Überlegungen zum Kauf eines Gravelbikes

Hängt ganz von der Steigung und Deiner Leistungsfähigkeit ab. Ohne großartiges Gepäck sollte man damit die meisten Steigungen schaffen. Ab 10% wird es trotzdem eklig werden. Da musst halt dann durch.
Du wirst auch in der Ebene damit schnell genug sein. Wirklich dauerhaft austreten schaffst nur bergab.
Ja, bei 10 % und lediglich einer 75er Trittfrequenz fährt man nur 7 - 7,5 km/h. Die benötigten Wattwerte lägen bei angenommenen 90 - 100 kg Systemgewicht bei knapp 190 bis knapp 230 Watt.
 

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Re: Überlegungen zum Kauf eines Gravelbikes
Danke für euren Input. Meine finale Frage lautet nun wie folgt:

Wenn wir mal annehmen, dass ich einen Weg mit einer Übersetzung von 26/42 auf dem MTB gut hochgekommen bin, ist dann auch anzunehmen, dass dies mit einer Übersetzung von 36/50 auch funktionieren wird?

Zahlentechnisch sind das rund 10% weniger Untersetzung, was wohl machbar sein sollte.

Die Wattwerte etc. verstehe ich zwar, habe aber keinerlei Datengrundlage um die zu schätzen, ich habe tatsächlich keine Ahnung wielange ich für meine Touren tatsächlich brauche, und ehrlich gesagt, mir gehts halt einfach um den Sport, weniger um die statistische Auswertung dieses.
 
Ich zitiere mich mal selber:





Kannst Du mal nachschauen, ob Du bei beiden Enden gut rauskommst.
Spoiler:


Geht ein Österreicher in den Fahrradladen... und kommt immer mit einem KTM wieder raus ;)
Ja, aber ich nehme ein Extrem aus der Gleichung raus, ich muss im Tal nicht "extrem flott" sein, mir reicht hier flott.

Im Geschäft erklärte man mir, dass eine 2x Schaltung zwar grundsätzlich eine größere Bandbreite abdecken könnte, aber der Wechsel des vorderen Kettenrads auf ein kleineres das Problem mit sich bringt, dass der Umwerfer nicht mehr hochkommt. Die maximale Untersetzung könnte ich nur in der Kombination 36/50 auf einem 1x erreichen, da bei den 2x Schaltungen hinten bei 36 Schluss ist.
 
Du wirst auch in der Ebene damit schnell genug sein. Wirklich dauerhaft austreten schaffst nur bergab.
Deswegen hat GRX auch standardmäßig 46z bzw. 48z als größtes KB.

@Almwegraser - warum gehst Du nicht zum Intersport und leihst Dir mal ein Gravelbike und testest das mal aus? Sonst sitzt Du im Mai immer noch hier mit der ganzen Theorie...
 
Im Geschäft erklärte man mir, dass eine 2x Schaltung zwar grundsätzlich eine größere Bandbreite abdecken könnte, aber der Wechsel des vorderen Kettenrads auf ein kleineres das Problem mit sich bringt, dass der Umwerfer nicht mehr hochkommt. Die maximale Untersetzung könnte ich nur in der Kombination 36/50 auf einem 1x erreichen, da bei den 2x Schaltungen hinten bei 36 Schluss ist.
Wer erklärts ihm nochmal?
 
Deswegen hat GRX auch standardmäßig 46z bzw. 48z als größtes KB.

@Almwegraser - warum gehst Du nicht zum Intersport und leihst Dir mal ein Gravelbike und testest das mal aus? Sonst sitzt Du im Mai immer noch hier mit der ganzen Theorie...
Weil das leider nicht funktioniert, gibt es bei uns in der Art nicht. Man kann zwar Räder leihen, aber keine Gravel Bikes...

Ist ohnehin hier schon alles auf Skibetrieb umgestellt.
 
Vielleicht hilft das weiter: ich fahr am Rose Backroad FF die GRX 12-fach Di2. 11-34 Kassette und 31/48er Kettenblätter. Ich hab ja bereits gesagt dass ich damit auch schon auf die Alm raufgefahren bin Beispiel einen Anstieg mit 5,5km und 550hm. Steigung im Schnitt 10% -> das funktioniert problemlos mit dieser Übersetzung. Ich bin mit dem Gravel auch die Glocknerstraße gefahren, ist halt Asphalt aber stellenweise halt auch steil, funktioniert für mich auch problemlos.

Aber weil hier viele echt das XC MTB empfehlen: Für meine Hausrunde nach der Arbeit in Osttirol (20km knapp 800hm) auf die Almhütte rauf und Schotterweg runter würde ich immer zum XC MTB greifen.
 
Erklär doch bitte nochmal.
GRX 2x läßt sich mit 46/28 auf 11-40(46) betreiben. Das ist außerhalb der Specs, wird sicher auch wegen möglichen Regressansprüchen in keinem Laden verbaut, funktioniert bei Eigeninitiative aber trotzdem. Gibt genügend Berichte hier im Forum.
Das ergibt über 700% Bandbreite ggüber 5xx% bei 1x Antrieb. Link war hier:

Mit einem 36z Kettenblatt bist Du der Almwegschleicher.

In den Laden gehen und mit einem für Deine Ansprüche passendem KTM* wieder rauskommen, wird nicht funktionieren.
Dafür ist das Gelände um Dich herum unpassend bzw. Deine Ansprüche nicht Standard.
Entweder, Du nimmst eine halbwegs passende Basis, z.B. Gravelbike mit 2x Antrieb, und modifizierst den Antrieb -
oder -
Du kaufst Dir ein Mtb-Rahmenset, z.B. mit Flatbar und mit/ ohne Federgabel, und baust Dir das Rad genau nach Deinen Vorstellungen, inklusive modifiziertem Antrieb.
In beiden Fällen mußt Du selber Hand anlegen.

Dein Einsatzgebiet liegt zwischen Gravelbike und Mtb, mit Tendenz zum Mtb. Nicht wegen des Untergrundes, sondern wegen des Antriebs und der Sitzposition. Von der Seegrube mit einem Dropbar abzufahren macht wenig Sinn.

Das hier wäre z.B. eine sehr gute Basis:
Ist ein Specialized Diverge Rahmenset mit einer speziellen Geo für Flatbar. Da kannst dann einen Antrieb Deiner Wahl dranschrauben.

Wenn Du kein Schrauber bist, kannst Du es entweder lernen, hast einen Spezl der es für Dich macht oder fährst halt Standard.


*nix gegen KTM, hab selber eines, aber jenseits des Tellerrands gibt es noch Andere.
 
@CC. Danke, das hat nun in der Tat geholfen und den Wirr-Warr für mich geklärt. Es wird ein 2x, und ich werde, um den Tellerand zu verlassen, auch mal bei Specialized vorbeischauen.

Schrauben kann ich nur am KFZ (bzw. konnte, hab keinen Vebrenner mehr). Das würde ich mir aber antun, sobald die Dämpfer wegfallen, da ich immer das Gefühl hatte, Dämpfer sind ein Teufelszeug.

Ich werde in der nächsten Saison nochmal zurückkehren, und Fotos nachreichen.
 
Ruf mal in Garmisch die Bike-Verleiher an. Schnapp Dir ein Gravelbike und fahr mal Karwendelrunde. Dann weißt Du, was Du brauchst.

Der TE hat sich darauf eingeschossen, dass die "Gottes"- bzw. Übersetzungsfrage ihn zum heiligen Gral des Gravelbikes führt.

Dabei vergisst er, dass zulässige Reifenbreite, Rahmenmaterial (Dämpfungseigenschaften) und vor allem die passende Geometrie die entscheidenen Faktoren darstellen.

Die passende Übersetzung folgt dem Rest.
 
Der TE hat sich darauf eingeschossen, dass die "Gottes"- bzw. Übersetzungsfrage ihn zum heiligen Gral des Gravelbikes führt.

Dabei vergisst er, dass zulässige Reifenbreite, Rahmenmaterial (Dämpfungseigenschaften) und vor allem die passende Geometrie die entscheidenen Faktoren darstellen.

Die passende Übersetzung folgt dem Rest.
Da vergesse ich überhaupt nichts. Reifenbreite, Rahmenmaterial kenne ich bereits von einem alten MTB. Die Geometrie ist in der Tat etwas neu, aber da ich auch regelmäßig ein Rennrad betreibe nichts ungewohntes.

Die Unterstellung mag ich nicht so gern, auch wenn ich in meinen Beiträgen vielleicht ein wenig "unerfahren" wirke, bin ich kein Idiot.
 
Da vergesse ich überhaupt nichts. Reifenbreite, Rahmenmaterial kenne ich bereits von einem alten MTB. Die Geometrie ist in der Tat etwas neu, aber da ich auch regelmäßig ein Rennrad betreibe nichts ungewohntes.

Die Unterstellung mag ich nicht so gern, auch wenn ich in meinen Beiträgen vielleicht ein wenig "unerfahren" wirke, bin ich kein Idiot.

Sollte auch keine Unterstellung sein, sondern nur auf überspitzte Art und Weise dazu anregen, sich erstmal mit dem Markt vertraut zu machen und zu schauen, was taugen könnte.

In Garmisch gibt es z.B. einen Trek Store. Da würde ich mal vorbeigucken, falls das von der Entfernung her passt.

Die Gravelräder von Trek sind eher komfortorientiert (entsprechendes carbon layup plus Isospeed).
 
Daher, ich könnte im Geschäft fragen, ob die mir bei dem hier:

https://www.ktm-bikes.at/de/bikes/d...-strada-10-burnt-orange-shimano-grx-2x11-2023

hinten statt auf ein 40er Kettenblatt aufrüsten könnten?
Mein Händler hatte beim Willier mit GRX810 2x11 gleich eine 11-42 Kassette eingebaut (außerhalb der Shimano-Spezifikation). Am Schaltwerk kann man den langen XT-Käfig ersetzen, dann reicht die Kapazität sogar bis 11-46. Die B-Schraube hat es so gerade geschafft, beim größten Ritzel denn Abstand zur Leitrolle einzustellen. Besser geht es mit einem GoatLink. Mit den Kettenblättern 30-46 sind leichte Gänge am Berg vorhanden. Bei der schnellsten Übersetzung kann man bei 50 km/h noch mittreten.
 
Danke für euren Input. Meine finale Frage lautet nun wie folgt:

Wenn wir mal annehmen, dass ich einen Weg mit einer Übersetzung von 26/42 auf dem MTB gut hochgekommen bin, ist dann auch anzunehmen, dass dies mit einer Übersetzung von 36/50 auch funktionieren wird?
Zahlentechnisch sind das rund 10% weniger Untersetzung, was wohl machbar sein sollte.

Die Wattwerte etc. verstehe ich zwar, habe aber keinerlei Datengrundlage um die zu schätzen, ich habe tatsächlich keine Ahnung wielange ich für meine Touren tatsächlich brauche, und ehrlich gesagt, mir gehts halt einfach um den Sport, weniger um die statistische Auswertung dieses.

36-50 ist ein deutlich schwererer Gang als 26-42.

Je nach Trittfrequenz musst du 1 bis 1- 1,2 km/h mehr treten in einem Geschwindigkeitsbereich um 7-8 km/h.

Gibt das mal bei Kreuzotter ein. Meine das müsste um 20 W Unterschied ausmachen bei 10 % Anstieg. Bei stärkeren Anstiegen noch mehr. Das kann, je nach Leistungsfähigkeit, erheblich sein. Je länger die Ausfahrten dauern, um so relevanter ist es.
 
Mein Händler hatte beim Willier mit GRX810 2x11 gleich eine 11-42 Kassette eingebaut (außerhalb der Shimano-Spezifikation). Am Schaltwerk kann man den langen XT-Käfig ersetzen, dann reicht die Kapazität sogar bis 11-46. Die B-Schraube hat es so gerade geschafft, beim größten Ritzel denn Abstand zur Leitrolle einzustellen. Besser geht es mit einem GoatLink. Mit den Kettenblättern 30-46 sind leichte Gänge am Berg vorhanden. Bei der schnellsten Übersetzung kann man bei 50 km/h noch mittreten.
Den Weg bin ich gegangen.
Ich hab allerdings das 1×11 Schaltwerk (812) genommen und dem den langen XT Käfig gegönnt.
Damit ist die B-Srew nicht auf Anschlag beim 46er Ritzel.

Außerdem wartet ein 28er/44er Blatt von TA verbaut zu werden an der GRX Kurbel.

28-46 wäre dann der leichteste Gang.
 
Ich wohne auch in Tirol bzw. habe bis vor kurzem noch in Innsbruck gewohnt und habe sowohl Enduro als Gravelbike.

Aus meiner Erfahrung kann ich folgendes berichten: von Innsbruck aus kann man sehr wohl schöne Gravelrunden fahren, von allem ist was dabei von 50-100 km und 1000-2000 hm. Dazu muss es nicht gleich bis zur Seegrube oder zum Patscherkofel gehen, sondern über die umliegenden Mittelgebirge. Natürlich sind da auch mal längere Teerwege dabei, allerdings kaum bis gar nicht befahren. Schöne Touren lassen sich oft auch mit Öffianreise fahren. Ich habe da schon ein ausgeweitetes Repertoire, welches ich auch gerne teilen kann.

Da man dort auch recht schnell bei 1000 hm ist und die ein oder andere steile Rampe hat, habe ich eine 2x11 GRX auf 11-40 hinten mit vorne Standard 30-46 aufgebaut. Mit dem Wolftooth Roadlink lässt sich das an fast allen Rädern realisieren, meist auch ohne Kette zu tauschen. Selbst mit Gepäck bin ich da jeden Anstieg hochgekommen, bis auf den „Eigenhofer Tod“, aber da stößt selbst das Enduro an seine Grenzen. Ich kann eigentlich auch nur 2x weiter empfehlen, weil Du damit zumindest im Inntal bei der An- oder Retourfahrt auch ordentlich Meter machen kannst.

Die Frage ob Gravel oder Hardtail finde ich schon berechtigt, das kommt jetzt auf deinen Einsatzzweck an. Falls du dir das oben genannte vorstellen kannst, wirst du mit dem Gravel durchaus sehr viel Spaß haben in Innsbruck und kannst es auch im Urlaub zB am Meer oder für Radreisen bestens verwenden (so war mein Gedankengang für meinen Gravelkauf - und der ist sich ausgegangen ☺️). Falls du, aber jetzt vor hast, wöchentlich auf die Seegrube zu fahren, kann ich fast auch nur zum MTB raten. Der limitierende Faktor ist das runterfahren, einfach durch die Dropbar bedingt. Und zwar nicht wegen der Breite, sondern nach einer 20 min 1000 hm Gravelabfahrt, tut dir der Nacken und Rücken einfach weh und du fragst dich, warum du eigentlich nicht mit dem MTB gefahren bist.

Ich hoffe meine Erfahrungen konnten dir/euch weiterhelfen,

Lg Yannick
 
GRX 2x läßt sich mit 46/28 auf 11-40(46) betreiben. Das ist außerhalb der Specs, wird sicher auch wegen möglichen Regressansprüchen in keinem Laden verbaut, funktioniert bei Eigeninitiative aber trotzdem. Gibt genügend Berichte hier im Forum.
Lässt sich betreiben, aber man sollte besser nicht groß/groß fahren und klein/klein könnte auch gefährlich sein. Es hier auch einen Bericht, dass sich so einer mal sein Schaltwerk abgerissen hat, was nur knapp nicht zu einem heftigen Sturz geführt hat. Wer also derartig "rumpfuscht", sollte genau wissen, was das alles bedeutet! Das tut TE hier sicher nicht.
Mit einem 36z Kettenblatt bist Du der Almwegschleicher.
Den verstehe ich jetzt nicht. Ich habe an meinem "Gravel-Hardtail" 36-11/51. Damit kann ich ganz locker deutlich mehr als 30 km/h treten, diese mehr als 30 km/h aber nicht sonderlich lange halten. Bergauf mit Gepäck in den Alpen auf Schotter und steilem Asphalt hab ich mir manchmal noch einen leichteren Gang gewünscht. Mag an meiner persönlichen Schwäche liegen, aber die Leistung muss man erstmal auf Dauer drücken können! Einen schnelleren Gang als 36-11 hab ich nie vermisst, weil wenn es in den Alpen bergab geht, dann geht es richtig bergab und man kann einfach laufen lassen.
den Wirr-Warr für mich geklärt. Es wird ein 2x, und
Das macht mich jetzt wieder wirr. 2fach Schaltungen an Gravelbikes sind idR Rennrad-Schaltunge bzw. Derivate davon. Die haben vorne zwei Kettenblätter, damit man hinten eine eng gestufte Kassette fahren kann. 11-34 ist das schon groß. Mit 12fach SRAM haste 10-36. Man will hier die kleinen Gangsprünge um die optimale Trittfrequenz zum schnellen Fahren auf glattem Untergrund, vielleicht noch in der Gruppe, zu finden.
Am Berg braucht man keine feinen Gangsprünge, sondern man braucht möglichst leichte Gänge für steil bergauf und noch genug hinten raus für flache Stücke. Das bekommt man besser über 1fach-Schaltungen, speziell MTB-Schaltungen, wo es 10-52 gibt zum Beispiel. Dazu das Narrow-Wide-Kettenblatt, das Kettenabwürfe vorne verringert.
In den Alpen wird es sofort sehr steil, sobald man den Talboden verlässt. Sogar auf der Straße wird das fies. Auf Schotter dann so richtig. Was bergauf schon fies ist, ist es bergab erst recht, weil da die Geschwindigkeit noch dazu kommt.
Man kann da wohl mit einem herkömmlichen Gravelbike auskommen, aber selbst ein leichtes XC-MTB (Fully oder Hardtail egal) ist da deutlich leistungsfähiger. Es gibt Gravelbikes mit MTB-Schaltungen und MTB-Reifen aus genau diesem Grund. Kann man machen. Man kann aber eben auch ein leichtes XC-MTB etwas auf Leichtläufigkeit trimmen und hat damit ein erstklassiges "Alpengravel". So hab ich das gemacht. Gebrauchtes Hardtail für 1200,- Euro bisserl getrimmt und gut. Kann ich nur empfehlen, da man sehr leicht günstige MTB bekommt, die MTB-Bandbreite bereits ab Werk haben, genauso wie garantiert genug Reifenfreiheit für dicke Schlappen.
Der TE hat sich darauf eingeschossen, dass die "Gottes"- bzw. Übersetzungsfrage ihn zum heiligen Gral des Gravelbikes führt.
In seiner Situation, also örtliche Lage, ist die Übersetzung schon ziemlich entscheidend. Ansonsten muss er halt so oft Berge fahren, bis die Beine dick genug sind. Auch eine valide Taktik.
 
Lässt sich betreiben, aber man sollte besser nicht groß/groß fahren und klein/klein könnte auch gefährlich sein. Es hier auch einen Bericht, dass sich so einer mal sein Schaltwerk abgerissen hat, was nur knapp nicht zu einem heftigen Sturz geführt hat. Wer also derartig "rumpfuscht", sollte genau wissen, was das alles bedeutet! Das tut TE hier sicher nicht.

Den verstehe ich jetzt nicht. Ich habe an meinem "Gravel-Hardtail" 36-11/51. Damit kann ich ganz locker deutlich mehr als 30 km/h treten, diese mehr als 30 km/h aber nicht sonderlich lange halten. Bergauf mit Gepäck in den Alpen auf Schotter und steilem Asphalt hab ich mir manchmal noch einen leichteren Gang gewünscht. Mag an meiner persönlichen Schwäche liegen, aber die Leistung muss man erstmal auf Dauer drücken können! Einen schnelleren Gang als 36-11 hab ich nie vermisst, weil wenn es in den Alpen bergab geht, dann geht es richtig bergab und man kann einfach laufen lassen.

Das macht mich jetzt wieder wirr. 2fach Schaltungen an Gravelbikes sind idR Rennrad-Schaltunge bzw. Derivate davon. Die haben vorne zwei Kettenblätter, damit man hinten eine eng gestufte Kassette fahren kann. 11-34 ist das schon groß. Mit 12fach SRAM haste 10-36. Man will hier die kleinen Gangsprünge um die optimale Trittfrequenz zum schnellen Fahren auf glattem Untergrund, vielleicht noch in der Gruppe, zu finden.
Am Berg braucht man keine feinen Gangsprünge, sondern man braucht möglichst leichte Gänge für steil bergauf und noch genug hinten raus für flache Stücke. Das bekommt man besser über 1fach-Schaltungen, speziell MTB-Schaltungen, wo es 10-52 gibt zum Beispiel. Dazu das Narrow-Wide-Kettenblatt, das Kettenabwürfe vorne verringert.
In den Alpen wird es sofort sehr steil, sobald man den Talboden verlässt. Sogar auf der Straße wird das fies. Auf Schotter dann so richtig. Was bergauf schon fies ist, ist es bergab erst recht, weil da die Geschwindigkeit noch dazu kommt.
Man kann da wohl mit einem herkömmlichen Gravelbike auskommen, aber selbst ein leichtes XC-MTB (Fully oder Hardtail egal) ist da deutlich leistungsfähiger. Es gibt Gravelbikes mit MTB-Schaltungen und MTB-Reifen aus genau diesem Grund. Kann man machen. Man kann aber eben auch ein leichtes XC-MTB etwas auf Leichtläufigkeit trimmen und hat damit ein erstklassiges "Alpengravel". So hab ich das gemacht. Gebrauchtes Hardtail für 1200,- Euro bisserl getrimmt und gut. Kann ich nur empfehlen, da man sehr leicht günstige MTB bekommt, die MTB-Bandbreite bereits ab Werk haben, genauso wie garantiert genug Reifenfreiheit für dicke Schlappen.

In seiner Situation, also örtliche Lage, ist die Übersetzung schon ziemlich entscheidend. Ansonsten muss er halt so oft Berge fahren, bis die Beine dick genug sind. Auch eine valide Taktik.
Viel Meinung, wenig Wissen.

2fach bietet nicht nur mehr Bandbreite (mit demensprechenden Übersetzungen) sondern auch eine feinere Übersetzung mit kleinen Gangsprüngen. Das kann man aber nur er"fahren" - reines theoretisieren und eventuelle Übersetzungsvergleiche im Inet helfen da nicht wirklich.
 
Sorry, aber habs nicht so mit fühlen. Bin mehr so der Denker. Ich denke, Du lieferst hier keinerlei Mehrwert. Vor allem kannst auch Du nicht die Kapazität eines Schaltwerks höher fühlen. Du kannst sie bestenfalls überschreiten und damit Fehlfunktionen wahrscheinlicher machen. Viel Glück!
 
...

In seiner Situation, also örtliche Lage, ist die Übersetzung schon ziemlich entscheidend. Ansonsten muss er halt so oft Berge fahren, bis die Beine dick genug sind. Auch eine valide Taktik.
Logisch.
...Mittlerweile fahre ich eigentlich aussschließlich auf Forststraßen. Das ist aber bei uns hier ein gemischter Begriff, zwischen einer schönen Forststraße mit angenehm kleinen Schotter, und sehr groben Steinen kann da alles dabei sein. Mir macht dabei eigentlich auch vorallem das Bergauffahren Spaß, ich mag es, mich auszupowern. Runter rasen ist auch lustig, aber eher nebensächlich....

Aber wenn jemand von einem Fully-Mtb auf ein Gravelbike umsteigen will, würde ich mich nicht nur auf die Übersetzung konzentrieren, sondern auch mit der Natur eines Gravelbikes an sich auseinandersetzen. Auch ohne abfahrtslastige Strecken. Bin selber viel in den Alpen unterwegs und wollte keinen sraffen Gravelrahmen in Kombi mit 40mm Reifen fahren. Macht selbst im flachen Gelände und bergauf, wenn sehr steinig und verwurzelt keinen Spaß. Heißt aber natürlich nicht, dass der/dem TE ein straffes Rad nicht taugen würde. Deshalb Optionen evaluieren und am besten vor Ort anschauen.

Bei KTM wäre meine Vermutung, dass die Rahmen eher straff sind/rennorientiert.
 
Das macht mich jetzt wieder wirr.
Und es begab sich zu einer Zeit, als alle Menschen glücklich waren, jeder das Rad fuhr, was ihm am besten gefiel, immer sonniges und trockenes Wetter herrschte und Rückenwind aus allen Richtung kam - da begab es sich, daß ein heller, furchtbarer Blitz 🌩️ auf die Erde herniederfuhr, das Wetter ⛈️ zerstörte, Chaos und Verwirrung unter den Menschen stiftete und alles Wissen vom Zweck und Bedienung einer 2fach-Schaltung auf dieser Welt auslöschte. Schlimmer noch, seit dem sind die Menschen dazu verdonnert, sich permanent gegenseitig Anderen einzureden, daß nur 1fach-Schaltungen das einzig Wahre sind und es niemals Gründe für irgend etwas Anderes gegeben hat.
Ich blieb verschont, weil ich an dem Tag nicht da war. Bin sehr dankbar für dieses Glück.


Eine kleine Anekdote zu
Garmisch ... Trek Store.

War dort letzte Woche und hatte Interesse an einem Gravelbike. Geh also da rein und frage nach einem GB mit 2x, Alu. Hab dann von den jungen Verkäufern auch sofort die passende Antwort gekriegt: "Hamwa net, fährt heute keiner mehr!"
Auf meinen suchenden Blick hin, hat er mir dann ein Carbon 2fach ohne Pedale aus dem Regal gezogen, mußte dann aber zu jeder Frage erstmal in den Computer schauen. Auf die Frage, ob ich das mal Probefahren könnte, kam dann die Aussage, daß sie das nicht machen, weil sie müßten dann die Räder alle wieder herrichten. Er machte auch keine Anstalten, mal eine Paar Pedale dranzuschrauben, daß ich mich wenigsten mal draufsetzen könnte. Die Youngins kannst alle in der Pfeife rauchen.
Der Trekstore hat also genau Null Bikes an mich verkauft und dafür gesorgt, daß die Marke aus meiner Wahrnehmung verschwindet.
Bevor da jemand hinfährt, besser vorher anrufen und die Lage checken...
 
Bevor da jemand hinfährt, besser vorher anrufen und die Lage checken...
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