Eben. Die sind es gewohnt auf dem Zahnfleisch zugehen.
Mal Ernsthaft. Die Ausgangslage ist eine andere. Balance zwischen Fixkosten, Umsatz und Aufwand.
Ich hab 250m², Zahle im tiefen vierstelligen Bereich Miete, habe 3 Angestellte und wir verkaufen im Jahr ca. 360 Räder. Zusammen mit der Werkstatt sind wir das ganze Jahr über ausgelastet. Und das alles hat sich in den letzten 8 Jahren nicht wirklich geändert. Wir holen das Maximum aus unserem Arbeitsaufwand und Zeit heraus, ohne dabei überlastet zu sein. Den Job machen wir alle aus Überzeugung. Wenn ich mehr Umsatz und Gewinn haben wollte mit dem Laden, müsste ich expandieren und hätte mehr Aufwand/ weniger Freizeit, und müsste das alles irgendwie finanzieren. Ich stecke meinen Verdienst aber lieber in andere Dinge (Finanzmarkt), um irgendwann mehr Geld zu haben. Dafür muss ich aber meine Zeit nicht opfern.
Die großen Shops haben viel höhere Fixkosten. Aber vorallem auch viel gebundenes Kapital in Form von Fahrrädern. Wenn du für 1-2 Millionen (oder mehr) Bikes bei dir rumstehen hast und das Personal bezahlen musst, um das alles zu bearbeiten, ist jedes Phase mit weniger Verkäufen ein Problem. Zumal du parallel auch noch ständig neue Ware bekommst die du bezahlen musst. Wenn man aber ordendlich Geld scheffeln will, braucht man auch ne große Bude, hat hohe Kosten und kommt schnell ins straucheln.
Wenn wir (im Schnitt aufs Jahr) am Tag ein Rad verkaufen, gehts uns gut. Wenn ich aber so groß wäre, dass ich pro Tag 10 Räder verkaufen
muss, nur damit das Licht an bleibt, dann wäre/ist der aktuelle Markt und Absatz ein riesen Problem.