die kleinste Luftblase ansaugen dürfen, weil sich die dann sofort Veränderungen des Druckpunktes ergeben, erscheint als nahezu unlösbare Aufgabe.
Sicher: das Handling einer sauber eingestellten Diskbrake unter normalen Bedingungen macht viel Freude, gibt Sicherheit und erscheint vielen als die bessere Lösung.
Beachtet man aber, wie nahe sich diese Bremssysteme in vielen Bereichen an den Grenzen der Physik bewegen, sind die vielen Probleme, von denen hier berichtet wird, eigentlich vorprogrammiert.
Für schwere Fahrer mit 90 und mehr Kilo gilt dies ganz besonders.
Natürlich haben auch Felgenbremsen (egal ob hydraulisch oder V-Brake) mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Durch die wesentlich größeren Flächen (Felgenflanken) ist die Erhitzung aber um ein vielfaches geringer. Wobei zugegebenrmaßen ein durch Hitzeeinwirkung gestorbener Schlauch, eine berstende Felgenflanke auch ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko darstellt.

Der Hauptvorteil einer V-Brake liegt für mich - wie bereits erwähnt - in der überschaubareren Technik. Ein gerissener Bremszug ist auch auf 2000m Höhe schnell gewechselt. Eine leckendes Bremshydraulik stellt dagegen unterwegs
ein unlösbares Problem dar.


Deswegen fahren ALLE DHler die HS33...weil Discs

1. Nie funktionieren
2. auch nicht besser bremsen
3. die Gabel kaputt machen
4. immer glühen
5. nie dicht sind
6. die Bremsflüssigkeit immer kocht
7. immer schleifen
8. Micrometerabweichungen zum Desaster werden

Acuh wenn hier einiges übertrieben ist, hast du kein Plan. Aber hey wenn du mit den Avids zufirden bist...ich fahre auf jeden Fall nie wieder ohne ne Scheibe am Bike.
 
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