Neues vom Verkehrsgerichtstag 2026: 1,1 Promille-Grenze für Radfahrer gefordert

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Re: Neues vom Verkehrsgerichtstag 2026: 1,1 Promille-Grenze für Radfahrer gefordert
Diese Argumentation, es ist immer ein Problem der Gesellschaft ist, aus meiner Sicht, ein dünner Grat. Im Sinne von, jeder Unfall beim Enduro Biken ist vermeidbar, man muss sich ja nicht über 2m Kicker werfen, sondern kann die Forststraße runterfahren...

Und Alkoholsucht als Krankheit und betrunken Radfahren ist nicht dasselbe.
Darum geht es, maßvoll sein, Risiken minimieren. Nicht gleich aufhören zu leben. Versucht mal zwischen den Extremen zu bleiben. Niemand macht alles richtig!
 
Warum finden manche Leute es eigentlich immer so toll wenn der Staat Menschen vorschreibt was sie zu tun und zu lassen haben.
Es wäre viel schöner, wenn das (Vorschrift) nicht nötig wäre.
Wenn jeder wüsste was sich gehört und was nicht. Und sich daran auch hält.

Warum braucht es ein 30er Schild vor Schulen? Es reicht doch der Hinweis auf eine Schule und jeder fährt langsam.
Nicht nur gefühlt!
Überholverbot in Kurven, Nichtraucher in öffentlichen Gebäuden, ...
 
Komisch, komisch. Fast alle (okay alle) Unfälle und Beinah-Unfälle hatte ich egal ob auf dem Rad, dem Motorrad oder im Auto nur mit Frauen zwischen 18-30, die noch schnell nebenbei Instagram bearbeiten mussten oder mit Hubert (93) der weder etwas sieht noch etwas hört. Was für ihn aber kein Grund ist, kein Auto zu fahren. Mit betrunkenen Radlern, egal ob 1,1 oder 1,6 gab es noch nie Probleme.
Ggf. sollte man erstmal die Strafen für Handybedienung am Steuer erheblich anheben und die Mumien zum Artzt schicken, bevor man sich mit diesen Fällen beschäftigt. Und ja, Alkohol böseböseböse.
Die Empfehlungen dieses Verkehrssicherheitsrates umfassen noch ein wenig mehr, z. B. auch die konsequentere Verfolgung von Ablenkung beim Führen eines Kfz, also insbesondere Smartphone am Steuer. Dafür auch technische Mittel wie bestimmte Kamerasysteme mit automatisierter Analyse.

Ich bin wirklich SEHR kritsch gegenüber derartigen Überwachungsmöglichkeiten eingestellt, aber da ich ähnliche Erfahrungen bzgl. Handy am Steuer gemacht habe (allerdings nicht auf Frauen zwischen 18 und 30 beschränkt - da findet man Männer und Frauen über alle AKs hinweg), tendiere ich hier zu Zustimmung.

Es liegt übrigens nicht an der Höhe von Strafen, sowas ist typische Politiker-Reaktion, um von eigenem Versagen abzulenken. Gesetze müssen durchgesetzt werden. Wenn es faktisch ohne Konsequenzen bleibt, am Steuer rumzutippen, aufm Radweg zu parken oder völlig von der Umwelt abgeschottet unter Kopfhörern über die Straße zu trotten bzw. Rad zu fahren, dann macht der durchschnittliche Depp es eben auch. Egal wie hoch die mögliche Strafe ist.
 
Die Empfehlungen dieses Verkehrssicherheitsrates umfassen noch ein wenig mehr, z. B. auch die konsequentere Verfolgung von Ablenkung beim Führen eines Kfz, also insbesondere Smartphone am Steuer. Dafür auch technische Mittel wie bestimmte Kamerasysteme mit automatisierter Analyse.

Ich bin wirklich SEHR kritsch gegenüber derartigen Überwachungsmöglichkeiten eingestellt, aber da ich ähnliche Erfahrungen bzgl. Handy am Steuer gemacht habe (allerdings nicht auf Frauen zwischen 18 und 30 beschränkt - da findet man Männer und Frauen über alle AKs hinweg), tendiere ich hier zu Zustimmung.

Es liegt übrigens nicht an der Höhe von Strafen, sowas ist typische Politiker-Reaktion, um von eigenem Versagen abzulenken. Gesetze müssen durchgesetzt werden. Wenn es faktisch ohne Konsequenzen bleibt, am Steuer rumzutippen, aufm Radweg zu parken oder völlig von der Umwelt abgeschottet unter Kopfhörern über die Straße zu trotten bzw. Rad zu fahren, dann macht der durchschnittliche Depp es eben auch. Egal wie hoch die mögliche Strafe ist.
Das stimmt nicht ganz, siehe z. B. Singapur.
 
Also Freunde der nüchternen Fahrkunst.
Es ist ja nicht so dass man mit 1,5 Umdrehungen einfach n Bumserle machen kann und man ist unbeschollten.

Ab 0,25 Promille:
Bei Unfall
1 Monatslohn Strafe und 2 Punkte.
Bei Ausfallerscheinungen
0,5 Monatslohn Strafe 2 Punkte

Wer nicht auffällig ist soll doch bitte auch mit 1,5 Umdrehungen noch radeln dürfen.

Am End verbietet man auch noch das laufen. Damit kann man nämlich auch gefährlich in den Verkehr eingreifen.
 
Und wenn dir dann so ein betrunkener Vollidiot mit dem Rad ins Auto kachelt bist du automatisch mit schuld.
Nein.

Kann Dir gerne auch ausführlich erläutern, wie die Haftungsverteilung bei Verkehrsunfällen zustande kommt, aber im Ergebnis bleibt es dabei: Von einem Automatismus kann keine Rede sein.

(Damit sage ich nichts dazu, was ich von dem Vorhaben halte. Dazu kann ich mir keine abschließende Meinung bilden, weil mir schlicht die Datenlage fehlt, wie hoch die von besoffenen Radfahrern ausgehende Gefahr tatsächlich ist. Geht es letztlich nur um den Schutz des Säufers selbst, halte ich wenig davon, sind sie signifikant fremdgefährlich und lässt sich die Gefahr durch die Änderung des Grenzwerts in nennenswertem Umfang verringern, finde ich sie gut.)
 
Ich bin wirklich SEHR kritsch gegenüber derartigen Überwachungsmöglichkeiten eingestellt, aber da ich ähnliche Erfahrungen bzgl. Handy am Steuer gemacht habe (allerdings nicht auf Frauen zwischen 18 und 30 beschränkt - da findet man Männer und Frauen über alle AKs hinweg), tendiere ich hier zu Zustimmung.
Dann bist du nicht SEHR kritisch eingestellt, noch nicht mal kritisch.
Fast jede automatisierte Überwachung wird ausgeweitet werden. Nein, so etwas will man nicht. Zumindest nicht, wenn man nicht in einem Polizeistaat leben will in dem jede Ordnungswidrigkeit verfolgt wird.
Dich nerven Handys am Steuer, andere nerven Radfahrer die kein Handzeichen geben oder nicht alle Reflektoren am Rad haben. Bist du etwa kurz freihändig gefahren? Rechnung kommt gleich! Nummernschilder für Radfahrer, der Verkehrshauptwachmeister will was zu tun haben!

Das Ordnungswidrigkeiten nur stichprobenartig überprüft und geandet werden gehört zum Konzept. Es sind eben keine Straftaten.

Hier wird so getan als ob jeder alles immer richtig machen würde. Aber tatsächlich macht ständig jeder immer etwas "falsch".
 
sind sie signifikant fremdgefährlich und lässt sich die Gefahr durch die Änderung des Grenzwerts in nennenswertem Umfang verringern, finde ich sie gut.
Da hier ja schon über Kosten der Allgemeinheit für Selbstgefärdung als Argument angebracht wird kannst du davon ausgehen das die Fremdgefärdung gegen Null geht. Aber es kommen bestimmt noch Anekdoten von Beinaheunfällen.
 
In Österreich liegt die Grenze schon lange bei 0,8 Promille und das ist auch durch aus gut so.

In Österreich sind aber auch die Strafen für betrunken Rad fahren die selben wie fürs Auto. Find ich nicht angemessen. Mit dem 1,5t Blechhaufen nehm ich mehr mit in den Tod als wenn ich mich betrunken mit dem Rad in eine Fußgängerzone verirre. Soll definitv kein Freibrief fürs btrunken Radeln sein aber die Gefahr betrunken auf dem Rad ist man in erster Linie trotzdem für sich selbst und nicht für alle anderen.
 
Da hier ja schon über Kosten der Allgemeinheit für Selbstgefärdung als Argument angebracht wird kannst du davon ausgehen das die Fremdgefärdung gegen Null geht. Aber es kommen bestimmt noch Anekdoten von Beinaheunfällen.
Naja, die Diskussion hier wird - ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, schließe mich selbst mit ein - von interessierten Laien geführt. Am Verkehrsgerichtstag sind Staatsanwälte, Richter, Anwälte und Sachverständige beteiligt, die ständig mit entsprechenden Fällen zu tun haben. Ich gehe schon davon aus, dass man dort nicht aus einem Gefühl heraus leichtfertig eine Ausweitung der Strafbarkeit fordert, sondern sich eine wissenschaftliche Grundlage verschafft hat. Zumal die staatlichen Akteure sicherlich keine Langeweile haben und kein Interesse, sich ohne Not mehr Arbeit zu verschaffen. Und es sind auch keine Politiker, die aus ideologischen Gründen oder um sich beim Wähler anzubiedern agieren.
 
Auf Trails darf man ja weiterhin dicht bis in die Spitzen faaaahn, ist ja auch unerlässlich beim Bierchen/Würstchen Enduro, der neuesten Spielerei von Monkeyrace.

Wer im Straßenverkehr rumeiert, sollte gar nicht saufen. 0,5 für alle Teilnehmer, falls am Vortag Bierchen/Würstchen Race war. Keine Ausnahme, kein gefuddel, Bürokratieabbau beginnt im Kleinen.


Ok, da hab ich auch ein.
Die 0.5 für Alle Verkehrsteilnehmer auch den Fußgängern, aber und ez kommt's!
Den Alk. Test abschaffen, und dafür eine Selbstverpflichtung aller, daß man sich betrunken Sofort beim nächsten Streifenbeamten meldet. Den finde auf der App, der nächste Sch. Lau. wo er Angezeigt wird.
Was die Industrie seit Jahrzehnten kann sollte dem Bürger auch zugemutet werden können.
Grüße DBB
 
Und es sind auch keine Politiker, die aus ideologischen Gründen oder um sich beim Wähler anzubiedern agieren.
Das ist zu hoffen. Doch leider ist der Populismus auch solchen Vereinen nicht fremd. Es geht ja um Daseinsberechtigungen, Pöstchen und Anerkennung im Kollegium. Und man muss abliefern, die dazugehörigen Politiker wollen was mit Außenwirkung umsetzen.
Wer schon einmal in einem Normierungsgremium saß, weiß wovon ich rede. Normalerweise eigentlich alles alteingesessene Ingenieure die pragmatisch sein sollten. Aber leider landen doch oft die falschen in solchen Gremien.

Und dann kommt dazu dass leider auch in solchen Ausschüssen Personen sitzen, die meinen andere vor sich selbst schützen zu müssen. Eine, gerade bei hochgebildeten Personen, weit verbreitete Unsitte.
 
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