32-Zoll Gravelbike im ersten Test: Große Reifen, viel dahinter?

Aus deiner Perspektive gedacht vielleicht. Aber es gibt auch Leute, die größer sind. Ich bin 197. Mein Leben lang hatte ich das Gefühl, zu kleine Räder zu fahren, bis irgendwann 29" kam. Und dann waren sie mir gefühlt immer noch zu klein. Bis ich bei einem "Schiff" mit 545er Reach und über 1300er Radstand gelandet bin:
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Und plötzlich läufts.


In Sachen Gravel habe ich einen Maß Stahlrahmen von Faggin, der 2.1" schluckt, technisch also auch ein 29" ist. Das Rad ist gefittet und passt. Wenn man hier die Sattelüberhöhung und Lenkerhöhe über Reifen betrachtet, sieht man, dass hier super Luft wäre für ein 32" Konzept, alleine schon der Proportionen wegen. Und wegen der "Physik" sowieso ;-)
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Kanne ich zu gut, denn musste als Kleinster in der Familie (185) die teuren HM Renner meines Dad 204 auftragen / auffahren. Jetzt sind aber die < 190 Fahrer eine extremst kleine Gruppe, daher würde nur hier 32 Sinn machen, was meinen alten Herrn und Schwester, Bruder alle mit über 2m damals im RSV gefreut hätte, denn die Stahlrosse sahen immer eigenartig aus. Für alle anderen die sehr individuell nutzbare Räder suchen, ist 32 oder ev. noch größer eher wegen der zu vielen Nachteile zu 28/29 (Gewicht, spezielle Rahmen, Kurventauglichkeit), nicht wirklich ein Hit. Wenn ich „quer Feld ein“ fahre, was heute Graveln ist, kenne ich den Streckenverlauf in der Regel nicht wirklich, schaue auch nicht immer auf den RC. Auch muss ich die Fuhre ja erst mal auf Tour bekommen, um dann die gute Nachlaufeigenschaft zu haben, auch wenn ich notfalls das Knöpfen drücken könnte. Also rein Nische.
 
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"Auch bei der Eignung für verschiedene Körpergrößen macht Galetti selbst schon Einschränkungen."

Bemerkenswert! Bei Einführung von 29 Zoll haben alle selbsternannten Experten unisono gemuht, diese Größe passe allen Radlern, zu allen Körpergrößen. Jetzt setzt man urplötzlich Größe von Rad und Fahrer in Relation zueinander....


"Sportlich tiefe Sitzpositionen lassen sich nicht ohne Spezial-Lösungen spontan umsetzen."

Müssen kleinere Leute auf 29er auch schon machen (siehe Vorbauten Modell "schlaffer Penis" + nach unten gezogene Lenker)



Chat GPT stellt folgendes darüber zusammen:
....... Mehr Physik, weniger Marketing.

So ein Quatsch kommt heraus, wenn KI benutzt, statt selbst zu denken. Es gibt hier nur eine gültige Physik: Rad und Fahrer müssen von der Größe her zusammenpassen. Und Chat GPT spuckt eh nur den Schwachsinn aus, der im Internet von "Experten" verbreitet wird ;)




Shaq (2,16 m) mit 36er

SHAQ-WANDA-DIRTYSIXER-36-INCH-WHEEL-ALL-ROAD-COMMUTER-BIKE.jpg



Und ein allg. Vergleich:

the-bike-brand-of-shaquille-oneal-launches-new-36er-for-tall-riders-from-5-8-to-7-5.jpg
 
die Aussage müsste doch sein: "derzeit für längere Reisen nicht geeignet, weil es keine Ersatzteile gibt".
Gravel ist halt marketingtechnisch auch eher im Microabenteuersegment angesiedelt. Da gilt Langstrecke dann als Wochenendausflug mit 2-500km und leichtem Gepäck. Da kannste ja auch tubeless fahren, und Notfalls n Taxi rufen um nach Hause zu kommen.
Jene Leute die wirklich lange Strecken fahren schauen bestimmt nicht täglich bei mtb news rein :lol:
 
Unabhängig davon, dass jeder fahren kann, was er möchte, wäre es vielleicht sinnvoll, bei jedem 32"-Radkauf im Vorfeld ein Fahrtbild des potentiellen Käufers anzufertigen. Ich vermute, dass das bei einigen schnelle Heilung bringen würde.

Nicht nur bei Fahrrädern, auch bei Möbeln, Uhren usw. usf. gibt es ideale Größen, die ein harmonisches visuelles Ergebnis bieten. Niemand würde auf die Idee kommen, sich in einen viel zu großen Sessel zu setzen oder sich eine extra hohe Haustüre bauen zu lassen, wenn keine wirkliche Notwendigkeit gegeben ist. Sicherlich gibt es da auch Ausnahmen, wo bewusst von harmonischen Proportionen abgewichen wird. Das nennt sich dann aber Kunst und wird auch entsprechend betrachtet.

Ehrlich gesagt sehe ich da - im Ggs. zu den damaligen twentyninern - auch nicht mehr allzu viel Spielraum, ein harmonischeres Gesamtbild zu erreichen, da die Laufradgröße per se für die breite Masse einfach zu groß ist.
 
Sicher ? Natürlich sind Fahrer die kleiner als 1.9m sind kleiner als "Riesen", jedoch dürfte ihre Anzahl signifikant höher sein als die Anzahl echt großer Fahrer..

:ka:


größer > kleiner
kleiner < größer
In meinem Bekanntenkreis bin ich mit meinen 170 ehr in der Minderheit. Die Blicke der Leute die uns bei ner Ausfahrt entgegen kommen sind schon geil. Alle so: 29er! Dann komme ich mit meinen 26er "Kinderrad" hinterher. 😂 Unbezahlbar!
Frohe Ostern euch noch!🐰
 
Je unspektakulärer das Gelände, desto weniger profitiert man als Fahrer überhaupt von größeren Laufrädern.

Reifenhersteller Rene Herse hat zum Beispiel schon 2019 nachgewiesen, dass sich 26" und 29" (bzw. 700c) Laufräder hinsichtlich ihrer Rollgeschwindigkeit bzw. Effizienz auf Schotterpisten und schlechten Straßen nicht signifikant unterscheiden, solange die Reifen genug Volumen haben um Unebenheiten des Untergrundes größtenteils auszugleichen: https://www.renehersecycles.com/myth-17-bigger-wheels-roll-faster-amended/

Anderweitig gibt es keine mir bekannten Testergebnisse, die die Annahme stützten, 32"-Laufräder würden offroad tatsächlich nennenswert schneller rollen als 29"-Laufräder.

Die Tests von John Karrasch, der nach der Chung-Methode im Gelände testet, ergeben zum Beispiel bestenfalls einen Vorteil von 10 Watt beim Rollwiderstand für die größeren Laufräder. https://www.johnkarrasch.com/articles

Ich sag's mal ganz schonungslos; 10 Watt weniger Rollwiderstand ist nicht nur kein signifikanter Vorteil, sondern ein überhaupt so geringer Unterschied, dass ihn der weit überwiegende Großteil aller Radler wohl nicht einmal bemerken würde.

Grundsätzlich ergeben 32er Gravel-Bikes dadurch noch weniger Sinn als 32er Mountainbikes... Wenn man jetzt noch die Probleme mit der Rahmengeometrie, die schlechtere Aerodynamik und toe overlap hinzudenkt, weiß ich wirklich nicht, wo hier der Vorteil liegen soll.
 
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"Auch bei der Eignung für verschiedene Körpergrößen macht Galetti selbst schon Einschränkungen."

Bemerkenswert! Bei Einführung von 29 Zoll haben alle selbsternannten Experten unisono gemuht, diese Größe passe allen Radlern, zu allen Körpergrößen. Jetzt setzt man urplötzlich Größe von Rad und Fahrer in Relation zueinander....


"Sportlich tiefe Sitzpositionen lassen sich nicht ohne Spezial-Lösungen spontan umsetzen." ...

Möchte dir gar nicht widersprechen, aber am hier gezeigten Gravelbike gibt es ja noch allerhand Möglichkeiten die Front tiefer zu bekommen ohne spezial Lösungen.
Spacer weg, der Vorbau mit größeren negativ WInkel und die Gabel ist auch eine 0815 29er mit unnötig viel Einbaulänge.

Mittelfristig wird es bestimmt rundere Aufbauten von 32" Gravelbikes geben. 🙂
 
Ich müh mich mit einm BMC fortwo auf Trails mit engen Kurven schon ganz schön ab. Wenn ich mir das mit 32 Zoll vorstelle, die dann so stabil sind, wie einst Schnellspanner und aus der Kurve heraus beschleunigen, wie ein Trecker auf der Landstraße... Ich würde mal auf so eine Karre springen, aber ja, insgesamt überwiegt Skepsis...
 
32 Zoll sieht bestimmt besser aus als 28" in xxl,
aber auf recht glatten Oberflächen bringt ein grösserer Laufraddurchmesser eig nix mehr.

und mit dem Gräwel aka Oldschool-MTB auf bröckigen Waldwegen ist man mit etwas dickeren weichen Reifen als üblich auch schon bequem unterwegs.
brauch man den neuen "Standart" wirklich als Fahrer ?!
 
Je unspektakulärer das Gelände, desto weniger profitiert man als Fahrer überhaupt von größeren Laufrädern.

Reifenhersteller Rene Herse hat zum Beispiel schon 2019 nachgewiesen, dass sich 26" und 29" (bzw. 700c) Laufräder hinsichtlich ihrer Rollgeschwindigkeit bzw. Effizienz auf Schotterpisten und schlechten Straßen nicht signifikant unterscheiden. Grundsätzlich ergeben 32er Gravel-Bikes daher halt noch weniger Sinn als 32er Mountainbikes... Wenn man jetzt noch die Probleme mit der Rahmengeometrie, die schlechtere Aerodynamik und toe overlap hinzudenkt, weiß ich wirklich nicht, wo hier der Vorteil liegen soll.

:confused:

Vielleicht gehen wir jetzt von völlig unterschiedlichen Meinungen aus was unspektakuläres Gelände ist, aber ich sehe es genau andersrum.
Den größten Vorteil hat man auf Schotter und leichten Trails. Auflagefläche ist da durch nichts zu ersetzen.
Im spektakulären Gelände gehste mit der Laufradgröße komplett unter.
Weiß ja nicht wie oder was der Rene Herse damals nachgewiesen hat, arbeitet wahrscheinlich bei Schwalbe 🥱

G.:)
 
Noch eine Frage:

1.)
Warum will man, dass es bergab noch einfacher wird? Warum noch mehr überrollen? Dann fahr halt direkt auf Teer. Weil man schneller ist, ist für Otto-Normal Fahrer doch auch egal?

Ist eh schon ätzend, dass immer mehr Wege im Wald zu festen Strassen umgebaut werdem.

Das Größenargument für Leute über 190cm finde ich hingegen sehr nachvollziehbar, also im ästhetischen Sinn bei XXL-Rahmen.
 
Weiß ja nicht wie oder was der Rene Herse damals nachgewiesen hat, arbeitet wahrscheinlich bei Schwalbe 🥱
Was er meint ist das Journal von Jan Heine - Herausgeber von Bicycle Quarterly und Inhaber von René Herse Cycles. Eine immer wieder interessante und aktuelle Lektüre. Dort findet man dann auch ausreichend viele Informationen über den Einfluss von "Auflageflächen" beim Fahrradfahren.
 
War ja klar das irgendwer mit Fotos von Shaquille daher kommt....Menschen mit dieser Größe haben in der Regel noch ganze andere "Probleme" am Fahrrad als die passende Rahmen und Laufradgröße.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit 32″ wirken Gravelbikes für mich inzwischen endlich richtig stimmig in ihren Proportionen und auch die möglichen Reifenbreiten machen sie für echte Long-Distance-Offroad-Einsätze deutlich interessanter.

Persönlich würde ich zwar weiterhin eher zum Hardtail greifen, aber grundsätzlich sehe ich beide Konzepte mittlerweile auf Augenhöhe, wenn es um Offroad-Tauglichkeit geht, und damit passen sie für mich auch gleichermaßen gut in dieses Forum.
Ob Dropbar oder Flatbar ist am Ende wirklich eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Das Gravelbike hat sich in den letzten Jahren klar weiterentwickelt und seinen Platz gefunden, egal ob als Dropbar-29er oder auch 32er. Entscheidend ist letztlich, dass ausreichend Reifenfreiheit ab 2.2 vorhanden ist, und die Geo idealerweise 80-100 mm Suspension corrected ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Persönlich würde ich zwar weiterhin eher zum Hardtail greifen, aber grundsätzlich sehe ich beide Konzepte mittlerweile auf Augenhöhe, wenn es um Offroad-Tauglichkeit geht, und damit passen sie für mich auch gleichermaßen gut in dieses Forum.
Ob Dropbar oder Flatbar ist am Ende wirklich eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Keine Ahnung welches hardtail du hast, aber Offroad fahr ich mit meinem jedem gravel davon
 
Aus deiner Perspektive gedacht vielleicht. Aber es gibt auch Leute, die größer sind. Ich bin 197. Mein Leben lang hatte ich das Gefühl, zu kleine Räder zu fahren, bis irgendwann 29" kam. Und dann waren sie mir gefühlt immer noch zu klein. Bis ich bei einem "Schiff" mit 545er Reach und über 1300er Radstand gelandet bin:
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Und plötzlich läufts.


In Sachen Gravel habe ich einen Maß Stahlrahmen von Faggin, der 2.1" schluckt, technisch also auch ein 29" ist. Das Rad ist gefittet und passt. Wenn man hier die Sattelüberhöhung und Lenkerhöhe über Reifen betrachtet, sieht man, dass hier super Luft wäre für ein 32" Konzept, alleine schon der Proportionen wegen. Und wegen der "Physik" sowieso ;-)
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Ganz genau. Es gibt sie eben durchaus, die Anwendungsbereiche und Gruppen, wo die Einführung von 32" einen mäßigen bis tatsächlich relevanten Benefit darstellen wird. Die Aversionen ggü. 32" sind daher recht interessant und aufschlussreich. Einige fühlen sich ja regelrecht beleidigt dadurch, ja fast schon bedroht. Man hört sogar von so manchem Fahrradhersteller, dass er es begrüßen würde. sollte 32" floppen. Von mir aus kann die Fahrradindustrie 29"-32" ruhig in 0,5"-Schritten durchspielen. Wäre für jeden die passende Laufradgröße für seine Zwecke dabei.

Mit 32″ wirken Gravelbikes für mich inzwischen endlich richtig stimmig in ihren Proportionen und auch die möglichen Reifenbreiten machen sie für echte Long-Distance-Offroad-Einsätze deutlich interessanter.

Persönlich würde ich zwar weiterhin eher zum Hardtail greifen, aber grundsätzlich sehe ich beide Konzepte mittlerweile auf Augenhöhe, wenn es um Offroad-Tauglichkeit geht, und damit passen sie für mich auch gleichermaßen gut in dieses Forum.
Ob Dropbar oder Flatbar ist am Ende wirklich eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Das Gravelbike hat sich in den letzten Jahren klar weiterentwickelt und seinen Platz gefunden, egal ob als Dropbar-29er oder auch 32er. Entscheidend ist letztlich, dass ausreichend Reifenfreiheit ab 2.2 vorhanden ist, und die Geo idealerweise 80-100 mm Suspension corrected ist.

Das wiederum ist doch ein ziemlicher Nischengedanke. Gravel wird sich ziemlich sicher stabil bei 45-55mm Reifenbreite abspielen. Ohne Federwege von 80-100mm. Alles andere mag für gewisse Anwendungsfälle und Rennen sinnvoll sein, aber gewiss nicht dem etablierten Charakter eines Gravelrads entsprechen, das sowohl auf der Straße als auch im Gelände und am Berg eine gute Figur machen möchte.
 
foto 16! -- schon geil. gern als 32-30-mixed (:
...oder doch einfach nur endlich das "spezielle" trek stache 29+ 😊
 
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