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Pinarello NEW Grevil F3 – Die Belohnung für den Un-ruhestand?

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23. Februar 2010
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2
Ort
Recklinghausen
Hallo zusammen,
ich überlege aktuell, mir das Pinarello Grevil F3 (GRX820- 2x12) zuzulegen und würde dazu gerne mal eure Meinungen hören.
Kurz zu meinem Hintergrund: Ich komme ursprünglich vom Rennrad, hatte dann aber irgendwann die Lust verloren, weil es mir einfach zu viel Straße wurde. Nach 8 Jahren Sportpause bin ich die letzten 2 Jahre auf einem E-MTB (SUV) unterwegs gewesen. Das E-MTB werde ich auch behalten und weiter nutzen, aber jetzt soll es zusätzlich wieder ohne Motor losgehen.
Mein Ziel: Primär gemäßigte Wald- und Wiesenwege und Touren – also weg vom Asphalt, aber kein extremes Gelände. Dazu kommt, ich habe mein Arbeitsleben hinter mir gelassen und möchte mir jetzt erst einmal etwas gönnen. Zudem muss der Kalorienumsatz ja auch ohne Motor auf einem gewissen Level gehalten werden. ;)
Mich würde interessieren:
Fahreindruck: Wie schlägt sich das Grevil F3 auf Schotter und Waldwegen? Ist es für ehemalige Rennradfahrer ein guter Kompromiss aus Speed und dem nötigen Komfort, den man abseits der Straße braucht?
Integration & Zubehör: Ich finde die spezifische Rahmentasche von Pinarello für das Grevil genial gelöst, da ich für Touren gerne ein bisschen Stauraum dabei habe. Hat die jemand im Einsatz? Taugt das System im Alltag oder gibt es bessere Lösungen für ein „Täschchen hier und da“?
Alternativen: Was haltet ihr generell von dem Bike im Vergleich zur Konkurrenz? Gibt es andere Modelle, die ihr für diesen Mix aus Waldwegen und Touren eher auf dem Schirm hättet?
Ich freue mich auf eure Einschätzungen und Erfahrungen „frei Leber“ heraus!
 
Vorweg: ich bin das Rad nie gefahren und hab mir nur die Geotabelle angeschaut.

Das Grevil ist kein ultra raciges Bike, aber doch etwas sportlicher als viele andere. Für deinen Einsatzzweck damit also grundsätzlich nicht das falsche Rad, wenn du denn gut darauf sitzen kannst, sonstiger Komfort kommt primär durch dicke Reifen.
Aber mal ehrlich, das Pinarello wird dir doch primär wegen des Designs ins Auge gefallen sein, sonst würdest du hier noch andere Räder vorschlagen.
Andere Bikes mit ähnlicher Geo gibt es für deinen Einsatszweck mehr als genug und die Taschen wäre für mich auch kein überragendes Argument, denn nach all den Jahren gibt es eine so große Auswahl an sehr gut funktionierenden Taschen, welche mit sämtlichen Rädern super funktionieren.
 
... wenn du denn gut darauf sitzen kannst, sonstiger Komfort kommt primär durch dicke Reifen.
Das ist entscheidend :daumen: und solltest Du ausprobieren / probefahren, möglichst auch andere Räder ;)
Nimm' das, womit Du gut fahren kannst und es Dir gefällt - die Auswahl an Gravelbikes ist groß genug ...
Ansonsten wie schon geschrieben
Aber mal ehrlich, das Pinarello wird dir doch primär wegen des Designs ins Auge gefallen sein, ...
:)
 
Schau doch mal, ob du zu deinem letzten Rennrad - ist ja noch nicht extrem lange her - die Geodaten findest. Daran würde ich mich für den Anfang orientieren und entsprechend Vergleiche anstellen.

Wenn du mit dem Gravelrad schnell unterwegs sein willst, mit Rennradfeeling, ist neben dem Rahmen vor allem der richtige Reifen entscheidend. Meiner Meinung dann maximal bis 40mm und Semi Slick. Caracal Race z.b.

Bzgl. der Rahmenwahl: steif oder lieber mit etwas Komfort? Man trifft da durchaus auf ein gewisses Spektrum, das von sehr, sehr steif bis sehr komfortabel reicht. Bei Reifen < 42mm würde ich diesen Faktor berücksichtigen. Wie das beim Pinarello aussieht, keine Ahnung.
 
"Danke euch ! Das hilft mir schon mal, das Ganze einzuordnen.

@AnfangohneEnde: Du hast vollkommen recht, das Design hat mich emotional sofort gepackt. Aber auch technisch scheint es gar nicht so weit weg von meinen Wünschen zu sein: Das Grevil F3 wird standardmäßig bereits mit 45 Reifen ausgeliefert. Damit ist das Thema 'Komfort über Reifenvolumen', das du angesprochen hast, ja eigentlich ab Werk schon gut abgedeckt. Ich denke, damit sollte der Sprung vom E-MTB-SUV nicht ganz so hart ausfallen.

@OpasRatverleih: Danke für den Tipp mit dem Geometrie-Vergleich.(Von meinem alten Rennrad habe ich keine Daten, war ein Selbstbau von der Messe) Da ich aber wie gesagt weg von der reinen Straße und dem Zeitjagd-Modus möchte, sind mir die 40 mm Semi-Slicks wahrscheinlich fast zu schmal. Ich glaube, ich profitiere eher von der Souveränität der 45 mm (oder sogar 50 mm) Reifen im Wald, auch wenn das ein paar Watt mehr kostet – für den Kalorienumsatz ist das ja sogar förderlich. ;)

Wenn ihr sagt, es gibt komfortablere Rahmen als das Pinarello (das ja eher steif zu sein scheint) – habt ihr da konkrete Modelle im Kopf, die trotzdem diesen edlen 'Aus-einem-Guss'-Look haben? Oder ist das Grevil mit 45mm Reifen am Ende doch die 'Sänfte', die ich suche?" Vorausgesetzt ich fühle mich darauf wohl.
 
"Danke euch ! Das hilft mir schon mal, das Ganze einzuordnen.

@AnfangohneEnde: Du hast vollkommen recht, das Design hat mich emotional sofort gepackt. Aber auch technisch scheint es gar nicht so weit weg von meinen Wünschen zu sein: Das Grevil F3 wird standardmäßig bereits mit 45 Reifen ausgeliefert. Damit ist das Thema 'Komfort über Reifenvolumen', das du angesprochen hast, ja eigentlich ab Werk schon gut abgedeckt. Ich denke, damit sollte der Sprung vom E-MTB-SUV nicht ganz so hart ausfallen.

@OpasRatverleih: Danke für den Tipp mit dem Geometrie-Vergleich.(Von meinem alten Rennrad habe ich keine Daten, war ein Selbstbau von der Messe) Da ich aber wie gesagt weg von der reinen Straße und dem Zeitjagd-Modus möchte, sind mir die 40 mm Semi-Slicks wahrscheinlich fast zu schmal. Ich glaube, ich profitiere eher von der Souveränität der 45 mm (oder sogar 50 mm) Reifen im Wald, auch wenn das ein paar Watt mehr kostet – für den Kalorienumsatz ist das ja sogar förderlich. ;)

Wenn ihr sagt, es gibt komfortablere Rahmen als das Pinarello (das ja eher steif zu sein scheint) – habt ihr da konkrete Modelle im Kopf, die trotzdem diesen edlen 'Aus-einem-Guss'-Look haben? Oder ist das Grevil mit 45mm Reifen am Ende doch die 'Sänfte', die ich suche?" Vorausgesetzt ich fühle mich darauf wohl.

Habe in den anderen Posts keine Hinweise darauf gefunden, dass es komfortablere Räder als das Pinarello geben soll.

Vermutlich hast du "meine" Aussage missverstanden. Ich sagte: es gibt sehr steife und sehr komfortabel konzipierte Carbon-Rahmen. Zum Pinarello kann ich persönlich gar nichts sagen.

Bei 45 oder sogar 50mm Reifen aber tatsächlich eher vernachlässigbar. Eine gut flexende Carbonstütze hilft da vermutlich mehr.

Federnde Elemente am Heck a la Isospeed bei Trek helfen auch. Gibt es teilweise auch bei anderen Herstellern. BMC fällt mir spontan noch ein.

Würde aber an erster Stelle mal die Geofrage klären, sprich: einfach mal paar Räder vor Ort testen und dann gucken, wo die Reise hingehen soll.

Wie sehen deine Körpermaße aus? Irgendwelche auffälligen Normabweichungen? Sehr lange Beine? Welche Sitzposition strebst du an? Eher gestreckt und tief oder aufrechter?
 
Hallo!
Habe das New Grevil F3 in Etna Black letztens beim Händler gesehen. Das Rad, insbesondere in der Lackierung, sieht schon mega aus. Kann sehr gut verstehen, dass man sich dieses Rad zum Renteneintritt gönnen möchte.

Ich selbst fahre das Pinarello Granger X3, also das Einsteiger-Gravelbike von Pinarello. Ich bin sehr glücklich damit. Für mich war entscheidend, dass ich ein Gravelbike haben wollte, was von der Geometrie mehr in Richtung Rennrad geht, statt MTB. Den Eindruck habe ich bei allen Pinarello Gravelbikes, wenn ich mir die Geometrien anschaue.
Das Pinarello Granger fährt sich für mich schon sehr ähnlich zu einem Rennrad (Look 785 Huez RS) und ich finde es angenehm komfortabel. Und für mich ist es auch agil und fühlt sich spritzig an.
Ich bin auch dauernd am überlegen, ob ich noch ein zweites Pinarello Gravelbike brauche, dann wohl New Grevil F5😅
 
Fahreindruck: Wie schlägt sich das Grevil F3 auf Schotter und Waldwegen? Ist es für ehemalige Rennradfahrer ein guter Kompromiss aus Speed und dem nötigen Komfort, den man abseits der Straße braucht?
Ich denke Du könntest vermutlich jedes beliebige (renn)Gravelrad für dieses Profil nehmen. Da schlagen sich alle vermutlich sehr gut. Wenn Dir das (in meine Augen doch sehr spezielle) Design zusagt, und die Geometrie passt auch, dann dürfte das ein super Rad sein. Ausreichend Reifenfreiheit bis zu 50mm, gute Komponenten etc.

Ansonsten gibt es in dem Segment gute Gravelbikes wie Sand am Meer.
 
...

Ansonsten gibt es in dem Segment gute Gravelbikes wie Sand am Meer.

Die für die meisten mit recht normalen Maßen auch ganz gut passen. Erst bei deutlicher Normabweichung wird die Auswahl relativ eng.

Pinarello bietet bei den Rahmengrößen zudem eine feinere Abstufung als die Konkurrenz. Vielleicht also tatsächlich die richtige Wahl, wenn die Optik gefällt und man "mit dem Teufel" durch die Gegend fahren will. :teufel:
 
... Ich denke, damit sollte der Sprung vom E-MTB-SUV nicht ganz so hart ausfallen.
Jedes Gravelbike - auch bei "komfortabler" Auslegung und mit breiten Reifen - wird im Vergleich zum E-Mtb-SUV erstmal ungewohnt hart sein.
Das ist jedenfalls näher am Rennrad als am Fully, aber das ist ja so gewollt ;) ... nur um Deine Erwartungen ggfs. zurechtzurücken, ist die eine oder andere Probefahrt :) durchaus sinnvoll.
 
Ich wusste es doch, es wird komplizierter, als ich vorher gedacht habe. Umso mehr man sich mit diesem Thema auseinandersetzt, desto schwieriger wird es.
Nun gut, ich habe mir die Freiheit herausgenommen und habe einmal die KI gefragt, was sie in Bezug auf meine Anforderungen (Emotionen spielen auch eine Rolle) ausspuckt. Mir ist klar, dass der Händler einbezogen wird und eine Probefahrt sowieso Pflicht ist. Beeindruckend ist die Expertise dennoch. Ich habe die KI mit vier Bikes gefüttert, die mich ansprechen. Klar, jedes Bike verfolgt seine eigene Philosophie das fängt schon bei der Schaltung (mechanisch/elektronisch) an usw.
Das Cannondale scheint aktuell zum Abverkauf zu stehen. Obwohl der Straßenpreis ca. 1.000 € höher liegt als bei den anderen Modellen, die sich um die 4.000 € bewegen, finde ich, dass es dennoch ein gutes Angebot ist.
Hier mal die kurze Zusammenfassung.

Zitat:
Ich (179 cm, Schrittlänge 82–83 cm, langer Rumpf, 59 Jahre, 95 kg) suche ein Gravelbike als sportliche Ergänzung zu meinem E-MTB. Ziel ist eine sportliche, aber nachhaltige Geometrie (ca. 60 % sportlich / 40 % komfortabel), kein extremes Race-Setup, aber etwas sportlicher als ein Touren-Gravel.

Cannondale Topstone Carbon LTD Di2 2x12, Größe 56, Preis ca. 5.000 €.
Geo: komfortabel-sportlich. Geometrie eher komfortabel-sportlich (Reach 383, Stack 597). Sehr ausgewogenes Fahrgefühl, viel Kontrolle und Langstreckentauglichkeit, Di2 2x12 technisch stark. Für meine Zielsetzung das beste Allround-Gesamtpaket.

Stevens Camino Pro Di2 2x12, Größe 54, Preis ca. 4.300 €.
Geo: sportlich-direkt (54 ideal). Deutlich sportlichere Geometrie (Reach 399, Stack 577), direkter und näher am Rennrad. Ebenfalls Di2 2x12. Sehr attraktiv, wenn man bewusst sportlich fahren will, aber weniger Komfortreserve als das Cannondale.

Pinarello New Grevil F3, Größe 550, Preis ca. 4.300 €.
Geo: sportlich, race-naher. Sportliche, ausgewogene Geometrie (Reach ca. 390, Stack ca. 598). Optisch mein Favorit, sehr emotionales Bike, sportlich-agil, technisch GRX 820 2x12 etwas weniger stark ausgestattet als Cannondale oder Stevens.

Trek Checkpoint SL 6 AXS, Größe ML, Preis ca. 4.000 €.
Geo: komfortabler, stabil. Komfortorientierte, stabile Geometrie (Reach 397, Stack 601) mit elektronischer 1x13 AXS-Schaltung. Technisch sehr gut, sehr souverän auf langen Strecken, für mich optisch weniger reizvoll und etwas weniger sportlich im Charakter.

Fazit: Das Cannondale bietet für deine Zielsetzung die beste Balance aus Sportlichkeit, Komfort und Technik. Das Stevens ist die sportlichste Option, das Trek punktet technisch und mit Komfort, das Pinarello vor allem emotional über das Design.
Zitat Ende.

Am besten ich kauf alle 4 8-)



 
Solche Fragen von der KI beantworten zu lassen, kann man getrost in der Rubrik "lustig, aber wertlos" abheften. Nur meine Erfahrung.
Um Gottes willen, ich möchte keine KI Diskussion breit treten, aber das sehe ich differenzierter. Die KI ersetzt weder Händler noch Probefahrt, das ist mir völlig klar. Mir ging es nicht um eine Kaufentscheidung „per KI“, sondern um eine strukturierte Gegenüberstellung von Geometrie- und Ausstattungsdaten in Bezug auf meine Maße und Zielsetzung. Die finale Entscheidung treffe ich selbstverständlich selbst – idealerweise nach Probefahrt und Beratung. Als zusätzliche Perspektive fand ich den Input dennoch hilfreich.
Aber eine Frage musste ich der KI hier aus dem Kontex heraus stellen und zwar
Zitat: Mich würde trotzdem interessieren wie du deine Expertise stützt besonders die von der Biomechanik? Hast diesbezüglich wissenschaftliche Quellen? Zitat Ende.
Die Antwort bzw Erklärung fande ich schon sehr beeindruckend. Und falls Interesse besteht kann ich die Antwort gerne posten oder per PN. Nur so am Rande.
 
Solche Fragen von der KI beantworten zu lassen, kann man getrost in der Rubrik "lustig, aber wertlos" abheften. Nur meine Erfahrung.

"Vernunftkäufe machen oft weniger glücklich als emotionale Spontankäufe, da sie unterschiedliche neuronale und psychologische Mechanismen ansprechen. Während Spontankäufe das Belohnungssystem aktivieren, sind Vernunftkäufe eher auf die Vermeidung von Problemen ausgerichtet.
Hier sind die zentralen Gründe aus psychologischer Sicht:
1. Fehlender Dopamin-Kick
Emotionale Käufe lösen eine sofortige Ausschüttung von Dopamin aus, dem Botenstoff für Freude und Belohnung. Vernunftkäufe hingegen basieren auf logischer Analyse und dem Abwägen von Nutzen. Da die Erwartung einer Belohnung fehlt, bleibt das intensive Hochgefühl aus.
2. Fokus auf Notwendigkeit statt auf Lust
Vernunftkäufe dienen meist der Befriedigung von Grundbedürfnissen oder der Lösung funktionaler Probleme (z. B. eine neue Waschmaschine, wenn die alte defekt ist).
Vermeidung von Schmerz: Solche Käufe werden oft getätigt, um negative Konsequenzen zu vermeiden, anstatt positive Gefühle zu erzeugen.
Pflichtgefühl: Sie fühlen sich eher wie eine Aufgabe oder Notwendigkeit an, was den Spaßfaktor mindert.
3. Der Entscheidungsprozess ist anstrengend
Rationale Entscheidungen erfordern kognitive Anstrengung: Man vergleicht Preise, liest Rezensionen und wägt Vor- und Nachteile ab. Dieser Prozess kann zu Entscheidungsmüdigkeit führen. Im Gegensatz dazu ist ein emotionaler Kauf schnell und mühelos, was sich befreiend anfühlen kann.
4. Geringerer Identitätsbezug
Während wir durch "Lustkäufe" oft unsere Identität ausdrücken oder uns selbst belohnen wollen, sind Vernunftkäufe oft rein funktional. Ein Produkt, das nur einen Zweck erfüllt, bietet weniger emotionalen Mehrwert als eines, das wir uns "gönnen".
5. Hedonistische Adaptation
Selbst wenn ein Vernunftkauf langfristig die Lebensqualität stabilisiert (z. B. eine gute Matratze), gewöhnen wir uns sehr schnell an diesen neuen Standard (hedonistische Adaptation). Das stille Funktionieren eines Gegenstands wird zur Normalität und löst keine aktiven Glücksgefühle mehr aus.
Zusammenfassend: Vernunftkäufe sorgen für Zufriedenheit durch Stabilität, während emotionale Käufe für kurzfristige Glücksmomente sorgen"
 
"Vernunftkäufe machen oft weniger glücklich als emotionale Spontankäufe, da sie unterschiedliche neuronale und psychologische Mechanismen ansprechen. Während Spontankäufe das Belohnungssystem aktivieren, sind Vernunftkäufe eher auf die Vermeidung von Problemen ausgerichtet.
Hier sind die zentralen Gründe aus psychologischer Sicht:
1. Fehlender Dopamin-Kick
Emotionale Käufe lösen eine sofortige Ausschüttung von Dopamin aus, dem Botenstoff für Freude und Belohnung. Vernunftkäufe hingegen basieren auf logischer Analyse und dem Abwägen von Nutzen. Da die Erwartung einer Belohnung fehlt, bleibt das intensive Hochgefühl aus.
2. Fokus auf Notwendigkeit statt auf Lust
Vernunftkäufe dienen meist der Befriedigung von Grundbedürfnissen oder der Lösung funktionaler Probleme (z. B. eine neue Waschmaschine, wenn die alte defekt ist).
Vermeidung von Schmerz: Solche Käufe werden oft getätigt, um negative Konsequenzen zu vermeiden, anstatt positive Gefühle zu erzeugen.
Pflichtgefühl: Sie fühlen sich eher wie eine Aufgabe oder Notwendigkeit an, was den Spaßfaktor mindert.
3. Der Entscheidungsprozess ist anstrengend
Rationale Entscheidungen erfordern kognitive Anstrengung: Man vergleicht Preise, liest Rezensionen und wägt Vor- und Nachteile ab. Dieser Prozess kann zu Entscheidungsmüdigkeit führen. Im Gegensatz dazu ist ein emotionaler Kauf schnell und mühelos, was sich befreiend anfühlen kann.
4. Geringerer Identitätsbezug
Während wir durch "Lustkäufe" oft unsere Identität ausdrücken oder uns selbst belohnen wollen, sind Vernunftkäufe oft rein funktional. Ein Produkt, das nur einen Zweck erfüllt, bietet weniger emotionalen Mehrwert als eines, das wir uns "gönnen".
5. Hedonistische Adaptation
Selbst wenn ein Vernunftkauf langfristig die Lebensqualität stabilisiert (z. B. eine gute Matratze), gewöhnen wir uns sehr schnell an diesen neuen Standard (hedonistische Adaptation). Das stille Funktionieren eines Gegenstands wird zur Normalität und löst keine aktiven Glücksgefühle mehr aus.
Zusammenfassend: Vernunftkäufe sorgen für Zufriedenheit durch Stabilität, während emotionale Käufe für kurzfristige Glücksmomente sorgen"
Passt...auf mich...😊
Und funktioniert schon lange🥰
 
Also, ich finde das auch nicht sooo leicht. Angucken, draufsitzen, probefahren - das bringts meiner Erfahrung nach. Nur: während es Cube an jeder Ecke bzw. bei jedem Lucky-Bike gibt, sind halt die Topstones, Gevils, Asperos etc. deutlich rarer und oft nur auf Bestellung erhältlich. Stack + Reach sind wirklich mega hilfreich bei der Vorauswahl. Damit kann ich ja schon mal grundsätzlich abchecken, ob ich auf einem Rad eher vernünftig sitzen kann, oder mich ein zu raciger Schnitt zu Nackenschmerzen und Atemlosigkeit treibt! Geodaten "aus der zweiten Reihe" ( Tretlagerabsenkung, Nachlauf, Kettenstrebenlänge, Lenkwinkel etc. ) entscheiden m.M. nach viel stärker darüber, wie sich das Rad fährt. Und ich selber bin da raus. Zu viel Theorie. Bei meinem Gravel-Alltagsrad ( Canyon Grizl) habe ich mir die eher reissbrettorientierte Herangehensweise erlaubt. Und glücklicherweise war alles gut. Aber bei meinem "echten" Gravel ( Cervelo Aspero) war dann doch der Gang zum Händler inkl. Testride etc. das Richtige. Dabei wollte ich mir eigentlich ein Ritchey Kanzon Fast genauer angucken ( aber verworfen. Es wurde das Aspero ).

Bin echt gespannt, wo Du landest!

Btw: dass Pinnarello Taschen anbietet, finde ich persönlich mega! Dürfte nicht so einfach sein, bei dieser "organischen" Rahmengestaltung was richtig passenden zu finden.
 
Btw: dass Pinnarello Taschen anbietet, finde ich persönlich mega! Dürfte nicht so einfach sein, bei dieser "organischen" Rahmengestaltung was richtig passenden zu finden.
Ja, das ist bei dem New Grevil schon sehr gut durchdacht. Es gibt ein spezielles Set an Taschen für das New Grevil, also Rahmentasche, Oberrohrtasche, Toolbag für das Rahmenfach, Gepäckträger samt Tasche. Außerdem gibt es auch einen speziellen TT-Gravel-Auflieger für den Lenker, wenn man längere Strecken im Aero-Auflieger fahren möchte.
Also ein abgestimmtes Gesamtsystem fürs Gravel-Bikepacking.

Für mich persönlich sind emotionale Käufe "sinnvoller" als Vernunftkäufe. Ich denke die ausgewählten Gravelbikes sind alle sehr sehr gut, für den Anwendungazweck geeignet und insoweit vergleichbar. Dann kann man auch bei der Letztentscheidung auf sein Herz hören.
 
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