Neue Magura Gustav M 2024?!

Dann ist sie von der Bremsleistung her wahrscheinlich sogar schlechter als eine Mt5/7
und bloß auf Ausdauer getrimmt? Lg.
zumindest von den hydr. Daten liegt sie minimal hinter einer MT5, das kann aber je nach mech. Hebelgeometrie noch etwas abweichen

im Video sagt der Typ ja auch dass es keine sehr bissige Bremse ist, wenn man mit sehr niedrigen Drücken und grosse Beläge arbeitet dann hat man durch den geringen Flächendruck auch weniger den aggressiven Hineinkippeffekt der Beläge (aber auch längere Einlaufzeiten)

die Beläge klimpern dann nicht so stark und liegen ruhiger an der Scheibe, die grössere Masse von Belag Bremssattel und der neuen 2,5mm Scheibe wird die Standfestigkeit erhöhen, bessere Entlüftung und mehr Lichtspalt erhöhen den Komfort bei der Wartung

die 2,5mm Scheibe selbst ist jetzt keine mega Innovation, viel Masse (sehr schwer) aber auch viel freie Fläche mit wenig Oberflächenkühlfläche da nur diagonale Schlitze drauf sind, da ist die neue 2,3mm TRP (S05E) und auch die leichte Shark deutlich besser konstruiert (für extrem steile lange Abfahrten wo Masse allein nicht reicht) oder halt die BS Punch für die ganz extremen Bergziegen

man muß auch abwarten wie es sich mit den Geräuschen entwickelt, das softe quasi leichte streicheln der Scheibe mit geringem Druck ist bei leichten Bremsungen immer eher kritischer für Schwingungen als wenn man mit mehr Druck drauf geht

Lg Tirolbiker63
 

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Re: Neue Magura Gustav M 2024?!
zumindest von den hydr. Daten liegt sie minimal hinter einer MT5, das kann aber je nach mech. Hebelgeometrie noch etwas abweichen

im Video sagt der Typ ja auch dass es keine sehr bissige Bremse ist, wenn man mit sehr niedrigen Drücken und grosse Beläge arbeitet dann hat man durch den geringen Flächendruck auch weniger den aggressiven Hineinkippeffekt der Beläge (aber auch längere Einlaufzeiten)

die Beläge klimpern dann nicht so stark und liegen ruhiger an der Scheibe, die grössere Masse von Belag Bremssattel und der neuen 2,5mm Scheibe wird die Standfestigkeit erhöhen, bessere Entlüftung und mehr Lichtspalt erhöhen den Komfort bei der Wartung

die 2,5mm Scheibe selbst ist jetzt keine mega Innovation, viel Masse (sehr schwer) aber auch viel freie Fläche mit wenig Oberflächenkühlfläche da nur diagonale Schlitze drauf sind, da ist die neue 2,3mm TRP (S05E) und auch die leichte Shark deutlich besser konstruiert (für extrem steile lange Abfahrten wo Masse allein nicht reicht) oder halt die BS Punch für die ganz extremen Bergziegen

man muß auch abwarten wie es sich mit den Geräuschen entwickelt, das softe quasi leichte streicheln der Scheibe mit geringem Druck ist bei leichten Bremsungen immer eher kritischer für Schwingungen als wenn man mit mehr Druck drauf geht

Lg Tirolbiker63
Vielen Dank für dein Feedback.👍🏼
 
die 2,5mm Scheibe selbst ist jetzt keine mega Innovation, viel Masse (sehr schwer) aber auch viel freie Fläche mit wenig Oberflächenkühlfläche da nur diagonale Schlitze drauf sind, da ist die neue 2,3mm TRP (S05E) und auch die leichte Shark deutlich besser konstruiert (für extrem steile lange Abfahrten wo Masse allein nicht reicht) oder halt die BS Punch für die ganz extremen Bergziegen
Hat jetzt mal jemand ausgerechnet wie viel Oberfläche die Locherei bringt?
Ich wage zu bezweifeln dass die Shark unterm Strich mehr Oberfläche bringt als die Magura Scheibe. Im Gegenteil, die großen Löcher zur Gewichtsersparnis sind wohl eher kontraproduktiv was die Fläche betrifft.
 
Hat jetzt mal jemand ausgerechnet wie viel Oberfläche die Locherei bringt?
Ich wage zu bezweifeln dass die Shark unterm Strich mehr Oberfläche bringt als die Magura Scheibe. Im Gegenteil, die großen Löcher zur Gewichtsersparnis sind wohl eher kontraproduktiv was die Fläche betrifft.
die Shark ist für eine Leichtscheibe im guten Mittelfeld, lt. meinen Testfahrten aber gut im Gebirge einsetzbar, die neue TRP S05E ist ähnlich aber halt nochmal dicker (2,3mm)

nur viele grosse Löcher senken natürlich die Oberfläche (dafür aggressiv)

siehe meine Berechnungen (rechte Spalte ist Verhältnis mit und ohne Löcher)

Lg Tirolbiker63

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die Shark ist für eine Leichtscheibe im guten Mittelfeld, lt. meinen Testfahrten aber gut im Gebirge einsetzbar, die neue TRP S05E ist ähnlich aber halt nochmal dicker (2,3mm)

nur viele grosse Löcher senken natürlich die Oberfläche (dafür aggressiv)

siehe meine Berechnungen (rechte Spalte ist Verhältnis mit und ohne Löcher)

Lg Tirolbiker63

Anhang anzeigen 1956731

Ich wusste doch dass du dir die Mühe gemacht hast :-) Danke dafür.
Also bis auf das Brakestuff Zeug gehen die Löcher, und die Fläche insgesamt, eher im statistischen Rauschen unter. Bei der Shark dürfte die Kühlfläche der Finnen relevanter sein, hast du die mit in der Fläche drin? Und wirklich relevante Kühlfächenvergrößerung sehe ich eigentlich eher bei den Icetech Scheiben, Exoten wie die Hope außen vor.

Um auf die Gustav zurückzukommen. Spielt beim Fading die Temperatur des Belags nicht mindestens eine genau so große Rolle? 40% mehr Padvolumen plus Kühlung über verlängerten Träger dürfte sich schon eher bemerkbar machen.
 
Bei der Shark dürfte die Kühlfläche der Finnen relevanter sein, hast du die mit in der Fläche drin? Und wirklich relevante Kühlfächenvergrößerung sehe ich eigentlich eher bei den Icetech Scheiben
nein, das wäre zu komplex geworden

dann müßte man 12 oder 6 Stegansätze auch irgenwie mit berechnen, oder die Anbindung an Spider usw.
die Kühlbleche mit Alukern funktionieren auch sehr gut solange man das Alu nicht überhitzt

für einen groben Überblick reicht mir die grobe Berechnung vom Reibring und den Aussparungen

Um auf die Gustav zurückzukommen. Spielt beim Fading die Temperatur des Belags nicht mindestens eine genau so große Rolle? 40% mehr Padvolumen plus Kühlung über verlängerten Träger dürfte sich schon eher bemerkbar machen.
die Belagtemperatur spielt eine entscheidende Rolle, die schnelle Ableitung über Scheibe (beim Bremskontakt zur Scheibe) und über die Trägerplatte zu Kühlfinnen und in das Bremssystem sind sehr wichtig (hab da Messungen direkt mit Sensor im Belag gemacht)

je mehr Bremsscheibe und Trägerplatte ableiten desto weniger bekommt der Bremssattel ab, Beläge mit gut gekühlten Trägerplatten sind bei meinen Testmessungen um ca. 40K kühler, weiteres gehen Bremsscheiben mit guter Kühloberfläche trotz anhaltenden Bremsungen nur auf ein moderates Temperaturniveau hinauf (<200°C), hier bilden sich auch kaum Anlassfarben, Scheiben mit wenig Kühloberfläche stagnieren auch irgenwann aber halt deutlich höher, es bilden sich starke Anlassfarben und häufig gibt es trotz dicker Scheiben dunkle Belagablagerungen (überhitzte Beläge) das halten dann viele Beläge halt nicht durch und auch der Bremssattel wird hoch belastet (auch abhängig vom Belagmaterial und Trägerplattenmaterial)

wie weit jetzt das Belagvolumen (in Relation zur Scheibenmasse und Bremssattelmasse) eine Rolle spielt kann ich nicht beziffern, insgesamt bringt weniger Druck und mehr Fläche mit zus. mehr Masse bei Scheibe und Bremssattel sicher einiges an Standfestigkeit

aber das geht halt auch mit anderen gut kühlenden Scheiben und guten Belägen genauso
ohne dass man die Bremspower kastriert und extrem wuchtige Scheiben und Bremsattel verbaut
(meine Shimano wird nie heiss trotz extrem langer Abfahrten)

die Forschung bei TRP geht da schon in die richtige Richtung, weniger freie Flächen, und daher moderateres Gewicht mit viel Kühloberfläche mit einem Mix an Aggressivität durch breitere Schlitze

Galfer macht es bei der Shark halt mit 2mm noch etwas leichter (langt in den allermeisten Fällen auch)
und die Punch ist etwas für die Bergziegen (aber weniger aggressiv)

Lg Tirolbiker63
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich tu mir schwer einen Unterschied in der Kühlleistung aufgrund der Fläche zu sehen. Der Flächenzuwachs von der Monolitic zur Brakestuff XT ist 15%, hurra! Die üblichen Verdächtigen haben fast die gleiche Fläche. Die Tendenz geht wohl zu vielen kleine Löcher (teuer) um das Gewicht bei gleicher Fläche zu minimieren. Zumindest bei denen die sich damit im Detail auseinandersetzen. Der Rest lässt die Scheiben weiterhin vom Designer löchern.

Zurück zum eigentlichen Thema. Wenn ich über die Entscheidung Maguras spekulieren darf: Standfeste e-Bike(Gewicht egal) Bremse mit langem Wartungsinterval. Ideal für Kundschaft die den Hobel maximal 1 mal im Jahr in die Werkstatt stellt und sich ansonsten nicht kümmert. Denn ein Vorteil hat die Dicke Scheibe mit praktisch keinen Löchern. Im Vergleich zur Shark dürfte die wohl 5 mal so lange halten.
 
Aber das man die Bremse dann ausgerechnet Gustav nennen muss? Hätte man ja auch MT7E oder MT-E oder so nennen können
 
Also ich tu mir schwer einen Unterschied in der Kühlleistung aufgrund der Fläche zu sehen.
Na ja, ist halt Thermodynamik; seit fast 200 Jahren ausgekaspert. Kühlung durch erzwungene Konvektion und da gilt einfach Fläche, Fläche, Fläche; und dann kann man noch über die Masse nachdenken. Es gibt ja nicht umsonst innenbelüftete Bremsscheiben, oder größere Bremsscheibendurchmesser. Wie Tirolbiker absolut richtig dargelegt hat, wird der größere Bremsbelag auch ein bisschen was mit seiner größeren Masse beitragen, ein paar hunderstel werden das schon sein -also ein oder zwei Prozent-, aber sonst? Das läuft bei dieser Bremsscheibe mit 2,5 mm dann unter ferner liefen.

Das wird man nie praktisch feststellen, wenn man nicht in der Gustav Pro den vorgesehenen Bremsbelag gegen einen kleineren auf einem Prüfstand testen würde. Oder einen neuen gegen ein fast ganz abgenutzten.
 
Na ja, ist halt Thermodynamik; seit fast 200 Jahren ausgekaspert. Kühlung durch erzwungene Konvektion und da gilt einfach Fläche, Fläche, Fläche
War ungenau von mir formuliert. Mir ging es um den Flächenunterschied der Scheiben in der Tabelle. Die 15% sollen den Braten fett machen? Das sehe ich nicht. Die Fläche unterscheidet sich bei den üblichen Scheiben marginal. Schau dir die Tabelle an. Galfer, Magura und Trickstuff stehen direkt untereinander. Erst bei der Punch wird es dann interessant.

Ich bezog mich inbesondere auf die Aussage von Tirolbiker: "aber auch viel freie Fläche mit wenig Oberflächenkühlfläche da nur diagonale Schlitze drauf sind, da ist die neue 2,3mm TRP (S05E) und auch die leichte Shark deutlich besser konstruiert". Das sehe ich nicht. Ich glaube kaum dass sich die Fläche um mehr als 5% unterscheidet.
 
Gerade bei dicken Bremsscheiben könnte man die Oberfläche durch schmale Schlitze mit weniger als der doppelten Breite der Scheibendicke und mit kleine Bohrungen mit Durchmesser kleiner als die doppelte Dicke effizient vergrössern, da bei Durchbrüchen viel Abstrahloberfläche frei wird.

Für die Maximaltemperatur der Scheibe im thermodynamischen Gleichgewicht bei längeren Bremsungen ist die Masse der Scheibe irrelevant.

Bei reinen Stahlscheiben ist die Kühlung der Stege oder der Finnen bei der Shark wohl nicht so bedeutsam, da (rostfreier) Stahl kein so guter Wärmeleiter ist. Das sieht man bei Videos gut, wo die Scheibe im Extremtemperaturbereich glühend gebremst wird.
 
Gerade bei dicken Bremsscheiben könnte man die Oberfläche durch schmale Schlitze mit weniger als der doppelten Breite der Scheibendicke und mit kleine Bohrungen mit Durchmesser kleiner als die doppelte Dicke effizient vergrössern, da bei Durchbrüchen viel Abstrahloberfläche frei wird.
Ja. Vor allem Konvektion. Aber siehe Tabelle oben, die Löcher bringen bei der Shark +5% Oberfläche. Der Effekt ist minimal und die Scheibenoberfläche der hier besprochenen Scheibe dürfte sich kaum von einer Shark unterscheiden.
 
Ja. Vor allem Konvektion. Aber siehe Tabelle oben, die Löcher bringen bei der Shark +5% Oberfläche. Der Effekt ist minimal und die Scheibenoberfläche der hier besprochenen Scheibe dürfte sich kaum von einer Shark unterscheiden.
der Punkt ist halt dass es keine grossartige Innovation ist wenn ich mit einer 266g Scheibe dieselbe Oberfläche generiere wie mit einer 174g Scheibe, die Scheibe mit nur Schlitze ist halt auch einfacher zum herstellen und billiger

sie ist dafür aber auch steifer und sie geben jetzt 0,4mm Abnutzung an (ist auch besser geworden)

lt. Enduro Test ist es eine eher schwere Bremse mit guter Standfestigkeit und solider Bremsleistung
(sie passt wohl besser ins Mopedforum) also lt. Enduro mehr Konstanz statt Power, sie ist ja auch um ca. 100-150g schwerer als andere Bremsanlagen mit ähnlicher Leistung

Die MAGURA GUSTAV PRO-MTB-Bremse ist groß und wuchtig, allerdings nicht unbedingt für High-Performance-Racer gedacht, sondern für alle, die lieber mehr Zeit auf dem Bike statt in der Werkstatt verbringen. Ihre wahre Stärke liegt in den Details: Durch das EASY LINK-System ist sie einfach montiert und Einbremsen ist nicht nötig. Ergonomie und Hebelweite lassen sich (noch) nicht für alle Fahrer gut anpassen, aber die GUSTAV PRO bietet sehr solide Power, egal unter welchen Bedingungen.

Lg Tirolbiker63
 
Zuletzt bearbeitet:
ein Detail ist mir bei den Berechnungen auch noch auf gefallen

der Hebelweg wird durch die grossen Kolben rechnerisch um 6,25mm grösser pro 0,1mm grösseren Lichtspalt, den genauen Lichspalt kenne ich aber nicht (nur dass er grösser geworden ist)

das würde diese Aussage vom Enduro Test plausibel machen, je mehr Volumen (und Strecke) bewegt werden muß desto mehr Hebelweg ist notwendig

Lg Tirolbiker63

Zitate aus Enduro Test
Selbst wenn man den Hebel so nah wie möglich an den Lenker stellt, ist er noch recht weit entfernt und Fahrer mit kurzen Fingern oder alle, die ihre Griffe gerne sehr nah am Lenker fahren, bekommen hier Probleme.
Ergonomie und Hebelweite lassen sich (noch) nicht für alle Fahrer gut anpassen
 
Hat jemand ein Foto, auf welchem man erkennen kann, ob die Gustav Pro sinnvoll mit einem Pinion Drehgriff montierbar ist?
Danke.

Gruß Bermann
 
Falls von den Menschen im Schatten der Alb mal wieder ein Alu-Geber kommt wär ich dabei.
Realistischerweise wird die nächste Bremse ne Tektro oder Tekura

Ich will dir nicht die Hoffnung nehmen, aber da wird wohl nix kommen. Hatte schon letztes Jahr beim Fahrrad Walcher beim Bike Festival (deren Hausmesse) genau das einen Magura Mitarbeiter gefragt. Als ich die Fehlkonstruktion mit dem „Ausgleichsbehälter“ und die Tatsache, dass das Plastikzeug immer an der gleichen Stelle undicht wird angesprochen hab, wurde er ganz kleinlaut (die wissen genau was sie da für einen Müll produzieren). Das Argument war, dass Magura in Hülben ja ein grosses eigenes Kunststoff Spritzgusswerk hat und sie die Metallteile extern fertigen lassen müssen. Deswegen wird das wohl nicht mehr passieren, dass Metallgeber kommen.
 
Das Argument war, dass Magura in Hülben ja ein grosses eigenes Kunststoff Spritzgusswerk hat und sie die Metallteile extern fertigen lassen müssen. Deswegen wird das wohl nicht mehr passieren, dass Metallgeber kommen.
Auch wenn sie weiterhin Kunststoffgeber fertigen ( was ja per se nicht wirklich schlecht ist ) ist es von Magura ignorant die Konstruktion nicht zu ändern um diese Schwachstellen zu beseitigen .
 
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