Glaubst du wirklich, du würdest auf unebenem Schotter schneller von 0 auf 35 km/h beschleunigen, wenn dein Fahrrad nur für diesen Start 20-Zoll-Räder hätte?
Es ist allgemein bekannt, dass größere Räder gleicher Breite besser über natürliches Gelände rollen. Wie viel besser, ist sehr unterschiedlich. Der Rollwiderstand erhöht sich mit jedem Gramm Gewicht am Fahrrad. Das Gewicht der Räder erhöht nur deren Gewicht und kostet etwas mehr Energie, um auf Geschwindigkeit zu kommen, im Vergleich zum Ruhegewicht. Diese zusätzliche Rotationsenergie wird jedoch sofort wieder freigesetzt, wenn du nicht stark genug in die Pedale trittst, um deine Geschwindigkeit zu halten.
Nur weil du dir etwas nicht vorstellen kannst und am liebsten gleich den Nobelpreis einfordern würdest, heißt das nicht, dass es nie passiert ist. Es könnte passiert sein, und du hast es nur verpasst.
Als ich der einzige 29-Zoll-Fahrer im Land war, konnte ich trotzdem manchmal beim Start aus dem Stand die Führung übernehmen. Seltsamerweise hinderte mich mein hohes Gewicht und die breitesten Reifen nicht daran.
Es scheint so einfach, in einem Forum zu behaupten, ein größeres Rad beschleunige immer langsamer. Doch wenn ein Fahrer auf dem Rad sitzt und den Reifen auf den Boden drückt, entstehen verschiedene Reibungsarten, die sich je nach Radgröße leicht unterscheiden. Plötzlich ist die zusätzliche Masse, die in einem sehr einseitigen Aspekt des Radrennsports (MTB-Dragsterrennen gibt es meines Wissens nicht) als Schlüsselfaktor galt, nur noch ein Teil eines komplexeren Ganzen.
Du hast zwar argumentiert, dass eine positive Änderung einer Fahrraddimension nicht ohne gleichzeitige Verschlechterung eines anderen Aspekts möglich ist, aber vielleicht hast du es trotzdem zu sehr vereinfacht.
Ein Beweis, dass Du naturwissenschaftlich definitiv wenig bis keine Ahnung hast. Was Du schreibst ist subjektiv und wird von keinem ernsthaften Physiker bestätigt werden. Es ist auch zu laienhaft geschrieben.
Wärst Du bissel schlau gewesen, hättest Du vorher recherchiert und dieser Text wäre hier nie erschienen.
Ein Rad wird vom Drehzentrum aus beschleunigt und da hat der Durchmesser auf jeden Fall einen Einfluss. In der Beschleunigungsphase ist 20 Zoll mit Sicherheit im Vorteil, aber Rad fahren ist mehr als nur aus dem Stand losfahren.
Je weiter der Reifen vom Drehzentrum, desto größer muss die Kraft werden um die gleichen Meter pro Sekunde Beschleunigung zu erreichen. Das allein schon ist Logik und Erfahrung. Dafür braucht man kein Wissen und Verständnis aus der Mechanik.
Weißt Du was Massenträgheit ist? Welche Rolle spielt der Radius bei der Beschleunigung und welchen Einfluss hat er auf die Geschwindigkeit am Reifen? Was ist Drehmoment? Warum hat eine Nabe eine andere Geschwindigkeit als die Felge oder der Reifen, obwohl die Frequenz des Laufrads gleich ist? Warum Sekunde ² ?
Ohne Google wirst Du es sehr wahrscheinlich nicht erklären können. Und selbst wenn: einen Text von Suchmaschinen wiedergeben bedeutet nicht dass man es auch verstanden hat.
Zwischen Beschleunigung und besseres Rollen über Hindernisse besteht kein Zusammenhang. Woher hast Du die Theorie? Ein größeres Rad rollt besser über Unebenheiten und Vertiefungen, das ist richtig. Aber größere Räder haben in verschiedenen anderen Situationen auch Nachteile.
Vom Dragster-MTB hat niemand gesprochen. Ich wüsste auch nicht, was das sein sollte. Tipp mal "Dragster" bei Google, dann siehst Du, welche Fahrzeuge ich meine. Warum die so und nicht anders gebaut werden hat Gründe: Physik, nicht geile Optik. Über Hindernisse rollt bei diesen Rennen kein Fahrzeug, warum sind da trotzdem große Räder hinten dran?
Demnächst bitte auf physikalischer Grundlage schreiben. Beweise mit Formeln, Einheiten und Zahlen sind immer besser als gefühlte Erfahrung und selbst gebastelte Theorien. Wie ich schon schrieb: Naturgesetze sind konstant. Auch Du wirst daran nichts ändern oder aushebeln können. Es gibt da keine Tricks.