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Insolvenzen in der Bike-Industrie: Gibt es Licht am Ende des Tunnels?

Die paar Insolvenzen sind doch belanglos im Vergleich zu den durchschnittlich täglich 40 Insolvenzen in der Industrie.
Ach was, "wir" sind voll im Aufschwung (sagen sie zumindest bis zur nächsten Korrektur dann)! Ansonsten sind auch heute neue Fahrräder für viele bereits ein Luxusproblem. Und bei der "Auffrischung des Gedächtnisses" bin ich gleich dreimal raus.
 
Ach was, "wir" sind voll im Aufschwung (sagen sie zumindest bis zur nächsten Korrektur dann)! Ansonsten sind auch heute neue Fahrräder für viele bereits ein Luxusproblem. Und bei der "Auffrischung des Gedächtnisses" bin ich gleich dreimal raus.
sehe ich auch so, ich gehe davon aus dass es 2026 nicht besser wird,im Gegenteil
 
Ich habe das schon mal an anderer Stelle geschrieben; bei diesen ganzen Insolvenzgeschichten verstehe ich einen Punkt nicht: es wird in fast jedem zweiten Satz erwähnt, dass Bio Bikes auf dem absteigenden Ast sind und von eBikes abgelöst werden. Und wenn Bio, dann ist es die stetig wachsende Zahl der Gravelbikes.
Man muss nur mal hier im Forum unter "Ähnliche Themen" schauen. Dort wird auch von einem Boom gesprochen.

Es mag die eine oder andere Marke geben, die nicht so diversifiziert ist, aber der Grossteil der Hersteller hat doch diese Alternativen im Köcher, oder nicht? Papier und Tinte sind bekanntlich geduldig, man weiss echt nicht, was man glauben soll...
 
Ich glaube man muss kein Hellseher sein um zu bemerken, dass speziell die Deutschen in den nächsten Jahren wohl andere Sorgen haben werden als die Entscheidung zwischen dem einen oder anderen besten 8000€ Bike....
Und "Verkehrswenden" kann man in Demokratien zwar beschließen, aber am Ende halt nicht gegen die Kundschaft erzwingen, was man ja schön an der E-Mobilität beim Auto sieht.
 
Nicht erwähnt wurde das Bike - Leasing, welches auch zeitnah zum "Corona - Boom" populär wurde. Durch diese Möglichkeit haben Käuferschichten Bikes in Preislagen gekauft, welche unter "normalen Kaufbedingungen" nie und nimmer so verkauft worden wären. In Verbindung mit etwaigen Serviceversicherungen, oder auch als Teil des Leasingvertrages, haben auch die Preise mancher Verschleißteile unverschämt angezogen, da ein Großteil dieser Kunden diese mit einer Unterschrift bezahlt haben.
Da aber manche jetzt tatsächlich entweder Ihre Nutzung reflektiert haben, oder viele ein bisschen mehr aufs Geld schauen, ist der direkte Leasingnachfolger, vor allem überteuert hochpreisig nicht selbstverständlich verkauft worden und auch die Neuabschlüsse sind ins Stocken geraten.
Selbiges gilt mMn auch für die Verschleißteile, da auch in diesem Bereich einige Verträge nicht erneuert wurden und die Kunden nicht bereit sind ~390€ für eine Kassette, ohne Kette & Arbeit, für ihr ehemaliges Leasingrad (Jetzt Eigentum ohne Servicepauschale) zu bezahlen, auch wenn eine solche montiert war.
 
Dass keine Firma wirklich Pleite geht, ist das grösste Problem der Bike Industrie gerade. Der Markt ist übersättigt, zu viele Firmen bieten die gleichen Produkte an. Fonds pumpen weiterhin Geld, und die Konkurrenz wird dadurch verzerrt. Eine gute Firma hat keine Chance gut zu verdiennen, wenn Zombie-Marken durch unbegrentzes Geld auf die Beine stehen (siehe Rapha).
Wenn der Markt nicht bereinigt wird, gibt es keine Möglichkeit aus der aktuellen Krise rauszukommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die 160Mio.-Finanzspritze, die Scott in 2024 zum Fortbestand benötigte, könnte man hier auch noch ergänzen, oder? Ansonsten? "An einer positiven Entwicklung der Fahrradbranche kann es aber kaum Zweifel geben." Das klingt nach Pfeifen im Walde. Ob das den bösen Mann vertreiben wird?

Und dass das alles an den Bikeshops vorbeigeht, wie im Artikel suggeriert, mag man auch nicht wirklich glauben. Ich sehe hier in der Großstadt mehrere Bikeshops, die jüngst schließen mussten - und die anderen mit Verkaufsflächen, die immer noch rappelvoll sind trotz Rabattschlachten.
 
amflow bringt viele neue modelle.
Das ist tatsächlich spannend.
Die deutschen Motorenhersteller sollten gut aufpassen, denn wenn sie sich jetzt nicht Richtung "Fullpower lightweight" in dieser Nische bewegen (was sie sicher könnten), dann übernimmt Avinox diesen Markt. Die schweren drive units mögen vielleicht im Moment noch Gewinn abwerfen, aber diese Tage sind genau jetzt vorbei.Bin echt gespannt, wann Bosch in diese Richtung nachzieht. Es wird Zeit, und nur mit etwas software Kosmetik ist es nicht getan.
 
Das ist tatsächlich spannend.
Die deutschen Motorenhersteller sollten gut aufpassen […]

Auch MAHLE ist mit einem spannenden Konzept dran. Der M40 hat das gleiche Gewicht und Drehmoment wie der Avinox und tritt sich wohl auch sehr gut. Akkugewichte sind auch vergleichbar.
Perspektivisch aber erstmal nur bei absoluten Nischenherstellern zu haben.
Und wie sich das System im Alltag gegen den Avinox schlägt (Bedienung, Ladegeschwindigkeit etc.), muss sich erst noch zeigen. Vor allem weil der jetzt bei Crussis und Co schon zu „günstigem“ Einstiegspreis zu haben ist.
 
Auch MAHLE ist mit einem spannenden Konzept dran. Der M40 hat das gleiche Gewicht und Drehmoment wie der Avinox und tritt sich wohl auch sehr gut. Akkugewichte sind auch vergleichbar.
Perspektivisch aber erstmal nur bei absoluten Nischenherstellern zu haben.
Und wie sich das System im Alltag gegen den Avinox schlägt (Bedienung, Ladegeschwindigkeit etc.), muss sich erst noch zeigen. Vor allem weil der jetzt bei Crussis und Co schon zu „günstigem“ Einstiegspreis zu haben ist.
Genau, du sagst es: "Konzept". Schon jetzt stehen die Chancen aus meiner Sicht schlecht. Und das sage ich mit weinenden Augen als geborener Stuttgarter.
Der Antriebe Markt wird sich auf schmerzhafte Weise bereinigen.
 
Ich glaube man muss kein Hellseher sein um zu bemerken, dass speziell die Deutschen in den nächsten Jahren wohl andere Sorgen haben werden als die Entscheidung zwischen dem einen oder anderen besten 8000€ Bike....
Fakt ist, dass der deutsche Fahrradmarkt zusammen mit Benelux so dermaßen groß und wichtig für die Industrie ist wie nichts anderes. Das kann man sich einfach nicht vorstellen, wie viel die Deutschen und Holländer für Fahrräder ausgeben und wie wenig der Rest von Europa. Ein Cannondale Vertreter meinte zu mir neulich, der Markt Nummer eins für die Marke wäre Deutschland und die Niederlande, auf Platz zwei rangiert dann der amerikanische Kontinent - also Kanada, USA und Südamerika zusammen 😳

Und "Verkehrswenden" kann man in Demokratien zwar beschließen, aber am Ende halt nicht gegen die Kundschaft erzwingen, was man ja schön an der E-Mobilität beim Auto sieht.
Hier wiederum sieht es im Rest der Welt anders aus. Im Vergleich zum Fahrrad steckt hier leider immer noch das große Geld. Und das geht eindeutig in Richtung Elektro. Das hat die deutsche Industrie verschlafen, auch dank der "Hilfe" der konservativen Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte.
Meine Prognose: Genauso, wie es jetzt keine Flachbildfernseher von Grundig und Telefunken (der original Marken, nicht die gebadgten Müllgerate, die man aktuell bei REAL findet) mehr gibt, sondern nur noch Samsung und LG, so wird es in Zukungt auch mit der deutschen Autoindustrie aussehen. Und nein, der Niedergang kommt nicht daher, dass der Verbrenner "politisch verboten" wurde. 🙄
 
"Verkehrswenden" kann man in Demokratien zwar beschließen, aber am Ende halt nicht gegen die Kundschaft erzwingen, was man ja schön an der E-Mobilität beim Auto sieht.
Ist es nicht so, dass man die Verkehrswende seit vielen Jahren mit allen Mitteln versucht zu verhindern? Z.B. mit Pendlerpauschalen oder Luxusauto Subventionen?
Für "erzwungen" sehe ich keinerlei Zusammenhang.
 
Die Pendlerpauschale ist ja vor allem für die Leute wichtig, welche auf dem Land wohnen, wo es eben keinen ÖPNV wie in der City gibt. Ich habe zum Beispiel 40km einfachen Weg. Mit ÖPNV überhaupt nicht in unter 3h für eine Fahrt mit X mal Umsteigen machbar. Ich fahre das sehr oft mit dem Rad. Ist das eine Lösung für normale Leute - definitiv nein. Sprich Politik muss sich da an der Realität orientieren, nicht am wishful thinking einer Minderheit...
 
Das ist tatsächlich spannend.
Die deutschen Motorenhersteller sollten gut aufpassen, denn wenn sie sich jetzt nicht Richtung "Fullpower lightweight" in dieser Nische bewegen (was sie sicher könnten), dann übernimmt Avinox diesen Markt. Die schweren drive units mögen vielleicht im Moment noch Gewinn abwerfen, aber diese Tage sind genau jetzt vorbei.Bin echt gespannt, wann Bosch in diese Richtung nachzieht. Es wird Zeit, und nur mit etwas software Kosmetik ist es nicht getan.
Kannst du mich bitte aufklären bezüglich "Fullpower lightweight"? Und jetzt nicht bitte das Gewicht von nem Amflow vs einem Fahrrad mit Bosch-Motor. DJI-Motor + 800er Akku wiegen meinen Recherchen nach ca. 6,3 Kilo...Bosch Gen 5 + 800er Akku haben ca. 6,7 Kilo auf den Hüften. Willst du jetzt bei nem E-Bike wegen 0,4 Kilo ein "Fass" aufmachen oder was? Was die Hersteller mit den Rädern machen und wie sich das auf das gesamte Gewicht auswirkt dafür kann Bosch ja nicht sehr viel.
 
Die paar Insolvenzen sind doch belanglos im Vergleich zu den durchschnittlich täglich 40 Insolvenzen in der Industrie. Wenn Millionen keinen Job mehr haben, ist ein neues Fahrrad eher ein Luxusproblem. Diese Auswirkungen kommen dann noch zusätzlich.

Kann ich gar nicht glauben wenn ich an nem Frühlings Wochenende die Tausend Rennräder mit nem Preis von 5K+ im Perlacher Forst sehe mit Kleidung für 1k+ von Rapha oder Ryzon.... :)
 
Das ist tatsächlich spannend.
Die deutschen Motorenhersteller sollten gut aufpassen, denn wenn sie sich jetzt nicht Richtung "Fullpower lightweight" in dieser Nische bewegen (was sie sicher könnten), dann übernimmt Avinox diesen Markt. Die schweren drive units mögen vielleicht im Moment noch Gewinn abwerfen, aber diese Tage sind genau jetzt vorbei.Bin echt gespannt, wann Bosch in diese Richtung nachzieht. Es wird Zeit, und nur mit etwas software Kosmetik ist es nicht getan.
Der Gewichtsunterschied von Avinox zu Bosch liegt bei 300g. Die Akkus sind ähnlich schwer. Das wird kaum die Entscheidung der Bikehersteller beeinflussen. (Der Bosch SX ist 500g leichter).

Der Bosch CX Gen5 ist ein hervorragender Motor, der auch gegenüber dem Avinox konkurrenzfähig ist. Beide haben ihre Vorzüge und nicht jeder E-Biker will/braucht die Power des Avinox.

Außerdem gibt es den Avinox bislang nur in E-MTBs, das ist ja nur ein Teil des Marktes. Der Hauptanteil der verkauften Fahrräder in D sind City-/Touren-/Trekking-Räder. Da gibt es den Avinox nicht.

Weltweit betrachtet sind die Marktverhältnisse nochmal anders, da in anderen Ländern bspw. durchaus noch immer Nabenmotoren Vorrang haben und Hersteller wie Bafang große Marktanteile besitzen.

Man muss auch nicht immer alles, was aus D kommt schlecht reden und als rückständig betrachten.
 
Die Pendlerpauschale ist ja vor allem für die Leute wichtig, welche auf dem Land wohnen, wo es eben keinen ÖPNV wie in der City gibt. Ich habe zum Beispiel 40km einfachen Weg. Mit ÖPNV überhaupt nicht in unter 3h für eine Fahrt mit X mal Umsteigen machbar.
Du bringst ein hervorragendes Beispiel, wie Subvention funktioniert.

In deinen Fall wird mit der Pendlerpauschale das private Auto subventioniert (war von Anfang so beabsichtigt, um die deutsche Autowirtschaft zu unterstützen). Der ÖPNV dagegen wird hier vernachlässigt.

Warum läuft das nicht andersrum? Also ohne Pendlerpauschale, dafür mit einem subventionierten ÖPNV, mit dem du deine 40 km in einer Zeit zurück legst, die mindestens zum privaten Auto konkurrenzfähig ist, wenn nicht sogar besser?

Man sieht hier also ganz klar, wo die politischen Prioritäten sind, ziemlich unabhängig von den Regierungen der letzten 60 Jahren.
 
Man muss auch nicht immer alles, was aus D kommt schlecht reden und als rückständig betrachten.
Überhaupt nicht. Habe ja selbst einen Bosch gefahren.
Ich sage lediglich, dass man sich auf den Lorbeeren derzeit nicht ausruhen darf und dass explizit Bosch von Avinox vollkommmen auf dem falschen Fuß erwischt wurde. Und dass man bei Bosch durchas staunt, wie das Avinox aus dem Stand gemacht hat. Man zittert durchaus in Stuttgart, das weiß ich ich aus 1.Hand.
 
Ich kann mir nicht vorstellen, dass YT durch Maßnahmen zur Verkehrswende gerettet werden kann. Mal ganz abgesehen davon, dass es in Deutschland eine Verkehrswende sowieso niemals geben wird. Die Deutschen haben ein eher kritisches Verhältnis zum Rad fahren auf öffentlichen Straßen und das hat sich auch dadurch nicht geändert, dass mittlerweile jeder Zweite sich ein E-Bike geleast und in den Schuppen gestellt hat.

Ich bin dafür, optimistisch in die Zukunft zu schauen, realistischerweise wird das aber eine Zukunft sein, in der viele sich ein günstigeres Hobby als Mountainbiken (oder Ski fahren) müssen. Das Leben ist auch Lebenswert, wenn man sich nicht mehr alle 3 Jahre, sondern alle 10 Jahre ein neues Mountainbike kaufen kann und das muss dann auch nicht von YT oder Liteville sein.
 
Überhaupt nicht. Habe ja selbst einen Bosch gefahren.
Ich sage lediglich, dass man sich auf den Lorbeeren derzeit nicht ausruhen darf und dass explizit Bosch von Avinox vollkommmen auf dem falschen Fuß erwischt wurde. Und dass man bei Bosch durchas staunt, wie das Avinox aus dem Stand gemacht hat. Man zittert durchaus in Stuttgart, das weiß ich ich aus 1.Hand.
Tja, meine 1. Hand, mit der ich regelmäßig beim Biken bin, sieht das etwas gelassener. Gezittert wird da nicht.
Zunächst müssten auch mal Volumen-Hersteller auf den Avinox umschwenken.

Der CX Gen5 ist, abgesehen von etwas weniger Power, ansonsten auf Augenhöhe. Unterschiede sind im Bereich Steuerung und Software. Hier aber mit Features, die einem großen Teil der Käufer außerhalb der (E-)MTB-Blase völlig egal sind.

Die Langzeit-Haltbarkeit und Service nach 2 Jahren müssen sich dann auch erstmal beweisen.

Etwas Konkurrenz schadet dem Markt sicherlich nicht und bringt Innovationen voran. Man muss dadurch aber nicht den "Untergang" von Bosch herbeireden.
 
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