ein kistenschieber ohne verkaufspersonal und verkaufsfläche kann halt ganz anders kalkulieren und trotzdem noch gewinn machen. die frage ist eher, warum trek das zulässt, anstatt die margen im fachhandel zu stärken. aber trek sind halt auch die, die letztes jahr mitten in der saison eigene rabattaktionen gefahren haben.
Die einzige Möglichkeit von Trek das zu unterbinden ist diese Händler garnicht erst zu beliefern.
Es gibt in der EU freie Preisgestaltungen. Kein Hersteller darf einem Händler vorschreiben für was er das Produkt verkaufen will.
btw.
Mountainbike ist tot, Emtbs sind ebenfalls auf dem Weg ins Nichts. Rennräder/Gravelbikes haben in D mittlerweile den doppelten Absatz wie Mountainbikes (ohne E). Das geht jetzt noch 2-3 Jahre, dann ist das auch vorbei. Das Einzige was die Industrie Überwasser hält sind die ganzen City/Trekking/Touren Fahrräder mit und ohne Motor.
Der Großteil der neuen, großen Shops die in der Pandemie eröffnet haben, sind am straucheln. Den klassichen, kleineren Fahrradläden gehts da besser. Franchises wie E-motion sind auch auf dem Absteigenden Ast, Ketten wie Multicycle versuchen den "alles oder nichts" Move und eröffnen immer mehr Fillialen in eh schon Rad-affinen Regionen, schließen aber gleichzeitig Filialen am Arsch der Welt.
Dazu kommt, dass die meisten Großen das Problem haben kein oder nur schlechtes Personal zu haben und kein Neues zu finden. Die richtig guten Leute findet man meistens nicht bei den großen Shops. Ist bei Elektronikmärkten ja z.B. auch nicht anders. Mal abgesehen davon das nach wie vor keine Teenager auf die Idee kommt irgendwas mit Handwerk zu machen. Die letzten Ferien-Jobber hatte ich vor 7 oder 8 Jahren, bei den Schulpraktika siehts da ähnlich aus. Alles was ich an Bewerbungen bekomme, sind mittelalte Quereinsteiger, die nach Jahrzenten keinen Bock mehr auf ihren Sackgassenjob im Büro oder irgendwo in der Industrie Produktion mehr haben.
Bei uns im Bundesland geht die Handwerkskammer aktuell mit Abmahnungen durch die Läden die kein qualifiziertes Personal in den Werkstätten arbeiten haben. In meiner Stadt hats schon 2 erwischt, zwei andere, reine Werkstätten sind angezählt.
Als lokaler, unabhängiger Fahrradhändler duckt man sich die nächsten Jahre etwas weg, versucht leise und bescheiden zu überleben, und dann scheint auch wieder die Sonne mehr den je und mit weniger Konkurrenz.