Moin Andy.
Ich kann es mal versuchen.
Mein erstes LA war ebenfalls ein LSL1
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Das bin ich ganz oft im Off gefahren. Nach einem Levo mit Brose eine Offenbarung.
Als das Treck Fuel EXe damals rauskam, sind ein Bekannter und ich mein LSL und das Fuel parallel auf einer Tour gefahren. Da wir gleich groß und gleich schwer sind, konnten wir problemlos bergauf und Bergab, wann immer wir wollten, wechseln und beide Bikes wirklich eins zu eins vergleichen.
Das Trek ließ sich tatsächlich noch etwas leichter im Off fahren, als LSL. Aber das war meckern auf ganz hohem Niveau und in meinen Augen auch wirklich nur im direkten Vergleich zu erFAHREN.
Da mir der Mahle Motor von der Geräuschkulisse so dermaßen gegen die Hutkrempe ging, hatte ich das Trek geordert und umgebaut.
Anhang anzeigen 2300631Wichtigste Änderungen, um nachher den Vergleich zum Neat einordnen zu können: eine 160er Gabel, anstatt der originalen 150er. Ein Dämpfer mit 65er Hub und mit NICHT angepasstem FlipChip auf Mullet gestellt.
Das Trek ist tatsächlich noch mal eine andere Hausnummer, als das LSL, da die Geo vom Specialized noch nicht S-Sizing war. Also schon mal ein Fortschritt mit dem Trek.
Im Laufe der Zeit empfand ich das Trek aber für etwas zu nervös.
Waren meine Umbauten doch nicht gut für das Trek? War Mullet doch nicht richtig? Musste der FlipChip doch angepasst werden?
Zur Beantwortung der Fragen kam ich allerdings nicht.
Das Angebot vom Neat war einfach zu verlockend.
Also alle wichtigen Teile vom Trek ans Neat geschraubt.
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Der Mullet LRS blieb, obwohl das Neat nicht dafür ausgelegt und auch nicht anpassbar ist. Die 160er Gabel kam ebenfalls dran.
Logisch, dass der Vorbau kürzer werden musste. Also anderes Cockpit.
Dann bin ich bei widrigen Wetterverhältnissen das erste Mal bei uns am Albtrauf unterwegs gewesen. Also Trails, die ich mit dem Trek in- und auswendig kannte.
Und was soll ich sagen; ich hatte das Gefühl, das Mondraker ließ sich so gar nicht im Off fahren, was ich vom Trek ja überhaupt nicht kannte.
„Scheeeeeiiiiißeee, was hast du dir da angetan?!“ war mein erster Gedanke.
Ist die Geo so viel anders?
Gut, das Teil hatte 1360km runter und ewig „in der Ecke gestanden“. Oder musste es sich erst wieder einfahren nach der langen Standzeit? Aber das konnte es wahrlich nicht sein.
Egal, also erst mal eingefahren und sich ans neue Bike gewöhnt.
Nach der 3. Tour hatte ich überhaupt nicht mehr das Gefühl, dass es sich schwer fahren ließ. Waren es nur die ungewohnt ersten matschigen Bedingungen?! Keine Ahnung. Ich werde es rückwirkend auch nicht mehr rausfinden können.
Das Trek habe ich dann mit den Teilen vom Neat (allerdings komplett 29“) aufgebaut und einem Kumpel gegeben.
Ein glücklicher Zufall war, dass wir beide dann gemeinsam ein Freiburg-Wochenende gemacht hatten.
Und da konnten wir dank gleicher Körpermaße, wie beim LSL/Trek-Vergleich damals, auch jetzt wieder eins zu eins wechseln und vergleichen.
Und das war echt spannend.
Denn, beide Bikes fuhren sich im Off sehr ähnlich. Das Neat tatsächlich einen Ticken schlechter. Aber wirklich nur im direkten Vergleich auffällig.
Das anfangs schwerfällige „Off-Gefühl“ beim Neat war dann wohl doch den matschigen Verhältnissen und dem neuen Bike-Gefühl geschuldet. Ich hatte nämlich an der ergonomischer noch einige Änderungen vorgenommen.
Deshalb kann ich das hier:
nicht unterschreiben. Die andere Geo beim Neat könnte schon dazu führen, dass sich das Neat schwerfälliger anfühlt. Aber eben wirklich nur im direkten Vergleich. Und, bitte nicht vergessen: ich fahre das Neat als Mullet, worauf die Geo nicht ausgelegt ist, in meine Augen aber erstklassig funktioniert. Dazu gleich.
Zurück nach Freiburg.
Der direkte Vergleich hat auch noch ergeben, dass der Motor scheinbar im Neat etwas lauter ist.
Oder waren es doch die Mehrkilometer, die das Neat im Vergleich zu meinem Trek runter hatte?
Die Geräuschkulisse ist/war für mich aber ein eklatant wichtiger Punkt, so dass ich mich entschieden hatte, der (angebliche

) Widerstand, die etwas lautere Geräuschkullisse und ein wirklich selten; aber nervig, wenn es kam; „Nachruckeln“ an TQ zu melden.
Die antworteten prompt. Auch die Rückfrage wurde mega schnell beantwortet.
Ende vom Lied: der Motor wird getauscht, obwohl Widerstand und Geräuschkulisse im Rahmen der Normalität gemessen wurden.
Den neuen Motor habe ich noch nicht, so dass ich da noch keine Aussage zu treffen kann.
Wozu ich aber eine Aussage treffen kann, ist die Tatsache, dass für mich persönlich das sich das Neat genau so verspielt fahren lässt, wie das Trek. Und das ist durchaus positiv gemeint, denn ich finde das Trek tatsächlich sehr agil. Für mich in manchen Situationen zu agil/nervös. Die Messlatte an Verspieltheit ist nen altes Santa Cruz 5010 mit CascadeLink
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Für den Reschenpass das ultimative Gerät.
Das Trek kommt dem SC recht nahe.
Das Neat wirkt ähnlich verspielt, macht aber hier und da den etwas „erwachseneren“ Eindruck. Hier spielt der längere Radstand garantiert eine Rolle. Da aber von meinem Gefühl her die Balance im Rad zwischen Front und Heck sehr gut austariert ist, fühlt es sich verspielt, aber sehr sicher in ruppigen Passagen an.
Es hat mich ein wenig an das Frankenstein-Test-Pivot von
@Grinsekater erinnert, welches ich mal auf den Trails bewegen durfte.
Das Trek ist in ruppigen Passagen nicht ganz so sicher und folgt da weniger der Linie. Es zappelt ab und an „Nervös“ durch die ruppigen Passage. Aber bitte „nervös“ nicht überbewerten. Ich muss es ja irgendwie differenzieren.
Und es hat sich auf den Freiburger Trails auch mit 29“ nicht eingestellt, was ich ja ein wenig gehofft hatte. Nach dem Umbau des Trek mit den Neat-Teilen wiegt es mal eben schlappe 2kg mehr. Das ist in meine Augen auch zu spüren.
Das Trek ist gewiss ein geniales Bike. Für mich setzt das Neat dem aber noch einen oben drauf und hat eine etwas größeren Anwendungsbereich. Wie gesagt: für mich und meinen Änderungen.
Keine Ahnung, wie sich das Neat mit Full 29“ fahren würde. Ich glaube, es reizt mich auch nicht es auszuprobieren, zumal ich nicht bereit wäre, das finanziell noch zu machen.
Bergauf ist für mich Mittel zum Zweck und ich achte da nicht so sehr auf Feinheiten. Beide lassen sich super entspannt den Berg hoch treten. Ich finde auch nicht, dass da das eine dem anderen überlegen ist oder so.
Ich sitze auf beiden sehr entspannt, ohne dass mir irgendwas einschläft oder ich punktuellen Druck hätte.
Beim Neat habe ich nur etwas länger gebraucht, bis ich die perfekte Position gefunden hatte.
Optisch muss ich sagen, gefallen mir beide. Das Trek evtl. ne Tick besser. Wobei mich beim Treck das kleine Dreieck überm Dämpfer grandios nervt. Jedes Mal, wenn ich es aus dem
Keller hochtragen muss, bekomme ich die Krise. Du willst unter das Oberrohr greifen. Da ist dann das Dreieck, was dich zwingt, das Rad viel weiter vorne am Oberrohr zu tragen, als du willst. Und dann ist das Rad nicht mehr ausbalanciert zu tragen. Nervt.
Das Mondraker gefällt mir optisch mittlerweile ebenfalls mega gut. In natura sieht es deutlich schöner aus, als auf Bildern.
Aber das ist eh individuell zu sehen.
Ich hoffe, ich konnte das alles ausreichend beschreiben und die Frage(n) beantworten.
Sascha