Craft Bike Days 2025: EMRG Senduro V3 mit Anti Dive-Federgabel Tuning

Das USD-Antidive wollte ich Ende der 90er schon unbedingt testen...
Wenn auch als Lefty-Variante, in Form der USE Sub-Fork:


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Quelle: https://www.retrobike.co.uk/threads/u-s-e-sub-fork.473818/

Das gesamte EMRG-Bike löst bei mir einen unkontrollierbaren Sabber-Reflex aus :love:
 
Würdet ihr die Anti-Dive-Federgabel gerne mal ausprobieren?

Auf jeden! Und nicht nur diese Gabel. Das komplette heiße Gefährt würde ich gerne mal fahren wollen. Please make me faster & faster!!!
 
Finde Bike und Antidive mega interessant, würde ich gerne mal testen :-)

Einstellbare Geometrie, Federweg, Laufradgröße ist aber kein Alleinstellungsmerkmal…da gibt‘s auch was bei N😉
 
Spannendes Rad!
Dumme Frage zu der Abstützung der Gabel: Verhärtet dann die Gabel nicht gewaltig beim Bremsen? Merkt man das oder ist das beim kurzen harten Bremsen kein Thema?
 
Dumme Frage zu der Abstützung der Gabel: Verhärtet dann die Gabel nicht gewaltig beim Bremsen?
Genau, das Bremsmoment wird auf das Gestänge geleitetet und wirkt dem Einfedern entgegen. Doof gesagt: Zieht bzw. schiebt die Gabel auseinander. Im Grunde erhöhst du während dem Bremsen die Druckstufe radikal.

Kann man grob mit einem Anti-Squat vergleichen. Du trittst rein und dir ziehts hinten das Fahrwerk auseinander.
 
Herr Reichmann schafft es immer wieder Probleme zu lösen, die ich vorher nicht hatte
In dem Fall ist ist das abtauchen tatsächlich ein unerwünschter Effekt.
Im Gegensatz zu manch anderer "Innovation", könnte eine Lösung für dieses Problem das Fahrerlebnis verbessern.
Man hat sich als Fahrer zwar einfach daran gewöhnt und weiß damit umzugehen, aber ohne diesen Effekt könnte man sein Fahrwerk sicher noch deutlich besser nutzen.
Am Ende kommt es aber darauf an, welche Seiteneffekten/Kompromisse man sich mit ins Boot holt und ob in Summe die Performance wirklich besser ist.

Gruß xyzHero
 
Hallo zusammen, ich melde mich auch mal zu Worte. Erstmal danke für das anständige Niveau hier im Gegensatz zu anderen Plattformen, wo man einfach nur hirnlos drauf herumhackt.

Ich hab das Teil übrigens entwickelt. Ich versuche mal, einige Punkte vereinfacht und verständlich zu erklären.

Zum Thema brake dive, ich habe nun öfter gelesen, dass diese Problematik nicht bestünde. Kann ich nicht bestätigen - Teleskopgabeln federn im Lenkeinkel nach hinten/ oben, dadurch werden sie allein durch die Bremskraft schon komprimiert. Dann kommt noch die dyn. Radlastverschiebeung dazu, die durch folgndes Moment hervorgerufen wird: Ihr habt Eure Verzögerung (=negative Beschleunigung) mal Masse mal Höhe des Schwerpunkts - dies ergibt ein Moment, das auf unser Gesamtsystem einwirkt und den Hinterbau ausfedern sowie die Gabel einfedern lässt.
Damit hinten weniger ausfedert, baut man sich in die Hinterbaukinematik Anti-Rise hinein, sprich beim Bremsen wird die Federung etwas "zusammengehalten". Der weitaus gravierendere Effekt ist jedoch das Eintauchen der Gabel. Dagegen geht man (zumindest als DH-Racer) so vor, dass man eine recht straffe Lowspeed-Druckstufe fährt, oder dass men eine zu harte Feder fährt, oder dass man ein 3-Kammer-System a la Chickadeehill, Öhlins, Formula oder EXT verbaut - dadurch hat die Gabel in ihrer statischen Lage eine höhere Federsteifigkeit.
Nachteil: die höhrere Federsteifigkeit oder straffere Druckstufe habt Ihr permanent. Nicht förderlich für die Federungsperformance in vielen Fahrsituationen.

Wieso will man den Brake-Dive nicht?
- Als mind. halbwegs versierter DH-Racer versucht man, schwarz-weiss zu bremsen. Bremse auf oder beim Anbremsen kurz und voll rein. Starke Verzögerung wo benötigt wird, sonst offen. Dadurch taucht die Gabel stark ein, man büßt massiv Federweg ein, Schluckfreudigkeit, Fahrkomfort und Traktion mögen das nicht. Wer schleifbremst hat das Problem vermutlich weniger. Bzw. wer nicht bremst.

Mit diesem Anti-dive-Hebelsystem wird ein grosser Teil der Zusatzkraft auf der Gabel durch das Anbremsen aufgenommen und in die Uppers statt in die Federung eingeleitet. Resultat ist eine besser funktionierende Federung da mehr Federweg übrig. Die Kraft am Vorderrad bleibt übrigens gleich, es wird lediglich ein Teil umgleitet.
Um die Federung voll aktiv zu halten, hat das System eine mit zunehmender Kompression abnehmende Abstützung, sprich bei einem großen Stoß ändern sich die Winkel dahingehend, dass eingefedert kaum mehr Anti-Dive besteht - ist auch nicht notwendig, da durch die Kompression die Federkraft eh erhöht wird und die Gabel nach dem Hindernis wieder ausfedert, wo sie wieder stärker vom Anti-Dive supportiert wird.
Da jeder eine andere Schwerpunkthöhe hat, ist das Anti-Dive-Level über die Höhe der Aufnahme an den Uppers individuell abstimmbar. Grundsätzlich soll der Anti-Dive unter 100% sein. Über 100% bedeutet Ausfedern beim Bremsen, das wollen wir sicher nicht. Wir wollen lediglich das zusätzliche Moment durch die Verzögerung kompensieren.

Funktoniert übrigens soweit sehr gut. Ich lade mal bei Gelegenheit ein Video hoch (Hindernis mit Vollbremsung vs. Hinernis ohne bremsen). Ich denke, das könnte ein echter Game-Changer werden, Ihr könnt in den brutalsten Fahrsituationen anbremsen ohne abgeworfen zu werden. Sprich, Ihr könnt im DH SPÄTER und HÄRTER anbremsen, und das bringt Zeit.

Habe diverse Hate-Kommentare erhalten wie "sieht sch.... aus", "sieht wie ATU-Tuning aus", gab es schon vor 20 Jahren" und "so n Blödsinn". Zur Optik, ist n Prototyp zwecks prove of concept. Zu den meisten anderen Kommentaren: Interessant, welche Kriterien viele an ein Bike stellen (Optik über Funktion etc.), bzw. wenn alle so wären, würden wir alle noch mit 26", Starrgabel und Hardtails rumfahren. Bzw. mir wurde klar, dass man auch in der Sonderschule sitzen bleiben kann... uuups ;-)

Gruß
Matse
 
Wieso will man den Brake-Dive nicht?
Darf das bitte jeder für sich entscheiden? Punkt 1- es sieht eben aus, wie es aussieht. 8-)
Habe diverse Hate-Kommentare erhalten ...Bzw. mir wurde klar, dass man auch in der Sonderschule sitzen bleiben kann... uuups ;-)
Schon einige Male konnte man hier im Forum Entwickler guter Ideen erleben, die bei Kritik (eben auch doofen Kommentaren) persönlich wurden. Nicht schön...
 
Hm, die Gabel taucht ja beim statischer Bremskraft (und anderen als konstant angenommen Faktoren) soweit ein bis die Gegenkraft der Luft/Stahlfeder das zusätzlich aufs Vorderrad geschobene Gewicht kompensiert. Also schwerer Fahrer = mehr Brake-Dive.

Dann folgt, Bremsen bei <1G Gewichtskraft führt zu geringerem Brake-Dive. (Klar der Profi bremst dann eben nicht :)...)

Das hier vorgestellte System fängt die Gewichtskraft auf dem Vorderrad ja genauso auf, nur eben abgezwackt von der Bremskraft bzw. Reibung auf der Scheibe.

Dann bedeutet das ja auch, dass in einer finalen Evolution auch eine Verstellung der Hebelverhältnisse nötig wäre, um dem Fahrer/Radgewicht Rechnung zu tragen, sowie auch dem Lenkwinkel. Sonst haste als leichte Person aufm Enduro unter Umständen ja ein Effekt, dass wenn du aus einer voll eingefederten Gabel nach z.B. nem Drop dann voll in die Bremse langst, es dir die Front unter Umständen hochreißt (also ausfedert). Als hätte man die Zugstufe zu schnell eingestellt. Oder denke ich mir hier Unsinn zusammen?

Im dieser Drop-Landungssituation haste im ungünstigen Moment ja kaum Gewicht auf dem Rad, nachdem du gerade so über das Peak beim Einfedern hinaus bist. Dann könnte die Hubkraft der Umlenkung ja ggf. überkompensieren.

Und ist es nicht auch so, dass wenn ein schnelles Einfedern während des Fahrens erfolgt, die Bahngeschwindigkeit der Scheibe durch die Bremsbeläge, quasi für einen kurzen Moment stark ansteigt, dadurch, dass der Sattel beim Einfedern um die Scheibe rotiert? Hat das ggf. negative Auswirkung auf Bremsmodulation. Sprich könnte dadurch das Vorderrad den entscheidenden Impuls zum blockieren bekommen, weil man es im Finger "nicht mehr fühlen" kann.

Nur so Gedanken..

Find die Idee geil und mir gefällts auch voll
 
Hm, die Gabel taucht ja beim statischer Bremskraft (und anderen als konstant angenommen Faktoren) soweit ein bis die Gegenkraft der Luft/Stahlfeder das zusätzlich aufs Vorderrad geschobene Gewicht kompensiert. Also schwerer Fahrer = mehr Brake-Dive.

Dann folgt, Bremsen bei <1G Gewichtskraft führt zu geringerem Brake-Dive. (Klar der Profi bremst dann eben nicht :)...)

Das hier vorgestellte System fängt die Gewichtskraft auf dem Vorderrad ja genauso auf, nur eben abgezwackt von der Bremskraft bzw. Reibung auf der Scheibe.

Dann bedeutet das ja auch, dass in einer finalen Evolution auch eine Verstellung der Hebelverhältnisse nötig wäre, um dem Fahrer/Radgewicht Rechnung zu tragen, sowie auch dem Lenkwinkel. Sonst haste als leichte Person aufm Enduro unter Umständen ja ein Effekt, dass wenn du aus einer voll eingefederten Gabel nach z.B. nem Drop dann voll in die Bremse langst, es dir die Front unter Umständen hochreißt (also ausfedert). Als hätte man die Zugstufe zu schnell eingestellt. Oder denke ich mir hier Unsinn zusammen?

Im dieser Drop-Landungssituation haste im ungünstigen Moment ja kaum Gewicht auf dem Rad, nachdem du gerade so über das Peak beim Einfedern hinaus bist. Dann könnte die Hubkraft der Umlenkung ja ggf. überkompensieren.

Und ist es nicht auch so, dass wenn ein schnelles Einfedern während des Fahrens erfolgt, die Bahngeschwindigkeit der Scheibe durch die Bremsbeläge, quasi für einen kurzen Moment stark ansteigt, dadurch, dass der Sattel beim Einfedern um die Scheibe rotiert? Hat das ggf. negative Auswirkung auf Bremsmodulation. Sprich könnte dadurch das Vorderrad den entscheidenden Impuls zum blockieren bekommen, weil man es im Finger "nicht mehr fühlen" kann.

Nur so Gedanken..

Find die Idee geil und mir gefällts auch voll
Hi,

die Differenz in der Reibgeschwindigkeit sollte keine Probleme beim Fahren ergeben, die Reibkraft ist Anpressdruck mal Reibkoeffizient, unabhängig von der Geschwindigkeit. Hätte das auch beim Fahren nicht bemerkt bislang.

Schwerere Fahrer: Kleiner Denkfehler - der schwerere Fahrer hat ein höhreres Nickmoment, jedoch auch ein höhrers Bremsmoment was proportional zu mehr Abstützung führt. Sprich, die Masse kürzt sich aus dem Momentengleichgewicht heraus. Lediglich Radstand und Schwerpunktshöhe spielen eine Rolle, deswegen ist das System auch in einem sinnvollen Bereich einstellbar. Und ja, der LW hat einen Einfluss, der ist aber gering (ob 62 oder 64 Grad... den Unterschied merkst nicht).

Zur Drop-Landungssituation: Wenn Du kaum Druck am Vorderrad hast, hast auch kaum Bremsmoment, und folglich kaum Abstützung, folglich kann das System nicht überkompensieren. Das ist ja der Vorteil des Systems - das ist ein mechanischer P-Regler, der ist quasi unendlich schnell. Du hast proportional zum Bremsmoment gleichzeitig die entsprechende Abstützung.

DANKE
 
Hallo zusammen, ich melde mich auch mal zu Worte. Erstmal danke für das anständige Niveau hier im Gegensatz zu anderen Plattformen, wo man einfach nur hirnlos drauf herumhackt.

Ich hab das Teil übrigens entwickelt. Ich versuche mal, einige Punkte vereinfacht und verständlich zu erklären.

Zum Thema brake dive, ich habe nun öfter gelesen, dass diese Problematik nicht bestünde. Kann ich nicht bestätigen - Teleskopgabeln federn im Lenkeinkel nach hinten/ oben, dadurch werden sie allein durch die Bremskraft schon komprimiert. Dann kommt noch die dyn. Radlastverschiebeung dazu, die durch folgndes Moment hervorgerufen wird: Ihr habt Eure Verzögerung (=negative Beschleunigung) mal Masse mal Höhe des Schwerpunkts - dies ergibt ein Moment, das auf unser Gesamtsystem einwirkt und den Hinterbau ausfedern sowie die Gabel einfedern lässt.
Damit hinten weniger ausfedert, baut man sich in die Hinterbaukinematik Anti-Rise hinein, sprich beim Bremsen wird die Federung etwas "zusammengehalten". Der weitaus gravierendere Effekt ist jedoch das Eintauchen der Gabel. Dagegen geht man (zumindest als DH-Racer) so vor, dass man eine recht straffe Lowspeed-Druckstufe fährt, oder dass men eine zu harte Feder fährt, oder dass man ein 3-Kammer-System a la Chickadeehill, Öhlins, Formula oder EXT verbaut - dadurch hat die Gabel in ihrer statischen Lage eine höhere Federsteifigkeit.
Nachteil: die höhrere Federsteifigkeit oder straffere Druckstufe habt Ihr permanent. Nicht förderlich für die Federungsperformance in vielen Fahrsituationen.

Wieso will man den Brake-Dive nicht?
- Als mind. halbwegs versierter DH-Racer versucht man, schwarz-weiss zu bremsen. Bremse auf oder beim Anbremsen kurz und voll rein. Starke Verzögerung wo benötigt wird, sonst offen. Dadurch taucht die Gabel stark ein, man büßt massiv Federweg ein, Schluckfreudigkeit, Fahrkomfort und Traktion mögen das nicht. Wer schleifbremst hat das Problem vermutlich weniger. Bzw. wer nicht bremst.

Mit diesem Anti-dive-Hebelsystem wird ein grosser Teil der Zusatzkraft auf der Gabel durch das Anbremsen aufgenommen und in die Uppers statt in die Federung eingeleitet. Resultat ist eine besser funktionierende Federung da mehr Federweg übrig. Die Kraft am Vorderrad bleibt übrigens gleich, es wird lediglich ein Teil umgleitet.
Um die Federung voll aktiv zu halten, hat das System eine mit zunehmender Kompression abnehmende Abstützung, sprich bei einem großen Stoß ändern sich die Winkel dahingehend, dass eingefedert kaum mehr Anti-Dive besteht - ist auch nicht notwendig, da durch die Kompression die Federkraft eh erhöht wird und die Gabel nach dem Hindernis wieder ausfedert, wo sie wieder stärker vom Anti-Dive supportiert wird.
Da jeder eine andere Schwerpunkthöhe hat, ist das Anti-Dive-Level über die Höhe der Aufnahme an den Uppers individuell abstimmbar. Grundsätzlich soll der Anti-Dive unter 100% sein. Über 100% bedeutet Ausfedern beim Bremsen, das wollen wir sicher nicht. Wir wollen lediglich das zusätzliche Moment durch die Verzögerung kompensieren.

Funktoniert übrigens soweit sehr gut. Ich lade mal bei Gelegenheit ein Video hoch (Hindernis mit Vollbremsung vs. Hinernis ohne bremsen). Ich denke, das könnte ein echter Game-Changer werden, Ihr könnt in den brutalsten Fahrsituationen anbremsen ohne abgeworfen zu werden. Sprich, Ihr könnt im DH SPÄTER und HÄRTER anbremsen, und das bringt Zeit.

Habe diverse Hate-Kommentare erhalten wie "sieht sch.... aus", "sieht wie ATU-Tuning aus", gab es schon vor 20 Jahren" und "so n Blödsinn". Zur Optik, ist n Prototyp zwecks prove of concept. Zu den meisten anderen Kommentaren: Interessant, welche Kriterien viele an ein Bike stellen (Optik über Funktion etc.), bzw. wenn alle so wären, würden wir alle noch mit 26", Starrgabel und Hardtails rumfahren. Bzw. mir wurde klar, dass man auch in der Sonderschule sitzen bleiben kann... uuups ;-)

Gruß
Matse
Du machst mich ganz wuschich! Gut, dass es die Räder als nur in klein und sehr klein gibt. Sonst müsste ich es schon wieder tun.

Sehr geile Arbeit Matzää!
 
Ich kenne noch die hydraulischen Anti-Dive Systeme an Motorrädern in den 90ern, die aber damals jeder stillgelegt hat. Irgendwie hat sich das auch an Motorrädern nie wirklich durchgesetzt, obwohl da das Gewicht eher weniger ein Problem darstellt. Mich hat das beim Motorrad auch mehr gestört als bei dem was ich jetzt auf dem Mountainbike fahre, weil es dort einfach öfter und länger vorkommt, dass man durchgehend voll bremst (z.B. vor einer Kurve von 200 auf 50 runter). Ich vermute darum, das ist wenn etwas für wirklich schnelle DH-Racer.

Preston Petty No-Dive:
https://motocrossactionmag.com/forgotten-motocross-tech-how-to-make-a-faster-by-leveling-it-out/
 
Hatte USE da ein Patent drauf, das abgelaufen ist und es jetzt möglich macht, das System neu aufzugreifen?
öhm kein Plan, ob USE das patentiert hatte. Allerdings war die SUB-Gabel von USE eine Linkage-Gabel, der Sachverhalt ist da insgesamt anders. Die USE ist quasi ein geschobener Längs-Lenker, der die BRemse aufnimmt. Unser System ist eine Teleskop-Gabel, die den Bremssattel drehbar gelagert aufnimmt, und ihn halt ähnlich wie USE an den Uppers abstützt.
 
Ich kenne noch die hydraulischen Anti-Dive Systeme an Motorrädern in den 90ern, die aber damals jeder stillgelegt hat. Irgendwie hat sich das auch an Motorrädern nie wirklich durchgesetzt, obwohl da das Gewicht eher weniger ein Problem darstellt. Mich hat das beim Motorrad auch mehr gestört als bei dem was ich jetzt auf dem Mountainbike fahre, weil es dort einfach öfter und länger vorkommt, dass man durchgehend voll bremst (z.B. vor einer Kurve von 200 auf 50 runter). Ich vermute darum, das ist wenn etwas für wirklich schnelle DH-Racer.

Preston Petty No-Dive:
https://motocrossactionmag.com/forgotten-motocross-tech-how-to-make-a-faster-by-leveling-it-out/
Oh geil, danke für den Link! Das System hab ich noch ncht gekannt!

Genau, das macht vor allem für DH-racing Sinn.
Thema Gewicht: Das wird noch massiv leichter - bin da gerade dran.

Aber interessant die Thematik, dass Preston Petty sein System patentiert hatte in der Hoffung, dass die grossen Hersteller das in Lizenz verbauen, und die stattdessen anfingen, adaptive Dämpfungssysteme zu entwickeln. Die gibt es übrigens immernoch.
Bzw. wenn Du Dir den Aufbau der der Shims von quasi jeder modernen Gabel anschaust, dann hast Du eine kleine Durchgangsbohrung, das ist die Low Speed Compression. Dann hast Du einen Bypass, der ab einem gewissen Druck auf macht. Die High speed Compression. Sprich, bei niedrigen Geschwindigkeiten möchtest Du eine massiv straffere Dämpfung als bei höhreren Geschwindigkeiten. Low-Speed-Events sind z.B. bremsen, High-speed-Events sind Anregungen über den Untergrund. Mit der Bremsmomentabstützung könnte man die Federung kompromissloser auf das "Glattbügeln" des Untergrunds abstimmen da man die LSC fluffiger machen könnte, da man keine Nickmomente durch das Bremsen abfangen muss.
Wozu High- und Lowspeed-Dämpfung gut sind (="degressive Dämpfkurve") ist sicherlich fast allen klar, ich wollte es nur mal der Vollständigkeit halber schreiben und nochmals ins Gedächtnis rufen. Bzw. habe schon Leute über die "degressive Dämpferkennline" haten sehen, weil sie es offensichtlich mit der Federkennlinie verwechselt haben. Aber das ist ein anderer Schuh.
 
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