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26er HT Eigenbau - 26 ain't dead and steel is real!

Und du kannst dir vorher schon überlegen, wie du de Plättchen beim verlöten an Ort und Stelle hältst.
Du kannst die Plättchen auch aus rostfreiem Material machen. Dann sparst du ihnen den Lack und hast weniger Stress mit chipping.
 
Und du kannst dir vorher schon überlegen, wie du de Plättchen beim verlöten an Ort und Stelle hältst.
Du kannst die Plättchen auch aus rostfreiem Material machen. Dann sparst du ihnen den Lack und hast weniger Stress mit chipping.
Also im Sinne von "paint-chipping"? Wären die Ränder der Plättchen denn anfällig dafür, auch wenn das Lot gut eingezogen ist?
 
Habe jetzt meine Kettenstreben fertig eingepasst. Das S-Bend Design ist erstaunlich leicht umzusetzen, wenn man vorher eine 1:1 Skizze vom Heck zeichnet. Außerdem kann ich jedem empfehlen einen mechanischen Rohrbieger zu besorgen. Die Preise gehen ab 100 Euro los und man bekommt genug Formen um loszulegen. Da die 22er-Form relativ nah am Rohmaterial liegt (20x1,5) habe ich alle Biegungen damit gemacht. Vorher habe ich die Enden der KS oval gepresst um mehr seitlichen Freiraum für Anbauteile zu schaffen. In der Mitte sind die Streben rund geblieben, dadurch gibt's mehr vertikalen Flex.
Die anderen Rohre sind auch weitgehend fertig eingepasst. Jetzt wo fast alles in der Rahmenlehre steht, merke ich, was für einen Panzer ich gebaut habe :D

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Servus,
Jetzt ist eigentlich alles zum Schweißen bereit. Ich fertige noch ein paar Rohrverbindungen aus dem Verschnitt an um meine Einstellungen zu optimieren, dann soll es losgehen. Jetzt habe ich noch ein paar dumme Fragen:

1. Sind Entlüftungsbohrungen wirklich nötig? Bei Sitzrohr/Tretlager ist es ja wirklich sinnvoll, weil so das Wasser ablaufen kann. Bei den anderen Rohren sehe ich den Vorteil nicht. Offiziell heißt es ja, dass so die erhitzten Gase aus dem Rohr kommen, ohne das Schweißbad nach außen zu pusten. Bis jetzt ist das bei mir nie vorgekommen. Außerdem würde man bei komplett dicht verschweißten Rohren keine Verunreinigung in den Rahmen bekommen.

2. Bei der Verbindung zwischen Sitzrohr, Unterrohr und Tretlagergehäuse ist bei meiner Konstruktion das UR bis an das Tretlagergehäuse angeschlagen, während das Sitzrohr (für den Radius des UR) ausgeklinkt ist. Würde man jetzt das UR komplett verschweißen (rund herum) und dann erst das Sitzrohr verschweißen?
Oder ist es Standard alles zusammenzusetzen und nur die sichtbaren Verbindungen zu verschweißen? (Damit meine ich, dass das Stück vom UR, welches unter dem Sitzrohr versteckt liegt, nicht zusammengebraten wird.)

3. Welchen Korrosionsschutz empfehlt ihr für die Innereien des Rahmens?
 
1. Es geht einerseits um Kondens, andererseits bekommst du es wirklich nicht hin, ein dichtes Rohrkonstrukt zu schweißen. Irgendwo ist eine Lücke oder es drückt.

2. Habe schon beides gesehen. Ich würde aus dem Bauch raus alles schweißen. Theoretisch:ka:

3. Tendenziell Fluid Film. Owatrol würde nicht raussickern, ist aber schwer gleichmäßig zu verteilen und bleibt nicht "aktiv".
 
Ich bin hier irgendwann mal zufällig reingestolpert und verfolge seitdem jeden Schritt sehr gespannt :) richtig gut 👍. Wollt ich nur mal loswerden :)
 
Zu 1: BTR ist auch verfechter von so viele Rohre wie möglich dicht. Solltest halt sicher gehen, dass wirklich gar keine Feuchtigkeit im Rohr ist bevor du es verschweißt.

Zu 2: Best practice wäre beide Rohre nacheinander voll verschweißen.

Zu 3: Wenn der nicht als Stadtrad gefahren wird, viel nass eingelagert wird und du nicht irgendwelche unlegierten Rohre hast sollte sich das so ausgehen. Ansonsten Fluidfilm oder irgend ein Wachs aus der Hohlraumversiegelung für das gute Gefühl.
 
Wenn du dich für eine Hohlraumversiegelung entscheidest - ich empfehle auch Fluidfilm - dann ist es von Vorteil, wenn du die Lüftungslöcher grösser machst. Ich mache sie sogar so groß, wie es das anstehende Rohr zulässt.
Mit großen Öffnungen könntest du sogar versuchen eine festere Variante zu verwenden, diese und den Rahmen erwärmen und sie im Rahmen einschwenken damit sie auch überall hinkommt. Festere Varianten bieten einen längeren Korrosionsschutz da sie länger bleiben wo du sie aufgebracht hast.
Große Lüftungslöcher erzeugen ausserdem eine gute Durchlüftung des Rahmens, sodass Wasser, wenn es eingedungen ist wieder leicht verdampfen kann. Die wichtigste Öffnung ist sicher die unter den Tretlager, damit Wasser den Rahmen verlassen kann und Luft hineinkommt.
 
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Okay, ich habe mich jetzt doch für Vent-Holes entschieden. Beim Dicht-Schweißen würde ja immer noch das Wasser in der Luft an den Wänden kondensieren, wenn ich die Karre ins Warme stelle. Letztenendes funktionieren Stahlrahmen ja seit Jahrzehnten mit Entlüftungsbohrungen, ohne dass sie durchrosten. (Außerdem gibt's bei dem Mopped einiges an Material zum wegrosten, bevor es ein Problem wird :D )
Plan ist es, an versteckten Stellen jeweils zwei 4mm-Bohrungen pro Rohr anzubringen, damit es einen guten Luftaustausch gibt. Am Tretlager wird die Bohrung wohl etwas größer ausfallen.
Für mein nächstes Projekt plane ich eine Vorrichtung, mit der ich die Rohre mit Argon füllen kann, bevor ich sie dicht schweiße. Die Theorie ist, dass eine begrenzte Menge an Sauerstoff im Rohr nur eine begrenzte Menge an Korrosion anrichten kann. Außerdem schadet es nicht wenn die Nähte auch von hinten in Schutzatmosphäre geschweißt werden.

Die Verbindung von UR und Tretlagergehäuse schweiße ich nicht vollständig. Eine definitive Lösung gibt es, wie ihr schon sagt, nicht wirklich. Einerseits wird beim vollständigen Schweißen die Vorderkante vom Sitzrohr entlastet, andererseits entsteht so ein Stück vom UR, welches durch Hitzeeinwirkung und Eigenspannung schon statisch sehr stark belastet wird.
Jedenfalls spare ich mir die 11ct an Schweißdraht und handhabe die Sache im Sinne des Eingangsposts:
Wenn die Karre mir unter'm Ar*** zusammenbricht, hat es nicht gehalten 💩

Fluidfilm wird auf jeden Fall besorgt, scheint guter Stoff zu sein :daumen:
 
Die Verbindung am Tretlager würde ich auf jeden Fall so verarbeiten, daß das erste Rohr vollumfänglich verschweißt wird. Erstens wird die Dauerhaltbarkeit besser, zweitens ist das auch vom Wasser her besser. Im schlimmsten Fall läuft sonst die Suppe vom Sitzrohr ins Unterrohr und kann da nicht vernünftig raus. Alte Yetis lassen grüßen, die rosten dann am Unterrohr durch.
Formieren mit Argon ist definitiv gut, aber versuchen, das nachher dicht zu bekommen, würde ich nie. Das entgültige Verschließen kann auch sehr ungemütlich werden, je nachdem, ob die Luft rein oder raus will.
Gut belüften, im Neuzustand FluidFilm rein und schwenken und es gibt nie Probleme...
 
Die Verbindung am Tretlager würde ich auf jeden Fall so verarbeiten, daß das erste Rohr vollumfänglich verschweißt wird. Erstens wird die Dauerhaltbarkeit besser, zweitens ist das auch vom Wasser her besser. Im schlimmsten Fall läuft sonst die Suppe vom Sitzrohr ins Unterrohr und kann da nicht vernünftig raus. Alte Yetis lassen grüßen, die rosten dann am Unterrohr durch.
Formieren mit Argon ist definitiv gut, aber versuchen, das nachher dicht zu bekommen, würde ich nie. Das entgültige Verschließen kann auch sehr ungemütlich werden, je nachdem, ob die Luft rein oder raus will.
Gut belüften, im Neuzustand FluidFilm rein und schwenken und es gibt nie Probleme...
Das mit dem Wasser klingt logisch. Wäre für mich der Hauptgrund rund herum zu schweißen.

Aber ich verstehe die Aussage mit der Dauerfestigkeit nicht. Wenn ich jeden Stoß komplett verschweiße, habe ich ja ein ~20mm langes Stück vom UR, das von beiden Seiten von den Nähten auseinandergezogen wird. Dazu kommt noch, dass der Kohlenstoff in so einer großen HAZ das Gefüge durcheinanderbringt. Zu den Eigenspannungen durch das Abkühlen kommt dann noch die Dauerbelastung vom Treten. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass ich auf die Weise eine bessere Dauerfestigkeit erreiche. Ich sage nicht, dass der Rahmen dadurch geschwächt wird oder dass du falsch liegst, nur verstehe ich die Gründe dafür nicht.
Im Stahlbau versucht man ja so wenig wie möglich "auf einer Stelle" zu schweißen. Das bedeutet z.B., dass ein Blech-Zierblende an einem Geländer nur mit kurzen Nähten an die Rohrkonstruktion gebraten wird, damit der Verzug nicht zu stark wird.
 
Im Gegensatz zum Stahlbau sind das ja dünnwandige Teile, das heißt, die Eigenspannungen sind nicht so kritisch.
Zwei aufeinandertreffende Schweißnähte hast du ja immer. Die Schweißnaht zwischen Unter- und Sitzrohr zieht "nach oben". Ist dann dazwischen nicht verschweißt, wird an einer Kerbe gezogen, die innen unweigerlich entsteht. Bei Stahl sicherlich unkritischer als bei Aluminium, wo das sehr problematisch ist, auch bei überlappenden Rohren am Steuerrohr.
 
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