Ganz sicher, in der Ebene (hier vor Ort ist nur das Rheintal eben) schaffen das bei uns die meisten engagierten Radler (durch die Bank über 50) , allerdings auf 8,5 - max 10,5Kg XC-Bikes mit gut rollenden Reifen, nicht mit einem Enduro, hier Hut... äh Helm ab

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Beim Nationalpark-Bikemarathon mit ca. 4.000 Hm und 140 Km (davon nur ca. 10 Km Asphalt) packe ich trotz Schiebe-/Tragestrecke (Chaschaunapass) fast einen 20er-Schnitt, und das als Greis mit über 60 Jahren

(die Weltelite wie Sewald, Huber etc übr. mit 25er-Schnitt).
Watt? Keine Ahnung, ich fahre ohne Powermeter, keinen Bordcomputer, habe nicht mal eine Armbanduhr, weswegen ich jedes Jahr u. a. den NPBM mit (um die 20 Teilnahmen), um zu sehen, wie es noch läuft... und ich kann beobachten, dass ich nicht schlechter bzw. langsamer werde - im Gegenteil, ich bin im Ziel auch nach 8 Stunden nicht mehr paniert als mit Mitte 40, und nach einigen Weizenbieren bereits gut regeneriert

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Aber da gibt´s noch zwei, drei Hand voll richtig harte Jungs, Jahrgänge 61, 62, 66 (haupts. Schweizer, falls welche hier mitlesen, sie wissen, wer gemeint ist

), die fahren sagenhaft gut; ich komme zwar im Laufe der Jahre näher, aber die sind nochmal eine andere Liga. Das sind meine Vorbilder.
Ich würde liebend gerne Ultra-Marathons in den Bergen laufen, aber dazu bin ich zu fett (63 - 64 Kg bei 1,72), und nach einem Lauf-Halbmarathon spüre ich es dann abwärts doch etwas in den Knien. Radfahren geht aber locker, auch nach über 58 Jahren (hatte mit 5 mein erstes Radl), und gerade das Rauffahren liebe ich mehr denn je!
Ich habe (bzw. "hatte", jetzt nur noch zum Spass, weil in Teil-Pension) ein "nicht-klassisches" Radlgeschäft und habe einige Hundert Bikes aufgebaut, auf Firmenschild und Visitenkarte steht "no E-Bikes" (die greife ich nicht an).
Ich merk(te) nicht das Geringste davon, dass das Mountainbike "verkümmert" - habe sogar einige Stromer, die sich ein "richtiges" Radl aufbauen liessen, und man stelle sich vor - die haben einen Riesenspass, ganz ohne Herrn Bosch (oder was auch immer da dran ist)

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Dabei habe ich jede Menge Aufträge abgelehnt, weil es für mich allein nicht machbar war bzw. mit meinem Drang nach Bewegung (bin 5-7 Mal in der Woche auf dem Bike, den Tourenschiern oder einfach zu Fuß unterwegs, die Zeit brauche ich), und jemanden einstellen wollte ich nicht. Habe dann einfach auf gute Gebrauchtbikes (u. a. auch hier im Bikemarkt) verwiesen, und diese bei Zeitfenstern getunt und/oder umgebaut.
Diese gar nicht so wenigen Bikes (auch etwa von
@anderson, der ebenfalls selbst aufbaut, wie auch viele andere hier im Forum) tauchen natürlich in keiner Statistik auf.
Ich betreue u. a. auch eine größere Gruppe, die nahezu jeden Tag unterwegs ist (natürlich nicht nur auf dem Radl), von Mitte/Ende 50 bis Anfang 70, darunter einige Frauen - da kommt niemand auf die Idee, sich eine Stromgurke zu kaufen, weil es auch so wunderbar geht. Natürlich sind das durch die Bank leichte Bikes (keines über 11 Kg), und die meisten fahren ein 28er-Ritzel, aber warum auch nicht? Klar haben wir hier eine Sondersituation im dreieinhalb-Ländereck und sind von Bergen umgeben, selbst zu den niedriger gelegenen Hütten macht man 800 Hm, und wenn man ein bissl ausholt (ich fahre z. B. nie direkt), werden stets bis zu 1.500 Hm draus. Bei "richtigen" Touren dann zw. 1.800 und 2.500 Hm, manchmal auch mehr. Das ergibt ganz natürlich eine verdammt gute Grundkondition.
Bei der Gruppe ist übrigens nur ein einziger Stromsauger dabei, der heuer 87 wird... bis 83 ist er noch ohne Motor gefahren (würde er immer noch machen, aber seine Lieblings-Hütten sind etwas weiter oben, die würde er nicht mehr packen). Er und eine gute Freundin (JG ´52, macht 170.000 Hm im Jahr, dazu noch etwa 30.000 zu Fuß) sind meine Vorbilder.
Was hier gar nicht zur Sprache kam - ganz zu schweigen vom erhöhten techn. Aufwand oder gar den Ressourcen, eine Stromgurke herzustellen, da könnte man ein großes Fass aufmachen - ist, wie selbige aussehen, und zwar ausnahmslos. Würg, mich schüttelt´s


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