finale ligure

Ich bin 53, soll heißen kein zugekiffter Sick Freerider. In Finale war ich jetzt acht mal seit 2019, immer mit der nicht MTB Frau. Wir sind also auch ganz normale Touristen, die viel am Meer spazieren gehen usw. Ich finde, diese ganzen neuen anti Fahrrad Schilder einfach ätzend, dazu noch die Polizei, die hinter der Ecke lauert. Ich bin als Spaziergänger noch nie von Enduristen gefährdet worden, eher von einheimischen Kindern auf zu großen eBikes. Auch ich bin in der Vergangenheit auf dem einen oder anderen Gehweg gefahren, weil du zwischen den Autos dein Totenhemd an hast. Ich bin an der Straße am Fluss bzw Coop mal vom Bus aus dem Weg gehupt worden und die Passanten haben über mich noch den Kopf geschüttelt. Einfach weil ich da alleine auf der Straße runtergerollt bin. Natürlich habe ich den Gehweg verlassen, wenn Fußgänger kamen oder habe angehalten. Auf der SP490 uphill wird man regelmäßig angehupt und es wird einem beim Überholen der Lenker abgerissen. Die sollen erstmal ihren KFZ Verkehr regeln, das ist das größere Problem. Für mich sind das hochgradig negative Veränderungen, die diese outdoor Hippie Stimmung nachhaltig stören.

Grundlegend sind wir dort Gäste. Mich würde es auch nerven, wenn vor meiner Haustüre, Einfahrt/Ausfahrt, Arbeitsweg etc. täglich, ganzjährig tausende Radfahrer rumtingeln. Der eine auf dem Bürgersteig, der andere auf der Straße. Die nächsten als große Gruppe mittig auf der Straße. Ich kann schon nachvollziehen, dass die Hutschnur da irgendwann reißt und man prinzipiell genervt ist und entsprechend reagiert. Ob das in diesem Einzelfall dann gerechtfertigt ist oder nicht, sei mal dahingestellt. Manchmal reicht halt ein Tropfen bei einem vollem Fass.

Ich möchte nicht den Moralapostel spielen, ich fahre dort genauso mit dem Rad und wurde auch schon zig mal angehupt. Das "Problem" bin in dem Fall aber i.d.R. immer ich, als Gast, in einem fremden Land, der mit dem Mountainbike auf Straßen, Fußwegen und der Strandpromenade entlang fährt. Manchmal auch zur BaseNato hochtritt. Auf der Straße.

Wege die die Einheimischen täglich fahren müssen. Nach dem 349zigsten Radfahrer den ich als Busfahrer, Pendler usw. überholen müsste wäre ich auch vmtl. (eher sehr sicher), extrem genervt. V.a. wenn ich dann vll. noch in Borgo wohne und an meiner Hauswand jeden Tag 120 Räder angelehnt werden.

Klar, wir bringen viel Geld hin - das ist deren Kapital usw. etc. - aber die Stimmung, v.a. von den Leuten die vll. nicht unmittelbar von uns profitieren, kann ich schon verstehen.
 
Ich bin 53, soll heißen kein zugekiffter Sick Freerider. In Finale war ich jetzt acht mal seit 2019, immer mit der nicht MTB Frau. Wir sind also auch ganz normale Touristen, die viel am Meer spazieren gehen usw. Ich finde, diese ganzen neuen anti Fahrrad Schilder einfach ätzend, dazu noch die Polizei, die hinter der Ecke lauert. Ich bin als Spaziergänger noch nie von Enduristen gefährdet worden, eher von einheimischen Kindern auf zu großen eBikes. Auch ich bin in der Vergangenheit auf dem einen oder anderen Gehweg gefahren, weil du zwischen den Autos dein Totenhemd an hast. Ich bin an der Straße am Fluss bzw Coop mal vom Bus aus dem Weg gehupt worden und die Passanten haben über mich noch den Kopf geschüttelt. Einfach weil ich da alleine auf der Straße runtergerollt bin. Natürlich habe ich den Gehweg verlassen, wenn Fußgänger kamen oder habe angehalten. Auf der SP490 uphill wird man regelmäßig angehupt und es wird einem beim Überholen der Lenker abgerissen. Die sollen erstmal ihren KFZ Verkehr regeln, das ist das größere Problem. Für mich sind das hochgradig negative Veränderungen, die diese outdoor Hippie Stimmung nachhaltig stören.
Ich bin seit 2019 ca 6 Mal im Jahr in Finale, mein Eindruck:
Es ist gut wenn etwas Ordnung ins Chaos gebracht wird.

Das schieben der MTBs in Finalborgo funktioniert mittlerweile bei den meisten. Sehr wichtig, da es viele alte Leute, kleine Kinder usw gibt.
Man muss mit dem Radl auch nicht jegliche Verkehrsregeln missachten. Weder daheim noch in Finale. Letzte Woche sind 3 Touristen auf MTB gegen die Fahrtrichtung durch die Unterführung unter der Bahnlinie gefahren. Wie dumm kann man sein?
Es gibt auch Schilder, dass Hundehalter bitte die Hinterlassenschaften einsammeln. Die schwarzen Schafe sind zu 99% Einheimische. Ebenfalls ein sehr nerviges Thema.
Die Busfahrer sind vermutlich unter Stress, aber zum Teil völlig irre unterwegs.
Italiener überholen teils zu schnell mit viel zu wenig Abstand.. sehr gefährlich, grad wenn Kinder dabei sein sollten.

-> mit einem gesunden Level an Verstand und Respekt bräuchte es den ganzen Schilderwahnsinn nicht. Leider gibts sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen Personen denen es an beidem offensichtlich mangelt.

-> bitte nie vergessen, dass Touristen immer noch zu Gast sind und sich bitte respektvoll verhalten.
 
Ich bin seit 2019 ca 6 Mal im Jahr in Finale, mein Eindruck:
Es ist gut wenn etwas Ordnung ins Chaos gebracht wird.

Das schieben der MTBs in Finalborgo funktioniert mittlerweile bei den meisten. Sehr wichtig, da es viele alte Leute, kleine Kinder usw gibt.
Man muss mit dem Radl auch nicht jegliche Verkehrsregeln missachten. Weder daheim noch in Finale. Letzte Woche sind 3 Touristen auf MTB gegen die Fahrtrichtung durch die Unterführung unter der Bahnlinie gefahren. Wie dumm kann man sein?
Es gibt auch Schilder, dass Hundehalter bitte die Hinterlassenschaften einsammeln. Die schwarzen Schafe sind zu 99% Einheimische. Ebenfalls ein sehr nerviges Thema.
Die Busfahrer sind vermutlich unter Stress, aber zum Teil völlig irre unterwegs.
Italiener überholen teils zu schnell mit viel zu wenig Abstand.. sehr gefährlich, grad wenn Kinder dabei sein sollten.

-> mit einem gesunden Level an Verstand und Respekt bräuchte es den ganzen Schilderwahnsinn nicht. Leider gibts sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen Personen denen es an beidem offensichtlich mangelt.

-> bitte nie vergessen, dass Touristen immer noch zu Gast sind und sich bitte respektvoll verhalten.
Yo, ich versuchte eben bisher, mich quasi unsichtbar zu machen als Gast, indem ich eben mal auf den Gehweg ausweiche, sofern Platz ist. Da stehen jetzt Schilder wegen der bösen Radler. Wie gesagt, ich bin alternder Tourist! Wir nehmen Wohnungen für 1000 Euro die Woche, wir gehen essen und hocken nicht kiffend vorm Coop oder dem Zelt. Trotzdem kommen diese Schilder und Heckenschützen bei mir sehr negativ an. Das ist nicht das was ich in Finale suche.

In der Altstadt hatte ich durchaus Verständnis, da ist der Radler ja nicht der schwächere.

Und mal ernsthaft? Wer fährt gerne auf dem Gehweg? Warum tut man das wohl? Dass ich als der böse Teutone geroastet werde, war mir klar. Ist halt so.
 
Grundlegend sind wir dort Gäste. Mich würde es auch nerven, wenn vor meiner Haustüre, Einfahrt/Ausfahrt, Arbeitsweg etc. täglich, ganzjährig tausende Radfahrer rumtingeln. Der eine auf dem Bürgersteig, der andere auf der Straße. Die nächsten als große Gruppe mittig auf der Straße. Ich kann schon nachvollziehen, dass die Hutschnur da irgendwann reißt und man prinzipiell genervt ist und entsprechend reagiert. Ob das in diesem Einzelfall dann gerechtfertigt ist oder nicht, sei mal dahingestellt. Manchmal reicht halt ein Tropfen bei einem vollem Fass.

Ich möchte nicht den Moralapostel spielen, ich fahre dort genauso mit dem Rad und wurde auch schon zig mal angehupt. Das "Problem" bin in dem Fall aber i.d.R. immer ich, als Gast, in einem fremden Land, der mit dem Mountainbike auf Straßen, Fußwegen und der Strandpromenade entlang fährt. Manchmal auch zur BaseNato hochtritt. Auf der Straße.

Wege die die Einheimischen täglich fahren müssen. Nach dem 349zigsten Radfahrer den ich als Busfahrer, Pendler usw. überholen müsste wäre ich auch vmtl. (eher sehr sicher), extrem genervt. V.a. wenn ich dann vll. noch in Borgo wohne und an meiner Hauswand jeden Tag 120 Räder angelehnt werden.

Klar, wir bringen viel Geld hin - das ist deren Kapital usw. etc. - aber die Stimmung, v.a. von den Leuten die vll. nicht unmittelbar von uns profitieren, kann ich schon verstehen.
Naja ich würde sagen die Mountainbiker sind da vor allem in der Nebensaison ein nicht zu verachtender Tourismusfaktor.

Da könnte sich die Gemeinden ja schon mal Gedanken über radfreundliche Infrastruktur machen. Aber ja auch in Italien mahlen die Mühlen der Bürokratie langsam und es ist halt alles sehr Autozentriert.

Aber die Wege durch Finale zum Shuttle könnte man schon besser gestalten indem man zb ne Fahrradstraße ausweist und das dann auch kommuniziert und besser beschildert. Als Newbie sieht man nur Verbotstafel und endet in irgendeiner Einbahnstraße, an einer Kette oder im dichten Verkehr auf ner engen Straße.

Und ich muss sagen die bei weitem haarigsten Situationen im Verkehr die ich bisher erleben durfte wurden zum Teil mutwillig durch Italiener bzw. die Verkehrsgestaltung verursacht. Also ich war da meistens unbeteiligt. Road rage auf so engen Straßen weil jemand nicht schnell genug gefahren ist und das war halt ne alte Frau. Oder so Motocrossleute die fast jemand umgenietet hätten.
 
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Naja ich würde sagen die Mountainbiker sind da vor allem in der Nebensaison ein nicht zu verachtender Tourismusfaktor.

Da könnte sich die Gemeinden ja schon mal Gedanken über radfreundliche Infrastruktur machen. Aber ja auch in Italien mahlen die Mühlen der Bürokratie langsam und es ist halt alles sehr Autozentriert.

Aber die Wege durch Finale zum Shuttle könnte man schon besser gestalten indem man zb ne Fahrradstraße ausweist und das dann auch kommuniziert.
So kann man es auch sehen, bevor man Strafen verteilt, erstmal Radwege bauen bzw Rad Infrastruktur schaffen.
 
So kann man es auch sehen, bevor man Strafen verteilt, erstmal Radwege bauen bzw Rad Infrastruktur schaffen.
Dazu braucht es politischen Willen, Geld und Platz. An allem mangelt es leider.

Ich würde sagen solang es keine Rad-spezifische Infrastruktur gibt sollte man die bestehenden Wege nicht zweckentfremden.
Wenn man kurz auf den leeren Gehweg ausweicht stört das niemand. Wenn dort Leute sind, dann schon.

Mei jetzt hast halt einmal zahlen müssen. Ärger dich nicht, passiert halt. Man wird auch mal geblitzt oder bekommt ein Ticket fürs Falschparken. So what?

Wenn sich Italiener dumm aufführen darfst du auch die Polizei rufen. Hab ich auch schon gemacht, als eine Frau meinen Fahrradträger beschädigt hat. Alle müssen sich an die gleichen Regeln halten. Eigentlich nicht so schwer..?
 
Dazu braucht es politischen Willen, Geld und Platz. An allem mangelt es leider.

Ich würde sagen solang es keine Rad-spezifische Infrastruktur gibt sollte man die bestehenden Wege nicht zweckentfremden.
Wenn man kurz auf den leeren Gehweg ausweicht stört das niemand. Wenn dort Leute sind, dann schon.

Mei jetzt hast halt einmal zahlen müssen. Ärger dich nicht, passiert halt. Man wird auch mal geblitzt oder bekommt ein Ticket fürs Falschparken. So what?

Wenn sich Italiener dumm aufführen darfst du auch die Polizei rufen. Hab ich auch schon gemacht, als eine Frau meinen Fahrradträger beschädigt hat. Alle müssen sich an die gleichen Regeln halten. Eigentlich nicht so schwer..?
Ich musste nicht zahlen. Ich kann Schilder lesen, sogar auf englisch. Ich sage lediglich, dass ich das als negativ empfinde. Und nochmal, da stehen jetzt überall Schilder, NICHT auf dem Gehweg zu fahren und mit Glück steht hinter der Ecke die Polizei. In all dem italienischen Verkehrschaos mit seiner Anarchie ist das Touristen Abzocke. Ja, man muss nicht reintappen, aber es ist halt einfach ein Stimmungstöter und so gar nicht Dolce Vita.
 
Dann liest du vermutlich keine Schilder. 😅

edit. Oder radelst nicht auf der Straße.

Ich lese Schilder (dort und zuhause) und radel NUR auf der Straße, weil Gehwege in Finale genau wie Zuhause eben Gehwege und keine Radwege sind.

Ich war das letzte Mal im November 2025 da und da sind mir nicht massiv viele Schilder aufgefallen, kann natürlich sein dass die in der Zwischenzeit was daran geändert haben.

Im Ernst, ich kenne natürlich die No! No!-Schilder mit Radfahrern gegen die Fahrtrichtung, und ganz ehrlich, ich wurde schon häufiger in Deutschland angekackt weil ich gegen ne Einbahnstraße gefahren bin (Ergänzungs-Schild "Fahrräder frei" übersehen Autofahrer gerne) als in Italien, und auf den sau engen Straßen in Finale käme ich eh nicht auf die Idee das zu machen. Genauso wie ich nicht verstehe wieso man in der autofreien Borgo-Altstadt unbedingt mit dem Rad fahren muss statt eben durchzuschieben, so viel länger dauert das auch nicht un es ist für alle entspannter.

Ich bin auch schon sehr oft mit dem Rad irgendwelche Uphills hoch und ja, da ballern gerne Autos an einem vorbei, aber gefährdet hab ich mich noch nie gefühlt, und wenn wir mit Singletrailer/Shotgun unterwegs waren haben die Autofahrer sogar durchaus auffällig Abstand gehalten. Man muss halt selber auch ein bisschen im Auge behalten was auf der Straße so passiert und nicht denken "ich bin Radfahrer, die haben alle auf mich aufzupassen".

Selbst die Motocrosser auf dem Weg hoch zu Isallo/HMA sind langsam an mir vorbei und haben Abstand gehalten.

Insgesamt kann ich total verstehen wenn Passanten die einfach nur ihrem Tagwerk nachgehen wollen genervt sind wenn sie ständig Radfahrern ausweichen müssen, und ich gehe einfach mal davon auf, dass diese Schilder da nicht stehen weil die Commune di Finale Ligure Bock hat einem DER Geldbringer der Region auf die Eier zu gehen, sondern weil es einen gewissen Leidensdruck der Anwohner gibt. Oder ich irre mich und die meinen das einfach böse und wollen abkassieren - keine Ahnung. :)
 
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Yo, ich versuchte eben bisher, mich quasi unsichtbar zu machen als Gast, indem ich eben mal auf den Gehweg ausweiche, sofern Platz ist. Da stehen jetzt Schilder wegen der bösen Radler.

Als Fußgänger nerven Radler, egal ob Touris oder Einheimische. Ein (oder mehrere) überholende Autos hält man ja wohl locker aus.


Wie gesagt, ich bin alternder Tourist! Wir nehmen Wohnungen für 1000 Euro die Woche, wir gehen essen und hocken nicht kiffend vorm Coop oder dem Zelt.

Genau, ich hab bezahlt, ich will entsprechend behandelt werden!!!11
Schon dein zweiter Kommentar, der dich über angeblich dauerkiffende Freerider erhöht.
Vielleicht erstmal bei dir selbst nachfühlen, woher die negativen Gefühle kommen?
Robinson Club mit Bike-Guide keine Alternative?

Und mal ernsthaft? Wer fährt gerne auf dem Gehweg? Warum tut man das wohl? Dass ich als der böse Teutone geroastet werde, war mir klar. Ist halt so.

Meiner Erfahrung nach machen die Autofahrer keinen Unterschied zwischen Almans oder Einheimischen. Angehupt zu werden, ist übrigens i.d.R. nicht wie in DE aggressiv zu verstehen, sondern lediglich ein sich bemerkbar machen, weil demnächst überholt wird.
Also erstmal mit den italienischen Verkehrsgewohnheiten vertraut machen?

Grüße von einem unwesentlich jüngeren Gelegenheitskonsumenten mit nahezu Null negativen Erfahrungen. Ist aber ganz sicher nur Zufall, und nicht in irgendeiner Einstellung begründet.
 
Was es nicht gibt ist halt eine sinnvolle bzw. schnell ersichtliche Route durch die Stadt zum Shuttle von Tahiti/Calvisio.

Google maps leitet dich glaub über die Promenade oder Straße an ne Kette wo's man unter die Eisenbahntrasse abbiegt oder hinten raus auf die Straße ganz im Westen zwischen den Kreisverkehren und dem Autobahnzubringer.

Und in den Tunneln an der Küste ist oft die Beleuchtung ausgefallen, es gibt keine Seitenstreifen und es ist relativ eng. Da schadet vor allem im Herbst Beleuchtung nicht.

Jemand der sich nicht auskennt wird dann halt in die Einbahnstraßen fahren und in Finale oder Bordo in die Fußgängerzone geraten. Also das ist quasi vorprogrammiert dass es da zu Konflikten kommt weil die Verkehrsführung halt nicht fahrradfreundlich ist.
 
Zum Thema hupen: Bitte nicht Italien mit Deutschland vergleichen! In Italien ist hupen ein allgemeines Kommunikationsmittel und bedeutet oftmals einfach hallo oder Vorsicht, ich fahre gleich an dir vorbei.

Beim selbertreten zur Base hupt fast jedes shuttel, dass an einem vorbei fährt, dass sehe ich jetzt eher positiv!
Selbst kann man auch dazu beitragen, dass es besser läuft, wenn ich mit dem Bike unterwegs bin und merke, dass jemand hinter mir ist, ich bereits die Kurve einsehen kann, dann winke ich die Autos auch vorbei, die hupen dann auch immer, ich verstehe das dann aber als Danke.
 
Wäre halt schön wenn die dann nicht nur Fahrradfahrer kontrollieren sondern auch ob die Geschwindigkeiten und Abstände von Autofahrern eingehalten werden. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden da ja eher so als optional betrachtet und die komischen Blitzerkästen sind irgendwie nur Attrappen. Aber dann diese komischen Schilder auf dem Fahrradträger...
 
Ich musste nicht zahlen. Ich kann Schilder lesen, sogar auf englisch. Ich sage lediglich, dass ich das als negativ empfinde. Und nochmal, da stehen jetzt überall Schilder, NICHT auf dem Gehweg zu fahren und mit Glück steht hinter der Ecke die Polizei. In all dem italienischen Verkehrschaos mit seiner Anarchie ist das Touristen Abzocke. Ja, man muss nicht reintappen, aber es ist halt einfach ein Stimmungstöter und so gar nicht Dolce Vita.

Das ist doch genau der Punkt. Du empfindest das als negativ, wenn du einmal im Jahr paar Tage dort bist. Jetzt versetzte dich mal in die Gegenseite. Wie empfinden die das Thema wohl, wenn es alltäglich ist.

Dem Busfahrer der 18 x Tag die Straße von Finale nach Borgo hoch fährt und in 50% der Fahrten wieder Biker vor sicher auf der Straße hat die ihm falsch entgegenkommen ist dein Anspruch an DolceVita verständlicherweise völlig egal.

Es ist doch wie immer im Leben, es gibt unterschiedliche Interessen und daraus ergeben sich Konflikte. Bei diesem Volumen was in und um Finale an Radtouristen unterwegs ist, lässt sich eine gewissen Spannung nicht vermeiden.

Entscheidend ist doch wie man damit umgeht. Nicht mehr und nicht weniger.
Sind wir mal lieber dankbar und froh, dass es dort unten noch recht locker funktioniert - auch mit bösen Schildern und etwas mehr Kontrollen.

Ich weiß nicht ob wir als Deutsche da den Finger heben sollten, wir bekommen das hier nicht ansatzweise so gut hin... Vll. genau aufgrund dieser engstirnigkeit (!)
 
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Ich musste nicht zahlen. Ich kann Schilder lesen, sogar auf englisch. Ich sage lediglich, dass ich das als negativ empfinde. Und nochmal, da stehen jetzt überall Schilder, NICHT auf dem Gehweg zu fahren und mit Glück steht hinter der Ecke die Polizei. In all dem italienischen Verkehrschaos mit seiner Anarchie ist das Touristen Abzocke. Ja, man muss nicht reintappen, aber es ist halt einfach ein Stimmungstöter und so gar nicht Dolce Vita.
das ist keine Abzocke sondern ein Reality Check, der die von der Polizei angehaltenen Personen daran erinnert das Dolce Vite nicht bedeutet das man sich aufführen kann wie einem beliebt.
 
Das hat ja nichts mit Italien zu tun das Radinfrastrukur meistens zugunsten des Autos vernachlässigt wird. Aber grade wenn ich mich als Fahrrad-Destination ausrichte und bewerbe muss ich da halt auch was machen.
 
Das hat ja nichts mit Italien zu tun das Radinfrastrukur meistens zugunsten des Autos vernachlässigt wird. Aber grade wenn ich mich als Fahrrad-Destination ausrichte und bewerbe muss ich da halt auch was machen.

Aber ist dann nicht die so geliebte DolceVita weg? Einfach mal 5 grade sein lassen? Klar, man kann auch Gardasee 2.0 drausmachen. Schöne Radwege damit der deutsche Herbert sicher von seinem Wohnwagen zur Eisdiele kommt.

Genau das möchte man doch nicht. Wenn doch, dann bitte am Gardasee stehen bleiben und nicht weiter fahren. Ich hoffe es bleibt einfach alles so wie es ist.
 
Wer sich beschwert, dass er von der Polizei kontrolliert und bestraft wird, weil er entgegen der Einbahnstraße reingefahren ist, hat wohl eh etwas grundlegendes nicht verstanden!? Was hat das mit Abzocke zu tun!?
P.S.: Selbst dabei wurde meinem Kumpel noch entgegengekommen. Es wurde nur einer aus der Gruppe belangt, der andere wurde ermahnt. Und wir sprechen von 30€...

Aber in der Schweiz hält sich jeder an die Geschwindigkeit auf der Autobahn und darüber beschwert man sich nicht!? Woran liegts? ;)
 
Aber ist dann nicht die so geliebte DolceVita weg? Einfach mal 5 grade sein lassen? Klar, man kann auch Gardasee 2.0 drausmachen. Schöne Radwege damit der deutsche Herbert sicher von seinem Wohnwagen zur Eisdiele kommt.

Genau das möchte man doch nicht. Wenn doch, dann bitte am Gardasee stehen bleiben und nicht weiter fahren. Ich hoffe es bleibt einfach alles so wie es ist.
Ich find ja das bisschen Anarchie welches uns die trails beschert hat auch angenehm aber im Verkehr fühle ich mich da halt oft gestresst.

Ich will ja nicht dass da alles kontrolliert wird. Von guten Radwegen würden da ja alle profitieren. Aber mir ist schon klar dass das mit dem begrenzten Platz an der Küste und der Bürokratie und dem klammen Staat in Italien schwierig ist...

Darf man auf der Promenade eigentlich fahren? Frage für einen Freund.
 
Grundlegend sind wir dort Gäste. Mich würde es auch nerven, wenn vor meiner Haustüre, Einfahrt/Ausfahrt, Arbeitsweg etc. täglich, ganzjährig tausende Radfahrer rumtingeln. Der eine auf dem Bürgersteig, der andere auf der Straße. Die nächsten als große Gruppe mittig auf der Straße. Ich kann schon nachvollziehen, dass die Hutschnur da irgendwann reißt und man prinzipiell genervt ist und entsprechend reagiert. Ob das in diesem Einzelfall dann gerechtfertigt ist oder nicht, sei mal dahingestellt. Manchmal reicht halt ein Tropfen bei einem vollem Fass.

Ich möchte nicht den Moralapostel spielen, ich fahre dort genauso mit dem Rad und wurde auch schon zig mal angehupt. Das "Problem" bin in dem Fall aber i.d.R. immer ich, als Gast, in einem fremden Land, der mit dem Mountainbike auf Straßen, Fußwegen und der Strandpromenade entlang fährt. Manchmal auch zur BaseNato hochtritt. Auf der Straße.

Wege die die Einheimischen täglich fahren müssen. Nach dem 349zigsten Radfahrer den ich als Busfahrer, Pendler usw. überholen müsste wäre ich auch vmtl. (eher sehr sicher), extrem genervt. V.a. wenn ich dann vll. noch in Borgo wohne und an meiner Hauswand jeden Tag 120 Räder angelehnt werden.

Klar, wir bringen viel Geld hin - das ist deren Kapital usw. etc. - aber die Stimmung, v.a. von den Leuten die vll. nicht unmittelbar von uns profitieren, kann ich schon verstehen.
Sehr gut beschrieben :daumen:

War selbst jetzt zwar schon einige Jahre nicht mehr dort und zuvor auch mehr in Pietra angesiedelt. Mir war das im März/April irgendwie in Finale, Borgo und bei Unterwegs Speiße Butzen schon zu viel „Radsport Lifestyle“, auch eventuell bedingt, da noch einiges zu hatte, daher sehr geballt.

Wenn dann noch der dritte Defender im Kastanienwald an dir vorbei möchte, naja.

Landschaft, Trails, Dolce Vita, alles einfach ein Traum.

Irgendwann ist aber auch eventuell einfach der Punkt zum Funsport Disneyland überschritten, für einige Einheimische dort. Es profitieren ja nicht alle von uns Radfahrern. Mit dem Auto ist es in dieser räumlich sehr beengten Ecke ja eh schon recht anstrengend. Auch was Wohnen in den wenigen Häusern ohne Bezug zum Tourismus angeht. Das ist mit dem Ganzjahres Boom sicherlich auch nicht günstiger, oder ruhiger geworden.

Durfte einige Zeit im Südeuropäischen Touri Business auf Anbieterseite mitmischen und kann durchaus bestätigen das Freundlichkeit und Benehmen teilweise doch recht ausbaufähig sind. Bin da sicherlich auch nicht fehlerfrei, vor allem voller Adrenalin, aber so ein wenig Rücksicht auf die Bewohner sollte man schon nehmen. Dies gilt auch für Deutsche Regionen mit gewissem Trail Anteil.

Was Radfahren auf der Straße anbelangt, hatte ich eigentlich immer ein solideres Gefühl in Italien, Spanien, Fgrankreich, als wenn ich mir das in Deutschland (selten) antue. Aber kann sich auch inzwischen angeglichen haben, mit den Unentspannten Verkehrsteilnehmern.

Mit der Mentalität „ich zahle also darf ich“ eckt man halt früher oder später auch mal an.
 
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Ich find ja das bisschen Anarchie welches uns die trails beschert hat auch angenehm aber im Verkehr fühle ich mich da halt oft gestresst.

Ich will ja nicht dass da alles kontrolliert wird. Von guten Radwegen würden da ja alle profitieren. Aber mir ist schon klar dass das mit dem begrenzten Platz an der Küste und der Bürokratie und dem klammen Staat in Italien schwierig ist...

Darf man auf der Promenade eigentlich fahren? Frage für einen Freund.
Mit Anarchie hat der Trailbau in Finale nichts zu tun, das ist alles organisiert und mit den Landeigentümern abgesprochen/ausgehandelt.

Gute Radwege fände ich auch super. Ginge aktuell halt nur mit überschaubarem Aufwand wenn man dafür Parkplätze opfert. Dem Touri egal, dem Anwohner nicht.

Die Promenade ist kombinierter Fuß/Radweg, zusätzlich gibts einen reinen Fußweg. Ist entsprechend ausgeschildert. Wissen aber offensichtlich nicht alle (die ganzen italienischen Touris aus Mailand und Genova ausdrücklich eingeschlossen 🤣)
 
Schön, dass hier Schwung in diese Diskussion kommt. Und noch schöner, dass der Tenor in Summe ziemlich einheitlich in eine (für mein Empfinden) sehr sinnvolle Richtung geht.
Vor allem der Versuch, die Welt aus den Augen der Bewohner vor Ort zu sehen, tut gut und bringt Verständnis für notwendige Regeln, Kontrollen und eventuellen Unmut gegenüber uns Touristen.

Was es nicht gibt ist halt eine sinnvolle bzw. schnell ersichtliche Route durch die Stadt zum Shuttle von Tahiti/Calvisio.
Das ist halt echt ein Punkt. Von dort verkehrsgerecht auf die Via Aurelia zu kommen ist nicht ganz easy, vor allem wenn man zum ersten Mal vor Ort ist. Gefühlt ist alles durch Fußgängerzonen und Einbahnstraßen blockiert.
Hier würde ein durchgängiger Radstreifen ab der Ponte Caterina Boncardo die Situation schon deutlich entspannen - alternativ kleine Schilder die Radfahrern den korrekten Weg in Richtung Finalborgo weisen.
 
Also wir nehmen immer den Shuttle eine Stunde später, genau um in Borgo noch entspannt einen Kaffee zu trinken und das authentische Treiben der "Einheimischen" zu genießen. Klappt bisher eigtl ganz gut und gehört für uns zur Dolce Vita dazu.

P.S.: Gilt nicht für die Osterfeiertage, wie ich es diese Jahr das erste Mal erleben durfte... :D
 
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