MTB-Verkäufe sinken: Warum verkümmert das Mountainbike?

Versuch's doch mal mit einem wertneutralen Begriff, bitte. "Skeptiker" z.B. fände ich akzeptabel.

JETZT hab ich keine weiteren Fragen mehr :D

Impf-Skeptiker
Klima-Skeptiker
Kondensstreifen-Skeptiker
eMTB-Skeptiker
...

Also eben jene Leute, die noch kritisch denken und hinterfragen. Grandios :)
 
@umtreiber Bist Du denn hier im Forum auf allen Unterseiten aktiv und diskutierst bei allen Themen von Kinderräder über Frauenthemen bis hin zu Kaffeemaschinen mit?
Oder schaust Du Dir nur die Threads an, die Dich betreffen/interessieren?
Vermutlich wohl schon, oder?

Warum fühlst Du Dich dann gezwungen, bei E-Bike-spezifischen Threads mitzumachen? Was stört da?

auch hier habe ich die Antwort doch schon geschrieben: Ihr habt euer Forum doch schon.
du bist wie ein kleines kind das nicht das kuchenstück auf seinem teller möchte, sondern genau das gleiche vom geschwister-teller.
 
Das ist okay.
Ich hoffe aber, dass Du dann Dich mit Deinen permanenten Beleidigungen gegenüber E-Bikern im Allgemeinen und gegen einzelne User im Speziellen gleich mitgemeldet hast.

Abgesehen davon:

Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Redaktion @Redaktion sowie die Moderation und/oder Thomas @Thomas als Betreiber sich bei so einem Thema mit einbringen würden.
Es ist höchste Zeit, dass hier einmal Position bezogen wird und grundsätzlich darüber diskutiert wird, inwieweit die Trennung von mtb-news und emtb-news denn noch gewünscht, sinnvoll und zeitgemäß ist.

Muss es nicht ein Anliegen der Forenbetreiber sein, die "Verhärtung" der Lager aufzuweichen und vermittelnd den Weg für Verständnis, Verständigung und Akzeptanz zu schaffen.
Wir alle sind Mountainbiker!

Die Zeit scheint doch zwischenzeitlich gekommen zu sein, wenn man hier so liest, wie viele motorlose Biker inzwischen auch E fahren oder gar ganz auf das E umgestiegen sind.

Auch das Thema dieses Threads und bspw. der Rallon-Thread etc. zeigen, dass eine Trennung wohl nicht mehr so richtig passt. Auch in nahezu allen sonstigen Themen, kommt es immer wieder aufs Neue zu diesen Diskussionen.

Statt aber nun immer wieder heftige Diskussionen anzufachen, um Clicks zu generieren und die "Lager" gegeneinander anzustacheln, wäre eine moderierte und möglichst sachliche Diskussion mit der Zielrichtung einer möglichen"Wiedervereinigung" dringend notwendig.
Grundsätzliche Klärung der Situation!

Dann besteht evtl. mittelfristig die Chance, dass es nicht mehr um "die fetten E-Biker" vs. "wir Bio-Biker sind die einzig wahren Sportler" geht, sondern hoffentlich irgendwann wieder um den geilsten Sport der Welt mit all seinen Facetten.
Stell Dir mal einen ca. 1km langen "Endurorundkurs" vor. So wie ein überdimensionaler Pumptrack. Den befahren wir als MTBiker gemeinsam. Alle in die gleiche Richtung. Wenn 5 Moutainbiker und 5 Ebiker auf dem Kurs unterwegs sind funktioniert das alles wahrscheinlich völlig problemlos, ab 20 Personen wird es schwierig. Die Differenz in der Fahrgeschwindigkeit ist zu hoch. Die Ebiker werden unzufrieden sein, weil die Mountainbikern ihnen im Weg stehen und die Mountainbiker werden sauer weil die Ebiker ihnen ständig im Nacken hängen. Die Ebiker finden die Anstiege irgendwann zu läppisch, den Mountainbikern werden sie zu anspruchsvoll usw.

Die Konsequenz wird sein das man für den Kurs eine Regelung finden muss. Getrennte Fahrtzeiten, verschiedene Kurse, was auch immer.

In der Realität wird die Differenz nicht so wahrgenommen da wir uns nicht auf einem kleinräumigen Gelände bewegen.

Auch wenn (aktuell) das Fahrwerk das gleiche ist, die Geometrie die gleiche ist, die Reifen (teilweise) die gleichen sind, der Motor verändert den Sport.
So ein Avinox Motor hat 105 Nm Drehmoment. Ein Hyundai i10 hat 93Nm Drehmoment...

In der Hinsicht ist Ebike fahren dann doch "Motorsport". Ist doch auch nichts verkehrtes dran es so zu titulieren, oder?
Stand heute gibt es halt noch keine wirkliche "Rennserie" die das Thema entsprechend emotional auflädt. Da muss halt aktuell noch das klassische MTB als Referenz her halten. Zum Glück gibt es so coole Typen wie Wyn Masters die im Moment beide Lager als Idol dienen können.

In dem Moment wo E-MTB Rennsport breitflächig existiert, es inspirierende Athletinnen und Athleten gibt und die mediale Aufbereitung passt wird sich keiner der sich als E-Mountainbiker identifiziert noch in den gleichen Topf wie ein Old-School Mountainbiker werfen lassen.

Gerade mit der Weiterentwicklung der "Ebikes" wird die Differenz zum normalen Bike weiter zunehmen.

Im Moment macht man sich noch Gedanken um Reichweite und Motorleistung. Der nächste Schritt wird sein Fahrwerk, Reifen und Geometrie an die Motorleistung anzupassen. Zumindest die Ebikes die ich gefahren bin wurden im schwierigen Gelände bergauf nicht durch die Motorleistung limitiert sondern durch die Geometrie.

Eine biomechanisch besonders effiziente Sitzposition ist am Ebike nicht mehr notwendig. Man kann den Fahrer sinnvoller so positionieren das er sowohl bergauf als auch bergab möglichst ausbalanciert im Rad steht.

Ich denke MTB und Ebike werden sich weiter auseinanderentwickeln.

Vielleicht wird das Thema "Biobike" auch nur noch eine Randerscheinung in diesem Forum sein. Für mich auch ok.
 
JETZT hab ich keine weiteren Fragen mehr :D

Impf-Skeptiker
Klima-Skeptiker
Kondensstreifen-Skeptiker
eMTB-Skeptiker
...

Also eben jene Leute, die noch kritisch denken und hinterfragen. Grandios :)
OK. Ich verstehe die Assoziation und wäre für andere wertneutrale Begriffe dankbar.

Oder anders: Wer sich beleidigt fühlt, wenn ihm vorgehalten wird, dass E-Bike-Fahren vielleicht jetzt doch nicht das gleiche wie Radfahren ist, sollte dann doch in seiner eigenen Wortwahl vorsichtiger sein.
 
An sich egal, ob man die Seiten zusammenlegt, obwohl mich diese ominöse E-Monzenbike-Seite nicht interessiert, die ich noch nie besuchte, man wird ja nicht dazu gezwungen.
90% oder mehr der Themen hier auf MTB-News sind aber auch nicht berauschend interessant für die meisten, für einige wenige aber doch, und die können sich ja dort austauschen.

Insgeheim vermute ich, dass die Boschianer sich hauptsächlich aus einem Grund hier herumtreiben: sie haben keinen Bumsierungs-Faden... 😜 (oder etwa doch?)
 
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Stell Dir mal einen ca. 1km langen "Endurorundkurs" vor. So wie ein überdimensionaler Pumptrack. Den befahren wir als MTBiker gemeinsam. Alle in die gleiche Richtung. Wenn 5 Moutainbiker und 5 Ebiker auf dem Kurs unterwegs sind funktioniert das alles wahrscheinlich völlig problemlos, ab 20 Personen wird es schwierig. Die Differenz in der Fahrgeschwindigkeit ist zu hoch. Die Ebiker werden unzufrieden sein, weil die Mountainbikern ihnen im Weg stehen und die Mountainbiker werden sauer weil die Ebiker ihnen ständig im Nacken hängen. Die Ebiker finden die Anstiege irgendwann zu läppisch, den Mountainbikern werden sie zu anspruchsvoll usw
Stell Dir mal einen ca. 1km langen "Endurorundkurs" vor. So wie ein überdimensionaler Pumptrack.

Den befahren wir als MTBiker gemeinsam. Alle in die gleiche Richtung.

Wenn 5 Moutainbiker auf aktuellen Bikes mit gefedertem Fahrwerk und Gangschaltung und 5 Mountainbiker mit ungefederten Rädern ohne Gangschaltung aus dem Jahr 1985 auf dem Kurs unterwegs sind funktioniert das alles wahrscheinlich völlig problemlos, ab 20 Personen wird es schwierig.
Die Differenz in der Fahrgeschwindigkeit und der individuellen Leistungswerte ist zu hoch.

Die modernen MTBer werden unzufrieden sein, weil die traditionellen und leistungsschwächeren Mountainbikern ihnen im Weg stehen und die traditionellen und leistungsschwächeren Mountainbiker werden sauer weil die modernen MTBer ihnen ständig im Nacken hängen. Die modernen MTBer finden die Anstiege irgendwann zu läppisch, den traditionellen und leistungsschwächeren Mountainbikern werden sie zu anspruchsvoll usw.

Alle ohne Motor!

Also brauchen wir noch vieeeeel mehr eigene, abgegrenzte Foren für die sehr unterschiedlichen Mountainbiker.
 
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Na ja, das würde ja dann nur die E-MTBer ohne motorlos-Bezug betreffen.
Nope. Nicht so, wie ich das (provokant) meinte. Es gibt keinen Grund, warum diese gemeinsamen Themen hier diskutiert werden müssen. Wer e-mtb will ist auf e-mtb-news/ forum richtig und kann dort alle mtb-Themen mit Gleichgesinnten diskutieren.
Baut dort in Frieden neu auf und wartet ...
Du vielleicht nicht, ich aber auf meinen popligen S0-S1 Hometrails schon. Ich seh das auch bei vielen Teilnehmern bei Fahrtechniktrainigs dort. Besonders für Späteinsteiger ist das absolut nötig.
Du kannst jederzeit mit normalem Skill einsteigen. Anstatt einen Trail zu surfen, schleichst du am Anfang halt ziemlich runter. Auch das ist mtb. Als Vergleich wurde Skateboard genannt. Wenn man das noch nie gemacht hat, kommt man keine 3m weit.
Enduro Speed auf roten oder schwarzen Trails ist dann schon ne andere Welt/Liga.
Nimm Enduro raus und lass Rot auf Speed mit kleinen Kickern und jede Anlieger oben am Anschlag. Das hat nix Weltklasse zu tun. Das ist Alltag. Bei S1 ist es der Speed, für den du wirklich Skill brauchst. Ansonten sind die meisten Sachen ja langsam abrollbar (oder auch umfahrbar). Bei S2 beginnt dann das Level, wo du als Anfänger ohne Skill zu schieben anfängst.
Skilllevel, und wie man da hin kommt
Exakt. Es ist halt die Frage, wie viel Skill braucht es wirklich, um loszulegen. Eine normale geschulte Körperbeherrschung reicht aus, um zu beginnen.
Das ist aber tatsächlich auch das Problem mit dem e-mtb: es sugeriert, dass man mit 0 Skill den Berg hoch wie runter meistern könnte. Die gleichen Leute würden sich weder auf ein Skateboard stellen (ohne im KH zu landen) oder einfach mal bouldern gehen.

Im Einzelfall ist das natürlich auch anders.
 
Stell Dir mal einen ca. 1km langen "Endurorundkurs" vor. So wie ein überdimensionaler Pumptrack.

Den befahren wir als MTBiker gemeinsam. Alle in die gleiche Richtung.

Wenn 5 Moutainbiker auf aktuellen Bikes mit gefedertem Fahrwerk und Gangschaltung und 5 Mountainbiker mit ungefederten Rädern ohne Gangschaltung aus dem Jahr 1985 auf dem Kurs unterwegs sind funktioniert das alles wahrscheinlich völlig problemlos, ab 20 Personen wird es schwierig.
Die Differenz in der Fahrgeschwindigkeit und der individuellen Leistungswerte ist zu hoch.

Die modernen MTBer werden unzufrieden sein, weil die traditionellen und leistungsschwächeren Mountainbikern ihnen im Weg stehen und die traditionellen und leistungsschwächeren Mountainbiker werden sauer weil die modernen MTBer ihnen ständig im Nacken hängen. Die modernen MTBer finden die Anstiege irgendwann zu läppisch, den traditionellen und leistungsschwächeren Mountainbikern werden sie zu anspruchsvoll usw.

Alle ohne Motor!

Also brauchen wir noch vieeeeel mehr eigene, abgegrenzte Foren für die sehr unterschiedlichen Mountainbiker.

Ist ein bisschen weit hergeholt, wer fährt heut noch Bikes aus den 80ern? Aber lass da mal 10x @Rockside und 10x @aibeekey (rein zufälliges Beispiel für einen XC und einen Enduro Biker)) drauf fahren...ohoh :streit: 🤣
 
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Stell Dir mal einen ca. 1km langen "Endurorundkurs" vor. So wie ein überdimensionaler Pumptrack.

Den befahren wir als MTBiker gemeinsam. Alle in die gleiche Richtung.

Wenn 5 Moutainbiker auf aktuellen Bikes mit gefedertem Fahrwerk und Gangschaltung und 5 Mountainbiker mit ungefederten Rädern ohne Gangschaltung aus dem Jahr 1985 auf dem Kurs unterwegs sind funktioniert das alles wahrscheinlich völlig problemlos, ab 20 Personen wird es schwierig.
Die Differenz in der Fahrgeschwindigkeit und der individuellen Leistungswerte ist zu hoch.

Die modernen MTBer werden unzufrieden sein, weil die traditionellen und leistungsschwächeren Mountainbikern ihnen im Weg stehen und die traditionellen und leistungsschwächeren Mountainbiker werden sauer weil die modernen MTBer ihnen ständig im Nacken hängen. Die modernen MTBer finden die Anstiege irgendwann zu läppisch, den traditionellen und leistungsschwächeren Mountainbikern werden sie zu anspruchsvoll usw.

Also brauchen wir noch vieeeeel mehr eigene, abgegrenzte Foren für die sehr unterschiedlichen Mountainbiker.
Dann wagen wir doch mal einen gemeinsamen Blick in die Zukunft. Dazu ziehen wir die Entwicklung der letzten Jahre heran:
- in den letzten 10 Jahren hat sich das Drehmoment der Ebikes von ca. 40-50 Nm auf 100Nm erhöht.
-die Wahrscheinlichkeit dass das stagniert ist eher nicht gegeben. Ein E-bike wird in 10 Jahren eher 200 Nm haben als 130 Nm

Das werden weder aktuelle Antriebe, noch Reifen umsetzen können. Die müssen stabiler und somit schwerer werden. Die paar Jungs hier im Forum die sich einen Schwalbe Shredda ans normale Rad schrauben kannst an einer Hand abzählen.

Die Bauteile die man in Zukunft an Ebikes und normalen Bikes finden wird werden weniger. Für motorlose Biker werden sie schlicht überdimensioniert sein und nicht mal im DH Bereich nutzbringend sein.

Wenn die Bikes leistungsfähiger werden, werden auch die Strecken anspruchsvoller werden... etc.

Wie gesagt, es ist für mich völlig akzeptabel das normale Bikes weniger werden und an Relevanz verlieren. Aber die Gemeinsamkeiten die Du aktuell siehst werden in Zukunft nicht bleiben. Das wird technisch keinen Sinn machen.
 
Der Unterschied zwischen einem E-MTB und einem MTB sind ein Motor und ein Akku, also eine externe Energiequelle, die als Leistung für den Antrieb genutzt werden kann, die nicht aus eigener Muskelkraft erbracht werden muss. Jeder Versuch, zu erklären, warum immer weniger Menschen ein MTB kaufen und immer mehr Menschen ein E-MTB, müsste demnach der Frage nachgehen, warum immer mehr Menschen denken, für das Radfahren eine zusätzliche, externe Leistung zu benötigen, die sie selbst nicht erbringen können oder wollen.

Wenn ich mir die Diskussion im Forum so anschaue, dann meine ich zwei konkurrierende Erzählungen zu sehen. Die eine Erzählung ist: E-MTB sind die besseren, fortgeschrittenen MTB, man kann mit E-MTB bei gleicher selbst erbrachter Leistung durch die externe Leistung schneller, weiter, steiler fahren. Gemäß dieser Erzählung kann man mit einem E-MTB alles machen, was man auch mit einem MTB kann, nur besser und noch mehr. Die Attraktivität des E-MTB ergibt sich aus einem Funktionalitätsvorteil gegenüber MTB. Da immer mehr Menschen diesen Funktionalitätsvorteil erkennen, steigen die Verkäufe von E-MTB und sinken die Verkäufe von MTB.

Die konkurrierende Erzählung lautet: E-MTB ermöglichen es, bei gleicher Streckenlänge, gleicher Geschwindigkeit und gleicher Steigung die eigene Leistung zu verringern. Man muss sich mit E-MTB für das gleiche Ergebnis weniger anstrengen, weil Motor und Akku einen Teil der Antriebsleistung übernehmen, die man ansonsten selbst erbringen müsste. Gemäß dieser Erzählung kann man mit einem E-MTB alles machen, was man auch mit einem MTB kann, nur mit weniger eigener Antrengung. Die Attraktivität des E-MTB ergibt sich aus einem Bequemlichkeitsvorteil gegenüber MTB. Da immer mehr Menschen diese Bequemlichkeit schätzen bzw. die Anstrengung zu vermeiden suchen, steigen die Verkäufe von E-MTB und sinken die Verkäufe von MTB.

Beiden Erzählungen wohnt ein Vorwurf inne. Die erste Erählung wirft MTB-Fahrern implizit vor, rückständig zu sein, den Vorteil der neuen Technologie nicht zu erkennen oder nicht zu nutzen wissen. Die zweite Erzählung wirft E-MTB-Fahrern immplizit vor, träge und faul und unfit zu sein oder auf dem Weg, es zu werden. Die erste Erzählung wird - naturgemäß - vornehmlich von E-MTB-Fahrern vertreten, die zweite - naturgemäß von MTB-Fahrern. Und in der Diskussion im Forum kann man sehr schön sehen, wie die Diskussion wechselseitig von einer beschreibenden Erzählung zu einer vorwurfsvollen (und in Teilen auch beleidigenden) Erzählung hin und her wechselt, was sehr bedauerlich und der Diskussion nicht förderlich ist.

Ich denke es ist so, dass beide Erzählungen zutreffen, dass es sowohl auf individueller Ebene als auch in der Gesamtsicht sowohl die Bequemlichkeit als auch der Funktionalitätsvorteil sind, die den Kauf eines E-MTB motivieren. Zu welchen Anteilen der eine oder der andere Grund ausschlaggebend ist, kann auf individueller Ebene jeder nur für sich selbst beurteilen und ich denke es ist nicht gut, sich hierüber ein Urteil erlauben zu wollen und anderen Nurtzern das eine oder andere zu unterstellen. Die Motivation ist unsichtbar. Entsprechend kann auch niemand genau sagen, wie sich die Anteile im Gesamtkäuferfeld zusammensetzen (und ich rede hier tatsächlich nur von den etwa 250.000 MTB-Käufern, die vor 10 Jahren noch ein MTB gekauft haben und heute ein E-MTB. Die Umsteiger von Tourenrad/Cityrad auf E-MTB sind nochmal eine andere Geschichte).

Was ich aber zu meiner Sichtweise auf das E-MTB schon sagen kann ist: Die Verwendung einer externen Leistung, die nicht ich durch Muskelkraft erzeugt habe, um schneller, weiter, steiler zu fahren (Erzählung 1) oder bei gleicher Strecke die eigene Leistung zu reduzieren (Erzählung 2), widerspricht im Allgemeinen meinem Verständnis von Radsport und MTB-Sport. Die Verwendung einer externen Leistung beim Radfahren widerspricht im Allgemeinen meinem Sportsgeist und meinem grundlegenden Verständnis von Radfahren. Was immer die E-Bike-Fahrer machen, sie machen im Allgemeinen nicht das, was ich mache.

Ich schreibe "im Allgemeinen", weil man in die Motivation von Menschen nicht reinsehen kann und weil ich auch weiß, dass es Ausnahmen gibt: Körperlich oder gesundheitlich beeinträchtigte Menschen, für die ein E-Bike ein Segen ist, weil es ihnen die Ausübung eines Sports ermöglicht, den sie andernfalls gar nicht hätten ausüben können. Hand hoch, wer am Berg mal ein motorunterstütztes Handbike überholt hat und gedacht hat, dass das kein Sport ist. Ich nicht. Paul Bas fährt ein E-MTB mit einer Rückenmarksverletzung. Andere fahren ein E-Bike mit anderen neurologischen Erkrankungen/Verletgzungen oder mit Herzerkrankungen (bspw. Herzinsuffizienz). Im Einzelfall bzw. auf individueller Ebene würde ich daher immer für Demut plädieren. Ich möchte mir nur die Bemerkung erlauben, dass ich mir schwer vorstellen kann, dass die 250.000 von insgesamt 300.000 MTB-Käufer, die 2014/2015 noch ein MTB gekauft haben und nun ein E-MTB kaufen, dass das alles körperlich oder gesundheitlich schwer beeinträchtigte Menschen sind, für die Radfahren vorher eine Qual war und mit dem Motor jetzt körperlicher Gleichstand erreicht wird. In der Gesamtsicht denke ich schon, dass dass sich der MTB-Sport auf dem Rückzug befindet und zunehmend durch eine bewegeungsorientierte Freizeitaktivität mit Motorunterstützung ersetzt wird. Meine Hoffnung ist aber auch, dass der MTB-Sport nie ganz aussterben wird und ich auch in Zukunft auf der Straße und auf dem Trail Menschen treffen werde, mit denen ich mich sportlich verbunden fühle.

Sorry für den langen Text.
 
Dann wagen wir doch mal einen gemeinsamen Blick in die Zukunft. Dazu ziehen wir die Entwicklung der letzten Jahre heran:
- in den letzten 10 Jahren hat sich das Drehmoment der Ebikes von ca. 40-50 Nm auf 100Nm erhöht.
-die Wahrscheinlichkeit dass das stagniert ist eher nicht gegeben. Ein E-bike wird in 10 Jahren eher 200 Nm haben als 130 Nm

Das werden weder aktuelle Antriebe, noch Reifen umsetzen können. Die müssen stabiler und somit schwerer werden. Die paar Jungs hier im Forum die sich einen Schwalbe Shredda ans normale Rad schrauben kannst an einer Hand abzählen.

Die Bauteile die man in Zukunft an Ebikes und normalen Bikes finden wird werden weniger. Für motorlose Biker werden sie schlicht überdimensioniert sein und nicht mal im DH Bereich nutzbringend sein.

Wenn die Bikes leistungsfähiger werden, werden auch die Strecken anspruchsvoller werden... etc.

Wie gesagt, es ist für mich völlig akzeptabel das normale Bikes weniger werden und an Relevanz verlieren. Aber die Gemeinsamkeiten die Du aktuell siehst werden in Zukunft nicht bleiben. Das wird technisch keinen Sinn machen.

Dafür gibt's dann Flat Bar Gravel Bikes mit Full-Suspension, 80mm Federweg, und 55mm Reifen.
Also alles kein Problem.
 
Stell Dir mal einen ca. 1km langen "Endurorundkurs" vor. So wie ein überdimensionaler Pumptrack. Den befahren wir als MTBiker gemeinsam. Alle in die gleiche Richtung. Wenn 5 Moutainbiker und 5 Ebiker auf dem Kurs unterwegs sind funktioniert das alles wahrscheinlich völlig problemlos, ab 20 Personen wird es schwierig. Die Differenz in der Fahrgeschwindigkeit ist zu hoch. Die Ebiker werden unzufrieden sein, weil die Mountainbikern ihnen im Weg stehen und die Mountainbiker werden sauer weil die Ebiker ihnen ständig im Nacken hängen. Die Ebiker finden die Anstiege irgendwann zu läppisch, den Mountainbikern werden sie zu anspruchsvoll usw.
Erstmal möchte ich sagen das ich es begrüße das du das Thema differenzierter betrachtest als es in dem thread üblich ist.

Dein Beispiel halte ich allerdings für fehlerhaft denn in der realität fährt man doch meist auf schmalen wegen bergab und auf breiten bergauf.
Dadurch ergibt sich kein Konflikt denn bergab spielt der Motor keine nennenswerte rolle und bergauf kann man einfach überholen.

Sollte die Beispielgruppe allerdings gemeinsam den Rundkurs befahren wollen liegt es natürlich an den e-Bikern das Tempo anzupassen. Aber darüber müssen wir ja nicht reden, das ist für mich selbstverständlich.

Auch wenn (aktuell) das Fahrwerk das gleiche ist, die Geometrie die gleiche ist, die Reifen (teilweise) die gleichen sind, der Motor verändert den Sport.
So ein Avinox Motor hat 105 Nm Drehmoment. Ein Hyundai i10 hat 93Nm Drehmoment...

In der Hinsicht ist Ebike fahren dann doch "Motorsport". Ist doch auch nichts verkehrtes dran es so zu titulieren, oder?
Stand heute gibt es halt noch keine wirkliche "Rennserie" die das Thema entsprechend emotional auflädt. Da muss halt aktuell noch das klassische MTB als Referenz her halten. Zum Glück gibt es so coole Typen wie Wyn Masters die im Moment beide Lager als Idol dienen können.

In dem Moment wo E-MTB Rennsport breitflächig existiert, es inspirierende Athletinnen und Athleten gibt und die mediale Aufbereitung passt wird sich keiner der sich als E-Mountainbiker identifiziert noch in den gleichen Topf wie ein Old-School Mountainbiker werfen lassen.

Gerade mit der Weiterentwicklung der "Ebikes" wird die Differenz zum normalen Bike weiter zunehmen.

Im Moment macht man sich noch Gedanken um Reichweite und Motorleistung. Der nächste Schritt wird sein Fahrwerk, Reifen und Geometrie an die Motorleistung anzupassen. Zumindest die Ebikes die ich gefahren bin wurden im schwierigen Gelände bergauf nicht durch die Motorleistung limitiert sondern durch die Geometrie.

Eine biomechanisch besonders effiziente Sitzposition ist am Ebike nicht mehr notwendig. Man kann den Fahrer sinnvoller so positionieren das er sowohl bergauf als auch bergab möglichst ausbalanciert im Rad steht.

Ich denke MTB und Ebike werden sich weiter auseinanderentwickeln.

Vielleicht wird das Thema "Biobike" auch nur noch eine Randerscheinung in diesem Forum sein. Für mich auch ok.

Bei der kompletten Betrachtung fehlen ein paar Aspekte.
zum einen gibt es mehr und mehr Mountainbiker die normale Mountainbikes und E-Mountainbikes besitzen und wechselhaft nutzen.
Ich bin mir relativ sicher das da keiner der Meinung ist er hat jetzt plötzlich 2 Hobbys die sich drastisch unterscheiden.

Das liegt daran das 90% des Mountainbikens, zumindest aus meiner perspektive des Trail/Enduro Bikers, identisch sind.
Ich fahre die selben Wege hoch, ich fahre die selben Trails runter. Ich fahre mit den gleichen Personen, ich habe tolle Momente an den selben stellen auf dem Trail und nutze die gleichen Fähigkeiten.
Beim Aufbau meiner Bikes greife ich auf das gleiche wissen und die gleichen Erfahrungen zu.

Der hauptsächliche unterschied ist, dass ich mit dem E-bike mehr Abfahrten pro Stunde schaffen kann.
Dieser eine unterschied reicht aber bei weitem nicht um von unterschiedlichen Hobbys zu sprechen. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern denn selbst wenn die E-Bikes noch schneller bergauf werden bleiben die übrigen Aspekte identisch.

Was die Forumstrennung angeht, die ist mir vollkommen egal. Ob ich einen für mich interessanten Thread mit blauem oder gelbem Banner lese macht für mich absolut keinen unterschied.



Die Bauteile die man in Zukunft an Ebikes und normalen Bikes finden wird werden weniger. Für motorlose Biker werden sie schlicht überdimensioniert sein und nicht mal im DH Bereich nutzbringend sein.
Das ist ein Lied das ich seit Jahren höre. "Die Teile werden immer schwerer weils am ebike ja eh egal ist was für schwere klumpen man drann baut"
Die Realität sieht dann doch ganz anders aus. E-Bikes machten in den letzten Jahren vor allem dann Schlagzeilen und sind begehrt wenn sie besonders leicht für das gebotene sind.
Da ist der Hype um DJI das beste Beispiel.
Ein Fullpower Emtb mit über 24 kg braucht man da eigentlich gar nicht mehr auf den Markt zu bringen.

Ich will jetzt wirklich nicht auch noch ne Gewichts Diskussion starten, aber zumindest das Argument "gewicht ist den Ebikern egal" ist nicht tragbar.


Dann wagen wir doch mal einen gemeinsamen Blick in die Zukunft. Dazu ziehen wir die Entwicklung der letzten Jahre heran:
- in den letzten 10 Jahren hat sich das Drehmoment der Ebikes von ca. 40-50 Nm auf 100Nm erhöht.
-die Wahrscheinlichkeit dass das stagniert ist eher nicht gegeben. Ein E-bike wird in 10 Jahren eher 200 Nm haben als 130 Nm
Ich kann den Gedanken das einfach zu extrapolieren nachvollziehen. Vlt kommt es ja so. Aber ich halte es ehr für unwahrscheinlich.
zum einen gab es auch vor 10 Jahren schon Motoren mit 75Nm während wir heute bei einigen Fullpower Systemen noch bei 85Nm sind.
Außerdem verlangsamt sich die Entwicklung natürlicherweise wenn ein Produkt eine gewisse reife erreicht. Bei Autos z.b. hat sich die Motorleistung in den letzten 10 Jahren auch nicht verdoppelt.

Zudem haben wir weiterhin eine 25kmh grenze. Auch mit der Leistung der heutigen Motoren sich diese bergauf erreichen. Es gibt also einen Punkt an dem mehr Leistung keinen wirklichen Mehrwert mehr bringt.

Ich halte es für wahrscheinlicher das ein Hersteller, der in 10 Jahren vor der Entscheidung steht einen 3,5kg Motor mit 200nm oder einen 2kg Motor mit 120nm zu bauen, den leichteren mit weniger Leistung wählen wird.
Sofern bis dahin nicht eh strengere vorgaben für e-Bikes gelten. Das ist ja bereits jetzt Thema.
 
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Stell Dir mal einen ca. 1km langen "Endurorundkurs" vor. So wie ein überdimensionaler Pumptrack.

Den befahren wir als MTBiker gemeinsam. Alle in die gleiche Richtung.

Wenn 5 Moutainbiker auf aktuellen Bikes mit gefedertem Fahrwerk und Gangschaltung und 5 Mountainbiker mit ungefederten Rädern ohne Gangschaltung aus dem Jahr 1985 auf dem Kurs unterwegs sind funktioniert das alles wahrscheinlich völlig problemlos, ab 20 Personen wird es schwierig.
Die Differenz in der Fahrgeschwindigkeit und der individuellen Leistungswerte ist zu hoch.

Die modernen MTBer werden unzufrieden sein, weil die traditionellen und leistungsschwächeren Mountainbikern ihnen im Weg stehen und die traditionellen und leistungsschwächeren Mountainbiker werden sauer weil die modernen MTBer ihnen ständig im Nacken hängen. Die modernen MTBer finden die Anstiege irgendwann zu läppisch, den traditionellen und leistungsschwächeren Mountainbikern werden sie zu anspruchsvoll usw.

Alle ohne Motor!

Also brauchen wir noch vieeeeel mehr eigene, abgegrenzte Foren für die sehr unterschiedlichen Mountainbiker.
Langer Text, zum Glück musstest Du den nicht selbst schreiben.
Wenn Du jetzt noch erklärst, inwiefern die Gangschaltung (Federgabel, Scheibenbremse, versenkbare Stütze) Fremdleistung in das Gesamtsystem bringt, wäre der vielleicht sogar des Lesens wert.
 
Ein Fullpower Emtb mit über 24 kg braucht man da eigentlich gar nicht mehr auf den Markt zu bringen.

Ich will jetzt wirklich nicht auch noch ne Gewichts Diskussion starten, aber zumindest das Argument "gewicht ist den Ebikern egal" ist nicht tragbar.
Bei den "Light-E-Bikes" geht es nicht um's Gewicht, sondern darum, Motor und Akku möglichst gut zu verstecken.
 
Bei der kompletten Betrachtung fehlen ein paar Aspekte.
zum einen gibt es mehr und mehr Mountainbiker die normale Mountainbikes und E-Mountainbikes besitzen und wechselhaft nutzen.
Ich bin mir relativ sicher das da keiner der Meinung ist er hat jetzt plötzlich 2 Hobbys die sich drastisch unterscheiden.

nein der Aspekt fehlt nicht, der wird doch die ganze Zeit behandelt.
Es ist der Mindset! Ich mache Skitouren und fahr auch Piste. Ich habe zwei Hobbies: Skitouren und Skifahren. Teilweise sehr ähnliche Bewegungsabläufe und sogar oft mit dem gleichen Sportgerät.
Aber der Mindset von Skitourern weicht doch recht stark von Skifahrern ab - vor allem wenns ums detail oder die Grundsätze geht. Und auch wenn man beides abkann, möchten viele (ich auch) es doch separiert halten. Klappt dort total gut. Skifahrer sind halt emanzipiert obwohl es die jüngere Sportart ist.
 
Langer Text, zum Glück musstest Du den nicht selbst schreiben.
Wenn Du jetzt noch erklärst, inwiefern die Gangschaltung (Federgabel, Scheibenbremse, versenkbare Stütze) Fremdleistung in das Gesamtsystem bringt, wäre der vielleicht sogar des Lesens wert.
Es geht nicht um Fremdleistung, sondern darum das es schon immer unterschiedlich leistungsstarke Biker gegeben hat, die sich dadurch gegenseitig ausbremsen/stressen können.
Genauso haben es die technischen Entwicklungen der Vergangenheit ermöglicht, dass das Fahrradfahren leichter/einfacher geworden ist.

Unterschiede zwischen Mountainbikern gibt es also nicht nur aufgrund des Motors, sondern schon immer und aus sehr verschiedenen Gründen.

Die Unterstützung durch einen Motor ist da nun kein so gewaltiger Unterschied zu anderen technischen Entwicklungen, weil dieser ohne Eigenleistung keinerlei Wirkung hat.
 
Wahnsinn was hier an einem Vormittag bis zur Mittagspause an Beiträgen reinkommt. Muss hier schnell mal den Thread deabonnieren, zu viele Benachrichtungsmails :winken:

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Es ist der Mindset! Ich mache Skitouren und fahr auch Piste. Ich habe zwei Hobbies: Skitouren und Skifahren.
Und dazwischen gibt es nichts?

Es gibt also nur bio-bike Tourenfahrer und e-bike Abfahrer? Und die haben selbstverständlich ein unterschiedliches Mindset dass sie austauschen.

Ich bin mir ziemlich sicher dass das Mindset der Leute die Runden fahren, und deren Uphill nur Mittel zum Zweck ist, ziemlich unabhängig von der Antriebsart ist. Und die reden da bestimmt auch nicht von zwei Hobbies.

Skifahrer sind halt emanzipiert obwohl es die jüngere Sportart ist.
Was schnöselige Skifahrer machen, interessiert hier nun am allerwenigsten.
 
Insgeheim vermute ich, dass die Boschianer sich hauptsächlich aus einem Grund hier herumtreiben: sie haben keinen Bumsierungs-Faden... 😜 (oder etwa doch?)
https://www.emtb-news.de/forum/threads/bumsierungs-fadne.11543/

Der Versuch wurde von einem hiesigen Forenmitglied welches hier indem Themenbereich sehr aktiv ist, tatsächlich gestartet.
Derartige Threads, wie auch Bier nach vier, etc. kommen in der Gruppe dort nicht an. EMtbler sind hier hauptsächlich wegen der 90%tigen Themengleichheit. Egal ob Urlaub in Finale, Ärger mit Trails, Sattelstützen, Reifen, Radtransport im am Auto, etc. .
 
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