Ride hat dazu auch einen
Kommentar geschrieben:
Doch das Modell hat einen doppelten Boden. Denn nur die Hälfte der Einnahmen fliesst tatsächlich in den Wegunterhalt. Die andere Hälfte wird für digitale Lenkungsmassnahmen, Werbekampagnen und Events verwendet – also für Massnahmen, die in der Praxis oft den Zugang einschränken oder regulieren. Das nennt man umgangssprachlich einen Schuss ins eigene Knie.
Diejenigen, die gerne in abgegrenzte Gebiete fahren und zahlen wollen, gibt es mehr als genug.
Ob man das jetzt Bikepark, Trailcenter, Flowarena oder Reservate, Ghettos, Wege/Trailmaut Gebiete nennt ist nebensächlich.
Die Wirtschaft hat es verstanden, auf die Nachfrage nach technisch anspruchsvollen und anstrengenden Wege, Strecken, Trails, im Wald, in den Alpen, im alpinen Hochland, in den die Städte umgebenden Stadtwälder, Angebote in Form von geregelten, gelenkten, gewarteten, gepflegten, beschrifteten Strecken für alle (glatt geleckte vorgekehrte Murmelbahnen, Streckenteppiche, Hügellandschaften, Sprunghügeln/-schanzen, und hie und da auch die ein oder andere naturähnliche oder anspruchsvolle Strecken zu errichten) in kostenpflichtigen Gebiete zu schaffen.
Und die Masse folgt dem und findet das gut. Ob man das jetzt als Herdentrieb, Kälbermarsch, Rattenfänger-Effekt ansieht, bleibt jedem selbst überlassen. Es ist ja auch legitim, jeder hat andere Ansprüche und ganz offensichtlich funktionieren solche Konzepte, der zahlungspflichtig begrentzten Gebiete mit gut ausgebauter Infrastruktur (Speis&Trank, Spa, Wellness, Lifte, Hüttengaudi, Unterhaltung, Veranstaltungen; ähnlich wie beim Schifahren).
Dass man das Konstrukt auch kritisch sehen kann, ist also nicht nur uns Deutschen anzulasten

Ride Magazin:
Das nennt man umgangssprachlich einen Schuss ins eigene Knie.
Für diejenigen, die solche Gebiete, künstlich geschaffene Infrastruktur oder Projekte nicht brauchen oder wollen, da sie in der Natur fahren wollen, ist es natürlich bedauerlich und wahrlich ein Schuss ins eigene Knie. Denn über kurz oder lang, wird
es das freie Befahren immer mehr eingeschränkt
nicht mehr geben, stattdessen nur mehr die explizit ausgewiesenen kostenpflichtigen Gebiete. Das österreichische Vorbild, Modell Tirol 2.0. läßt grüßen.