Um hier noch einmal kurz auf ein paar Punkte einzugehen:
- Ja, die Karren waren schwer und leichter packen kann man IMMER!
Wir haben das Ganze als Enduro-Tour von A nach B gesehen, bei der wir 100 % autark sind, um den Fokus auf die Trails legen zu können.
- Wir wollten jederzeit campieren können, bei jedem Wetter fahren und alle Defekte zu jeder Tages- und Nachtzeit beheben können (Nadel und Faden haben wir tatsächlich benötigt).
- Logischerweise haben wir nicht alles gebraucht, was wir dabei hatten, und deshalb bereits auf der Reise Notizen gemacht, was von zukünftigen Packlisten verschwinden wird.
- Dennoch kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass wir keineswegs weniger Spaß gehabt hätten, weitergekommen wären oder die Reise auf irgendeine Art signifikant besser gewesen wäre, wenn wir 3 kg weniger dabei gehabt hätten. An das Gewicht haben wir uns nach kürzester Zeit gewöhnt. Nicht das Gewicht hat uns daran gehindert, einige knifflige Stellen zu fahren, sondern Taschen, die ab einer gewissen Steigung mit dem Fahrer kollidiert sind (vornehmlich bei mir mit meinen 1,68 m).
Um das Gewicht für die 8 Tage einmal in Relation zu setzen:
Die Bikes ohne Gepäck wiegen – wie für vollwertige Enduro-Räder üblich – ca. 16 kg. Um also bei ca. 32 kg Gesamtgewicht zu landen, liegen wir hier bei ca. 16 kg Gepäck (Tailfin-Taschen, Zelt, Schlafsack, Kocher, zweite Bib, Regenklamotten, Alltagsklamotten, Verpflegung für ca. 4 Tage, Kamera, Werkzeug, Licht etc.). Glücklicherweise also gerade so in dem Fenster, das hier als „gut“ propagiert wird.
Also: Ja, das Forum hat (logischerweise, wie immer und überall) Recht! Man kann leichter packen, und das wird in Zukunft auch passieren.
Empfehlen kann ich den Spaß dennoch jedem, der Lust bekommen hat, egal mit welchem Rad, mit welchem Gepäck und auf welcher Route. Mit Trails, ohne Trails, als Rundtour oder von A nach B. Das beste Rad ist bekanntlich das, das man bereits hat und die Beste Reise die, die man macht!
Und noch ein kleiner Hinweis zum Campen bzw. zum Aufenthalt in der Natur ganz allgemein:
Hinterlasst so wenig Spuren wie möglich, nehmt mehr Müll mit, als ihr mitgebracht habt, und behaltet im Sinn: Nach euch kommt nicht die Sintflut, sondern jemand, der sich ebenfalls an der Natur erfreuen möchte!