Shimano mit Eurobike-Absage: Leitmesse verliert weiteren Schlüssel-Aussteller

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Re: Shimano mit Eurobike-Absage: Leitmesse verliert weiteren Schlüssel-Aussteller
In einer Stellungnahme betont Shimano, künftig stärker auf „direkte und bedeutungsvolle Kontakte“ mit Partnern, Händlern und Endkunden setzen zu wollen.
Ist dieser "direkte und bedeutungsvolle Kontakt" hier irgendwo mit uns im Raum? Soweit ich weiß, hat Shimano doch nicht einmal ein Kontaktformular. Und der Kontakt zu Paul Lange läuft auch nicht in jedem Fall zufriedenstellend.
 
Ist dieser "direkte und bedeutungsvolle Kontakt" hier irgendwo mit uns im Raum? Soweit ich weiß, hat Shimano doch nicht einmal ein Kontaktformular. Und der Kontakt zu Paul Lange läuft auch nicht in jedem Fall zufriedenstellend.
Aha und auf der Messe wurde dir dann immer direkt geholfen? 🤣
 
Also an den m²-Preise der Messe Frankfurt kann es nicht liegen. Habe gerade mal gecheckt, was ich bei meiner Firma bei Fachmessen in Hamburg und Stuttgart zahle. Da liege ich in HH bei 279.- und S bei 266,- pro m². Da ist die Eurobike mit 205.-/ m² ein echtes Schnäppchen. Ich denke, Shimano ist einfach so stark etabliert, dass Sie dafür kein Geld mehr ausgeben müssen. Allgemein sind Messen aber in der Fahrradbranche einfach nicht mehr das passende Format - zumindest so, wie wir Messen kennen. Die Händler werden wahrscheinlich von den Außendienstlern genügend mit Neuigkeiten versorgt und der bikende Endverbraucher holt sich alle Infos aus dem Netz und bestellt online, was er braucht. Was den Messen als USP fehlt, ist das Thema Fahrrad "erleben" und Netzwerken. Wenn die Messe Frankfurt beispielsweise eine Kooperation mit den Lokalen Vereinen (Rennrad/MTB/ADFC/Dimb etc.) eingehen würde, die ihre Infrastruktur aus Trail-Netz / Ehrenamt-Guides etc. zu Verfügung stellen würden, so dass die Eurobike ein Besuchserlebnis aus Stand-Besuch / Test-Bike und Klamotten vor Ort / auf den Trails / auf der Straße / als Critical Mass Aktion durch die City usw. wird und jeden Abend Party - Leute, dann brummt die Bude und bringt Marke und Verbraucher wieder an einen Ort zusammen.
 
Also an den m²-Preise der Messe Frankfurt kann es nicht liegen. Habe gerade mal gecheckt, was ich bei meiner Firma bei Fachmessen in Hamburg und Stuttgart zahle. Da liege ich in HH bei 279.- und S bei 266,- pro m². Da ist die Eurobike mit 205.-/ m² ein echtes Schnäppchen. Ich denke, Shimano ist einfach so stark etabliert, dass Sie dafür kein Geld mehr ausgeben müssen. Allgemein sind Messen aber in der Fahrradbranche einfach nicht mehr das passende Format - zumindest so, wie wir Messen kennen. Die Händler werden wahrscheinlich von den Außendienstlern genügend mit Neuigkeiten versorgt und der bikende Endverbraucher holt sich alle Infos aus dem Netz und bestellt online, was er braucht. Was den Messen als USP fehlt, ist das Thema Fahrrad "erleben" und Netzwerken. Wenn die Messe Frankfurt beispielsweise eine Kooperation mit den Lokalen Vereinen (Rennrad/MTB/ADFC/Dimb etc.) eingehen würde, die ihre Infrastruktur aus Trail-Netz / Ehrenamt-Guides etc. zu Verfügung stellen würden, so dass die Eurobike ein Besuchserlebnis aus Stand-Besuch / Test-Bike und Klamotten vor Ort / auf den Trails / auf der Straße / als Critical Mass Aktion durch die City usw. wird und jeden Abend Party - Leute, dann brummt die Bude und bringt Marke und Verbraucher wieder an einen Ort zusammen.
da gebe ich dir recht. ich denke eher das shimano/paullange das in zukunft eher so planet das es 1-2 "hausmessen" geben wird. machen ja auch schon diverse andere ziemlich große aus- bzw. hersteller.
 
Egal wie, es passt irgendwie in die krampfhaften Anstrengungen, in Deutschland irgendwie mehr Geld zu verdienen.
Wenn ich vom Einkaufen komme, dann vergeht mir schon die Lust, überhaupt im Netz nach Fahrradteilen o. ä. zu stöbern...
 
Egal wie, es passt irgendwie in die krampfhaften Anstrengungen, in Deutschland irgendwie mehr Geld zu verdienen.
Das musst Du mir mal erklären:
Mehr Geld verdienen durch weniger Präsenz beim Kunden?
Mal abgesehen davon, dass Shimano wohl nicht nur in Deutschland Geld verdient.

Logischer, wirtschaftlicher erscheint mir eher:
Ausgaben minimieren, die kein erkennbares Absatzplus generieren.
 
Mehr Geld verdienen durch weniger Präsenz beim Kunden?
Mal abgesehen davon, dass Shimano wohl nicht nur in Deutschland Geld verdient.

Logischer, wirtschaftlicher erscheint mir eher:
Ausgaben minimieren, die kein erkennbares Absatzplus generieren.
Im Artikel werden "praktische Produkterlebnisse" genannt. Ich vermute, dass das der Schlüssel zu der Entscheidung von Shimano ist. Was bringt es, wenn die Einkäufer der Komponenten die Teile auf einer Messe sehen? Und was erleben die Einkäufer, wenn sie im Rahmen von einem Workshop die Komponenten selbst verwenden können? Beispiel Linkglide: "Soll geschmeidiger schalten wie Hyperglide+". Solange man solche Unterschiede nicht selbst erfährt, sind sie wertlos. Da sind Testevents sicher die bessere Alternative als graue Theorie auf einer Messe.
 
So toll war sie tatsächlich nicht letztes Jahr und ich fand die Bespoked besser, die kleiner aber irgendwie schicker war. Dennoch erschließt sich mir in der heutigen Zeit so eine Messe nicht mehr, in der eine komplette Halle aus Taiwan kommt. Der Endverbraucher wird kaum dort seine Kaufentscheidungen treffen und informiert sich eh über das Internet.
 
Die Eurobike wird leider den gleichen Weg wie die ISPO in München gehen, die grossen Messen sind einfach Relikte aus einer anderen Zeit.

Was waren das für geile Tage auf der ISPO in den 2000er Jahren … die ganze Messe München voll genutzt und zwei bis drei Hallen voll mit Snowboard/Funsport Marken, überall der neuste Shit zu sehen, jede Menge Freunde und Bekannte aus der ganzen Welt da und 4 Tage/Nächte Non-Stop Party und Spass … da hat man sich das ganze Jahr drauf gefreut. Schön das ich das über 10 Jahre lang mitmachen durfte.

Das letzte Mal als ich vor 3-4 Jahren da war …. 4 Hallen komplett leer, der Rest auch nur halb gefüllt von den asiatischen Vertretern die früher in den kleinen C Hallen versteckt wurden. Ein absolutes Trauerspiel.
 
Die Eurobike wird leider den gleichen Weg wie die ISPO in München gehen, die grossen Messen sind einfach Relikte aus einer anderen Zeit.

Was waren das für geile Tage auf der ISPO in den 2000er Jahren
Ich habe die ISPO (und die Outdoor) mal in den 90er Jahren erleben dürfen. Aber auch damals hat die Firma ziemlich blöd geschaut, weil kaum jemand eine Vororder gemacht hat. Halt ein paar Teile, und den großen Rest kurzfristig während der Saison, je nachdem wie die Saison läuft. Für die Hersteller waren das ganz schöne Herausforderungen, weil eine zuverlässige Produktionsplanung kaum noch machbar war. Die Messen hatten damals also auch schon als Ordermesse ausgedient. Interessant war höchstens, die Neuigkeiten mal live zu sehen.
 
Ich habe die ISPO (und die Outdoor) mal in den 90er Jahren erleben dürfen. Aber auch damals hat die Firma ziemlich blöd geschaut, weil kaum jemand eine Vororder gemacht hat. Halt ein paar Teile, und den großen Rest kurzfristig während der Saison, je nachdem wie die Saison läuft. Für die Hersteller waren das ganz schöne Herausforderungen, weil eine zuverlässige Produktionsplanung kaum noch machbar war. Die Messen hatten damals also auch schon als Ordermesse ausgedient. Interessant war höchstens, die Neuigkeiten mal live zu sehen

Einer meiner engsten Freunde hat die letzten 20 Jahre eine Vertriebsagentur für Outdoor Klamotten gehabt und da waren zur ISPO auch schon 99% der Ordertermine erledigt … dafür war sie 3-4 Monate zu spät.

War tatsächlich eher ein grosses Schaufenster für alle … aber entsprechend hoch war auch immer die Feierlaune, weil das Geld war zu dem Zeitpunkt halt schon verdient und es ging eher darum evtl. neue B2B Kunden/Partner für die Marken zu begeistern.
 
Jep Ispo und Outdoor waren große Feste, da hat schon manch einer kaum mehr das Hotel oder den PennVan gefunden.

Aber das Messeformat ist glaub allg. absteigend. Selbst auf der CMT wars nicht so voll wie noch vor Jahren.
 
So toll war sie tatsächlich nicht letztes Jahr und ich fand die Bespoked besser, die kleiner aber irgendwie schicker war. Dennoch erschließt sich mir in der heutigen Zeit so eine Messe nicht mehr, in der eine komplette Halle aus Taiwan kommt. Der Endverbraucher wird kaum dort seine Kaufentscheidungen treffen und informiert sich eh über das Internet.
war schon lange nicht mehr auf der Eurobike, aber nach meiner Wahrnehmung war das nie eine wirkliche Endverbrauchermesse. Eher B2B, Händlermesse. Die Endverbraucher wurden halt am Publikumstag erduldet, da waren manche Stände schon am zusammenpacken.
 
Nur wenn es nichtmal mehr für händlerkontakte Taugt ists nur folgerichtig sich ein neues, oder eigenes Format zu suchen. Eine Bespoked funktioniert ja auch nur weil sie die richtige grösse hat und ein Liveerlebnis auf kleinem Familiären Raum für Kunden und Hersteller liefert und Medial sehr zielgerichtet die Daheimgebliebenen erreicht. Der Szenetreff dort ist zwar wichtig, aber Marketing für kleinsthersteller ist halt noch viel wichtiger als für Riesen.
 
Da ist die Eurobike mit 205.-/ m² ein echtes Schnäppchen
naja, es ist ja mit den Standkosten nicht getan
Personalkosten
Kosten für den Stand selbst
Hotelkosten
Reisekosten
usw.

Dafür, dass die Komponenten dann in Schaukästen nur angeklotzt max daran etwas rumgefummelt werden können, sind das Summen die man besser in kleinere Events mit praktischem Teil steckt.
Der kleine Radhändler der nur ein überschaubaren Bestand an Teilen vorhalten kann, ist nicht der Kunde mit dem ein Komponentenhersteller Geld verdient. Das ist der Einkäufer der Bikehersteller der im 6-7 stelligen Bereich bestellt. Und den holt man auf einer kleinen Hausmesse in einem 4-5 Sterne Hotel besser ab.
Als Komonentenhersteller willst du dich auch nicht unbedingt mit dem Endkunden auf einer Fachmesse rumschlagen.

war das nie eine wirkliche Endverbrauchermesse.
die Eurobike war schon immer eine Fachhandelsmesse mit Besuchertagen fürs gemeine Volk, auch schon zu Zeiten in Friedrichshafen.
 
Shimano ist beim MTB eh redundant. Die haben nichts, was andere Hersteller nicht besser haben.
Dann schau mal bei Sram nach günstigen Gruppen, vergleichbar dem ganzen Cues-Zeug, oder die ganzen Alltagskomponenten. Das ist zwar nicht unbedingt das, was wir (hier in unserer Forumsblase) wollen, ist aber wohl ein ganz großer Anteil an den Verkäufen.
 
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