Yo, ich fahre oft mit einem Kumpel, der Sportarzt und Allgemeinmediziner ist, habe also hie und da "meinen" Doctor dabei

. Ein Mann wie ein Brückenpfeiler, 1,94 groß, fast 100 Kg, im Flachen ein Monster (besonders auch als Windschattengeber, ich gebe ja kaum welchen

), 13 Jahre jünger als ich. Seine Meinung: das Dümmste, was man als
gesunder Mensch tun kann, ist einen Muskel dauernd "anzuschieben", der braucht das schlicht nicht. Natürlich kennen wir beide auch Mediziner, die das anders sehen... aber Moment und welch Wunder - die fahren E-Gurken

.
Er hat viele sportliche "Kunden", auch Semi- oder Profisportler... mit einigen derselben wurde ich schon als Guide eingesetzt, weil ich Hunderte Touren im Dreieinhalb-Ländereck kenne. Es freut mich sehr, wenn ich als deutlich Ü60er mit den meisten Sportler in den 40ern und 50ern fröhlich mithalten kann, und dabei selten paniert bin. Im Gegenteil - nach 4 oder 5 Stunden und ordentlich Höhenmetern bin ich meist der Frischeste.
Dabei sehe ich das alles nicht als "Training", ich liebe es einfach, mich zu bewegen, so war es immer schon, habe das an anderer Stelle schon erklärt - fahre seit über 58 Jahren auf Radln und habe mit 12 Jahren bereits eine über 2.000 Hm-Tour mit über 100 Km (wen es interessiert: von Hard am Bodensee nach Schröcken/Tannberg und wieder retour, an einem Tag) mit einem 5-Gang Radl gemacht, seitdem hat mich gerade das längere Aufwärts-Fahren nie losgelassen.
Ich fahre übr. ohne jegl. Zeit- oder Pulsmessung, habe keine Uhr, orientiere mich zeitmässig an Kirchentürmen (im Hochgebirge schwierig

), Handy sowieso niemals dabei. Darum meine Marathon-Teilnahmen (zwei, höchstens drei im Jahr, aber ordentliche Distanzen/Hm), daran kann man sehen, was der Körper so hergibt, und ich muss sagen, habe absolut nicht nachgelassen, weder von den Zeiten her (bin immer im vorderen Fünftel unterwegs, Altersklasse meist Top 10), und gefühlt absolut nicht am Ende, auch nicht nach 4.000 Hm.
Wir haben keinen einzigen Mitfahrer (oder gar Freund/näheren Bekannten ausser dem 87-jährigen, den ich weiter vorne erwähnte) mit Stromgurke, meine Mädels sind sagenhaft beieinander (klar, 48 und 52 Kg mit 10 Kg Racefullys) und würden mir eine Grade verpassen (zu Recht!), wenn ich mit so einer Gurke daherkäme.
Wie gesagt - es muss ja nicht jeder Marathon oder Alpenbrevets mit 5.000 Hm fahren, aber bitte, hier wird von ein paar Hundert oder 1.000 Hm geredet, oder ein bissl Anfahrt und "sich aufwärts quälen müssen"... äh, das kann ich wirklich nicht begreifen, zumal ich hier Hunderte Gegenbeispiele von Leuten (darunter auch viele Frauen

) sehe, denen ich Bikes aufgebaut habe oder noch aufbaue. Sind wir, die wir in bzw. direkt an den Bergen wohnen, so anders aufgestellt?
Ah ja, mich wundert übrigens, dass hier noch von keinem Boschianer die Meldung kam, dass eine E-Gurke mitsamt Strompiloten insgesamt umweltfreundlicher ist, weil die richtigen Radler, um auch ordentlich Leistung zu generieren, dauernd Unmengen futtern und saufen müssen, und dann quasi permanent am Kacken sind