Haha, da lacht mein Bikerherz!!!


Nachzulesen auf
http://www.siebengebirge.de:80/sg/pages/nationalparkkippe.php
Nationalpark im Siebengebirge steht auf der Kippe
Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es einen Nationalpark Siebengebirge nicht geben. Die Gründe liegen im entscheidenden Problem, dass sich der Nationalpark in einem dicht besiedelten Raum befinden würde. Größere, notwendige Rückzugszonen für die Natur, die einen Nationalpark charakterisieren, sind hier kaum zu schaffen. Deutlich wird dies z.B. in Oberholtdorf und Vinxel. Hier ist das Waldgebiet des Siebengebirges am Paffelsberg nur wenige hundert Meter breit. Etwas besser sieht es im südlichen Siebengebirge an der Grenze zu Rheinland Pfalz aus, hier sind größere Rückzugszonen möglich.
Das Bundesamt für Naturschutz fordert (um keinen Etikettenschwindel mit dem Nationalpark zu betreiben), eine Reduzierung des Wegenetzes um mindestens 50 %, um z.B. auf das Niveau von Harz oder Eifel zu gelangen.
Eine Reduktion um die Hälfte ist schlichtweg unmöglich, denn große Teile des Siebengebirges sind Naherholungsgebiet für die Anwohner. Wie sollen z.B. am Ennert 50 % der Wege entfernt werden? Die Anwohner würden dann aus Ihrem Wald "ausgesperrt". Auch am Drachenfels wäre eine Reduktion der Wege unmöglich.
Das der Preis für den Marketing-Effekt Nationalpark womöglich zu hoch ist, scheint inzwischen auch bei der Landesregierung in NRW angekommen zu sein. Von dort hört man vom Flurfunk zu diesem Thema: wir haben zur Zeit andere Probleme.
Noch peinlicher wird es, wenn man wie der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises eine Ausbau der Südtangente (Verbindung A3-A555) durch das Siebengebirge fordert. Wie soll das denn gehen? Wegenetz also ausdünnen, dafür eine neue Autobahn durch den Nationalpark bauen.....
Wenn man einen höheren Bekanntheitsgrad des Siebengebirges wünscht, sollten die Entscheider vielleicht mal über andere Marketingstrategien nachdenken, wie z.B. über den Titel nationales Monument für den Drachenfels.
Die Nationalparkidee ist gescheitert. Wahrscheinlich ist das auch gut so.
Dr. Karsten Brandt