Leistungsdiagnostik in MUC

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Hallo:

Einige Threads im Fitness/Training-Forum haben mich überzeugt, dass es sicher nicht verkehrt ist, ein- oder zweimal im Jahr eine professionelle Leistungsdiagnose (Laktattest usw.) über sich ergehen zu lassen.

Ich nehme an, die Sportmedizin an der TU bietet so etwas an; sicher auch einige Sportstudios oder niedergelassene Ärzte.

Daher generell meine Frage: Könnt Ihr spezielle Anbieter solcher Tests im Münchner Raum empfehlen? Wo liegen etwa die Kosten?

Danke schon mal und schönes Wochenende :bier:
Uwe
 
servaas quicksilver,

oiso die beste, umfassendste und sicher teuerste leistungsdiagnostik bekommst du beim prof jeschke in der sportmedizinischen abteilung der tum, mußt die connollystraße ganz hinter fahren (is im keller der zentrale hochschulsportanlage).
des ganze is n komplett-check mit normal Lungenfunktionsmessung, spezifischer Fahrradergometrie bis zur ausbelastung, und herz-check! ev bekommst du dabei auch ne spirometrie (dabei werden während der belastung deine atem"abgase" analysiert. das ist die beste möglichkeit, deine VO2max zu analysieren, die wiederum der wichtigste wert für deine kondition is.:confused:
das ganze dürfte allerdings einige hundert euro kosten!!!:eek:
Alternative: du versuchst es so zu drehen, daß die krankenkasse einen teil zahlt: zb im rahmen eines Gesundheitschecks für sportler...
allerdings mußt du schon sehr fit sein im umgang mit den laktat, vo2max, und puls werten, um für dich und dein training richtige und vor allem auch effektive schlüsse zu ziehen.
ich persönlich denk, daß dir/uns für ne (auch langfristige) trainingssteuerung und leistungsanalyse n pulsmesser langt. außer natürlich, du bist erfolgsorientierter wettkampffahrer mit mehreren Trainingsstunden täglich!
wenn du wirklich ne analyse machen läßt, versuch sie beim jeschke persönlich zu bekommen: er is wirklich firm, und wenn du ihm sagst was du für langfristige trainingsziele hast, stellt er dir eventuell auch einen stichpunktartigen trainings/wettkampffahrplan zusammen. einem marathonläufer gibt er norm. eine laufgeschwindigkeit pro kilometer vor, mit der er dann den marathon durchlaufen sollte.
gruß und viel trainingserfolg beim schiffewetter noch...
:lol:
 
*grummel* ich hatte da mal nee Adresse einer Heilpraktikerin, die hat auch Leistungsdiagnossen angeboten. Die ist wohl auch auf Sportmedizin spezialisiert, wenn ich das richtig gesehen hab.

Nur finde ich die Adresse nimmer :heul: die hatte auch eine HP, und die Info hab ich aus dem Sportzentrum in Neufahrn...

Torsten
 
@ donkanallie

Besten Dank für die ausführliche Info.

Erfolgsorientierter Leistungssportler werde ich leider höchstens noch beim Seniorensport. :(

Bestimmt reicht ein Pulsmesser (den ich eigentlich auch nicht benutze) für meine Hobbyzwecke aus. Ich hatte kürzlich nur mal den Pulsmesser (meiner Frau) ausgeliehen und festgestellt, dass mein "normales" Lauftempo über 45 - 60 min in ein HF-Bereich liegt, der - nach Faustformel - nicht mehr weit von der anaeroben Schwelle entfernt ist. Daher wollte ich einfach mal sehen, wie das mit den Laktatwerten korreliert, denn irgendwie fertig oder "übersäuert" fühle ich mich nach so einem Lauf nicht.

Das allein ist - für einen Hobbysportler - sicher die einige 100 EUR nicht wert. Aber wenn man auf die 40 zugeht, kann zumindest ein Belastungs-EKG nicht schaden und wenn dabei noch Laktat gemessen wird dürfte es auch kein so grosser Preisunterschied sein (nur machen viele Ärzte, die zwar Belastungs-EKGs anbieten, keine Laktattests. Mal sehen, ....

Gruss
Uwe
 
servus uwe,

es gibt für "ältere"sportler (ca 40.LJ) die möglichkeit einer sportmedizinischen vorsorge untersuchung. Die krankenkassen müßten das meiner erfahrung nach auch alle zum großteil zahlen, da die folgekosten im falle einer "komplikation" beim/durch falsch ausgeübten sport sehr viel höher wären. auf deutsch: der krankenkasse isses lieber für den "sportcheck" zu blechen, als für ne monatelange rehamaßnahme mit arbeitsausfall nachm herzinfarkt!!!
beim jeschke machst du das aufm fahrradergometer, beginnend mit 50W, alle 3-4min 50W stufensteigerung, trittfrequenz zw 70 und 80 umdrehungen. bei jeder stufenerhöhung wird dir laktat abgenommen, und der blutdruck gemessen. dazu läuft ständig das ekg und pulsmessung mit. des ganze geht bis zur ausbelastung (meistens endets zw. 300 und 400W).
zum laufen und dem laktat: herzfrequenz beim laufen is immer ca 10 schläge höher bei gleicher intensität (zb 70% VO2max) als beim radfahren: liegt daran, daß du beim radeln sitzt und dein luxusbody nich schleppen mußt. die faustformeln kannst du getrost "vergessen": sie stimmen fasst nie, da sie an sehr sehr vielen personen ermittelt wurden, und dort der durchschnitt errechnet wurde. die personen einzeln unterscheiden sich aber sehr deutluich in ihren werten: genauso läuft des leider auch mit den laktatschwellen (leider)!!! deshalb werden auch viele laktatwerte oder ermittelte schwellen völlig überbewertet oder falsch ausgelegt...
am besten funktionierts noch so: wenn du GLA-training machen willst (laufen oder radeln is egal), mußt du immer noch genug puste zum unterhalten haben!is (supersimpel, aber stimmt garantiert) wenn du genauer trainieren willst (wie geh ich mit meim pulsmesser um), können wir ja mal miteinander radeln gehn, wenn du bock hast n jungspund wie mich mitzunehmen.
bis denn ev. gruß vom steph
and "ride the rasta-feelin´" :bier:
 
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