MTB-Verkäufe sinken: Warum verkümmert das Mountainbike?

EINSPRUCH…..

Mein Sohn hats trotz Papas E-Enduro bis zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen nach Berlin geschafft.
Hatte ich zufällig Einzelfälle als Ausnahme vergessen.
Du bist ja nicht die Masse und hast dein Leben lang Sport auf hohem Leistungsniveau betrieben.
Wenn die Kids bei uns hier mit Wettkampfschwimmen anfangen, sind da durchaus auch Kinder von übergewichtigen Eltern dabei. Die Eltern von denen, die auf die DJM fahren, sind alle Normalgewichtig. Ist vermutlich nicht repräsentativ.
Liegt also eher daran wie ich was vermittle
Du kannst viel versuchen zu vermitteln. Kinder lernen am meisten durch das kopieren ihrer Vorbilder. Und das sind halt zumeist die Eltern.
 
Du kannst viel versuchen zu vermitteln. Kinder lernen am meisten durch das kopieren ihrer Vorbilder. Und das sind halt zumeist die Eltern.
Wenn nun Papa und Mama aber erst durch das E überhaupt aufs Rad gekommen sind, oder durch das E erst gemeinsame Familien-Ausflüge gemacht werden (so bei uns: Meine Holde wollte erst mit auf Radtouren, als sie Dank E bei mir - motorlos!! - mitradeln konnte), dann ist das E-Bike kein Symbol für Leistungsverweigerung und Bequemlichkeit, sondern für Bewegung und Aktivität im Freien.
Auch als Vorbildfunktion für die Kids.
 
Wenn nun Papa und Mama aber erst durch das E überhaupt aufs Rad gekommen sind, oder durch das E erst gemeinsame Familien-Ausflüge gemacht werden (so bei uns: Meine Holde wollte erst mit auf Radtouren, als sie Dank E bei mir - motorlos!! - mitradeln konnte), dann ist das E-Bike kein Symbol für Leistungsverweigerung und Bequemlichkeit, sondern für Bewegung und Aktivität im Freien.
Auch als Vorbildfunktion für die Kids.
Ich habe diese Möglichkeit ja mit einbezogen.
Wenn du dich umschaust, für wie realitisch hälst du das Szenario? Ich würde es gefühlt für >80% verneinen.
 
Wenn du dich umschaust, für wie realitisch hälst du das Szenario? Ich würde es gefühlt für >80% verneinen.
Jetzt muss man sich doch entscheiden:
Gibt es den gestiegenen Nutzungsdruck, weil sooo viele Menschen E-Bikes gekauft haben und neuerdings radfahren, oder ist das nur herbeigeredet.
Sind die sehr hohen Verkaufszahlen bei E-(MT)Bikes nur "für den Keller", oder werden die Dinger doch benutzt.

Wenn man den Zahlen zu Verkäufen und Radfahrern auf Waldwegen etc. glaubt, dann fahren doch offensichtlich mehr Menschen mit dem Rad als vor 5 oder 10 Jahren. Sonst würde ja keiner den Nutzungsdruck beklagen.
Dann scheint es also eindeutig ein "Mehr" an Bewegung und Freizeit im Freien zu geben, was sich dann auch - nach Deiner eigenen Aussage - als Vorbild auf den Nachwuchs überträgt.

Gleiches gilt ja auch bspw. für das Wandern mit sehr stark gestiegenen Zahlen in den letzten Jahren.
 
Jetzt muss man sich doch entscheiden:
Gibt es den gestiegenen Nutzungsdruck, weil sooo viele Menschen E-Bikes gekauft haben und neuerdings radfahren, oder ist das nur herbeigeredet.
Sind die sehr hohen Verkaufszahlen bei E-(MT)Bikes nur "für den Keller", oder werden die Dinger doch benutzt.
Ich verstehe, worauf du hinauswillst. Aber, ob jetzt 1% oder 3% der Bevölkerung durch den Wald radeln, ändert ja nichts am Gesamtzustand der Gesellschaft bzgl (Un)Sportlichkeit.
Es ging um das Signal, sich auch mal über Hindernisse hinweg zu einem Ziel zu quälen und sowohl am harten Weg als auch am Ergebnis Freude zu empfinden.
Und da scheint alles Bequeme doch sehr gegenteilig.
 
Wenn man den Zahlen zu Verkäufen und Radfahrern auf Waldwegen etc. glaubt, dann fahren doch offensichtlich mehr Menschen mit dem Rad als vor 5 oder 10 Jahren. Sonst würde ja keiner den Nutzungsdruck beklagen.
Dann scheint es also eindeutig ein "Mehr" an Bewegung und Freizeit im Freien zu geben, was sich dann auch - nach Deiner eigenen Aussage - als Vorbild auf den Nachwuchs überträgt.
Hast Du Zahlen zu "Radfahrern auf Waldwegen"? Würde mich interessieren, also wieviele überhaupt fahren und wieviele Kilometer. Am besten verglichen mit von vor 10 Jahren.

Ansonsten wirst Du die Frage beantworten müssen, ob für den angeblich gestiegenen Nutzungsdruck nicht auch Umsteiger verantwortlich sein könnten, die jetzt mehr fahren. Das Argument "mit e kann ich nach der Arbeit meinen Hometrail 3x fahren und nicht nur einmal" kommt ja auch oft.
 
Oder doch eher Dir, denn genau was Du hier beschreibst, verweigerst Du den E-MTB-Fahrern:
Nämlich für sich selbst zu definieren, wie sie Sport treiben, mit was sie sich anstrengen wollen und wie sehr sie sich anstrengen wollen.
Ich denke der Perspektivwechsel ist für beide Seiten schwieriger als man meint. Der/die nicht so fitte Radfahrerin kann schließlich nicht erleben, erspüren, erfühlen wie es ist eine hohe körperliche Leistungsfähigkeit zu haben.
Andersrum kann sich die /der Ultrafitte Radfahrer in der Regel nicht mehr daran erinnern wie es sich angefühlt hat als man noch nicht so fit war.
Dementsprechend unterschiedlich erlebt man auch das fahren mit einem E-bike. Dem einen ermöglicht das E-bike überhaupt sich zu bewegen, im anderen Extrem wird es eher als "Krücke" empfunden. Irgendwo zwischen den zwei Extremen wird sich jeder einordnen können und seinen individuellen Blick auf das Thema haben.

Die meisten Menschen verorten sich wahrscheinlich irgendwo in der Mitte und stehen E-bikes dementsprechend positiv gegenüber.

Ich sehe das Thema Ebike nach wie vor kritisch. Nicht weil ich dem einzelnen den Spaß nicht gönne!

Radfahren ist von Haus aus ein eher reizarmer Sport. Inzwischen weiß man das man für die langfristige Gesundheit sowohl Knochen als auch Muskulatur intensiv belasten muss um Knochendichte sowie Muskelmasse zu erhalten. Genauso sind harte Intervalle bei denen HF und Blutdruck intensiv nach oben getrieben wird für die meisten ebenfalls sehr positiv.
Das kann Radfahren egal ob mit oder ohne Motor nur bedingt leisten.

Das Ebike reduziert im Vergleich zum normalen Rad Lastspitzen noch weiter.

Entsprechende Leistungsfördernde Reize mit dem Ebike zu setzen ist möglich, erfordert aber Bereitschaft, Wissen und Struktur um es umzusetzen.

Das oft gebrachte Argument "dank dem Ebike bewegen sich die Menschen mehr" empfinde ich als Augenwischerei.
"Die Menschen" müssen sich nicht mehr bewegen. Sehr viele müssten sich nach ihrem persönlichen Empfinden regelmäßig sehr hart und sehr intensiv sowie lang und intensiv belasten um langfristig gesund zu bleiben!

Je mehr wir unsere Alltags- und Freizeitbewegung minimieren, einfacher gestalten, Lastspitzen reduzieren. Um so aktiver, intensiver und gezielter müssen wir Sport treiben um unsere Gesundheit langfristig zu erhalten.

Ich denke die Allgemeinheit wird nach ein paar Jahren auf das Thema E-bike zurückblicken und wieder mal feststellen: Es war ne geile Zeit, hat Spaß gemacht - aber im Nachgang war es mal wieder nicht die beste Idee die wir hatten...
 
Hast Du Zahlen zu "Radfahrern auf Waldwegen"? Würde mich interessieren, also wieviele überhaupt fahren und wieviele Kilometer. Am besten verglichen mit von vor 10 Jahren.

Ansonsten wirst Du die Frage beantworten müssen, ob für den angeblich gestiegenen Nutzungsdruck nicht auch Umsteiger verantwortlich sein könnten, die jetzt mehr fahren. Das Argument "mit e kann ich nach der Arbeit meinen Hometrail 3x fahren und nicht nur einmal" kommt ja auch oft.
Na ja, der Nutzerdruck kommt ja nicht von mir.
Der wird "uns" E-Bikern ja ständig von den motorlosen Bikern um die Ohren gehauen, weil Dank E die Wälder und Berge nun überfüllt sind und die Dinger deshalb verboten/verbannt gehören.
Auch die Presse führt das ja immer wieder an, wenn es um Besucherlenkung, Zugangsbeschränkungen etc. geht.

Für Hotspots würde ich das auch nicht in Frage stellen. Dort aber auch in Bezug auf Wanderer/Spaziergänger.
Bei mir vor Ort im Wald sehe ich auf den Singletrails nicht mehr Biker als vor 5 oder 10 Jahren. Egal, ob mit oder ohne E.
Auf den typischen Radwegen auf der Schwäbischen Alb (die dann auch durch die Wälder führen) sowie an den Fahrrad-Abstellplätzen an den üblichen Ausflugs-Locations auf der Alb sind allerdings (subjektiv und nicht nachgezählt) deutlich mehr Zweiräder zu sehen, als früher.
Ebenso stehen deutlich mehr Autos mit Fahrradträgern als früher auf den typischen Sonntag-Start-Parkplätzen.
 
Entsprechende Leistungsfördernde Reize mit dem Ebike zu setzen ist möglich, erfordert aber Bereitschaft, Wissen und Struktur um es umzusetzen.

Das oft gebrachte Argument "dank dem Ebike bewegen sich die Menschen mehr" empfinde ich als Augenwischerei.
"Die Menschen" müssen sich nicht mehr bewegen. Sehr viele müssten sich nach ihrem persönlichen Empfinden regelmäßig sehr hart und sehr intensiv sowie lang und intensiv belasten um langfristig gesund zu bleiben!

Je mehr wir unsere Alltags- und Freizeitbewegung minimieren, einfacher gestalten, Lastspitzen reduzieren. Um so aktiver, intensiver und gezielter müssen wir Sport treiben um unsere Gesundheit langfristig zu erhalten.

Ich denke die Allgemeinheit wird nach ein paar Jahren auf das Thema E-bike zurückblicken und wieder mal feststellen: Es war ne geile Zeit, hat Spaß gemacht - aber im Nachgang war es mal wieder nicht die beste Idee die wir hatten...
Glaubst du wirklich das E-Bike macht da einen (negativen) Unterschied?
Ich denke ja, wer sich ein E-Bike kauft und das ohne "Bereitschaft, Wissen und Struktur" nutzt. Der würde auch mit einem normalen Fahrrad kein intensives Training betreiben.

Das Ding ist halt, man kann Fahrradfahren als Mittel zum (intensiven) Training sehen oder man betreibt Fahrradfahren oder auch Mountainbiken einfach als Hobby ohne irgendwelche höheren Ziele einfach weil man Freude daran hat.

Ich finde ja E-MTB und Bio-MTB hat ein ähnliches Verhältnis wie Wandern und Laufen (nicht das schwäbische Laufen ;) ).
Der Wanderer macht es für das Naturerlebnis und Erholung und hat dabei ein bisschen Bewegung als positiven Nebeneffekt, während der Läufer es für die Erfolgserlebnisse, Gesundheit und Ehrgeiz macht.
Beides ist doch absolut legitim. Warum muss man das eine Niedermachen?

Beschweren sich die Trailrunner auch über Wanderer, dass die alle faul sind und zu bequem für richtige Anstrengung sind?

Wer keinen Intensiven Sport betreiben will, wird keinen intensiven Sport betreiben. Gäbe es keine E-Bikes würde ein sehr großer Teil der E-Biker einfach gar nicht Fahrrad fahren.
Die, die Bock auf intensiven Sport haben und trotzdem E-Bike fahren, machen neben dem E-Bike auch anderen Sport für diese Verlangen.
Das E-Bike selbst trägt meiner Meinung nach nicht dazu bei, dass die Gesellschaft fauler wird.
 
Jetzt muss man sich doch entscheiden:
Gibt es den gestiegenen Nutzungsdruck, weil sooo viele Menschen E-Bikes gekauft haben und neuerdings radfahren, oder ist das nur herbeigeredet.
Sind die sehr hohen Verkaufszahlen bei E-(MT)Bikes nur "für den Keller", oder werden die Dinger doch benutzt.

Wenn man den Zahlen zu Verkäufen und Radfahrern auf Waldwegen etc. glaubt, dann fahren doch offensichtlich mehr Menschen mit dem Rad als vor 5 oder 10 Jahren. Sonst würde ja keiner den Nutzungsdruck beklagen.
Dann scheint es also eindeutig ein "Mehr" an Bewegung und Freizeit im Freien zu geben, was sich dann auch - nach Deiner eigenen Aussage - als Vorbild auf den Nachwuchs überträgt.

Gleiches gilt ja auch bspw. für das Wandern mit sehr stark gestiegenen Zahlen in den letzten Jahren.

Du hast gerade in einem Beitrag die Begriffe Nachwuchs und Wandern verwendet 😳.

Bei mir hat das mit dem Nachwuchs alles nicht gefruchtet, die gehen stattdessen ins Gym. Wenigstens hören sie die richtige Musik, auch wichtig.
 
Glaubst du wirklich das E-Bike macht da einen (negativen) Unterschied?
Ich denke ja, wer sich ein E-Bike kauft und das ohne "Bereitschaft, Wissen und Struktur" nutzt. Der würde auch mit einem normalen Fahrrad kein intensives Training betreiben.

Das Ding ist halt, man kann Fahrradfahren als Mittel zum (intensiven) Training sehen oder man betreibt Fahrradfahren oder auch Mountainbiken einfach als Hobby ohne irgendwelche höheren Ziele einfach weil man Freude daran hat.

Ich finde ja E-MTB und Bio-MTB hat ein ähnliches Verhältnis wie Wandern und Laufen (nicht das schwäbische Laufen ;) ).
Der Wanderer macht es für das Naturerlebnis und Erholung und hat dabei ein bisschen Bewegung als positiven Nebeneffekt, während der Läufer es für die Erfolgserlebnisse, Gesundheit und Ehrgeiz macht.
Beides ist doch absolut legitim. Warum muss man das eine Niedermachen?

Beschweren sich die Trailrunner auch über Wanderer, dass die alle faul sind und zu bequem für richtige Anstrengung sind?

Wer keinen Intensiven Sport betreiben will, wird keinen intensiven Sport betreiben. Gäbe es keine E-Bikes würde ein sehr großer Teil der E-Biker einfach gar nicht Fahrrad fahren.
Die, die Bock auf intensiven Sport haben und trotzdem E-Bike fahren, machen neben dem E-Bike auch anderen Sport für diese Verlangen.
Das E-Bike selbst trägt meiner Meinung nach nicht dazu bei, dass die Gesellschaft fauler wird.
Mir gefällt die Begrifflichkeit "faul" in dem Zusammenhang nicht. Ich denke sehr vielen Menschen fehlt inzwischen das Gefühl oder die Referenz welche Belastung der menschliche Körper erträgt, braucht. bzw wie hoch der Reiz sein muss um wirklich einen positiven Effekt für ihre langfristige Gesundheit zu haben. Da sind wir noch sehr weit weg vom "Leistungssport".

Ein normales Rad ist ein ganz passabler Gradmesser um die eigene Leistungsfähigkeit einzuschätzen. Kann ich einen kleinen Anstieg nicht hinauftreten und ich werde von Oma Müller mit einem normalen Rad überholt weiß ich genau das ich wohl nicht ganz so fit bin.

Das Ebike nimmt einem dieses Gefühl. Die eigene Leistung einzuschätzen bzw. sie in Relation zu setzen wird schwierig.
 
Du hast gerade in einem Beitrag die Begriffe Nachwuchs und Wandern verwendet 😳.

Bei mir hat das mit dem Nachwuchs alles nicht gefruchtet, die gehen stattdessen ins Gym. Wenigstens hören sie die richtige Musik, auch wichtig.
Meine gehen ins Gym und wandern. Sogar freiwillig und ohne uns.
Der Ältere hat gerade heute einen 4000er in Afrika gemeistert.
Trotz Papa mit E.

Wenn bergauffahren für dich lästig ist, nicht verallgemeinern, sondern "Perpektivwechsel" ;).
Wenn ich das richtig in den letzten 1300 Posts gelesen habe, dann hat der Großteil der hier beteiligten E-Biker (einschließlich mir), diesen Perspektivwechsel vollzogen. Sie sind von motorlos auf E gewechselt und kennen beide "Welten". Praktisch keiner kennt nur E. Bei mir liegt der Wechsel erst 6 Monate zurück.

Viele E-Biker wechseln ihre Perspektive auch noch jetzt immer wieder (einschließlich mir), weil sie weiterhin zwischen motorlos und E wechseln.

Der Großteil der E-Basher, die hier posten, haben dagegen keine, oder nur sehr wenig Erfahrungen mit dem Fahren eines E, maßen sich aber dennoch viele Urteile, Verallgemeinerungen und endgültige Weisheiten an.

Ich mache den Perspektivwechsel sogar während jeder Tour mit dem E-Bike mehrfach, weil ich (und da bin ich zugegebenermaßen sicher eher die Ausnahme) doch sehr viel mit Motor Off fahre und jeweils situativ entscheide, ob und wie sehr ich mir helfen lasse, oder nicht.
Und die 1800 Km mit Motor Off auf dem 23,5 kg-Bike waren (leider) nicht nur Tiefenmeter.

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