Tubeless vs. Butyl-Schlauch vs. TPU-Schlauch: Welches System ist das Beste?

Ich muss hier nicht schreiben, ob ich tubeless oder Butyl fahre, Das juckt keinen. Ähnlich wie es mich nicht interessiert, was andere fahren. Was ich aber interessant finde: wer hat die Daten ausgewertet und die Grafiken erstellt?
Wir nehmen gleich mal die hier:
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Warum fängt man da bei 10 Watt an? Man gibt dann aber die absoluten Werte auf den Balken an, nicht die relativen zu 10 Watt. Der Unterschied Butyl zu Tubeless sind 23 %. Das Bild suggeriert aber eher 47 %
Beim Rollwiderstand Trail noch deutlicher, da fängt man bei 20 Watt an. Unterschied Tubeless zu Butyl: 10 %. Grafik suggeriert aber Richtung 29 %.
 
Continental-Schlauch und fertig!
Der Hype um die Dichtmilch ist online grösser als in Realität.
Jeder den ich gefragt habe Zweiradmechaniker verflucht Tubeless und schwört auf anständige Schläuche.
Bislang war meine Pannenstatistik deutlich besser als die meiner "ich brauch den neuesten Trendkram"- Mitradlern.

Bei solchen Kommentaren ist es kein Wunder, dass @tufkad seinen Job an den Nagel hängt und im Cane Creek Thread auf einmal seriös wird.

Wie soll man das denn auch noch toppen? :confused:
 
Immer dieses gelaber von Tubless ist dreckig. Auf dem Trail bei scheiß wetter schonmal nen Schlauch wechseln müssen? Daheim hab ich wasser und wenn bissl Milch raus kommt dann wird die halt weg gewaschen oder bleibt auf der Felge. Ist auf dauer zwar nicht schön aber ist ja auch kein Vitrinenrad das MTB bei mir. Wenn ich mich an die vor Tubeless zeiten erinner wo man 3x auf dem Trail nen Schlauch wechseln musste weil das Loch im Mantel eben immer noch drin war und der Schlauch gleich wieder platt war.
Da hier zudem eh nur auf Hardcore Gravity Karkasse geschworen wird wird dann bestimmt auch der extrem schwerer Gravity Schlauch gefahren und sieht dann das Ergebnis noch deutlich ernüchternder für den Schlauch aus was die Zahlen hier angeht.
 
Warum wurde nicht mit SV 19A getestet? Der wiegt ungefähr 145g und rollt besser als die dicken Baumarkt-Schläuche.
Außerdem fehlt noch Latex zum Vergleich.
Ich kenne niemanden, außer Freizeit- und Gelegenheitsfahrer, der Butyl fährt. Wenn Schlauch; dann Latex oder Folie.
 
Kommt doch am Ende drauf an wie und wo man fährt. Das größte Problem in meiner Ecke sind eher Dornen, aber ob man sich einen einfährt oder nicht, ist absolute Glückssache. Snakebites z.B. spielen für mich keine Rolle, fahr nicht inne Stadt rum, daher wird das nicht passieren.
Vor 3 Jahren hab ich erstmals TPU ausprobiert, und zwar die billigen grünen Cyclami von AliExpress, und seit dem keinen Platten mehr. Kürzlich erst hab ich mit alten TPU-Schläuchen mal die Robustheit ausprobiert. Butyl hatte schnell eine Beschädigung, den TPU hat das nicht interessiert. Daher ist die Entscheidung für mich klar, da ich in der gleichen Zeit mit Tubeless wesentlich mehr Wartungsaufwand gehabt hätte. Für mein empfinden ist das halt auch pure Sauerei, mag ich einfach nicht.

Es soll einfach jeder fahren was er will, wird jeder seine Gründe dafür haben und niemand muss sich für seine Entscheidung rechtfertigen. Weiß nicht was es sich da immer rumzustreiten gingt, als ob irgendjemandem irgendetwas weggenommen wird, oder sich Fahrer X besser fühlt wenn Fahrer Y das gleiche fährt. 🤦😂
 
Generell haben die meisten biker noch zeugs dabei wie vor 20 jahren, als alles dauernd kaputt ging. Für die hausrunde nehm ich nix mehr mit, letzter platten ewig her, und alles andere hält eh immer. Zur not halt jemanden anrufen das man abgeholt werden muss. Aber noch nie passiert.
Diese woche in finale: schalthebel abgefallen, schraube weg. Mit schraube von disc und einem 2 meter neben dem bike gefundenen kabelbinder auf dem trail geflickt😆
 
Moin Gemeinde,

habe jetzt seit Erscheinen 2017 der ersten TPU Schläuche von tubolito, nicht's anders mehr benutzt.
Gebe zu, das es ab und an Ausreißer bei der Qualität gab, wurden bei Reklamation aber immer wieder gleich ausgetauscht bzw. vom tubolito ersetzt.
Würde nichts anderes mehr benutzen, habe immer die Standard Version genutzt, nicht die super leicht Variante.
Hatte damit bei einem kleinen Einstich immer eine sehr gute Notlaufeigenschaft.

Für mich persönlich ist TPU die beste gesamt Technologie und Funktion.

Happy trails ❗

Steve
 
Bei den Vorteilen der Tubelesslösung fehlt mit hier im Vergleich auch der reduzierte Reifenverbrauch. Vor meiner Tubless Zeit hatte ich Reifen wie den Schwalbe Racing Ralf / Nobby Nick auf meinen Touren und Trailrädern innerhalb 3Monaten / 6Monaten durch. Seit nun 5-Jahren Tubless fahre ich die immer mind. 1Jahr / 2 Jahre ohne jetzt bei der Kilometerleistung runtergegangen zu sein. Eher im Gegenteil. Lässt sich ja auch physikalisch erklären: geringer zu fahrender Luftdruck -> größere Auflagefläche -> weniger Druck pro Stollen.
Evtl. kennt ihr ja auch das 4 Potenzen-Gesetz bei der Straßenabnutzung. Doppelte Achslast ergibt 16-fache Staßenabnutzung. Ist hier eben umgekehrt, wenn auch nicht 1:1 übertragbar, auf die Abnutzung der Reifen anzuwenden.
Und wenn ich mir einen Reifensatz pro Saison spare ist das für mich schon auch ein Faktor.
tubeless hilft bestimmt auch gegen Covid und Zeckenbisse - musst nur fest dran glauben 🤣
 
Also ich fahre in meinem Hauptrad tubeless und im zweitrad TPU, weil das zu viel steht. Bei tubeless tue ich eher wenig rein und kippe nach und nach immer ein wenig dazu, wenn es die Luft nicht mehr gut hält.. Denke das hält sich in Waage mit dem Verschleiß vom Mantel vom Gewicht her. Hatte trotzdem noch nie diese Gummi Ansammlung im Mantel. Müsste es nicht gehen, erst mit viel Latex zu füllen und später dünnflüssiger nachzukippen, um es flüssig zu halten?
 
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Tubeless mit diesem ganzen Milch-Siff innen wie aussen, ist mMn für pannentechnisch unproblematische Strecken eher was für Hobby-Fahrer, die das alles für ihr Hobby in Kauf nehmen und das dann für sich als unproblematisch ansehen. OK.

Oder für Profis, die Mechanics im Team haben, die sich um alles kümmern.
man merkt dass du alt bist
 
tubeless hilft bestimmt auch gegen Covid und Zeckenbisse - musst nur fest dran glauben 🤣
ich habe in meinem Kommentar explizit von Touren und Trailbike geschrieben wo der geringere Reifenabrieb über lange Strecken durchaus relevant ist. Im Enduro- und Downhillbereich herrschen wiederum andere Gegebenheiten (hauptsächlich Abnutzung durch Bremsreibung statt durch Rollreibung) die hier maßgeblich Einfluss auf den Reifenverschleiss haben. Zudem ist das kein reiner Effekt von Tubeless sondern hauptsächlich auf Grund des geringer gefahrenen Luftdrucks bei gleichen Reifenabmessungen feststellbar.
Also da du anscheinend von Physik wenig Ahnung hast, kannst du gerne weiterhin so dümmliche Kommentare hier hinterlassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Am Trailbike nur noch tubeless. Was hatte man früher Snakebites... Nervig sind nur verklebte Ventilkerne, für die ich keine befriedigende Lösung zur Reinigung gefunden habe und die Dichtfähigkeiten der Stansmilch könnten auch mehr sein, oder ich muss öfter wechseln.

Am Stadt- Trekkingrad Butyl, weil einfach, günstig und die Schwalbe Marathon mit Pannenschutz auch tubeless nicht rollen würden.

Am Renner: Momentan Butyl aber tpu würde mich nach dem Artikel nach schon reizen wegen Gewicht und Rollwiderstand.
Da ich 35mm fahre, würde aber wohl auch Tubeless gehen.
Priorität hat hier für mich aber die Notversorgung in der Pampa und bei Bikepacking. Die GP5000 stecken jedenfalls einiges weg.
 
kennt ihr ja auch das 4 Potenzen-Gesetz bei der Straßenabnutzung
Wir fahren aber im Wald und nicht auf der Straße.
Die reine Fahrzeit im Wald, auf dem weichen Untergrund, ist deutlich höher.
Ich meine den größten Verschleiß bei der Hinfahrt und Rückfahrt, als im Wald zu haben.
Das ist auch einer der Gründe, warum ich kein Aspen ST oder ähnlich flache Reifen kaufe.
Und E-Bikes lassen Reifen auch schneller verschleißen.
Aber um das richtig beurteilen zu können, müsste man den Reifenaufbau und die Gummimischung mit beachten. Die ändert sich ja aller paar Jahre.
Ich finde die Überlegung aber auch nicht wirklich Relevant.
Es ist ganz normal im EN/DH Bereich im Jahr 2-3 Sätze Reifen zu verbrauchen.
Wenn man bereits 2 Räder hat, verteilt sich der gefühlte Verschleiß auf 2 Räder, man fährt also länger, hat aber trotzdem die Kosten von 4 Reifen gehabt.
 
Einzig wenn man unterwegs einen Schlauch reinmachen bzw später wieder raus machen muss, was äußerst selten der Fall ist, wird's wirklich dreckig.
Kommt immer auf die Panne drauf an.
Viel Erfahrung und das richtige Loadout ist wichtig.
Ich hab mir noch nie ein Schlauch rein gebaut, neulich hatte ich ein 7mm Y Cut an der Seitenwand, einen Schlauch hätte es rausgedrückt. Alles andere macht die Tubeless Milch + Wurst und zur Not Panzertape.
Tatsächlich hätte ein Schlauch bei den letzten Pannen nicht geholfen.
Besser ist es dann den Reifen drauf zu lassen und von Außen zu reparieren.
Also Wurst + Klebstoff.
 
Mit Tubeless hat man unterwegs einen irreparablen Schaden:

  • wenn die Felge einen Knick in der Seite der Felge hat (unwahrscheinlich daß das nochmal dicht wird. Vorallem wenn dadurch sehr viel Milch schon verlorengangen ist).
  • wenn bei einem Speichenbruch der Rest davon sich durch das Felgendichtband gebohrt hat. Soviel Dichtmilch kann man unterwegs gar nicht nachfüllen.

Auch Tubeless ist alles andere als unkaputtbar. ;) Hat eben andere Möglichkeiten zum Ausfall als TPU-Schläuche.
 
Die Schäden mit Tubeless sind genauso reparabel wie mit Schlauch. Man führt einen leichten Schlauch mit, wenn man in der Pampa unterwegs ist.
Hatte mal ein Mitfahrer so gemacht, also einen Schlauch bei einem platten Tubeless eingezogen.

Der hatte ewig gebraucht (kein Problem, wir waren schon in der Einkehr) und kam dann mit saftig besudelten Klamotten nach (die dann wohl nur noch Müllwert hatten). :D
 
Nervig sind nur verklebte Ventilkerne, für die ich keine befriedigende Lösung zur Reinigung gefunden habe und die Dichtfähigkeiten der Stansmilch könnten auch mehr sein, oder ich muss öfter wechseln.
ich hole bei Amazon Ventileinsätze beutelweise und tausche nun eher mal aus.
Gleichzeitig wird der Ventilschaft mit einem Pfeifenputzer gesäubert.
Seitdem gibt es unterwegs keine Probleme mehr mit verstopften Ventilen.

die Milch von Stans habe ich gegen die von WTB ausgetauscht.
die WTB sifft deutlich weniger bzw. gar nicht durch die Reifen und gefühlt scheint sie auch zuverlässiger abzudichten. Ich habe unterwegs keine Probleme mehr das es sich nicht abdichtet. Erst bei größeren Löchern oder Cuts in der Seitenwand muss halt ne Wurst rein.
 
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