Warum Carbonhinterbauten?

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ich würde,wenn ich könnte
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Ich will mir wieder ein neues RR zusammenbasteln. Welchen Sinn oder Unsinn machen eigentlich Carbonhinterbauten? Sieht ja teilweise ganz nett aus, aber hats auch einen (erfahrbaren) Grund?
MfG Alexander
 
Sofern die Carbonhinterbauten gerade und nicht irgenwie gebogen sind, dienen sie nur der Optik. Es kann von keinem technischen Vorteil gesprochen werden. Isaac geht ja auch den anderen Weg und verbaut Alu-Sitzstreben in einem Carbonrahmen.
Wenn Dir die Optik den häufig höheren Preis wert ist, nimm ein Rad mit Carbon. Sei dir aber darüber im klaren, dass es weder Gewichts- noch Steifigkeitsvorteile mit sich bringt.

Gruß

D.
 
Hallo !

Ein Vorteil ist halt, das Carbon-Hinterbauten etwas komfortabler sein sollen.
Je nach Anordnung der Fasern kann man halt ein horizontalen Flex erzeugen. ohne dass sonst Steifigkeitsverluste auftreten.
Cannondale z.B. setzt diese flexenden Hinterbauten auch bei Fullies ein.

Gruss
Sascha
 
CassandraComplx schrieb:
Hallo !

Ein Vorteil ist halt, das Carbon-Hinterbauten etwas komfortabler sein sollen.
Je nach Anordnung der Fasern kann man halt ein horizontalen Flex erzeugen. ohne dass sonst Steifigkeitsverluste auftreten.
Cannondale z.B. setzt diese flexenden Hinterbauten auch bei Fullies ein.

Gruss
Sascha

Das CD- Fully ist ein schlechtes Beispiel, denn der Hinterbau ist ja über eine Wippe angelenkt, das bedeutet die Kettenstrebe biegt´s bei Druck nach oben,
die Kraft wird über die Wippe in den Dämpfer eingeleitet.
Beim Carbohinterbau hast Du keine Wippe keinen Dämpfer sondern nur ein
Dreieck das starr ist.
Meiner Meinung nach ein reiner Optikgag, da das Sitzrohr ja immer noch aus Alu und sehr steif ist.
Übrigens ist der CD Scalpel-Hinterbau funktionell bescheiden.
 
Wenn Carbonhinterbauten nicht unbedingt Vorteile bringen, aber hat man dadurch eventuell Nachteile? Ist das genannte "Knarzen" denn ein typisches Problem bei Carbon-Hinterbauten oder eher ein Einzelfall? Und wie stehts mit der (Klebe-?) Verbindung zum Hauptrahmen?
Alex
 
Madze schrieb:
Das CD- Fully ist ein schlechtes Beispiel, denn der Hinterbau ist ja über eine Wippe angelenkt, das bedeutet die Kettenstrebe biegt´s bei Druck nach oben,
die Kraft wird über die Wippe in den Dämpfer eingeleitet.
Beim Carbohinterbau hast Du keine Wippe keinen Dämpfer sondern nur ein
Dreieck das starr ist.
Meiner Meinung nach ein reiner Optikgag, da das Sitzrohr ja immer noch aus Alu und sehr steif ist.
Übrigens ist der CD Scalpel-Hinterbau funktionell bescheiden.

Hallo !

Sicherlich kann man den Scalpel-Hinterbau nicht mit einem starren RR-Hinterbau vergleichen. Sollte nur als extremes Beispiel für den Flex dienen.
Die alten Scott Endorphin-HT's (so um 1998) hatten ja auch diese massive Kettenstreben ohne Sitzstreben und sollten für etwas Komfort sorgen. Durchgesetzt hat es sich aber nicht.
Bei einen normalen Diamantrahmen mit Hinterbaudreieck ist dieser Flex natürlich stark eingeschränkt.

Gruss
Sascha
 
Alan schrieb:
Wenn Dir die Optik den häufig höheren Preis wert ist, nimm ein Rad mit Carbon. Sei dir aber darüber im klaren, dass es weder Gewichts- noch Steifigkeitsvorteile mit sich bringt. Gruß
D.


... :daumen: eher nachteile, gleiches modell in alu ist in der regel leichter und steifer. ist ein reiner optik gag, der von diesen wunderbaren objektiven und fachlich fundierten radmagazinen gehypt wird. gänzlich verschwiegen wird auch das korrosions risiko sofern die verklebung nicht ganz i.o. ist und es zu direktem kontakt von carbonfaser mit dem alu kommt.

ciao
flo
 
floibex schrieb:
... :daumen: eher nachteile, gleiches modell in alu ist in der regel leichter und steifer. ist ein reiner optik gag, der von diesen wunderbaren objektiven und fachlich fundierten radmagazinen gehypt wird. gänzlich verschwiegen wird auch das korrosions risiko sofern die verklebung nicht ganz i.o. ist und es zu direktem kontakt von carbonfaser mit dem alu kommt.

ciao
flo

Welches Rennradmagazin meinst du denn? Die Tour rät seit dem ersten Tag von Carbonhinterbauten ab.

Ich hasse diesen Hype von Forumsusern gegenüber Radmagazinen nämlich mittlerweile auch. :D
 
Sahnie schrieb:
Ich hasse diesen Hype von Forumsusern gegenüber Radmagazinen nämlich mittlerweile auch. :D

Hast schon recht... Ist manchmal nicht ganz leicht, treffsicher zu identifizieren, welchem Hype man gerade nach- oder (besser) vorauslaufen sollte, um wirklich trendy zu sein.

Gottseidank lebe ich 12 Stunden vor euch;)
 
ganz offensichtlich (alle mit carbon-hinterbauten sollten sich jetzt nicht zu sehr angegriffen fühlen :D ) ein schwachsinnsunternehmen!

a) nicht leichter
b) zwei stellen, wo unterschiedliche materialien ineinandergefügt werden müssen (gerade da wo richtig viel energie eingebracht wird!) -> knarzen, lockern, lackabsplitterungen...
c) wie ich finde auch optisch keine "win-win-situation" ;)
d) darum der aufpreis nicht gerechtfertigt
e) pseudo!!!

feuer frei!
 
*adrenalin* schrieb:
ganz offensichtlich (alle mit carbon-hinterbauten sollten sich jetzt nicht zu sehr angegriffen fühlen :D ) ein schwachsinnsunternehmen!

a) nicht leichter
b) zwei stellen, wo unterschiedliche materialien ineinandergefügt werden müssen (gerade da wo richtig viel energie eingebracht wird!) -> knarzen, lockern, lackabsplitterungen...
c) wie ich finde auch optisch keine "win-win-situation" ;)
d) darum der aufpreis nicht gerechtfertigt
e) pseudo!!!

feuer frei!


Sind das nicht sogar vier Stellen an denen geklebt werden muß??
 
Wie bei vielem, kann man wohl auch hier nichts pauschalieren.

Daß Klebestellen Schwachstellen sind, würde ich deshalb nicht so stehen lassen. Jedenfalls nicht mehr, als jede Schweißnaht. ( nur als Beispiel: im Automobilbau geht man vermehrt zum Kleben über, weil es auch technische Vorteile hat!)

Ich kann nur davon berichten, daß meine Freundin bei Ihrem Rad

teamissue04_3.jpg


im letzten Jahr gegen Ende der Saison den Eindruck hatte, daß der Interbau ziemlich weich geworden ist. Das gleiche Gefühl hatte sie dieses Jahr bei ihrem aktuellen schon Mitte der Saison.

Habs mir daher mal näher angeschaut und konnte feststellen, daß man den Hinterbau bei ausgebautem Rad am Ausfallende ziemlich einfach zusammendrücken konnte.
 
Das Klebestellen gleich Schwachstellen sein müssen, halte ich auch für zu pauschal. Ausserdem ist Carbonhinterbau nicht gleich Carbonhinterbau: Wenn lediglich die Sitz- und Kettenstreben aus Carbon sind und die Ausfallenden konventionell aus Alu, dann kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das technische Vorteile bringt, aber wenn der komplette Hinterbau aus CfK ist, sieht es vielleicht anders aus.
 
hi,

carbonhinterbauten in alurahmen haben nur eine ALIBI funktion. dh. kein wirklicher nutzen.

ich sage, entweder gescheit oder garnicht. soll heissen, ganz carbon oder ganz alu. wennd u dich für alu entscheidest und trotzdem ein wenig "komfort" haben willst, verbau eine vollcarbongabel und eine carbonstütze.

grüße coffee
 
jedes Material, wenn es zusammengefügt ist, ist eine Schwachstelle.
Keiner hier konnte einen Vorteil nennen, also ist das nur ne riesen Geldmacherei und damit auch ne "schweinerei". Ich find es auch total schei$e von den Magazinen wenn die irgendwelche pseudo Vorteile hindichten. Wenn ich mir ein Heftchen kaufe will ich auch das ich mich auf das Urteil verlassen kann (geht leider nicht mehr überall).
Lange Rede kurzer Sinn: Warum mehr Geld ausgeben wenn man keinen Vorteil daraus hat :confused:

STOP einen Vorteil hab ich gefunden: Durche den Carbonhinterbau wird eure Geldbeutelchen leichter. Vielleicht bringts ja was.... :lol:
 
Man sollte nicht vergessen, dass auch Aluminium an den Schweissnähten reissen kann. Ausserdem spielt di Optik bei Rennrädern ja auch eine Rolle und ein Rahmen mit Carbonhinterbau und Carbongabel kann doch schick aussehen, oder nicht?
Nein, ich habe keinen Rahmen mit Carbonhinterbau, aber man kann sowas differenzierter sehen und muss es nicht pauschal verdammen oder anhimmeln. Zu Klebestellen kann ich noch sagen, dass der komplette Vorderwagen des aktuellen 5er BMW mit dem Rest der Karosserie durch Klebung verbunden ist, weil diese Verbindung eine höhere Festigkeit und Belastbarkeit hat, als eine entsprechende Schweissverbindung. Kleben heisst nicht automatisch, dass es minderwertig ist, oder eine Schwachstelle.
 
Carbon schrieb:
Man sollte nicht vergessen, dass auch Aluminium an den Schweissnähten reissen kann. Ausserdem spielt di Optik bei Rennrädern ja auch eine Rolle und ein Rahmen mit Carbonhinterbau und Carbongabel kann doch schick aussehen, oder nicht?
Nein, ich habe keinen Rahmen mit Carbonhinterbau, aber man kann sowas differenzierter sehen und muss es nicht pauschal verdammen oder anhimmeln. Zu Klebestellen kann ich noch sagen, dass der komplette Vorderwagen des aktuellen 5er BMW mit dem Rest der Karosserie durch Klebung verbunden ist, weil diese Verbindung eine höhere Festigkeit und Belastbarkeit hat, als eine entsprechende Schweissverbindung. Kleben heisst nicht automatisch, dass es minderwertig ist, oder eine Schwachstelle.


Nicht automatisch eine Schwachstelle, aber bei Verklebungen muß immer eine
große Fläche verklebt werden um die Festigkeit zu erreichen. Beim 5er haben die sicher ausreichend Fläche, wie beim Flugzeug auch. Bei den relativ dünnen
Röhrchen am Hinterbau sieht´s wieder anders aus.
 
Also ich hab mit meinem Carbonhinterbau etwa 400km weg (ist nicht viel, ich weiß). Dazu muss ich sagen, dass das mein erstes Rennrad ist und ich deshalb noch nicht so die Praxiserfahrung habe, aber ich komme mit dem Hinterbau ganz gut klar.
Wenns mir keinen technischen Vorteil bringt, dann ist es halt so! Ich habe das Rad sehr günstig bekommen (Felt F45 2004er Modell) und vertraue einfach mal auf die Entwickler von solchen Dingern. Außerdem siehts wirklich richtig gut aus. ;)

MFG
 
Carbon schrieb:
Man sollte nicht vergessen, dass auch Aluminium an den Schweissnähten reissen kann. ...

... Kleben heisst nicht automatisch, dass es minderwertig ist, oder eine Schwachstelle.

nochmal: ich habe nie von "reissen" gesprochen, sondern darauf hingewiesen, daß eine verbindung von zwei verschiedenen materialien (die unterschiedlich reagieren auf wärme, kälte, zug, druck etc.) generell problematisch ist. natürlich wird es auch hier bessere und schlechtere lösungen geben, aber das thema ist prinzipiell problembehaftet!

ganz offensichtlich ist es ja sogar so, daß kleben die bessere verbindung darstellt, da die materialien (z.b. metall beim schweissen) nicht in ihrem gefüge geändert/geschwächt werden. scott macht es mit der schwingenaufnahme beim strike und genius und im flugzeugbau ist es wohl schon an der tagesordnung.
 
*adrenalin* schrieb:
darauf hingewiesen, daß eine verbindung von zwei verschiedenen materialien (die unterschiedlich reagieren auf wärme, kälte, zug, druck etc.) generell problematisch ist.

Mh, man könnte jedoch auch von Risikodiversifikation sprechen...

Man müsste jetzt einfach untersuchen ob es einen signifikatenen Anstieg von "Knarzproblemen" bei Carbonhinterbaurahmen gibt im Vergleich zu Rahmen ähnlicher Preisklasse aus Nur-Alu/Nur-Carbon.

Gebrochen sind ganz sicher nicht genügend, dass sich statistische Evidenz finden ließe.

Verdammt, es ist 7:irgendwas morgens. Ich sollte wieder ins Bett.
 
also zu kleben

trek verklebt seine rahman seit was weis ich - erst alumuffe mit carbon rohren
und dann carbon mit carbon ,klar gab es bei den ersten probleme aber mitlerweile ham die doch eine menge erfahrung ( mein alu mtb hält seit 96 )
sprich wenn das ordentlich und gewissenhaft verklebt wird hält das auch

naja und wer auf komfort steht soll stahl fahren ;)

ps. carbon hinterbauten is halt nur ein optischer gag - und den beherschen nur wenige rahmenbauer

sebse
 
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