danimaniac
User des Jahres
Braucht man nicht hinstellen denn die Antwort ist ein klares "Nein". Es gibt ein "fehl am Platz".Ob man die eigene Meinung immer kundtun muss, sei dahingestellt.
Darüber hinaus ist 3+3=7 keine Meinung sondern falsch.
Die Diskussion ist hier aber genauso fehl am Platz!
Es wäre wirklich toll, wenn sich alle Mal am Riemen reißen würden und diese allgemeinen Streitereien einfach woanders oder gar nicht ausführen würden.
Dieser Faden soll ein Anlaufpunkt/Noteingang sein für Menschen die ernsthaft Probleme haben und sollten sich hier gut aufgehoben und verstanden fühlen.
Es geht darum Menschen aus eigener Erfahrung etwas Stärke, Zuversicht und Mut zuzusprechen und Wege aus Sucht/Abhängigkeit/Krankheit oder einfach nur (für einen und/oder andere) schlechten Angewohnheiten aufzuzeigen, ein Stück des Weges mitzugehen, Mal die Hand zu nehmen, Mal zu tragen oder einfach nur Richtung zeigen.
Und wer hier Zensur schreit sollte sich den allerersten Post genau durchlesen, da steht unter Anderem:
Dieser Thread ist mit der Moderation abgesprochen. Falls noch Unklarheiten oder Fragen im Raum stehen oder falls man als Betroffener unsicher ist, könnte eine PN an ebenjene klärend wirken.
Und alles:
Servus!
Als betroffener User möchte ich in diesem Thread die Möglichkeit bieten und nutzen, sich mit anderen auszutauschen und zu helfen.
Alkohol ist hier im Forum in bestimmten Bereichen sehr präsent. Es gibt eigene Sauf-Fäden und Fotos von Bierflaschen vorm Monitor sind zu Feierabend oft gesehen.
Gelegentlich wird auf die Problematik hingewiesen und bei einigen Usern herrscht schon ein entsprechendes Bewusstsein, dennoch wird munter weiter gemacht. Und ichbinwar lange Zeit ein Teil davon.
Wird der eigene Konsum kritisch hinterfragt? Und wenn ja, schafft man es Konsequenzen zu ziehen? Oder ist es der Alkohol, der das Leben in vielen Teilen kontrolliert?
Ich bitte euch, sachlich uns konstruktiv zu bleiben und betroffene User sowohl hier als auch im Rest des Forums rücksichtsvoll und mit Respekt zu begegnen. Alkoholismus ist eine Krankheit und keine Charakterschwäche. Habt das bitte immer im Hinterkopf.
Edit:
Da der Thread immer wieder ausufert und Nebenschauplätze eröffnet werden um eigentlich definierte und klare Fakten durchzukauen, und dadurch die Eigentliche Basis, die Hilfe für Betroffene, leidet, möchte ich einige Dinge klarstellen und darum bitten, diese in diesem Thread nicht zu diskutieren!
Alkohlismus ist eine anerkannte Krankheit! Abhängigkeitssyndroms (F10.2)
Alkoholismus kann man klar diagnostizieren:
Die ICD-10 definiert sechs Kriterien, von denen drei oder mehr mindestens einen Monat lang (oder bei kürzerer Dauer: innerhalb eines Jahres wiederholt) gleichzeitig vorhanden sein müssen, um die Diagnose eines Abhängigkeitssyndroms (F10.2) stellen zu können:
Im Gegensatz zu früheren ICD-Versionen müssen die „klassischen“ Symptome der körperlichen Abhängigkeit, d. h. Toleranz und Entzugserscheinungen, nicht mehr unbedingt vorhanden sein, wenn ausreichend andere Symptome zutreffen.
- Starkes oder zwanghaftes Verlangen, Alkohol zu konsumieren (Fachterminus: Craving)
- Verminderte Kontrollfähigkeit bei der Menge, dem Beginn oder Ende des Konsums (d. h., es wird regelmäßig mehr Alkohol oder über einen längeren Zeitraum konsumiert als geplant oder es bestehen der anhaltende Wunsch und Versuche, den Alkoholkonsum zu verringern oder zu kontrollieren, ohne dass dies nachhaltig gelingt)
- Körperliche Entzugserscheinungen bei Konsumstopp oder Konsumreduktion
- Nachweis einer Toleranz (um die gewünschte Wirkung hervorzurufen, sind zunehmend größere Mengen an Alkohol erforderlich)
- Einengung des Denkens auf Alkohol (d. h. Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Alkoholkonsums)
- Anhaltender Substanzkonsum trotz gesundheitlicher und sozialer Folgeschäden für den Konsumenten, obwohl der Betroffene sich über die Art und das Ausmaß des Schadens bewusst ist oder bewusst sein könnte (z. B. Leberkrankheiten wie Leberzirrhose, eine Verschlechterung der kognitiven Funktionen, Verlust des Führerscheins oder Arbeitsplatzes, Trennung des Lebenspartners, Rückzug des Bekannten- und Freundeskreises etc.)
Kalter Entzug kann sehr gefährlich sein!
Ein kalter Alkoholentzug bei hohen regelmäßigen Dosen ist enorm gefährlich - wobei hohe Dosis und regelmäßig sehr individuell ist. Es kann zu schweren Entzugserscheinungen kommen, vorrangig zu Delirien und Krampfanfällen. Das sind akute medizinische Notfälle die sofort behandelt gehören und nicht selten tödlich enden. Das wissen auch viele Leute nicht, die schon lange viel trinken und ein paar Mal zuhause kalt entzogen haben. Viele Hausärzt:innen und Psychiater:innen übrigens offensichtlich auch nichtAlkoholentgiftung sollte möglichst stationär stattfinden. Das muss keine Entgiftungsstation in einer Psychiatrie sein, das kann auch auf einer internistischen Station stattfinden. Die Beratung dazu übernimmt ein:e Mediziner:in, die sich damit auskennt (Ich berate hier nicht medizinisch! Das ist ein allgemeiner Infotext.). Danke @Lord Shadow für diese Ausführung über Entzug.
Es gibt kein gesundheitsförderndes, geringes Maß an Alkoholkonsum. Jede Menge an konsumiertem Alkohol ist schädlich!
Edit zum heutigen Tag des alkoholgeschädigten Kindes (09.09.)
Fetale Alkoholspektrumstörung (englisch Fetal Alcohol Spectrum Disorder, FASD) ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Schädigungen eines Kindes, die durch Alkoholkonsum während der Schwangerschaft verursacht wurden. Fetale Alkoholspektrum-Störungen gelten in Deutschland Schätzungen zufolge als die häufigste aller angeborenen Erkrankungen. Der Verzicht auf Alkoholkonsum in der Schwangerschaft stellt eine geeignete Prävention dar.
Was ich in diesem Thread nicht sehen möchte:
- Verharmlosung oder Glorifizierung von Alkoholkonsum!
- Diskussionen "ab wann man ein Alkoholiker ist".
- Das Wort "Charakterschwäche".
- Persönliche Angriffe
- Metadiskussionen
Der Wikipediaartikel ist übrigens sehr umfangreich und eine (wiederholte) Lektüre lohnt sich!!
In diesem Sinne,
(Gibt es eigentlich einen Alkoholiker-Gruß?)
Eure Avocado
Dieser Thread ist mit der Moderation abgesprochen. Falls noch Unklarheiten oder Fragen im Raum stehen oder falls man als Betroffener unsicher ist, könnte eine PN an ebenjene klärend wirken.
Alkoholentgiftung sollte möglichst stationär stattfinden. Das muss keine Entgiftungsstation in einer Psychiatrie sein, das kann auch auf einer internistischen Station stattfinden. Die Beratung dazu übernimmt ein:e Mediziner:in, die sich damit auskennt (Ich berate hier nicht medizinisch! Das ist ein allgemeiner Infotext.). 