Ich finde das ist ein interessanter Gedanke. Wir haben im Freundeskreis auch jemanden, die schon fast religiös an bestimmte Ernährungsinstagrammer glaubt. Oder wenn ich an den neu eingerichteten Proteinprodukt!regalmetern! vorbeilaufe und davor stehen gerade mindestens fünf Leute und die haben nix mit Bodybuilding zu tun.
Andererseits, wenn man ein Ideal für sich selber hat, fällt es einem ab einem bestimmten Alter (und wenn man nicht die perfekten Gene hat) extrem schwer das zu erreichen und dann hört man auf die Experten, nutzt Apps oder irgendwelche Programme. Anfang 20 hab ich mal nen Sommer lang fast nur Eis gegessen, lag tagsüber kiffend im Bett, war jeden zweiten Abend feiern und hab dabei 5kg abgenommen... Vor zwei Jahren hatte ich zwei medizinische Rückschläge, zuerst nen MTB-Unfall und dann nen gesundheitlichen Zwischenfall, der mich fast fünf Wochen im Krankenhaus hielt. Das hat mich natürlich extrem zurück geworfen bzw. 20+kg „aufgespeckt“, da ich bisher einfach nicht das machen konnte, was ich gemacht habe. Würde ich mit Mitte 40 jetzt, da ich wieder mehr machen kann, auf mein Bauchgefühl hören, würde das gar nichts werden, dass ich wieder da lande wo ich vor zwei Jahren mal war. Ich benutze gerne Expertenhilfe. Bei mir ist es (noch) keine App, sondern „was der Doc mir rät“. Dazu gehört u.a. ein kompletter Verzicht auf Alkohol, bestimmte Ernährungstipps, ich setze mich öfter auf die Rolle und laufe wieder viel mehr. In anderthalb Monaten konnte ich so trotz Weihnachten schon ¼ meines Zieles erreichen. Der Bereich Ernährung kommt bei mir noch zu kurz und ich denk ich probiere mal eine der Apps hier aus. Im Endfeffekt muss man jedem Erwachsenen es selber überlassen, wie man sich von der Industrie ausnutzen lässt.