Cyclingworld vs. Eurobike: Die Frage, die keiner so richtig stellen will

Die Cyclingworld ist ja eher auf kleine individuelle Anbieter im Bereich Rennrad und Gravel spezialisiert. Klar sind auch einige große Hersteller und auch MTBs am Start. Dieses Jahr waren wir nicht da, aber in den 2 oder 3 Jahren davor. Schon sehr angenehm dort. An fast jedem Stand kannst mit den Herstellern oder deren Vertretern diskutieren - bei uns waren das u.a. Rotor Bikes, Tannenwald, Mason Bikes, schicke Mütze, Close the Gap,... und bei manchen gab es noch ein Bierchen aufs Haus.

Bei der Eurobike ist halt alles aus dem Bereich Fahrrad da. Davon interessiert mich ja schon ca. 50% gar nicht. Und für viele kleine interessante Anbieter lohnt sich die Eurobike gar nicht. Zu teuer und bei günstigen Ständen stehst Du wo kaum einer vorbei kommt.

Da wir es nach Frankfurt nicht so weit haben und ich auch ganz gut weiß wo man dort gut parken kann, waren wir in den letzten 2 oder 3 Jahren auch immer dort. Ja, war ganz nett und durchaus auch interessant. Die Cyclingworld holt uns aber mehr ab.
 
Zu dem Punkt Parkplätze frage ich mich wieso die nicht konsequenterweise mit dem Fahrrad kommen.
:mexican:
Weil wegen Sitzheizung.

Es sind tatsächlich brutal viele mit dem Fahrrad gekommen. Und brutal viele mit dem Auto. Und brutal viele zu Fuß. Und brutal viele mit dem Flugzeug. Und brutal viele mit dem Kanu. Und brutal viele mit dem Elektroroller W Faltbarer, kostengünstiger Sitz für Kinder von stylischem Wohnen bis hin zu verstellbarer Lenker- und Sattelhöhe, km/h, langlebiger Sitz, max. Schwarz von Temu.

Ich war nur sehr kurz da, weil es wirklich unheimlich voll war und man nur durch die Hallen in der Menge mitschwimmen konnte. Man muss Menschen schon sehr lieben und sehr gerne kuscheln wollen. Das bekommt man da aber auch nicht mehr entzerrt oder "in den Griff". Warum auch? Der Veranstalter würde sich damit nur ins Knie schießen.

Ich habe übrigens außerhalb auf einem Pendlerparkplatz geparkt und bin mit der Bahn 7 Min. rüber zu Böhler. Das war enttäuschend einfach und langweilig entspannt. Der Parkplatz war vielleicht zu 1/4 belegt. Also beschweren kann man sich über die Parkplatz Situation eigentlich nicht :ka:
 
1,5 km entfernt war ein kostenloser Parkplatz. Bin einfach gelaufen.
Aufgrund von Streiks und Baustellen war Chaos bei der Bahn und den lokalen Verkehrsbetrieben.

Ansonsten zum Vergleich der Messen: Frankfurt sinkt mittlerweile komplett ab. Hersteller wie Shimano bleiben Frankfurt fern und errichten dafür in Düsseldorf eigene Hallen.

Es sind tatsächlich brutal viele mit dem Fahrrad gekommen. Und brutal viele mit dem Auto. Und brutal viele zu Fuß. Und brutal viele mit dem Flugzeug. Und brutal viele mit dem Kanu. Und brutal viele mit dem Elektroroller W Faltbarer, kostengünstiger Sitz für Kinder von stylischem Wohnen bis hin zu verstellbarer Lenker- und Sattelhöhe, km/h, langlebiger Sitz, max. Schwarz von Temu.

Ich hab zwei Menschen gesehen, die mit so einem geilen Pogostick zum Gelände ge.... was eigentlich? Gepogot sind.
 
Mit Parkplätzen ist sicher so ne Sache, war um 9.30 im Parkhaus bei so Supermarkt Zeug, leer, ging prima. Also um kurz vor 10 5min. gestanden, rein, durchgelaufen, geguckt, gequatscht, Messe. Kurz was gegessen, Eskalation, plötzlich voll bis unter die Decke, ich muss weg. Das Areal war kapazitiv am Ende.

Aber an sich, mit mehr Platz und bisschen mehr MTB, sehr charmant, wie die Eurobike früher in bissi kleiner/spezieller.

Die Messen haben es an sich schwer, wenn die großen OpenMold Verticker ihren Kram anpreisen, als sei es das neue Überding und direkt daneben die gleiche Kackbude mit Hipsterschreihals steht. Das is nix für Nerds. Zubehör mal anfassen oder kleine Juwelen entdecken, das geht dagegen immer und man muss weniger suchen als in Frankfurt.
 
Hm.... klingt ja fast wie die Bespoked in DD, die auch mehr eine Rennrad und Gravel Veranstaltung ist und in diesem Jahr wohl noch weniger MTB Anteil haben wird (zumindest weiß ich von ein paar Firmen, dass sie dort nicht mehr [mit dem MTB] hinfahren).

Ich würde es begrüßen, wenn es mehr MTB geben würde aber diese Radgattung ist leider schon eine Weile auf dem absteigenden Ast.
 
Weil wegen Sitzheizung.

Es sind tatsächlich brutal viele mit dem Fahrrad gekommen. Und brutal viele mit dem Auto. Und brutal viele zu Fuß. Und brutal viele mit dem Flugzeug. Und brutal viele mit dem Kanu. Und brutal viele mit dem Elektroroller W Faltbarer, kostengünstiger Sitz für Kinder von stylischem Wohnen bis hin zu verstellbarer Lenker- und Sattelhöhe, km/h, langlebiger Sitz, max. Schwarz von Temu.

Ich war nur sehr kurz da, weil es wirklich unheimlich voll war und man nur durch die Hallen in der Menge mitschwimmen konnte. Man muss Menschen schon sehr lieben und sehr gerne kuscheln wollen. Das bekommt man da aber auch nicht mehr entzerrt oder "in den Griff". Warum auch? Der Veranstalter würde sich damit nur ins Knie schießen.

Ich habe übrigens außerhalb auf einem Pendlerparkplatz geparkt und bin mit der Bahn 7 Min. rüber zu Böhler. Das war enttäuschend einfach und langweilig entspannt. Der Parkplatz war vielleicht zu 1/4 belegt. Also beschweren kann man sich über die Parkplatz Situation eigentlich nicht :ka:
Waren am Sonntag beim bestem Wetter (und mit dem Rad) da. Ja, es war voll, aber ein Gedränge wars aus meiner Sicht nicht. Man konnte überall entspannt hin und hatte an den Ständen auch seinen Platz. Aber so unterschiedlich sind die Eindrücke...

Und klar, nicht super viel MTB-Kram (Nicolai, Nukeproof, Propain, Merida, Orbea…), aber wenn man eh auf schöne Räder steht, egal welcher Gattung, ist das def. einen Besuch wert.
 
Hm.... klingt ja fast wie die Bespoked in DD, die auch mehr eine Rennrad und Gravel Veranstaltung ist und in diesem Jahr wohl noch weniger MTB Anteil haben wird (zumindest weiß ich von ein paar Firmen, dass sie dort nicht mehr [mit dem MTB] hinfahren).

Nee das ist ne ganz andere Baustelle vor allem andere Dimension.

Klar das Thema Mtb mit/ohne Motor spielt kaum eine Rolle aber auch bei der Eurobike ist das so (gefühlt)

Für mich ist die Eurobike durch der Charme/Flair der früheren Jahre gibts in Frankfurt nicht mehr
 
Die Cyclingworld war zumindest Sonntags immer noch besser besucht als Samstags. Ob ich da jetzt jedes Jahr hin muß ist eine andere Frage - so viel tut sich innerhalb eines Jahres ja auch nicht. Und wenn jetzt der 32" Quatsch gepusht wird, interessiert mich das eh noch weniger.

Mit dem Rad kamen da in der Tat wirklich extrem viele. Die Fahrrad Stellplätze waren brechend voll.
Für uns ist der Weg mit dem Fahrrad zu weit. FFM 60km und Düsseldorf ca. 200km einfach.
 
Waren am Sonntag beim bestem Wetter (und mit dem Rad) da. Ja, es war voll, aber ein Gedränge wars aus meiner Sicht nicht. Man konnte überall entspannt hin und hatte an den Ständen auch seinen Platz. Aber so unterschiedlich sind die Eindrücke...
Ich war am Samstag da. Da war schon am Eingang eine ziemlich lange Schlange.
Aber das nimmt ja tatsächlich jeder anders wahr, nur ohne Kuscheln ging es einfach nicht.
 
Die Cyclingworld zeigt für mich, dass alles was mit Fahrrad zu tun hat von Menschen die das tun und mögen getragen wird und nicht von Firmen, Youtubern und Influencern.

Die Eurobike, ich war die letzten Jahre dort und bin das Bembelkrit gefahren. Wenn man sich für das Rennen meldet bekommt man einen kostenlosen Parkplatz auf dem Messergelände und kostenlosen Eintritt für zwei Personen. Auch wenn zum Beispiel der Nachwuchs beim Kinderrennen teilnimmt. Bembelkrit und Kinderrennen sind super.
Neben dem Radrennen habe ich auf der Eurobike aber nichts gesehen was irgendwie den regulären Eintrittspreis für mich gerechtfertigt hätte.
 
Hi, als Händler war die Messe interessant, die Szene zu sehen, und irgendwie fühlte man sich versetzt in old Eurobike days in Friedrichhafen. Es ist eine Verbrauchermesse mit dem gewissen Etwas, aber um größer zu werden sind einfach die Räumlichkeiten begrenzt...von der Parkpatznot ganz zu schweigen. Als Händler würde ich da nicht mehr hingehen. Als Verbraucher und für die Region schon.
Fazit: es braucht eine gescheite Eurobike, wo Häbdler und Hersteller ihr Fachpublikum treffen, Schulungen machen, ihr Portfolio, ihre Fahigkeiten, Produkte und die Neuigkeiten ausstellen...und an zwei Tagen das Ganze für Verbraucher öffnen. Als Konzept mit verrückten Veranstaltungen, Wettbewerbe und Life-Erlebnissen...und schon klappts mit dem Nachbarn. Das gab es alles schon! Frankfurt hat das aber nei geschaft! Nur die Lokationfrage ist heikel, weil hier muss das Drumherum stimmen um dsd kompöette Range abbilden zu können....Erfurt wäre mein Vorschlag, weil Flughafen, ICE usw alles vorhanden!
 
klingt ja fast wie die Bespoked in DD

Das war auch mein erster Gedanke. Da fühlt man sich als Bike-Nerd halt richtig wohl weil die Leute sehr nahbar sind und schnell interessante Gespräche zustandekommen. Klar, hier und da ist es vllt. etwas sehr hipstermäßig und einige Bikes gehen in eine arg künstlerische Richtung aber alles besser als so eine auf Mainstream durchoptimierte und gesichtslose Eurobike.
 
Also ich war nicht da und habe nur die digitale Video-Berichterstattung komsumiert. Für mich stell sich die Frage garnicht. Mein Eindruck war ganz klar, das hat die Eurobike (zumindest in diesem jahr) ersetzt. Für mich waren die Ausgestelten Dinge die man so gesehen hat interessanter und besser Aufbereitet.

Und wieso muss eigentlich immer alles größer werden? Mehr Menschen, mehr Aussteller, mehr dies mehr das...

Man hat ja gesehen, das diesjährige Ausmaß war doch ok. Viele haben eine positive Erfahrung gemacht. Gut ein paar Parkplatzbrobleme hier und da, aber das könnte man sicherlich optimieren. Man könnte auch einfach mal diesen Wachstumsanspruch weglassen.

Es gibt ja offenbar auch genug Entwicklungspotenzial ohne gleich die Menge wieder hochzuschrauben.

Die Bespoked fand ich tatsächlich wirklich etwas "lahm" (war 2024 dort). Da war ich in 2-2,5 h durch. Gut ich will auch nicht mit jedem labern, aber die Größe in DD ist schon sehr sehr übersichtlich.
 
Solche Messen sind für Normalverbraucher "ganz nett" und man kann sich das alles auch einmal interessehalber anschauen, wenn grade Bedarf nach Infos oder an neuen Teilen ist, oder irgendwie mal unter Leute will und den Tag so rum bekommen.
Siehe die Bespoked, das erste Mal war schön und toll und aufregend nett, das zweite Mal so naja, ging.... das dritte Mal wollte und hab ich den Platz besser anderen überlassen und die Zeit anders verbracht.

Stichpunkt Schwerpunkt Gravel: MtB fahren hat sich technisch in eine Richtung entwickelt, die für viele irgendwie uninteressant geworden ist. Eine Übertechnisierung der Räder, dazu ein unentspannter Leistungsdruck, der weh tut und nur nervt, beim höher schneller weiter.
Ohne mindestens Federgabel ist für viele MtB Fahrer ein no go.
Schade eigentlich.

Spaß sieht mA anders aus.

In diese Nische stößt das Gravel voll rein. Unkompliziert die Gegend erkunden, die notwendige Fahrtechnik ist überschaubar.
Also das beste aus den Welten von Rennrad und MtB. Luft aufpumpen, fertig, los fahren.
 
Ich war noch nie in Düsseldorf und hab bisher nur Gutes gehört. Der Weg ist aber leider weit.

Wenn wir die Messen und ihre Bedeutung miteinander vergleichen wollen, dann fallen mir spontan zwei Punkte ein:

1) Globale Wahrnehmung. Die Cyclingworld findet im Gegensatz zur Eurobike in internationalen Medien praktisch nicht statt. Meine Stichproben: keine Erwähnung der Suchbegriffe 'cyclingworld' und 'düsseldorf' auf pinkbike.com, radavist.com, bikepacking.com und singletrackworld.com.
Die Eurobike habe ich immer als internationale Messe erlebt, egal ob Friedrichshafen oder Frankfurt. Vor Ort habe ich gefühlt mehr Englisch geredet als Deutsch und die internationalen Medien haben bis zuletzt mehr oder weniger umfangreich berichtet. Ersteres kann ich für die CW nicht beurteilen, aber vorm Hintergrund der Berichterstattung ist sie noch weit davon entfernt, eine Leitmesse zu sein. Das ist keine Misgunst, nur eine Beobachtung.

2) Die alte Eurobike in Friedrichshafen als Referenz zu betrachten, verschleiert die Entwicklung der Branche. Die globale Fahrradindustrie ist nicht mehr die von vor der Pandemieblase. Wie viele Finanzinvestoren sind im Hype eingestiegen? Wie viele Firmen agieren folglich zahlengetriebener als zuvor? Marketingbudgets (und dazu gehören Messeauftritte) werden heute wahrscheinlich in vielen Firmen anders kalkuliert als damals. Mal abgesehen davon, dass die sie wahrscheinlich auch knapper ausfallen. Und auch die Aufmerksamkeitsökonomie insgesamt hat sich immer weiter verschoben. Neuheiten finden nicht mehr gesammelt in Printmedien statt, sondern tagesaktuell online. Dass man sich und seine Neuheiten da (und auf Händlerpräsentationsveranstaltungen) exklusiv präsentieren kann und nicht mehr mit zehn oder zwanzig anderen Marken um die Aufmerksamkeit buhlt, ist keine Neuheit der letzten fünf Jahre, aber es hat sich konsequent etabliert und weiterentwickelt.
 
Hm.... klingt ja fast wie die Bespoked in DD, die auch mehr eine Rennrad und Gravel Veranstaltung ist und in diesem Jahr wohl noch weniger MTB Anteil haben wird (zumindest weiß ich von ein paar Firmen, dass sie dort nicht mehr [mit dem MTB] hinfahren).

Ich würde es begrüßen, wenn es mehr MTB geben würde aber diese Radgattung ist leider schon eine Weile auf dem absteigenden Ast.
Gut zu wissen. Schon überlegt dieses Jahr wieder hin zu gehen. Aber das kann ich mir dann sparen.
 
Zurück