Lässt sich betreiben, aber man sollte besser nicht groß/groß fahren und klein/klein könnte auch gefährlich sein. Es hier auch einen Bericht, dass sich so einer mal sein Schaltwerk abgerissen hat, was nur knapp nicht zu einem heftigen Sturz geführt hat. Wer also derartig "rumpfuscht", sollte genau wissen, was das alles bedeutet! Das tut TE hier sicher nicht.
Den verstehe ich jetzt nicht. Ich habe an meinem "Gravel-Hardtail" 36-11/51. Damit kann ich ganz locker deutlich mehr als 30 km/h treten, diese mehr als 30 km/h aber nicht sonderlich lange halten. Bergauf mit Gepäck in den Alpen auf Schotter und steilem Asphalt hab ich mir manchmal noch einen leichteren Gang gewünscht. Mag an meiner persönlichen Schwäche liegen, aber die Leistung muss man erstmal auf Dauer drücken können! Einen schnelleren Gang als 36-11 hab ich nie vermisst, weil wenn es in den Alpen bergab geht, dann geht es richtig bergab und man kann einfach laufen lassen.
Das macht mich jetzt wieder wirr. 2fach Schaltungen an Gravelbikes sind idR Rennrad-Schaltunge bzw. Derivate davon. Die haben vorne zwei Kettenblätter, damit man hinten eine eng gestufte Kassette fahren kann. 11-34 ist das schon groß. Mit 12fach
SRAM haste 10-36. Man will hier die kleinen Gangsprünge um die optimale Trittfrequenz zum schnellen Fahren auf glattem Untergrund, vielleicht noch in der Gruppe, zu finden.
Am Berg braucht man keine feinen Gangsprünge, sondern man braucht möglichst leichte Gänge für steil bergauf und noch genug hinten raus für flache Stücke. Das bekommt man besser über 1fach-Schaltungen, speziell MTB-Schaltungen, wo es 10-52 gibt zum Beispiel. Dazu das Narrow-Wide-Kettenblatt, das Kettenabwürfe vorne verringert.
In den Alpen wird es sofort sehr steil, sobald man den Talboden verlässt. Sogar auf der Straße wird das fies. Auf Schotter dann so richtig. Was bergauf schon fies ist, ist es bergab erst recht, weil da die Geschwindigkeit noch dazu kommt.
Man kann da wohl mit einem herkömmlichen Gravelbike auskommen, aber selbst ein leichtes XC-MTB (Fully oder Hardtail egal) ist da deutlich leistungsfähiger. Es gibt Gravelbikes mit MTB-Schaltungen und MTB-
Reifen aus genau diesem Grund. Kann man machen. Man kann aber eben auch ein leichtes XC-MTB etwas auf Leichtläufigkeit trimmen und hat damit ein erstklassiges "Alpengravel". So hab ich das gemacht. Gebrauchtes Hardtail für 1200,- Euro bisserl getrimmt und gut. Kann ich nur empfehlen, da man sehr leicht günstige MTB bekommt, die MTB-Bandbreite bereits ab Werk haben, genauso wie garantiert genug Reifenfreiheit für dicke Schlappen.
In seiner Situation, also örtliche Lage, ist die Übersetzung schon ziemlich entscheidend. Ansonsten muss er halt so oft Berge fahren, bis die Beine dick genug sind. Auch eine valide Taktik.