"Das Bessere ist der Feind des Guten".
Ich habe noch eine Manitou Mattoc Pro 120mm für 29+ Reifen, die für einen noch zu liefernden Rahmen Prototyp gedacht ist, rumstehen.
Die Gabel hat IRT, also 2 separat befüllbare Positivluftkammern, mit denen man die Federkennlinie in einem grossen Bereich einstellen kann. Das ist so quasi ein AWK Original vom Hersteller der Gabel, die Funktionsweise ist identisch.
Zudem hat sie eine von aussen einstellbare Low- und Highspeeddruckstufe und einen extern einstellbaren hydraulischen Durchschlagsschutz.
Der Verstellbereich der Druckstufe ist sehr gross, man kann sie per Hebeldrehung um ca 120 Grad (4 Klicks) nahezu blockieren und damit das Wippen im Wiegetritt wirkungsvoll unterdrücken.
Ich habe die Gabel auf die maximal möglichen 140mm Federweg umgebaut. Trotz 10mm theoretisch weniger Federweg baut die Gabel 10mm höher als die Pike mit 150mm. Da ich einen 29x2.35 Reifen fahre, könnte ich auch die 27.5" Plus/29" Version der Gabel nehmen, die weniger hoch baut.
Wie auch immer, die Gabel ist momentan im Fugitive eingebaut und wurde heute Nacht das erste Mal gefahren.
Untenstehend ein paar Grafiken, welche die Vorteile der Doppel Positivluftkammer deutlich machen:
hier bleibt der Druck in der Hauptkammer mit 40 psi immer gleich, nur der Druck in der oberen IRT Kammer wird erhöht, um mit steigendem IRT Druck sowohl den Support der Gabel beim Bremsen, in steilem Gelände, in Anliegern als auch den Durchschlagsschutz zu verbessern. Die Gabel steht so deutlich höher im Federweg. Technisch passiert beim Einfedern folgendes:
Durch den IRT Luftkolben wird die Hauptluftkammer stark verkürzt; solange der Druck der IRT Kammer grösser als derjenige der Hauptkammer ist, steigt beim Einfedern der Druck der Hauptkammer schneller an, die Kurve wird im ersten Bereich des Federwegs steiler. Sobald der Druck in Haupt- und IRT Kammer identisch ist, weicht der IRT Luftkolben mit steigendem Federweg nach oben aus - die effektive Länge der Haupt Luftkammer nimmt zu, die Kurve wird wieder flacher, der Federweg kann besser ausgenutzt werden.
Hier sieht man vor allem bei den mittleren Kurven, dass sie einer Stahlfeder schon recht nahe kommen und die Gabel weit höher im Federweg stehen lassen als mit einer Positivluftkammer.
Unten noch ein Vergleich mit leicht unterschiedlichen Drücken von Haupt- und IRT Kammer und die Auswirkung auf die Einfedertiefe
in der rechten Kurve führt ein Erhöhen des Hauptkammerdrucks von 50 auf 55 psi und ein gleichzeitiges Absenken des IRT Drucks von 85 auf 80 psi zu demselben federverhalten bei ganz grossen Schlägen und zu demselbsn Durchschlagsschutz bei besserem Support der Gabel bei wenig und mittlerer Belastung: Die Gabel steht höher im Federweg und stellt mehr nutzbaren Restfederweg zur Verfügung. Das fühlt sich dann in steileren Abfahrten, in engen Kurven und beim Bremsen an, als hätte die Gabel effektiv mehr Federweg. Nur im Flachen ist der Unterschied nicht spürbar.
Erste Fahreindrücke, wie immer am Dienstag Abend vor allem beim Hochfahren gesammelt mit 3 kurzen, nicht steilen Abfahrten: Beim Hochfahren spüre ich die grössere Bauhöhe negativ, ich muss die Arme stärker anwinkeln, damit bei sehr steilen Steigungen die Front nicht hochkommt. Das liegt teilweise auch am heute schweren Rucksack, den ich getragen habe - den Druck im Dämpfer habe ich nicht angepasst.
Vom Ansprechen her spricht die Gabel gefühlt noch einen Tick sensibler an als die Pike - es ist kaum Haftreibung vorhanden, die Gabel hat kein spürbares Spiel in den Gleitbuchsen.
Die Druckstufenverstellung mit dem äusseren Hebel ist sehr effizient, was auch gut ist, denn ganz offen schaukelt die Gabel gut spürbar - Sensibilität hat auch ihre Kehrseite...
Selbst im Hochfahren von steilen Rampen federt die Gabel gut, trotz dort deutlich steilerer Kennlinie als die Pike. Auf den kurzen Abfahrten stelle ich die Manitou typische schwache High Speed Druckstufendämpfung fest: Sehr grosse Schläge werden sehr gut weggeschluckt, ohne gross Kräfte in die Arme weiterzuleiten. Die Zugstufe scheint zu passen.
Viel mehr kann ich noch nicht schreiben. Weitere Eindrücke folgen.
Ich habe noch eine Manitou Mattoc Pro 120mm für 29+ Reifen, die für einen noch zu liefernden Rahmen Prototyp gedacht ist, rumstehen.
Die Gabel hat IRT, also 2 separat befüllbare Positivluftkammern, mit denen man die Federkennlinie in einem grossen Bereich einstellen kann. Das ist so quasi ein AWK Original vom Hersteller der Gabel, die Funktionsweise ist identisch.
Zudem hat sie eine von aussen einstellbare Low- und Highspeeddruckstufe und einen extern einstellbaren hydraulischen Durchschlagsschutz.
Der Verstellbereich der Druckstufe ist sehr gross, man kann sie per Hebeldrehung um ca 120 Grad (4 Klicks) nahezu blockieren und damit das Wippen im Wiegetritt wirkungsvoll unterdrücken.
Ich habe die Gabel auf die maximal möglichen 140mm Federweg umgebaut. Trotz 10mm theoretisch weniger Federweg baut die Gabel 10mm höher als die Pike mit 150mm. Da ich einen 29x2.35 Reifen fahre, könnte ich auch die 27.5" Plus/29" Version der Gabel nehmen, die weniger hoch baut.
Wie auch immer, die Gabel ist momentan im Fugitive eingebaut und wurde heute Nacht das erste Mal gefahren.
Untenstehend ein paar Grafiken, welche die Vorteile der Doppel Positivluftkammer deutlich machen:
hier bleibt der Druck in der Hauptkammer mit 40 psi immer gleich, nur der Druck in der oberen IRT Kammer wird erhöht, um mit steigendem IRT Druck sowohl den Support der Gabel beim Bremsen, in steilem Gelände, in Anliegern als auch den Durchschlagsschutz zu verbessern. Die Gabel steht so deutlich höher im Federweg. Technisch passiert beim Einfedern folgendes:
Durch den IRT Luftkolben wird die Hauptluftkammer stark verkürzt; solange der Druck der IRT Kammer grösser als derjenige der Hauptkammer ist, steigt beim Einfedern der Druck der Hauptkammer schneller an, die Kurve wird im ersten Bereich des Federwegs steiler. Sobald der Druck in Haupt- und IRT Kammer identisch ist, weicht der IRT Luftkolben mit steigendem Federweg nach oben aus - die effektive Länge der Haupt Luftkammer nimmt zu, die Kurve wird wieder flacher, der Federweg kann besser ausgenutzt werden.
Hier sieht man vor allem bei den mittleren Kurven, dass sie einer Stahlfeder schon recht nahe kommen und die Gabel weit höher im Federweg stehen lassen als mit einer Positivluftkammer.
Unten noch ein Vergleich mit leicht unterschiedlichen Drücken von Haupt- und IRT Kammer und die Auswirkung auf die Einfedertiefe
in der rechten Kurve führt ein Erhöhen des Hauptkammerdrucks von 50 auf 55 psi und ein gleichzeitiges Absenken des IRT Drucks von 85 auf 80 psi zu demselben federverhalten bei ganz grossen Schlägen und zu demselbsn Durchschlagsschutz bei besserem Support der Gabel bei wenig und mittlerer Belastung: Die Gabel steht höher im Federweg und stellt mehr nutzbaren Restfederweg zur Verfügung. Das fühlt sich dann in steileren Abfahrten, in engen Kurven und beim Bremsen an, als hätte die Gabel effektiv mehr Federweg. Nur im Flachen ist der Unterschied nicht spürbar.
Erste Fahreindrücke, wie immer am Dienstag Abend vor allem beim Hochfahren gesammelt mit 3 kurzen, nicht steilen Abfahrten: Beim Hochfahren spüre ich die grössere Bauhöhe negativ, ich muss die Arme stärker anwinkeln, damit bei sehr steilen Steigungen die Front nicht hochkommt. Das liegt teilweise auch am heute schweren Rucksack, den ich getragen habe - den Druck im Dämpfer habe ich nicht angepasst.
Vom Ansprechen her spricht die Gabel gefühlt noch einen Tick sensibler an als die Pike - es ist kaum Haftreibung vorhanden, die Gabel hat kein spürbares Spiel in den Gleitbuchsen.
Die Druckstufenverstellung mit dem äusseren Hebel ist sehr effizient, was auch gut ist, denn ganz offen schaukelt die Gabel gut spürbar - Sensibilität hat auch ihre Kehrseite...
Selbst im Hochfahren von steilen Rampen federt die Gabel gut, trotz dort deutlich steilerer Kennlinie als die Pike. Auf den kurzen Abfahrten stelle ich die Manitou typische schwache High Speed Druckstufendämpfung fest: Sehr grosse Schläge werden sehr gut weggeschluckt, ohne gross Kräfte in die Arme weiterzuleiten. Die Zugstufe scheint zu passen.
Viel mehr kann ich noch nicht schreiben. Weitere Eindrücke folgen.