Pinion Erfahrungsberichte

Ich bin kein Riemenprofi, habe hier aber 4 Bikes mit Riemen und schon ein paar jahre unterwegs. Über die Zeit habe ich Riemenspannung zunehmend vernachlässigt, also mit weniger Spannung gefahren. Wenn du dein Bike selbst aufgebaut hast, würde ich die Riemenlinie noch einmal mit dem Messchieber kontrolieren. Damit es wirklich genau wird, nehme ich vorne halbe Sattelrohrbreite + halbe Riemenbreite + Abstand. Hinten analog mit halber Achsbreite minus...
 
... eine Wartung mal benutzt, um den Riemen richtig zu säubern. Bei einfacher Reinigung mit Wasser (und ggfs. Spüli) bleibt in der Mitte zwischen den Zähnen alles schwarz. Bisher dachte ich immer, dass ist eben Verschleiß. Ist aber nicht so, es ist zusammengedrückter Schmutz, den man mit etwas mehr Reinigungsaufwand wieder weg bekommt, um dann mal mit einem neuen Riemen zu vergleichen. Laufleistung: ca. 45500km. Da kann man nicht meckern. Bei einem Straßenrad hat es der Riemen natürlich leichter als beim MTB. Aber der Straßenschmutz ist auch abrasiv.
Die Zähne müssen gleiche Druckmarken auf ihren beiden Seiten haben (weil jeder Zahn mal vorne von der Riemenscheibe gezogen wird und hinten selbst die Riemenscheibe zieht) und nebeneinander auch. Sonst stimmt was nicht mit der Einstellung).
 

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Kurzes Update meinerseits zu der Kettenlinie.

Ich hatte heute den 1000km Ölwechsel gemacht wo ziemlich graue Suppe raus kam. Aber ich hatte noch genug zeit um mir die Kettenlinie genau anzuschauen.

Also riemen runter 1,2m Wasserwaage geprüft ob sie wirklich gerade ist und dann mal an vorderes und hinteres Riemenrad dran gehalten ohne riemen.

Am vorderen riemenrad hat die wasserwaage Vorne und hinten aufgelegen.

Am hinteren Riemenrad hat sie hinten aufgelegen, vorne war aber ein Spalt von 1,5mm, also viel zu viel.

Rad nach außen drehen wäre nicht richtig weil es dann nicht mehr in der Flucht wäre.

Also habe ich den 2mm spacer auf dem Freilauf von außen nach innen getauscht, also das riemenrad 2mm weiter nach außen gebracht (zuerst 1mm nach außen probiert und da war dann noch optimierungsspielraum).

Ergebnis ist jetzt, dass ich mit wasserwaage am vorderen rad ein 0,2mm Spalt hinten habe und Am hinteren riemenrad vielleicht 0,3mm gap vorne.

Ebenfalls nicht ideal aber ich habe das Gefühl, dass entweder der rahmen etwas krumm ist oder das Pinion Getriebe nicht gerade steht. Beides eher schwierig zu korrigieren.

Der riemen sieht jetzt auch "gerade" aus, vorher hat der immer einen leichten Bogen nach außen am hinteren riemenrad gemacht wenn man in der Flucht drauf geschaut hat. Das würde die Messung und Korrektur bestätigen.

Der alte riemen wird erstmal weiter gefahren und ich schaue wie sich das Ganze entwickelt.


Da es mein erstes pinion / gates bike ist, muss ich mich noch an die delikaten Einstellungen gewöhnen 😁
 
Ich hatte heute den 1000km Ölwechsel gemacht wo ziemlich graue Suppe raus kam. Aber ich hatte noch genug zeit um mir die Kettenlinie genau anzuschauen.
... keine Sorge, das sind am Anfang die verschiedenen Montagepasten des neuen Getriebes. Das wird mit der Zeit und weiteren Wechseln heller. Aber natürlich bleibt immer etwas Abrieb, also eben ein leichter Grauschleier.
Ergebnis ist jetzt, dass ich mit wasserwaage am vorderen rad ein 0,2mm Spalt hinten habe und Am hinteren riemenrad vielleicht 0,3mm gap vorne.
... bin nicht sicher, ob alles richtig verstanden, aber das hört sich erst einmal gut an. Fahrradrahmen kann man nicht aufs my fertigen und glücklicherweise ist der Riemenantrieb so empfindlich auch wieder nicht.
 
Ja ich hab etwas wirr geschrieben, sorry 😁 kann nochmal eine zeichnung nachliefern was ich da rede wenn ich wieder an einem Rechner bin.
 
Hab es mal versucht die Situation vorher / Nachher grafisch darzustellen (unter der Annahme dass das Pinion Getriebe etwas eingedreht ist)
Die Winkel sind natürlich zum Verständnis völlig übertrieben.

Vorher:
1769414135505.png


Nachher mit 2mm nach außen / unten verschobenem Zahnrad auf dem Freilauf:
1769414361993.png



Und der Disclaimer: Die Millimeterangaben sind Augenmaß und nicht gemessen. Trigonometrisch ist es sicherlich anders zu berechnen mit anderen Ergebnissen.
 
Da wäre sicher mal ein Bild von den Ausfallenden interessant.
Wenn die verschiebbar wären, sieht es so aus als wenn diese nicht gleichmäßig eingestellt sind.
Wenn nicht, dann unterschiedliche Kettenstrebenlänge oder Rahmen verbogen...
 
Nehmen wir mal die 0,3mm vorne, den Scheibendurchmesser von 10cm und den Abstand nach hinten zu 50cm. Dann werden daraus 1,5mm. 0,2mm geht es aber nach innen, d.h. 1,3mm rein rechnerisch. Das ist schon grenzwertig nach Gates-Daten. Dazu kommt noch der Winkelfehler der beiden Scheiben gegeneinander. Da muss noch optimiert werden.
 
Ich hätte es jetzt eher so gesehen, dass es nach der Anpassung besser ist als vorher weil der Winkel in dem der Riemen auf das Zahnrad trifft geringer ist. Ja, jetzt hat er an beiden Zahnrädern einen Winkel, der ist aber wesentlich kleiner als vorher beim hinteren Zahnrad.

Ich habe einstellbare Ausfallenden, hier habe ich aber schon etwas gegengesteuert und das Rad ist schon nicht mehr zentriert sondern steht am Pinion Getriebe weiter rechts (in Fahrtrichtung). Wenn ich es weiter rüber stelle dann würde das Rad zu weit schräg stehen und irgendwann mit der Kettenstrebe kollidieren.

Ich werde es weiter beobachten wie sich der Verschleiß verhält. Der neue Riemen liegt hier ja schon.
 
Ich hätte es jetzt eher so gesehen, dass es nach der Anpassung besser ist als vorher weil der Winkel in dem der Riemen auf das Zahnrad trifft geringer ist. Ja, jetzt hat er an beiden Zahnrädern einen Winkel, der ist aber wesentlich kleiner als vorher beim hinteren Zahnrad.
... nach der Anpassung ist auch besser als vorher, aber wahrscheinlich muss noch etwas nachoptimiert werden.
 
Ich habe einstellbare Ausfallenden, hier habe ich aber schon etwas gegengesteuert und das Rad ist schon nicht mehr zentriert sondern steht am Pinion Getriebe weiter rechts (in Fahrtrichtung). Wenn ich es weiter rüber stelle dann würde das Rad zu weit schräg stehen und irgendwann mit der Kettenstrebe kollidieren.

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann würde ich folgendermaßen vorgehen:
Ich würde erst mal mit den Ausfallenden und den Distanzscheiben am Freilauf die Riemenscheiben in Flucht bringen.
Wenn dann die Felge außer der Mitte steht, muss diese dann nachzentriert werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab es mal versucht die Situation vorher / Nachher grafisch darzustellen (unter der Annahme dass das Pinion Getriebe etwas eingedreht ist)
Die Winkel sind natürlich zum Verständnis völlig übertrieben.

Vorher:
Anhang anzeigen 2308944

Nachher mit 2mm nach außen / unten verschobenem Zahnrad auf dem Freilauf:
Anhang anzeigen 2308947


Und der Disclaimer: Die Millimeterangaben sind Augenmaß und nicht gemessen. Trigonometrisch ist es sicherlich anders zu berechnen mit anderen Ergebnissen.

Jetzt versteht man den Ansatz mit der Wasserwaage. Und es erscheint schlüssig, dass der Riemen so früh Verschleiss zeigt. Bei Anblick des gereinigten Riemens hätte ich aber keinen Zweifel, dass der noch einige tausend Kilometer hält, wenn die Ursache beseitigt ist.

Wenn Du sicher bist, dass das Ritzel am Getriebe nicht in Flucht liegt, dann würde ja das Getriebe nicht richtig sitzen (ist das parallel zum Rahmendreieck?)
Wenn ja, kannst Du hinten nix mehr korrigieren, ohne dass dann das HR nicht geradeaus läuft.
Neben Fertigungsfehler könnte der Rahmen auch zu weich für Gates sein, sodass der unter Riemenspannung und/oder kräftigem Tritt im Kurbelbereich ausweicht.

Stand hier schon, was das für ein Rahmen ist?


Gruss
Holland.
 
Ist ein Geronimo Custom Titan Rahmen. Eigentlich gleiche Rohrdurchmesser wie die Serienrahmen nur angepasste geo.

Kann man das Getriebe irgendwie falsch einbauen?
 
Kann man das Getriebe irgendwie falsch einbauen?
...eigentlich nicht. Aber es sind die Passhülsen richtig zu setzen. Das ist aber auch in der Beschreibung zu finden. Getriebe herausnehmen ist nicht kompliziert, man braucht aber den Ritzelabnehmer von Pinion.
Das Getriebe (zumindest das P1.18 hier) ist auf einer Seite mit seine Halteösen fest am Rahmen verschraubt und auf der andere Seite in verschiebbaren Passhülsen. Vermutlich soll so verhindert werden, dass die Gehäusehälften des Getriebes von der Rahmenverschraubung gepresst oder auseinandergezogen werden.
Titan bedeutet wahrscheinlich ohne Lack. Dann können eigentlich auf den Auflagepunkten des Getriebes am Rahmen keine dicken Lackpopel sein.
Aber mal langes Lineal, Wasserwaage o.ä sauber auf die vordere Riemenscheibe anlegen und schauen, ob das Getriebe zur Rahmenmitte schief steht. Wenn ja, können vielleicht die Aufnahmepunkte gerichtet werden.
 
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