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Insolvenzen in der Bike-Industrie: Gibt es Licht am Ende des Tunnels?

Ein kleiner Schwenk zum eigentlichen Thema.
Wenn vor Saisonstart top aktuelle Räder schon zu 20% rausgehen, scheint mir das Licht am Ende des Tunnels noch etwas entfernter zu sein.

Anhang anzeigen 2302893

https://www.bike24.de/p1963334.html...yysLAapUrlWvWKlsh0GsqHWG60riOqWBoCpHAQAvD_BwE
ein kistenschieber ohne verkaufspersonal und verkaufsfläche kann halt ganz anders kalkulieren und trotzdem noch gewinn machen. die frage ist eher, warum trek das zulässt, anstatt die margen im fachhandel zu stärken. aber trek sind halt auch die, die letztes jahr mitten in der saison eigene rabattaktionen gefahren haben.
 
Hier hättest du mit deinem Beitrag aufhören sollen ;)


Aus dem obigen Artikel:


Also auf deutsch gesagt: Branchen die wertschöpfend sind (wo Werte entstehen) sind stark von Insolvenzen betroffen und welche die subventionert werden müssen (Geld kosten) weniger.
Wenn jetzt VW 35.000 Stellen abbaut und an jedem hängen noch 5 Arbeitsplätze dran (= ~200.000) welche alle Nettosteuerzahler waren , wird das den Wohlstand in D stärken oder schwächen?
Aber es muss ja nicht immer ein YETI oder PIVOT sein. Radon oder Corratec baut auch gute Räder
Corratec ist teuer ;-)....

Es ging um Insolvenzen, nicht um Wertschöpfung ;)
 
Insolvenzen wurden massiv durch die damaligen Coronahilfen verschleppt, was zu etlichen Zombieunternehmen fuehrte. Die fallen halt jetzt in konzentrierter Art gum.
Was natuerlich nicht den gesamten Effekt erklaert. Zoelle, China, teurere Energie und Ueberalterung gibt's ja auch noch.
 
ein kistenschieber ohne verkaufspersonal und verkaufsfläche kann halt ganz anders kalkulieren und trotzdem noch gewinn machen. die frage ist eher, warum trek das zulässt, anstatt die margen im fachhandel zu stärken. aber trek sind halt auch die, die letztes jahr mitten in der saison eigene rabattaktionen gefahren haben.
trek ist doch froh wenn so eine firma räder im container abnimmt, aktuell werden sich viele händler mit bestellungen zurückhalten weil bude übervoll
 
Nanu, die Kommentare sind ja immer noch offen :awesome:

Nach den Motto „es ist zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem“ will ich auch mal:

Nein, ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels.

  • Allgemeine (Angst vor) Rezession bremst Kauflust erheblich
  • mutmaßlich dadurch auch Abflauen des Jobrad-Booms, zumal es bei Kauf auch erheblich Rabatt gibt
  • Gebrauchtmarkt ist durch das Verramschen der Neubikes komplett tot. Wenn ich mein aktuelles Bike nicht zu Geld machen kann kauf ich mir auch kein neues
  • jeder weiß dass der „heiße Scheiß“ von heute in wenigen Monaten mit 20-50% beim Händler zu haben sein wird. Also auch in der Hinsicht wird erstmal abgewartet.
  • alles ohne E ist komplett auf dem Abstellgleis. Da könnt ihr jetzt aufschreien wie er wollt, da gibt es einfach keine Innovationen die für eine gewisse Masse an potentiellen Käufern eine Rolle spielen würde. Somit kein Neukauf.
  • bei allem mit E ist ebenfalls wieder Kaufzurückhaltung angesagt: warum was mit Shimano Motor kaufen, irgendwann demnächst muss ja mal ein Nachfolger kommen? Warum was mit Bosch kaufen, Avinox ist doch der heiße Scheiß? Warum was mit Avinox kaufen, bald kommt Version 2?
  • die vielen Neueinsteiger seit Corona sind Großteils einfach keine Bike-Freaks. Die haben jetzt mal ein MTB für 3000€ geleast, das tut‘s die nächsten 15 Jahre.

Kann Spuren von Sarkasmus und Übertreibungen enthalten.

Grüße
Sebastian
 
Allgemeine (Angst vor) Rezession bremst Kauflust erheblich
Das trifft auf mich garnicht zu. Statt dem habe ich Angst mir etwas neues zu kaufen, denn der Schrott wird unabhängig vom Preis immer schlimmer. Es wäre etwas anderes, wenn ich einen Fahrradkaufpaten bekommen würde, der mir unter Androhung einer extrem harten Strafe für die Funktion garantiert und für das Fahrrad vollumfänglich seinen Hals hinhält. Referenz bzgl. Funktion und Haltbarkeit wäre mein Rad aus dem Jahr 2009.
 
Hier hättest du mit deinem Beitrag aufhören sollen ;)


Aus dem obigen Artikel:


Also auf deutsch gesagt: Branchen die wertschöpfend sind (wo Werte entstehen) sind stark von Insolvenzen betroffen und welche die subventionert werden müssen (Geld kosten) weniger.
Wenn jetzt VW 35.000 Stellen abbaut und an jedem hängen noch 5 Arbeitsplätze dran (= ~200.000) welche alle Nettosteuerzahler waren , wird das den Wohlstand in D stärken oder schwächen?
Aber es muss ja nicht immer ein YETI oder PIVOT sein. Radon oder Corratec baut auch gute Räder.
Ich würde mal gucken im Vergleich zu den Insolvenzen die Gewerbeanmeldungen Jene übersteigen die Insolvenzen deutlich 😉
 
Nanu, die Kommentare sind ja immer noch offen :awesome:

Nach den Motto „es ist zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem“ will ich auch mal:

Nein, ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels.

  • Allgemeine (Angst vor) Rezession bremst Kauflust erheblich
  • mutmaßlich dadurch auch Abflauen des Jobrad-Booms, zumal es bei Kauf auch erheblich Rabatt gibt
  • Gebrauchtmarkt ist durch das Verramschen der Neubikes komplett tot. Wenn ich mein aktuelles Bike nicht zu Geld machen kann kauf ich mir auch kein neues
  • jeder weiß dass der „heiße Scheiß“ von heute in wenigen Monaten mit 20-50% beim Händler zu haben sein wird. Also auch in der Hinsicht wird erstmal abgewartet.
  • alles ohne E ist komplett auf dem Abstellgleis. Da könnt ihr jetzt aufschreien wie er wollt, da gibt es einfach keine Innovationen die für eine gewisse Masse an potentiellen Käufern eine Rolle spielen würde. Somit kein Neukauf.
  • bei allem mit E ist ebenfalls wieder Kaufzurückhaltung angesagt: warum was mit Shimano Motor kaufen, irgendwann demnächst muss ja mal ein Nachfolger kommen? Warum was mit Bosch kaufen, Avinox ist doch der heiße Scheiß? Warum was mit Avinox kaufen, bald kommt Version 2?
  • die vielen Neueinsteiger seit Corona sind Großteils einfach keine Bike-Freaks. Die haben jetzt mal ein MTB für 3000€ geleast, das tut‘s die nächsten 15 Jahre.

Kann Spuren von Sarkasmus und Übertreibungen enthalten.

Grüße
Sebastian
Zwift wuerde ich noch zufuegen. Wer den ein oder anderen Tausender in sein Indoorequipment investiert hat, wird das auch vermehrt nutzen. Fuer den sommerlichen Weekendride tuts dann vielleicht auch noch das Alte. Wenn man damit dann noch der Fitteste ist, ist das eher noch cool.
 
ein kistenschieber ohne verkaufspersonal und verkaufsfläche kann halt ganz anders kalkulieren und trotzdem noch gewinn machen. die frage ist eher, warum trek das zulässt, anstatt die margen im fachhandel zu stärken. aber trek sind halt auch die, die letztes jahr mitten in der saison eigene rabattaktionen gefahren haben.
Die einzige Möglichkeit von Trek das zu unterbinden ist diese Händler garnicht erst zu beliefern.
Es gibt in der EU freie Preisgestaltungen. Kein Hersteller darf einem Händler vorschreiben für was er das Produkt verkaufen will.

btw.
Mountainbike ist tot, Emtbs sind ebenfalls auf dem Weg ins Nichts. Rennräder/Gravelbikes haben in D mittlerweile den doppelten Absatz wie Mountainbikes (ohne E). Das geht jetzt noch 2-3 Jahre, dann ist das auch vorbei. Das Einzige was die Industrie Überwasser hält sind die ganzen City/Trekking/Touren Fahrräder mit und ohne Motor.

Der Großteil der neuen, großen Shops die in der Pandemie eröffnet haben, sind am straucheln. Den klassichen, kleineren Fahrradläden gehts da besser. Franchises wie E-motion sind auch auf dem Absteigenden Ast, Ketten wie Multicycle versuchen den "alles oder nichts" Move und eröffnen immer mehr Fillialen in eh schon Rad-affinen Regionen, schließen aber gleichzeitig Filialen am Arsch der Welt.

Dazu kommt, dass die meisten Großen das Problem haben kein oder nur schlechtes Personal zu haben und kein Neues zu finden. Die richtig guten Leute findet man meistens nicht bei den großen Shops. Ist bei Elektronikmärkten ja z.B. auch nicht anders. Mal abgesehen davon das nach wie vor keine Teenager auf die Idee kommt irgendwas mit Handwerk zu machen. Die letzten Ferien-Jobber hatte ich vor 7 oder 8 Jahren, bei den Schulpraktika siehts da ähnlich aus. Alles was ich an Bewerbungen bekomme, sind mittelalte Quereinsteiger, die nach Jahrzenten keinen Bock mehr auf ihren Sackgassenjob im Büro oder irgendwo in der Industrie Produktion mehr haben.

Bei uns im Bundesland geht die Handwerkskammer aktuell mit Abmahnungen durch die Läden die kein qualifiziertes Personal in den Werkstätten arbeiten haben. In meiner Stadt hats schon 2 erwischt, zwei andere, reine Werkstätten sind angezählt.

Als lokaler, unabhängiger Fahrradhändler duckt man sich die nächsten Jahre etwas weg, versucht leise und bescheiden zu überleben, und dann scheint auch wieder die Sonne mehr den je und mit weniger Konkurrenz.
 
Mountainbike ist tot
Ich würde das etwas präzisieren: "Der Markt für Mountainbike ist tot". Der Sport boomt und nimmt zu. Dass der Markt tot ist, liegt auch daran, dass sich die Bikes nicht mehr großartig verändern, die Geos bleiben im Prinzip, und die Komponenten sind auch auf einem Niveau, wo man sich nicht mit neuen Komponenten eindecken muss.
Emtbs sind ebenfalls auf dem Weg ins Nichts
Siehe oben - die Geos ändern sich nicht. Wenn jetzt Motor und Akku keine signifikante Verbesserung bringen (wovon ich ausgehe), wird der EMTB-Markt genauso schrumpfen.

In der Fahrradbranche hat halt kaum einer kapiert, dass viel an Käufen innovationsgetrieben war. Neue Geo, neue Komponenten --> neues Rad rentiert sich. Aber jetzt sind die "Verbesserungen" eher homöopathisch. Schönes Beispiel: Propain Tyee. Vom 4er auf das 5er war das ein deutlicher Sprung. Auf das 6er waren schon keine relevanten Änderungen zu sehen (was das Fahrverhalten betrifft), und beim 6.1er ändert sich erst recht nichts. Da entsteht einfach kein großer Kaufanreiz.
 
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