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UCI sagt ja: 32 Zoll-Laufräder im World Cup erlaubt

Laut KI:
Bei gleichem Gang fährst du pro Kurbelumdrehung ~10,3% weiter.
Umgekehrt: Für die gleiche Geschwindigkeit brauchst du mit 32” ~9,3% weniger Kadenz.

Also mich würde eher interessieren, was besser ist, wenn der Bock erst mal läuft und Strecke macht, und hier liegen denn scheinbar auch die Vorteile.
Aber wenn die Kiste live eh kacke aussehen sollte, ist das eh alles egal, eloxierte Teile machen schneller 🤪😎
Die Energie, die zum Beschleunigen des Rades auf eine bestimmte Geschwindigkeit aufgewendet wird, geht nicht einfach verloren. Sie wird sofort zurückgewonnen, es sei denn, man beendet die Beschleunigung durch Bremsen und wandelt sie in Wärmeenergie um.

Lass das Rad einfach einen Bruchteil einer Sekunde länger rollen, bevor du bremst, oder fahre einen Anstieg hinauf, der dich abbremst, und die gesamte zusätzlich aufgewendete Energie wird zurückgewonnen.

Jedes zusätzliche Gewicht erhöht zwar den Rollwiderstand (0,4–0,5 % …), aber der Raddurchmesser gleicht das wahrscheinlich mehr als aus. Bergauf musst du mehr Energie aufwenden, um das Rad vertikal anzuheben, aber sobald die Abfahrt flacher wird, erhältst du diese zusätzliche Energie durch die Impulserhaltung zurück.

Das zusätzliche Gewicht des schwereren Rahmens (3,5 kg) war ein viel größerer Faktor als die zusätzlichen 384 Gramm an den (äußeren) Rädern.
Insgesamt betrug der Gewichtsunterschied 2,1 kg.
Warte ab, bis jemand einen Vollcarbon-Rahmen entwickelt, der einen fairen Vergleich ermöglicht – dann ist das Fahrrad nur 0,5 kg schwerer.

Es gibt ein 32-Zoll-Lenz Leviathan, das vom Gewicht her schon fast dem 29-Zoll-Vorgänger entspricht. So ein Rad wird man in Europa wohl nie sehen, es sei denn, ich bekomme endlich mal eins von dieser tollen Marke.
 
9-10% mehr Gewicht in Reifen, Felgen und Speichen, insgesammt ~400 Gram.
Bei Gesamtgewicht 80-110 kg.
WIE wird das 27% bei Beschleunigung?? Sollte unter 1% sein.
Das ist auch völliger Käse, was "Bike" da ohne weiteres Verständnis und ohne Einordnung schreibt. (Oder war der Autor doch der bekannte C.H.Atgpt ?)

Da steht wörtlich:
"Unsere Messreihen zeigen: Die Massenträgheit der 32-Zöller liegt um 27 Prozent höher als bei 29 Zoll." (sic!)
(An anderer Stelle steht im Text, dass der Massenunterschied 384g beträgt.)

a) Das bedeutet erstmal nur, dass die 32-Zöller 27 Prozent schwerer sind - z.B. weil ein Laufradsatz 1420g, der andere Laufradsatz 1800g wiegt. Das für die Messreihe eingesetzte Gerät war dann wohl eine Waage...
(Edit: Vielleicht ist auch gemeint, dass die Auswirkung von Massenträgheit und Rotationsträgkeit zusammen um 27% zunehmen - z.B. wenn ein Laufradsatz ca. 2844g und der andere ca. 3228g wiegt.)
b) Vielleicht haben sie sich aber nur ungenau ausgedrückt und meinen, dass das Trägheitsmoment 27% größer ausfällt. Auch das wäre nicht so schlimm wie es scheint, da das größere Laufrad ja nur auf eine geringere Winkelgeschwindigkeit (Drehzahl) beschleunigt werden muss.
c) Der Massenanteil am System (Fahrer-Fahrrad) dürfte keine 5% betragen - wenn sich dann die "gemessene" "Massenträgheit" um 27% erhöht macht das für das System keine 1,5% aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht ja nicht nur ums Gewicht, der größere Umfang macht auch träger. Fahre mal n BMX 😉
Die 27% nehme ich erst mal so hin, die haben auch einen Ruf zu verlieren. Finde die Kraftersparnis und Endgeschwindigkeit relevanter.
Der größere Umfang macht das Fahrrad eben nicht träger. (Das größere Rad hat ein höheres Trägheitsmoment, lässt sich also schwerer auf die gleiche Winkelgeschwindigkeit beschleunigen. Es genügt aber für die gleiche Fahrgeschwindigkeit eine geringere Winkelgeschwindigkeit/Drehzahl - netto beschleunigt das 32"er Fahrrad also genauso leicht wie ein 29"er Fahrrad, wenn die Laufradmassen gleich sind.)

Die höhere Laufradmasse der großen Laufräder (sagen wir 400g) macht beim Beschleunigen einen Unterschied - ungefähr soviel wie 800g nicht rotierender Masse (z.B. eine große Trinkflasche.)
 
Werkstoffe lassen sich aber nicht leichter machen. Es gibt nicht leichtere Gummimischungen und leichteres Carbon. Der Vergleich hinkt.
Würde man nach aktuellem Stand der Technik ein 26 Zoll Hardtail oder sogar 24 Zoll konstruieren, würde vielleicht schon eine 5 vor dem Komma stehen.
Größere Rahmen und warscheinlich auch Felgen haben/ hätten auch einen anderen Lagenaufbau.
Das wird jetzt schon von Herstellern so gemacht. Mit zunehmender Rahmenhöhe "wachsen" die Rohre. Grund: beibehalten der Steifigkeit.
Von daher könnte man die Unterschiede auch nicht einfach ausrechnen.
 
Werkstoffe lassen sich aber nicht leichter machen. Es gibt nicht leichtere Gummimischungen und leichteres Carbon. Der Vergleich hinkt.
Würde man nach aktuellem Stand der Technik ein 26 Zoll Hardtail oder sogar 24 Zoll konstruieren, würde vielleicht schon eine 5 vor dem Komma stehen.
Größere Rahmen und warscheinlich auch Felgen haben/ hätten auch einen anderen Lagenaufbau.
Das wird jetzt schon von Herstellern so gemacht. Mit zunehmender Rahmenhöhe "wachsen" die Rohre. Grund: beibehalten der Steifigkeit.
Von daher könnte man die Unterschiede auch nicht einfach ausrechnen.
Recht Du hast - insgesamt werden die großen Räder wohl etwas schwerer.

Sie erlauben aber auch etwas dünnere Reifen (weniger Pannenschutz), da sie mit geringerem Luftdruck auskommen dürften und somit weniger Pannenschutz erfordern würden aber auch, weil sie über ihre Lebensdauer hinweg weniger Walkarbeit und Abrieb verkraften müssten. Etwas weniger belastet würde auch die Felge, in Folge des bessere Überrollverhaltens.

Insgesamt werden dir Räder aber wohl etwas schwerer - wenn sie dafür aber besser rollen...
 
An die BIKE-Kritiker: Bitte nicht soviel spekulieren, sondern die Redaktion anschreiben, dann gerne wieder ein Update bzw. die Stellungnahme hier rein 👍

Wobei ich es mir so erkläre: Zwei identische 29er Bikes, eines davon ~10 % länger übersetzt, entspricht etwa der 32”-Experience aus Trägheits- und Antrittssicht: Mehr Weg pro Kurbelumdrehung, aber weniger Beschleunigung im gleichen Gang.
 
Deshalb sagen die 7% von BIKE eigentlich nichts aus. Ein Wert bezogen auf was? Man müsste den ganzen Testablauf kennen. Die 7% sind nicht auf jede Wegstrecke übertragbar.
Im BIKE-Artikel steht doch, dass der Tester mit dem 29"er ein paar mal weggerutscht ist und den Fuß auf den Boden setzen musste, mit dem 32"er aber nicht. Anders gesagt: der Test war genau so, dass das 32"er gerade durchkam, das 29"er gerade nicht mehr.
In solchen Fällen lassen sich natürlich fast beliebig hohe Effizienzunterschiede herbeimessen, die 7% sollten daher nur qualitativ ("besser als") aber nicht quantitativ interpretiert werden.

(Ich bleibe aber dabei - mein erstes 32"er kann ich kaum erwarten!)
 
Recht Du hast - insgesamt werden die großen Räder wohl etwas schwerer.

Sie erlauben aber auch etwas dünnere Reifen (weniger Pannenschutz), da sie mit geringerem Luftdruck auskommen dürften und somit weniger Pannenschutz erfordern würden aber auch, weil sie über ihre Lebensdauer hinweg weniger Walkarbeit und Abrieb verkraften müssten. Etwas weniger belastet würde auch die Felge, in Folge des bessere Überrollverhaltens.

Insgesamt werden dir Räder aber wohl etwas schwerer - wenn sie dafür aber besser rollen...
Mich würde interessieren, wie weit ein 32" Hardtail sich mit einem 100 mm 29" Fully überschneidet.
Ich glaube, das würde der Gewichtsthematik noch mal eine andere Perspektive geben …
 
Zuletzt bearbeitet:
Mich würde interessieren, wie weit ein 32" Hardtail sich mit einem 100 mm 29" Fully überschneidet.
Ich glaube, das würde der Gewichtsthematik noch mal eine andere Perspektive geben …
Vergleiche einfach ein alter 26" Fully mit einem alten 29" Hardtail. Genauso wird der Unterschied.

Ich habe 29 Zoll immer erfahren als etwa ~3 cm Federweg. Es gibt nicht solche Federweg, es nehmt ungefaeht soviel Unbehagen weg. Vielleicht ist Radradius einen gute Richtlinie.
+32 mm Radius ~ 32 mm Komfort?

Leute die gut fahren mit Hardtail und 100 mm Federgabel, brauchen vielleicht kaum Federung mit 32 Zoll. Das spart dan ~1 kg im Gabel. Gesammtrad wiegt dan ~0,5-0,6 kg WENIGER in 32 Zoll.
Man verliert etwas Komfort vorne, gewinnt aber etwas im Heck.
Mit mehr Stabilitaet, Grip und Traktion, vermüte ich dass 32 Zoll Starrgabel Hardtail mir perseonlich ziemlich gut passen wird.
 
Das spart dan ~1 kg im Gabel. Gesammtrad wiegt dan ~0,5-0,6 kg WENIGER in 32 Zoll.
Meine Spekulation wäre nämlich: dass so etwas wie ein 32" Scott Scale Gravel, also ein 32" rigid Hardtail, die ultimative Bikepacking/Offroad-Endurance Maschine sein könnte. Simpel, leicht und doch vielseitig und effektiv.
Oder 60 mm Gravel-Gabeln würden in dieser Kombi vielleicht mal wirklich Sinn machen ( wenn sie denn relevant leichter wären als 100er 😅
 
Meine Spekulation wäre nämlich: dass so etwas wie ein 32" Scott Scale Gravel, also ein 32" rigid Hardtail, die ultimative Bikepacking/Offroad-Endurance Maschine sein könnte. Simpel, leicht und doch vielseitig und effektiv.
Oder 60 mm Gravel-Gabeln würden in dieser Kombi vielleicht mal wirklich Sinn machen ( wenn sie denn relevant leichter wären als 100er 😅
29x3.0 reifen wurden ganz geliebt von Bikepacker. Etwa 30.5 Zoll hoch. Es gab reifen unter 1000 Gram, glaube ich.

Komfort kann von groessere Felgen kommen, oder breitere (hoehere) Reifen.
32 Zoll mit relativ niedrichen Reifen wird off-road nicht toll sein. Man brauch dann unbedingt Tire Inserts.
Man wird niedriche Reifendrück wollen, und mit so ein langer reifen, drückt ein Objekt einfach duch zum Felge.
Wir werden, erwarte ich, wirklich bei breiten Reifen und Felgen bleiben mussen.
Und ja, ich hoffe dass 3.0" breiten Reifen auch in 32 Zoll wieder passieren. Wir haben die in 26", 29" und 27.5" schon gehabt. Das wird dan ~33 Zoll Durchmesser.
 
Es genügt aber für die gleiche Fahrgeschwindigkeit eine geringere Winkelgeschwindigkeit/Drehzahl
Genau, das ist der Punkt! Für viele Kritiker hier scheint die Bahngeschwindigkeit gleich der Winkelgeschwindigkeit zu sein.

Der Einfluß der Winkelgeschwindigkeit auf die Beschleunigungsarbeit ist außerdem nicht linear, sondern quadratisch.

Vergrößere ich beispielsweise den Raddurchmesser um 10%, beeinflusst die neue Winkelgeschwindigkeit die Beschleunigungsarbeit nun um den Faktor 0,83.
 
Vergrößere ich beispielsweise den Raddurchmesser um 10%, beeinflusst die neue Winkelgeschwindigkeit die Beschleunigungsarbeit nun um den Faktor 0,83.
Nicht ganz - für ein größeres Rad mit gleichem Trägheitsmoment hättest Du natürlich recht.

Das Trägheitsmoment hängt aber vom Quadrat des Radius ab:
$ J = \int_V r^2 dm \approx R^2 m $​
Die Beschleunigungsarbeit hängt quadratisch von der Winkelgeschwindigkeit ab, also vom Quadrat von 1/R. Diese Abhängigkeiten kürzen sich raus.
Netto bleibt die Beschleunigungsarbeit also für gleich schwere Räder von der Radgröße unabhängig, in der Realität wird sie (wegen zunehmender Radmasse) leicht ansteigen.

Bei einem "MTB-Beschleunigungsrennen" würde ich aber dennoch auf die 32"er Räder setzen - einfach, weil diese etwas besser haften und weniger leicht durchrutschen dürften...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei ich es mir so erkläre: Zwei identische 29er Bikes, eines davon ~10 % länger übersetzt, entspricht etwa der 32”-Experience aus Trägheits- und Antrittssicht: Mehr Weg pro Kurbelumdrehung, aber weniger Beschleunigung im gleichen Gang.
Ich greife mich hier noch mal auf: Natürlich habe ich früher beim Wechsel 26 > 29 auch die Übersetzung angepasst. Dann dürfte rechnerisch wirklich bis auf die höhere rotierende Masse kein Unterschied bestehen. Aber: Ich fahre normalerweise bei 10-52 vorne 36T, und habe jetzt 9-45 mit 30T. Würde ich noch 2-3 Zähne runtergehen, wäre ich bei Hope schon am Limit, kommt jemand von 34T, wirds schwer, die 29er Übersetzung zu erhalten.
Man merkt, 32“ wird jede Menge neuer Bedürfnisse erzeugen, und z.B. neue „Kurbel-Standards“ schaffen 🤑
 
Ich greife mich hier noch mal auf: Natürlich habe ich früher beim Wechsel 26 > 29 auch die Übersetzung angepasst. Dann dürfte rechnerisch wirklich bis auf die höhere rotierende Masse kein Unterschied bestehen. Aber: Ich fahre normalerweise bei 10-52 vorne 36T, und habe jetzt 9-45 mit 30T. Würde ich noch 2-3 Zähne runtergehen, wäre ich bei Hope schon am Limit, kommt jemand von 34T, wirds schwer, die 29er Übersetzung zu erhalten.
Man merkt, 32“ wird jede Menge neuer Bedürfnisse erzeugen, und z.B. neue „Kurbel-Standards“ schaffen 🤑
Der Kurbelsatzstandard ist in Ordnung.
Nur eine zusätzliche Achse oberhalb der Kurbel mit einem größeren Hauptritzel und einem kleineren Nebenritzel. Kurbel zum Hauptritzel, Nebenritzel zur Kassette.

Wenn alles andere fehlschlägt, erfinden wir einen Zweifach-Kurbelsatz mit einer Art am Sitzrohr montiertem Schaltwerk. Ich weiß, das ist wirklich innovativ, und Radfahrer tun sich selbst mit kleinsten Fortschritten schwer, aber ich sage nur, es ist etwas, das man in Betracht ziehen sollte.

And to prove that for higher speeds you need smaller, not larger wheels:

1767827855554.png
 
Kleines Follow-Up der BIKE
Man schwört sich ein:

Thomas Stoll, Inhaber von Stoll Bikes​

Wir sind davon überzeugt, dass 32 Zoll im Cross-Country- und Marathon-Segment 29 Zoll ablösen wird. Bereits die ersten Vergleichsfahrten mit unserem Prototyp waren sehr vielversprechend und haben gezeigt, dass 32 Zoll nicht nur schneller ist, sondern viel mehr Reserven bietet. Und das, obwohl der Prototyp-Rahmen noch deutlich schwerer ausfällt als der geplante Serien-Carbonrahmen. - Thomas Stoll, Inhaber von Stoll Bikes

Rene Krattinger, Produktmanager bei Scott​

Wir sind schon seit längerem am 32-Zoll-Thema dran und testen intensiv. Bislang hat sich wirklich jeder, der 32 Zoll gefahren ist, überaus positiv geäußert. Ich kann mir sogar vorstellen, dass die großen Laufräder auch an Bikes mit mehr Federweg, über Cross-Country hinaus, echte Vorteile bringen. Da der Kunde bei uns nicht das Versuchskaninchen sein soll, bringen wir jedoch erst etwas auf den Markt, wenn es zu 100 Prozent funktioniert. - Rene Krattinger, Produktmanager bei Scott

Luca Schwarzbauer, Worldcup-Profi Cross Country​

Das Potenzial von 32 Zoll ist so enorm, dass aktuell alle großen Rennteams intensiv am Testen sind. Für sehr kleine Fahrer und Fahrerinnen stellt sich die Frage, ob die großen Laufräder eine sinnvolle Rahmen- und Cockpit-Geometrie zulassen. Aber auch dafür wird es sicherlich Lösungen geben. Neben dem besseren Rollverhalten und dem Kurven- Handling hat mich das enorme Sicherheitsgefühl in steilen, technischen Passagen überzeugt. Du hast viel mehr Fahrrad um dich herum, und ein Überschlagsgefühl gibt es nicht mehr. - Luca Schwarzbauer, Worldcup-Profi

Peter Denk, Bike-Konstrukteur​

Ich finde 32-Zöller auszuprobieren super. Die damalige Ablehnung gegenüber 29 Zoll hat uns sicherlich etwas blind gemacht, was die Akzeptanz der Laufradgröße angeht. Bei den aktuellen Cross-Country-Strecken könnten 32-Zöller jedoch den rennentscheidenden Vorteil bringen. Selbst für den Enduro- und Downhill-Einsatz könnte 32 Zoll am Vorderrad sehr spannend sein. In Bezug auf die Lenkgeometrie, gerade was Winkel und Gabel-Offset anbelangt, gibt es sicherlich noch Potenzial, um das Beste aus den großen Laufrädern rauszuholen. - Peter Denk, Konstrukteur
 
Man schwört sich ein:
Stoll schreibt auf seiner Seite sogar, dass die 32-Zoll-Laufräder so viel schneller sind, dass kein leistungsorientierter Sportler widerstehen wird.

Ich würde gerne ganz genau wissen, was dieses "so viel schneller" lt. Herrn Stoll bedeuten könnte? Sind das diese 0,95% die der 32er gegenüber einem künstlich aufgebleiten 29er, aus dem PB Video, schneller war?

Es sollte doch schon einiges an Testfahrten und entsprechenden Daten geben, aber man macht daraus wohl ein Geheimnis.
 
Vom Dragster-MTB hat niemand gesprochen. Ich wüsste auch nicht, was das sein sollte. Tipp mal "Dragster" bei Google, dann siehst Du, welche Fahrzeuge ich meine. Warum die so und nicht anders gebaut werden hat Gründe: Physik, nicht geile Optik. Über Hindernisse rollt bei diesen Rennen kein Fahrzeug, warum sind da trotzdem große Räder hinten dran?
Tipp: Google erstmal selber was Top Fuel Dragster ist. (Die welche du meinst mit großem Hinterrad).
Grundlegend haben die keine Gangschaltung sind also Single Speed.
Die Reifen bei denen sind sehr Speziell. Beim Anfahren haben die so eine gute Haftung, dass sie sich in sich selbst verdrehen und dadurch einen kleinen Durchmesser bekommen. Bei höheren Drehzahlen dehnen sie sich aus und vergrößern so die Übersetzung. Ganz praktisch, wenn man nicht einfach in eine höhere Übersetzung schalten kann.
Mit Fahrrädern kannst du das absolut nicht vergleichen. Der Große Durchmesser ist konstruktionsbedingt, damit die eben bei den extremen Leistungen arbeiten können. Und beim Anfahren haben die eben KEINEN großen Durchmesser:
1767870109500.png

Das kann man absolut nicht mit Fahrrad Reifen vergleichen.
Mal abgesehen, davon dass der Reifen bei den Dragstern reguliert ist und die Teams gar keine andere Wahl haben... Wie beim Rennrad...

Ein Beweis, dass Du naturwissenschaftlich definitiv wenig bis keine Ahnung hast
Erst die Aussage, nur dass du dann damit kommst:
Je weiter der Reifen vom Drehzentrum, desto größer muss die Kraft werden um die gleichen Meter pro Sekunde Beschleunigung zu erreichen.
Wenn du nur halb so viel Ahnung von Physik hättest wie du hier laut von anderen forderst, wüsstest du dass deine Aussage bullshit ist...
Einzig das Mehrgewicht der größeren Räder spielt eine Rolle. Der Durchmesser wird zum berechnen der Beschleunigung nicht benötigt und hat daher keinen direkten Einfluss darauf.

Weißt Du was Massenträgheit ist? Welche Rolle spielt der Radius bei der Beschleunigung und welchen Einfluss hat er auf die Geschwindigkeit am Reifen? Was ist Drehmoment? Warum hat eine Nabe eine andere Geschwindigkeit als die Felge oder der Reifen, obwohl die Frequenz des Laufrads gleich ist? Warum Sekunde ² ?
Ohne Google wirst Du es sehr wahrscheinlich nicht erklären können. Und selbst wenn: einen Text von Suchmaschinen wiedergeben bedeutet nicht dass man es auch verstanden hat.
Du hast es anscheinend selbst nicht verstanden.

Demnächst bitte auf physikalischer Grundlage schreiben. Beweise mit Formeln, Einheiten und Zahlen sind immer besser als gefühlte Erfahrung und selbst gebastelte Theorien. Wie ich schon schrieb: Naturgesetze sind konstant. Auch Du wirst daran nichts ändern oder aushebeln können. Es gibt da keine Tricks.
Bring sie doch selber, wenn du hier schon in so großen Tönen deine Physikkenntnisse lobst.

Ich hab das alles schonmal vorgerechnet. Wie du siehst spielt der Durchmesser keine Rolle und ein paar 100g am Laufrad machen nur einen Unterschied im Millisekunden Bereich aus:
Um das Rad um 10km/h zu beschleunigen (Halte ich für eine übliche Geschwindigkeitsänderung auf dem Trail) Braucht man folgende Energie. Erstmal die Kinetische Energie des gesamten Systems:

E = 1/2mv² = 1/2 * 100 * 2,8² = 392J

Die Rotations Energie der Räder ist schwierig, da man die Gewichtsverteilung wissen muss. Gehen wir deshalb einfach von einem einfachen Trägheitsmoment in Ringform aus (siehe @Maffin_ über mir):
Sagen wir beide Felgen+Reifen haben zusammen ein Gewicht von 3kg und wir ignorieren einfach mal Speichen und Naben, da die eh vernachlässigbar sind:

E = 1/2mv² = 1/2 * 3* 2,8² = 11,7J

Addieren wir die beiden Energien kommen wir auf eine Energie von 403,76J. Bei einer Sprintleistung von 400W benötigen wir dann 1,0094s um 10km/h zu beschleunigen.


Ok, Rechnen wir das jetzt mit den 300gr leichteren Laufradsatz durch (im Idealfall in Reifen und Felgen gespart, von dem ich hier einfach mal ausgehe):

Systemgewicht:
E = 1/2mv² = 1/2 * 99,7 * 2,8² = 390,824J
Laufradsatz:
E = 1/2mv² = 1/2 * 2,4 * 2,8² = 9,4J

Insgesamt benötigt man dann 400,224J. Das macht 1,00056s.
Ein gewaltiger Unterschied von 0,00884s beim Beschleunigen um 10km/h mit 400W Leistung. Klar, dass du das merkst...
(PS. In echt ist der unterschied noch geringer, da wir in dem Beispiel davon ausgehen, dass die gesamte Rotierende Masse den Ausenradius der Reifens hat und auch hier Reibungsverluste ignoriert wurden)
 
Zuletzt bearbeitet:
Stoll schreibt auf seiner Seite sogar, dass die 32-Zoll-Laufräder so viel schneller sind, dass kein leistungsorientierter Sportler widerstehen wird.

Ich würde gerne ganz genau wissen, was dieses "so viel schneller" lt. Herrn Stoll bedeuten könnte? Sind das diese 0,95% die der 32er gegenüber einem künstlich aufgebleiten 29er, aus dem PB Video, schneller war?

Es sollte doch schon einiges an Testfahrten und entsprechenden Daten geben, aber man macht daraus wohl ein Geheimnis.
Menschen sind sensibel, und Sportler reagieren besonders sensibel auf Veränderungen.

Wenn du jede Woche mit einem Radfahrkumpel trainierst und ihr ungefähr gleichauf seid, musst du dich mehr anstrengen als je zuvor, um mit ihm mithalten zu können, wenn er sich einen neuen, besseren Vorderreifen kauft, während er sich erst einmal an den neuen Reifen gewöhnt und dich nicht antreibt.

In einem Rennen, wo jeder sein Bestes gibt, macht ein Prozent Unterschied enorm viel aus. Schwer einzuschätzen, aber es ist vergleichbar mit dem Unterschied zwischen zwei zehn Jahre jüngeren Fahrrädern: Hardtail gegen Hardtail, Fully gegen Fully.

Unterschätze nicht die Wirkung eines besseren Kurvenverhaltens. Bei einem der technisch einfachsten Rennen im Kalender, dem Gieten-Rennen in den Niederlanden, war ich der einzige 29-Zoll-Fahrer unter Hunderten von UCI-Lizenzinhabern. Massenstart. Hohe Geschwindigkeit auf größtenteils flachen Forstwegen, 90°-Kurven, einige Singletrails und gelegentliche Sandpassagen. Ich übernahm die Führung in unserer Gruppe und nahm die einfachen Kurven (ohne Steilkurven) am Limit meiner 85 kg und meines extrem hohen Schwerpunkts. In jeder Kurve tat sich eine Lücke von 5 Metern auf. Glaubt mir, wo immer ich Rennen fuhr, wollten die Leute gerne in meinem Hinterrad sein, sogar auf der Leichtathletikbahn. Ich bin ein riesiger Windschatten. Der Fahrer hinter mir musste sich immer mehr anstrengen, um diese harmlosen 5-Meter-Lücken zu schließen, und jeder nächste Fahrer sprintete aus den Kurven heraus, um in der Gruppe zu bleiben. An der Spitze der Gruppe fuhr ich ein Zeitfahren und versuchte, die Gruppe vor uns in einem langsamen Moment einzuholen, um die Lücke zu schließen. Die Fahrer hinter mir hatten ihre Beine fast zerrissen, weil sie nicht durchrollen konnten. Er fuhr die Kurven wie ich. Sie wollten das Tempo mitgehen, schafften es aber nicht. Das lag daran, dass die größeren Laufräder mir ein Tempo ermöglichten, das dem einer starken Gruppe entsprach. Wäre ich mit meinem 26-Zoll-Rad unterwegs gewesen, wäre ich vielleicht in derselben Gruppe gewesen, aber wir wären in den Kurven gleichmäßiger gefahren und hätten einfach Zeit auf die Gruppe vor uns verloren – der natürliche Verlauf eines Rennens. Mit den größeren Laufrädern lag es ganz an mir, den Rückstand aufzuholen, im vollen Gegenwind, und ich musste all meine Energie darauf verwenden, die ungewohnte Strecke so schnell wie möglich zu bewältigen.

Wenn wir mit anderen fahren und unterschiedliche Laufradgrößen verwenden, werden die Unterschiede sehr deutlich. Als mein langjähriger Fahrkumpel im Jahr 2002 zum ersten Mal mein Gary Fisher Supercal29 von 2002 ausprobierte, wollte er einen kurzen, steilen technischen Anstieg bewältigen, an dem er mit seinem geliebten VooDoo Bokor gescheitert war.

Wir haben den Sattel um 8 cm abgesenkt, damit er passt (er fährt auch XL-Rahmen). Er klickte ein und schaffte den Anstieg auf Anhieb, ohne auch nur einen Fuß hochzurollen. Keine Eingewöhnungszeit.

Im Pinkbike-Artikel und -Video kannte der Journalist weder das 29er noch das 32er Testrad, aber als Journalist war ihm das 29er natürlich bestens vertraut.
Dieser Vergleichstest im Renntempo fand in seinen ersten Tagen mit dem 32er statt, daher waren sein Timing und seine Bewegungen noch nicht optimal. Man kann sehen, dass der Test dem 29er durch die Wahl des Ballasts etwas unfair gegenüberstand, aber das änderte meiner Meinung nach nichts Wesentliches am Ergebnis, da es sich um eine so frühe Phase der 32er-Erfahrung für den Fahrer auf einer anspruchsvollen Strecke handelte. Er brach sich beim Testen ein Carbonrad, um zu verdeutlichen, wie ungewohnt ihm Strecke und Rad waren.

Seit 2004 besitze ich den von mir entworfenen Cube-Aluminium-Prototyp. 2006 nahm ich an der niederländischen Singlespeed-Meisterschaft teil, einer Gruppe von Fahrradverrückten, die ohne offizielle Genehmigung gegeneinander antraten. Es ging um die kurvenreichste und steilste Strecke, die wir damals hatten: ein sandiger Singletrail mit natürlichen Anliegern. Einige von uns fuhren 29-Zoll-Räder. Einer der Fahrer war mein Freund und langjähriger Rivale, auf seinem Surly 1x1 26-Zoll. Er ist der beste Singletrail-Fahrer, den ich kenne, und jeder, der mit ihm gefahren ist, weiß um seine Geschwindigkeit zwischen den Bäumen auf genau solchen Strecken. Auf einem Rad, das er liebte und das nach seinen Wünschen aufgebaut war.

Ich ließ ihn locker hinter mir, obwohl ich nur Bontrager-Reifen hatte, die nicht gerade mit den besten Schwalbe- und Continental-Reifen mithalten konnten. An meinem Hinterreifen hatte ich die Mittelstollen halbiert, damit er besser rollte.

Der 29-Zoll-Cube-Prototyp hatte einen längeren Radstand als das 26-Zoll-Modell, was wir alle mit geringerer Geschwindigkeit auf solchen Singletrails in Verbindung brachten, aber es war einfach kein fairer Vergleich. Und um es klarzustellen: Ich galt NICHT als Singletrail-Meister, sondern eher als etwas ungeschickt, und das nicht nur wegen meiner ungewöhnlichen Größe und meiner relativ langen Beine.

Solange die 32-Zoll-Räder rollen, werden sie zwangsläufig einen deutlichen Vorteil in Sachen Grip bieten. Rollwiderstand... ich weiß nicht, wie genau der gemessen werden kann, da auch der Luftwiderstand eine Rolle spielt.

Ein großer Unterschied zwischen 29 und 32 Zoll im Vergleich zu 26 und 29 Zoll besteht darin, dass wir jetzt einen Maxxis Aspen haben, der bei Rennfahrern bereits sehr beliebt ist. Nicht die obskuren Profile von WTB und Bontrager, sondern ein Reifen, der allgemein geschätzt wird. Maxxis hat nicht gezögert und sofort die 2,4-Zoll-Variante auf den Markt gebracht. Und ich denke, das ist eine gute Entscheidung, denn mit der größeren Felge kommt es häufiger zu Felgenberührungen, insbesondere da wir mit niedrigerem Reifendruck fahren wollen.
Bei gleichem Druck (29 psi vs. 32 psi) fühlt sich der 32-psi-Reifen härter an.
 
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