Es gibt ausreichend Deponieverordnungen, Ansprechpartner für die Entsorgung, etc.
die Informationen hierfür sind vorhanden. Vieles davon ist auch nicht "neu", im Sinne erst seit einem oder zwei Jahren so.
Es ist erschreckend einfach Schadstoffbehaftete oder anderweitige Baustoffe zu entsorgen.
Es kostet nur Geld oder ist ein gewisser Aufwand im Vorfeld = kostet Zeit und damit Geld.
Ich bin nicht in der Abfwallwirtschaft oder Behörde tätig, sondern einfach nur Planer.
Gerade im privaten Bereich ist das Thema Baunebenkosten ein Punkt der gerne wegignoriert wird. Entsorgung ist ein großer Teil davon und leider haben wir über die letzten Jahrzehnte viel Müll in Gebäude eingebracht, auch wenn man zu diesem Zeitpunkt schon wusste, dass es in Zukunft Probleme geben wird. Asbest ist so ein Paradebeispiel, aber auch diverse Abdichtungsbahnen und Anstriche. Interessant auch wie lange KMF ohne Regularien eingebaut wurde.
Man ordnet bis ca. 2000 alle KMF erstmal als schwierig ein.
Im öffentlichen Bereich ist die Sache mit Schadstoffen, Gefahrstoffen und Bauschutt relativ gut organisiert und auch bekannt. D.h. nicht, dass es keine krummen Dinger und schwarzen Schafe gibt.
Im Privaten wird vieles auf Eigenleistung gemacht.
Nicht wissen, nicht fragen, einfach mal machen.
Komplexes Thema, aber eine gewisse Eigenverantwortung und Mitdenken würde hier einiges verbessern. Häufig ist aber auch einfach ein Unwille da, diese finanzielle Mehrbelastung anzuerkennen. Zumindest ist dies meine Erfahrung. das geht vom Baugrundgutachten los, über Schadstoffuntersuchungen und endet dann häufig bei der fachgerechten Entsorgung .
Das Deponiesystem an sich finde ich übrigens auch kritisch....