MegaTower v2

Lagerwechsel Upper- und Lower-Link am Megatower V2:

Hab mich die Tage mal ans Werk gemacht.
Lower Link:
Die Achsen vom Lower Link gingen wie Butter raus, da seit Juli 2024 öfters mal den Dämpfer gewechselt und immer schön frisch gefettet.
Kurz das Filmchen im Netzt angesehen, Holzbrettl mit einem Loch versehen und den Tausch vorgenommen. Mit dem richtigen Werkzeug und ein wenig Zeit alles kein Hexenwerk.
Am Schluss noch den Link mit der Fettpresse befüllt (Achsen dazu rein!).

Lower Link:
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Upper Link:
Die Achse von Upper Link hab ich seit dem Kauf in 07/2024 nicht einmal aufgemacht, da ich in dem Bereich aufgrund des fehlenden Dreckbeschusses keine Probleme erwartet hatte.
Fehler!
Vermutlich wurde bei der Montage im Werk kein Fett draufgepackt.
Rückblickend: Die Innenflächen des Lagers, die an der Achse anliegen, waren korrodiert und die Achse hatte sich festgefressen.
Beim Lösen der Achse kam diese daher nicht raus, sondern die Strebe auf der rechten Seite wurde nach außen gedrückt.
Maßnahmen:
Bereich über Nacht mit WD40 in rauen Mengen geflutet.
Wolfcraft-Zwinge im Baumarkt gekauft.
Die gezeigte Position hat letztendlich zum Erfolg geführt. Die Klemme war notwendig, weil die rechte Strebe aufgrund des Flex nach außen gedrückt wurden. Musste ziemlich viel Klemmkraft aufbringen (mit etwas mulmigem Gefühl, da "nach fest kommt ab").

Empfehlung: Achse regelmäßig ausbauen und fetten.

Werde ab sofort spätestens nach einem Jahr regelmäßig Lagerwechsel durchführen.
Mehrere Lager im Upper und Lower-Link waren fest.
Das Bike wurde nicht geschont und war das ganze Jahr bei jedem Wetter in Betrieb
Insgesamt sehr servicefreundlich.

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Hattest Du den Lower Link regelmäßig gefettet?

Wenn ich meine Bikes im Wohnzimmer vor dem Weihnachtsbaum reparieren würde, müsste ich noch vor Sylvester ausziehen 😅 😂 😂 😂
 
Hattest Du den Lower Link regelmäßig gefettet?

Wenn ich meine Bikes im Wohnzimmer vor dem Weihnachtsbaum reparieren würde, müsste ich noch vor Sylvester ausziehen 😅 😂 😂 😂
Ja. Aber Fehler meinerseits: Ohne die Achsen. Und somit waren die Achsen zwar gefettet, aber das Fett ist nicht an die offene Rückseite der Lager transportiert worden.
Da war zwar noch altes Fett drin, jedoch total versifft und zwei Lager waren bereits betoniert.

Im Upper Link waren die kleinen Lager fest und die Großen liefen rau.

Santa empfiehlt selber die Prüfung und bei Bedarf den Wechsel alle halbe Jahr bis Jahr. Steht irgendwo bei "Support".
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich tausche bisher bei all meinen SC ein bis zwei mal im Jahr die Lager.

Fettpresse definitiv immer im ausgebauten Zustand. Achsen und Deckel mach ich rein bzw drauf.
Ich will ja jetzt nicht unken.....aber ich hatte es ja mal erwähnt. 😅

Das Juliana Strega meiner Tochter was ich geschossen habe, hatte in den 4 Jahren keinerlei Service bekommen. Zum Glück konnte ich die Achsen und alles andere mit ein wenig Aufwand retten.

Ich bleibe dabei.....ich nehme den Hinterbau meiner SC alle 6 Monate auseinander, reinige und fette neu. Lager mache ich alle 6 bis 12 Monate neu. ✌🏻
 
Zuletzt bearbeitet:
Lager vom Upper Link öffne ich die Dichtlippe immer im Neuzusatnd mit einen Uhrmacherschraubendreher, fülle die so volle es geht mit Bootsfett und nach dem verpressen der Dichtlippe kommt noch mal etwas Fett auf Lager und Achse.
So halten die über Jahre ohne Problme.
Merci Dir für den Tipp :).

Werde das Öffnen an der Dichtlippe mal an einem der ausgebauten Lager üben und beim nächsten Mal Deinen Tipp versuchen umzusetzen.

Fragen:
Kannst Du ein Foto von diesem Uhrmacherschraubendreher reinstellen?

Bootsfett: Empfehlung oder egal welches?

Verpressen der Dichtlippe: Geht das von Hand oder mit Hilfe eines Gegenstands?
 
Bootsfett ist glaube ich liqui moly, da geht aber jedes, das möglichst Wasser resitent ist.

Uhrmacherschraubendreher hat glaube ich eine 1mm Klinge, Foto mache ich später mal, liegt im Keller. Den setze ich immer innen am Lager an (also nicht durch die Dichtung stechen) und schiebe ihn unter die Dichtung und hebel die raus. Geht mechanisch leicht und die Dichtung kann man locker mit dem Daumen wieder rein drücken. Lager voll machen, etwas drehen, damit das Fett sich verteilt und noch mal voll machen. Beim zu drücken quillt dann etwas Fett raus, dann ist das Lager schön voll, damit möglichst kein Platz für Feuchtigkeit ist.

Wer Angst hat, das Lager dreht dann nicht mehr leicht, kann ja mal den Hinterbau ohne Dämpfer vorher nacher bewegen und prüfen wie groß der Unterschied ist.

Edit: Die Lager im Lower Link haben Metaldichtscheiben (sind ja einseitig offen, damit dort das Fett rein gepresst werden kann), die habe ich noch nicht entfernt. Im Upperlink sind es Kunststoffscheiben, die lassen sich sehr leicht entfernen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bootsfett ist glaube ich liqui moly, da geht aber jedes, das möglichst Wasser resitent ist.

Uhrmacherschraubendreher hat glaube ich eine 1mm Klinge, Foto mache ich später mal, liegt im Keller. Den setze ich immer innen am Lager an (also nicht durch die Dichtung stechen) und schiebe ihn unter die Dichtung und hebel die raus. Geht mechanisch leicht und die Dichtung kann man locker mit dem Daumen wieder rein drücken. Lager voll machen, etwas drehen, damit das Fett sich verteilt und noch mal voll machen. Beim zu drücken quillt dann etwas Fett raus, dann ist das Lager schön voll, damit möglichst kein Platz für Feuchtigkeit ist.

Wer Angst hat, das Lager dreht dann nicht mehr leicht, kann ja mal den Hinterbau ohne Dämpfer vorher nacher bewegen und prüfen wie groß der Unterschied ist.

Edit: Die Lager im Lower Link haben Metaldichtscheiben (sind ja einseitig offen, damit dort das Fett rein gepresst werden kann), die habe ich noch nicht entfernt. Im Upperlink sind es Kunststoffscheiben, die lassen sich sehr leicht entfernen.
Perfekt. Danke Dir für die Beschreibung.

Die Lager im Lower Link sind einseitig (innen) offen. Da brauchst nur so ne Presse und kannst dann über den Nippel schmieren. Wenn die Achsen drin sind, entsteht ein Kanal, in dem das Fett dann zu den Lagern gedrückt wird.
G. :).
 
Bootsfett: Empfehlung oder egal welches?
Das mit dem „richtigen“ Fett kann eine Wissenschaft sein, ähnlich wie Dichtmilch. Es gab bzgl. des Fetts im Yeti Forum dazu mal eine kurze Diskussion in Bezug auf den Link. Ich glaube selbst das vermeintlich "falsche" Fett ist besser als keins und wird keinen spürbaren Unterschied machen. Die meisten Fette sind für ganz andere Belastungen und Umgebungen entwickelt worden als für was wir es beim Bike nutzen.

Bei mir ist das Motorex 2000 die "Allzweckwaffe" 😅 Das nutze ich für fast alles.

@Duke_do Danke für den Tipp zum Fetten der Lager, das werde ich entsprechend auch machen
 
Hier noch das versprochene Bild von dem Schraubendreher
20251228_152605.jpg
 
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