Zu schwer für's Pedelec ??

HorstSt

Sonntagsfahrer
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Siegburg
Interessantes Urteil:

http://www.rundschau-online.de/rhei...ach-fuer-schwergewicht,15185860,25037130.html

Ich sehe den Sinn Pedelecs aus verschiedenen Gründen sehr skeptisch, aber das war ja nun wirklich ein lustiges Rechenexempel:
Das zulässige Gesamtgewicht beträgt also 120 kg. Abzüglich von 25 kg Fahrzeuggewicht bleiben für den Fahrer und Gepäck 95 kg.
Wer also 85 kg wiegt - durchaus ein normales Körpergewicht, wenn man etwas länger gewachsen ist -, bringt mit einem Kasten Bier auf dem Gepäckträger das Fahrzeug also schon an die Grenze.
Da muss man erst mal drauf kommen.
Horst
 
Zuletzt bearbeitet:
Da muss man weder MTB fahren noch ein Mofa kaufen. Ein Pedelec, dass nur 95 kg Zuladung kann, ist einfach Quatsch.
Wer kauft sich denn ein Pedelec? Doch eben gerade nicht die ganz Sportlichen. Und selbst für jemanden wie mich, der regelmäßig MTB fährt und sich auch sonst viel bewegt - nicht über BMI und Normalgewicht streiten wollend: Ich bin ziemlich normale 1,80 m und wiege 80 kg. Das ist ein altersentsprechend guter BMI-Wert. 90 kg lägen nur leicht über dem BMI-Nomalbereich, aber schon hart an der Grenze für das Pedelec.
Horst
 
Abgesehen vom Thema Pedelec finde ich die Aussage
dass der normale Käufer nicht wisse, dass das Eigengewicht des Rads in die Berechnung des zulässigen Gesamtgewichts miteinbezogen werden müsse
schon lustig.
Als nächstes überlade ich meinen Pkw um 1t und behaupte dann auch, dass ich nicht wusste, dass das Gewicht des Pkws zum zulässigen Gesamtgewicht dazu gehört.
Ob ich damit durchkomme? :D
 
Hi,

die Diskussionen bezgl. Belastungsfähigkeit (Kg.) von Pedelecs finde ich eigentlich useless ... wer würde
über Belastung bei Tourenrädern sprechen, welche samt Fahrer u. vorn/hinten an Lowridern u.
Gepäckträgern hängenden Packtaschen rund um die Welt gescheucht werden - mit Kg-Belastungen, die
jenseits von gut u. böse liegen :cool: ?


Gruß


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Und selbst, wenn es keiner Zulassung bedürfte: Ein Produkt zu verkaufen, das schon bei normaler Benutzung (also 90kg Körpergewicht + 10 kg Gepäck) an die Grenzen seiner technischen Daten stößt, ist frech. Wenn es unbedenklich ist, brauchen wir die technischen Daten nicht. Das würde bei einem normalen Fahrrad genau so gelten.
Horst
 
Der Amtsrichter befand jedoch zugunsten des Fahrradhändlers, dass das
Gewicht des 62-Jährigen nicht durch bloßes Hinsehen bestimmt werden
könne und man die Frage nach dem Körpergewicht weder Käufer
noch Verkäufer zumuten könne
.
:confused: :spinner:
es liege in der Verpflichtung des Verkäufers, den Kunden darüber
aufzuklären
.
Der Bonner Fahrradhändler akzeptierte das Urteil und gab den Kaufpreis abzüglich
einer Summe von 300 Euro für die Zeit, in der der 62-jährige das Fahrrad
benutzt hatte, an den Mann zurück.
:daumen:
 
wieso nutzlos bei pedelecs ?
schließlich sind es fahrzeuge die einer zulassung bedürfen..


Zum Thema Belastung ...

wollte nur anführen, dass (die rechtl. Seite mal ausgeklammert) ein vernünftiges Fahrrad auf Grund
von 10 oder 20 Kg. Übergewicht keinen Schaden nehmen sollte ?

Vorausgesetzt natürlich, dass das Bike nicht über Wurzelstöcke, Felsen u. dergleichen im
"Schweinsgalopp" den Berg runter gescheucht wird ?

Wenn ich also mein GRACE MX mit zusätzl. 110 KG. belade (Gesamtgew. dann ca. 135KG.)
sollte es dem Bike nichts ausmachen ?

Darum hatte ich das bis an/über seine Belastungsgrenzen geschundene Weltumrundungs-Bike
angeführt - wobei der Weltenbummler der Leserschaft dann stolz erklärt, dass alles "gehalten
hat u.nichts zerbrochen" ist !



Gruß
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Zuletzt bearbeitet:
Es geht hier weder um Abnehmtipss noch um die Frage, welche Überlast ein Fahrrad oder Pedelec gerade noch verträgt. Es geht lediglich um die Frage, wie sinnvoll oder auch seriös ein Produkt ist, das bereits bei einer durchschnittlichen anzunehmenden Belastung - 85kg Körpergewicht + 10kg Gepäck - an seine Grenzen stößt.
Das erinnert stark an den inzwischen legendären Stabmixer, bei dem im "Kleingedruckten" steht, er dürfe nur 15 Sekunden betreiben werden, da sonst Überhitzung drohe. Sicher auch ein klassische Fehlkonstruktion - wenn man von Betrug nicht reden möchte.
Bei dem Pedelec scheint es eher so gelaufen zu sein: Die Elektronik kommt in einen ganz normalen Fahrradrahmen. Wenn dieser vorher ausreichend dimensioniert war, dann muss von der möglichen Zuladung nun die Elektronik noch abgezogen werden. Und die wiegt halt . . .
Horst
 
... Es geht lediglich um die Frage, wie sinnvoll oder auch seriös ein Produkt ist, das bereits bei einer durchschnittlichen anzunehmenden Belastung - 85kg Körpergewicht + 10kg Gepäck - an seine Grenzen stößt...

bitte hier das gewicht des rades beachten! zumindest mir erscheint es logisch, dass ein auf leichtgewicht getrimmtes rad ein definiertes lastenende hat. ebenso scheint es mir logisch, dass ein billiges rad mit seinen häufig schlechten bauteilen und einer nicht immer guten verarbeitung hier grenzen zeigt.

unabhängig davon ist die diskussion prima für jegliche inhaltslose unterhaltung geeignet, da keine fakten zum rad vorliegen und somit der hersteller hierzu keine infos bieten kann. also bei interesse einfach eine packung popcorn holen und weitermachen...
 
Hallo? Vielleicht hättes Du den verlinkten Zeitungsartikel lesen sollen. Um den geht es nämlich.
1.) Herstellerangaben lagen ja wohl vor, sonst hätte das Gericht ja keine Zahlen gehabt. Und um genau diese Zahlen geht es hier auch die ganze Zeit.
2.) Von Leichtbau ist an keiner Stelle die Rede.
3.) Wohl aber davon, dass das in Rede stehende Pedelec mit einem Preis von 2300 EUR beim FACHhändler keine ALDI-Gurke war.
Vor dem Hintergrund wird Dein Post ziemlich unverständlich.

Verstanden habe ich aber, wo ich immer gerne widerspreche, nämlich beim "mündigen Verbraucher". Diesem Totschlagargument steht glücklicherweise immer noch die Produkthaftung gegenüber. Wer ein Produkt für einen gewissen Preis nicht anbieten kann, der soll es lassen. Die Verantwortung für Murks kann man nicht beim Verbraucher abladen.
Erschwert wird das Ganze noch dadurch, dass ein Markenname ja nicht dafür garantiert, dass das Produkt nicht zumindest in Teilen in der gleichen Klitsche zusammengeferkelt wurde wie das Produkt vom Discounter.
Gerade dieser Fall ist ja ein gutes Beispiel dafür, dass werder Marke noch Preis noch Fachhandel davor schützen, dass man Murks bekommt.

Horst
 
Hallo? Vielleicht hättes Du den verlinkten Zeitungsartikel lesen sollen. Um den geht es nämlich.
1.) Herstellerangaben lagen ja wohl vor, sonst hätte das Gericht ja keine Zahlen gehabt. Und um genau diese Zahlen geht es hier auch die ganze Zeit.
2.) Von Leichtbau ist an keiner Stelle die Rede.
3.) Wohl aber davon, dass das in Rede stehende Pedelec mit einem Preis von 2300 EUR beim FACHhändler keine ALDI-Gurke war.
Vor dem Hintergrund wird Dein Post ziemlich unverständlich.

wirklich?

wo findest im artikel den hersteller? ich zumindest nicht.
und ohne diese aussage ist die ganze diskussion kaum zielführend, sondern verliert sich in allgemeinen grundsätzen, die ja gar nicht falsch sein müssen.

fazit für mich aus dem artikel:
a) naiver käufer trifft b) auf schlechten verkäufer, was c) leider dauerzustand ist…
 
Nicht "Angabe des Herstellers" - die steht da wirklich nicht - sondern "Herstellerangaben" vulgo "technische Daten". Da diese bei der Beweisaufnahme gewürdigt wurden, werden sie wohl vorgelegen haben.
Ansonsten: Ein Endverbraucher darf naiv sein. Sollte er um seiner selbst Willen zwar nicht - aber "selber schuld" ist nicht.
Ich will ja kein Verschuldenshaftung nach US-Vorbild. Aber wer ein Produkt herstellt und verkauft, ist verantwortlich - auch für irreführende Angaben. Dinge wie "Verkehrssitte" und "Treu und Glauben" sind im Zivilrecht immer noch nicht abgeschafft.
Gerade mal gegoogelt und fündig geworden: Das Problem ist bekannt und durchaus lösbar. Meine eingangs über den Daumen gemachte Berechnung findet sich hier bestätigt - auch die Folgerung: Standard-Pedelecs selbst für Normalgewichtige unterdimensioniert. Das ist doch ein Witz. Das kann man nicht schönreden.
http://elektro-bike.biz/pedelecs-und-e-bikes-fuer-schwere-fahrer-oder-viel-gepaeck/
Fazit der Diskussion: Wenn schon Pedelec, dann Augen auf beim Kauf!
Horst
 
Zuletzt bearbeitet:
zwar nicht speziell "e-rad", aber so ganz unbekannt scheint die thematik nicht zu sein, wenn sogar die zeit in einem artikel darauf hinweist…
 
Was regst du dich hier so künstlich auf? Jedes Fahrrad hat nur eine Belastungsgrenze von 120kg. Es gibt stabilere Räder die bis 170kg ausgelegt sind aber bei jedem normalen Rad ist bei 120kg Schluss. Und wenn es kein E-Bike sondern nen normales Trekking oder Cityrad ist, dann ist das Rad vielleicht 5kg leichter und der Fahrer kann 5kg Mehrgewicht haben, aber letzendlich ist da kaum Unterschied. Und die Aussage von wegen "bei 2500€ kann man mehr erwarten" oder sowas ist ja Blödsinn. Was kostet nen gutes Rennrad? Wohl nochmal ne ganze Ecke mehr und die halten noch weniger Belastung aus. Alle wollen nur noch leichte Räder und das ist halt der Tribut der gezahlt werden muss, aber sich deswegen hier so aufzuregen halte ich für dilettantisch. Wenn es dir nicht paßt dann mußt du ja keins kaufen, alternativ schlage ich vor du startest bei den Herstellern eine Kampagne zur Einführung von Rädern aus Kruppstahl, die auch die etwas bessere beleibte Gesellschaft fahren kann.
 
,Dann erklärt das der "Threadopener" gerne noch mal mit diesem, m.E. der Causa durchaus entsprechenden, Beispiel:
Fa. X hat sich zu Recht einen guten Namen mit seinen Fahrrädern gemacht. Ihre Räder werden im Fachhandel um die 1000 EUR gehandelt. Wer also auf der Suche nach einem guten bis sehr guten Alltagsrad ist (von MTB, Rennrad oder speziellen Tourenrädern sei hier nicht die Rede), der sollte für diesen Kurs etwas finden.
Dei Mehrzahl der Pedelecs richtet sich an diese Käufergruppe. Wenn die für ein normales Fahrrad 1000 EUR ausgibt, ist das eine Menge Geld. Dafür dürfen sie einen guten Gegenwert erwarten, und sie bekommen ihn in der Regel auch. Dass so ein Rad 120 kg aushält, davon kann man ausgehen.
Offenbar schrauben die Hersteller aber an den gleichen (!) Rahmen zusätzliche 25 bis 30 kg für die Strampelhilfe. Damit hat das Pedelec gleich mal 25 bis 30 kg weniger mögliche Zuladung.
Wenn 120kg bei einem normalen Rad eine ausreichende Reserve bei der Zuladung bieten, warum kann man die bei einem Pedelec einfach so drastisch reduzieren ohnde dass diese "Ding" als Fehlkonstruktion bezeichnet werden muss? Dann muss halt ein Rahmen verbaut werden, der ohne Strampelhilfe für 150/170 kg ausgelegt wäre. Alles Andere erwarte ich ungünstigstenfalls bei einem Baumarkt-Pedelec, nicht bei einem deutlich teureren Markenfahrzeug aus dem Fachhandel.
"Künstlich aufregen" tue ich mich nicht, weil mich das Thema persönliich betrifft (Ich bin weder übergewichtig noch interessiere ich mich für ein Pedelec.), sondern weil mich sowas prinzipiell ärgert.
Horst
 
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Eben. Ein Akku und Motor haben ca.5-8kg.
Pedelecs liegen bei 20-25kg. Erst informieren, dann meckern. Die Differenz zu den normalen Rädern ist somit verschwindent gering. Jeder der an sein Trekkingbike nen paar Gepäcktaschen haut, hat ein größeres Mehrgewicht. Mit nem Lowrider allemal und da stört es keinen...
 
Gut, die 25 bis 30 kg waren geschätzt und etwas hoch gegriffen. Die konkreten Zahlen aus dem Zeitungsbericht machen es aber nicht besser: 120 kg zul. Gesamtgewicht minus der dort angegebenen 25 bis 27 kg Leergewicht machen 93 bzw. 95 kg Zuladung. Und das halte ich schon für grenzwertig, weil . . . das habe ich ja alles schon mal vorgerechnet.
Horst
 
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