Steigt der Federweg je nördlicher der Wohnort liegt ?

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Hier eine kurze Beobachtung von heute Mittag:

Ich sitze gemütlich auf einer Bank im Sattel am Breitenberg/Pfronten. Es sind viele Biker unterwegs. Diese lassen sich ganz auffällig in zwei Gruppen einteilen. Einheimische, am Dialekt zu erkennen, mit Hardtails (meist Carbon) und Rennreifen und Touristen, auch an der Sprache zu erkennen, aus dem Norden und Osten mit Allmountains und entsprechenden Reifen.
Die Abfahrt Richtung Hochalpe, die ersten steilen Kehren zugegebenermassen nach den Gewittern stark ausgespült mit groben Steinen, werden von der einheimischen Hardtailfraktion ausnamslos gefahren, wogegen die meisten der AM-Fahrer das erste steile Stück schieben.

Ich will hier jetzt keine Gräben aufreissen sondern nur fragen, ob ihr chon Ähnliches beobachtet habt.
 
naja federweg gibt ja schon auch ein wenig sicherheit. und wenn die leute die stelle mit dem AM schon nicht fahren, könnten sie es mit dem hardtail wohl erst recht nicht.

dafür können sie mit ihrem bike vermutlich sehr wohl trailsfahren, die sie sich mit ner carbon rennfeile nicht zutrauen würden. so gesehen haben sie sich doch ein passendes rad gekauft, weil es ihnen mehr spaß/möglichkeiten bietet :daumen:

in meinem umfeld gibts federwege zwischen 140 und 200mm... mit weniger federweg kenn ich hier in innsbruck glaub niemanden (stadtschlampen mal ausgenommen).
 
Die Nordlichter lesen eben in der Bikebravo, dass man im Süden nur mit AM Fullies fahren kann, die Südlichter wissen dagegen, dass man dort auch mit Hardtails fahren kann;)

Davon abgesehen ist die Fahrtechnik entscheidender als die Fahrradtechnik - auch wenn die Fahrradindustrie das nicht gerne hört:p
 
Die Einheimischen kennen die Strecke und die Urlauber sind vorsichtiger.
Das Bike ersetzt nie die Fahrtechnik!
 
;)
Bin mal aus Spass an der Freud das alte Mtb vom Kumpel gefahren.
Federwege vorne und hinten 0 mm ausser was der stahlrahmen her gibt.
Felgenbremse, schmaler Lenker.
Ab auf den Heimtrail ( 40 km 760 hm ) und vom Gefühl her geil, Kahm mir richtig schnell vor, das war es dann auch schon, braucht nämlich um einiges länger.
Also, Federweg ist nicht alles. Das was Mann sich zutraut und durch Erfahrungen gelernt hat ist ausschlaggebend.
 
...und haben wesentlich mehr Fitness!
Nicht im Durchschnitt. Es fahren aber meist nur die wirklich Fitten mit dem Radl in den richtigen Bergen rum, man ist ja zuhause und nicht im Urlaub. Im Urlaub macht man bekanntermaßen Sachen, die man zuhause nicht machen würde.

Was auch eine Rolle spielt: lange Anstiege muß man gewohnt sein, man muß sich seine Kräfte richtig einteilen.

Außerdem will steil bergauffahren gelernt sein. Wenn ich schieben muß, ist es meist nicht wegen mangelnder Kondition, sondern wegen mangelnder Fahrtechnik.
Das nächste Thema, gerade wenn es um die alpinen Regionen geht, ist die Höhe bzw die Blutsauerstoffsättigung.
Das spielt erst weit jenseits der Waldgrenze eine Rolle.
 
naja, die einheimischen cc-ler sind offensichtlich fahtechnisch besser als die am-fahrer aus dem flachland. wie sollen die das auch lernen, wenn die zu hause keine richtigen berge haben? ich seh da jetzt keinen widerspruch.
 
Hm ich war gestern auch Unterwegs, ebenfalls einheimischer (auch mit nem dicken unterwegs weil ich nur ein Bike habe) allerdings einen Berg weiter. Die einzigen die ich getroffen habe waren alle einheimische, die alle mit fullys unterwegs waren, teilweise Enduros. Auf der Abfahrt hab ich dann außer drei Wanderern niemand mehr getroffen. Kann also deine Beobachtung nicht untermauern.
 
...und haben wesentlich mehr Fitness! Das ist auch ein nicht zu vernachlässigender Punkt... ;)

Das nächste Thema, gerade wenn es um die alpinen Regionen geht, ist die Höhe bzw die Blutsauerstoffsättigung. Womit wir wieder beim Thema Fitness wären... :D

Das ist blosse Theorie...letztes Jahr auf unserer Transalp waren 2 Holländer in der Gruppe. Die haben ALLE abgehängt!
 
Ich war jetzt eine Woche in der Zugspitzarena und schon auf der Hinfahrt stellte ich fest das da fast nur HT Fahrer unterwegs waren.
Über die Woche sah ich auch recht wenige die mit Fullys unterwegs waren.

Allerdings stellte ich auch schnell fest das die Wegbeschaffenheit der meisten Forstwege so gut ist das man hinten gar keine Federung bräuchte und da das Wegnetz so riesig ist würd ich als Heimischer auch auf ein Fully verzichten können würde ich diese Forstwege vorziehen.

Bei mir im Harz sind die Forstwege so schlecht oder auch gut (kommt drauf an von welcher Seite man es sieht) das man mit einem Fully besser zurecht kommt bzw. Rückenschonender fährt.
 
Aus dem gleichen Grund frage ich mich, warum es in Bayern überhaupt kulturelle Einrichtungen gibt.:D
 
Och, hier im Frankenland kann man auch mitm HT locker Waldautobahnkilometerschrubben bis zum Abwinken praktizieren, wird nur auf Dauer etwas langweilig... :D ;)
 
;)
Bin mal aus Spass an der Freud das alte Mtb vom Kumpel gefahren.
Federwege vorne und hinten 0 mm ausser was der stahlrahmen her gibt.
Felgenbremse, schmaler Lenker.
Ab auf den Heimtrail ( 40 km 760 hm ) und vom Gefühl her geil, Kahm mir richtig schnell vor, das war es dann auch schon, braucht nämlich um einiges länger.
Also, Federweg ist nicht alles. Das was Mann sich zutraut und durch Erfahrungen gelernt hat ist ausschlaggebend.

Dein Text trifft das Entscheidende schon ganz gut! Demnach ist gar nicht die objektive in km/h gemessene Geschwindigkeit entscheidend für das Glücksgefühl, sondern eine möglichst hoch empfundene, wenn auch subjektive Geschwindigkeit.

Mit dem Rennrad kam ich mir mit Tempo 80 rischtisch schnell vor - wenn ich dagegen mit (vermutlich) Tempo 30 auf dem MTB durch einen ruppigen Hohlweg fahre und dabei fast die Zweige zwischen den Zähnen habe, ist das Glücksgefühl ungleich höher.:daumen:
 
Ich war jetzt eine Woche in der Zugspitzarena und schon auf der Hinfahrt stellte ich fest das da fast nur HT Fahrer unterwegs waren.
Über die Woche sah ich auch recht wenige die mit Fullys unterwegs waren.

Allerdings stellte ich auch schnell fest das die Wegbeschaffenheit der meisten Forstwege so gut ist das man hinten gar keine Federung bräuchte und da das Wegnetz so riesig ist würd ich als Heimischer auch auf ein Fully verzichten können würde ich diese Forstwege vorziehen.

Bei mir im Harz sind die Forstwege so schlecht oder auch gut (kommt drauf an von welcher Seite man es sieht) das man mit einem Fully besser zurecht kommt bzw. Rückenschonender fährt.

Da war ich vor einer Woche auch noch. Aber so viele Fullys und auch noch hochwertige, habe ich selten gesehen.
Auch in den lokalen Shops gab es da eine nette Auswahl.
Das Trek in Partenkirchen hätte ich schon gerne mal mitgenommen.

Aber 1. steigt mit dem Federweg auch die Sicherheit für technisch nicht so versierte Fahrer.
2. Kann ich ja doch noch etwas schneller den Berg runterknallen.
99% aller Strecken komme ich auch mit dem HT runter. Aber macht es dann so einen Spaß ?

Naja und wenn ich nur auf Kondition aus bin und lieber Berg hoch fahre, dann würde ich auch immer ein gutes Hardtail nehmen.

Und die Höhe der Berge ist ja eh nicht entscheidend. Ab ca. 2000mtr. haste ja eh kaum noch fahrbare Strecken.
und ob ich die 700mtr. Höhenunterschied in den Alpen fahre oder im Sauerland........ macht ja eigentlich keinen Unterschied
 
Vielleicht kann man die Argumentation auch umdrehen und behaupten, die Urlauber möchten ihre wenigen Tage in richtigen Bergen wenigstens maximalen Fahrspaß haben und sind deswegen mit dem Fully unterwegs, wenn man sich als Urlaubsvorbereitung schon zuhause 50 Wochen im Jahr mit dem Hardtail GA1 quält?

Oder vielleicht haben wir Nordlichter auch einfach keine Hardtails, weil man die 200 Höhenmeter auf der Hausrunde notfalls auch noch mit dem Downhiller bewältigen könnte? Wer kein Hardtail hat, kann logischerweise auch im Urlaub kein Hardtail fahren ;)
 
Das ist ganz simpel...da wir hier ja keine Berge haben, versuchen wir durch ein Mehr an Federweg bei Fahrten auf dem Deich bei Mörderwind (von dem ihr im Süden nicht zu träumen wagt) maximalen Luftwiderstand durch erhöhte Sitzpositionen zu generieren. Daher sind wir konditionell bestens aufgestellt :lol:

vollgefederte Grüße aus Hamburg, Marco
 
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