Gestern meinte ein Kumpel (kein MTBler), dass einige seiner Kollegen, die sich ein MTB über Jobrad geleast haben, häufig direkt die Kassette haben tauschen lassen - damit der Arbeitsweg auch etwas zügiger auf Asphalt zu fahren geht bzw. wenn es hauptsächlich gerade aus geht. Ist es denn wirklich so schlimm?
Mein Sohn (10 J.) hat seit kurzem ein Marlin 6 und bei den normalen Touren fährt er meistens den 7-8 Gang und ist nicht wirklich schnell (liegt sicherlich auch an seiner Fitness) aber dazu noch die fetten
Maxxis Reifen machen schon was aus oder? Die ersten drei Gänge braucht er hier im städtischen Raum so gut wie gar nicht. Könnte man da auch über eine andere Kassette nachdenken?
Kassette tauschen von was nach was?
Und reden wir von e- oder Bio-Bike?
Deiner Beschreibung nach wollen dir erwähnten Kollegen einen längeren höchsten Gang (bzw. insgesamt eine längere Übersetzung), vermutlich um bei hohem Tempo auf der Ebene oder bei leichtem Gefälle nicht viel zu schnell kurbeln ("hohe Kadenz") zu müssen, richtig?
Das bekommt man theoretisch durch kleinere kleinste Ritzel an der Kassette. Die meisten 1x-MTB-Kassetten haben 10-50/51/52-Kassetten. Es gibt wenige, die ein kleinstes Ritzel mit 9 Zähnen haben. Bringt theoretisch 10% geringe Kadenz bei gleichem Tempo. Würde ich aber nicht machen - schon die 10er-Ritzel sind sehr verschleißanfällig (weniger Zähne übertragen die Kraft), wenn man viel im größten Gang rummgeigt, sind die schnell hinüber. Wenn man dann noch eine Kassette hat, die "ein Stück" ist (z.B. die meisten von
SRAM) kann man dann die ganze Kassette ersetzen, was schnell 100-300€ sind (bei anderen, z.B. gängigen
Shimano-12x-Kassetten kann man immerhin die kleinsten 5 Ritzel tauschen).
Der Schlüssel zu mehr Speed (aber Verlust an kleinen=leichten Gängen) wäre ein größeres Kettenblatt. Ab Werk sind meist 30er oder 32er verbaut, je nach Antrieb, Rahmen etc. geht da 34, 36 oder evtl. 38. Dadurch verschiebt man seine ganzen Gänge Richtung schwerer=schneller. Also wenn, dann diesen Weg gehen.
Aber wenn schnelle Asphaltstrecken der Haupt-Usecase sind, ist ein MTB das falsche Gerät, denn dann braucht man auch weniger grippige, aber dafür leichter rollende
Reifen. Dann am besten noch Gepäckträger dran, und man hat quasi ein Treckingrad

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Dann eher Richtung Gravel- oder Rennrad, wenn Pendeln oder generell nur leichteres/flacheres Terrain geplant ist.
Wenn man sich mehr damit auseinandersetzen will und ausprobieren will, wie sich Wechsel von Kassette und Kettenblatt auswirken, oder auch komplett verschiedene Übersetzungen vergleichen möchte, dann ist
https://ritzelrechner.de/ eine Empfehlung. Braucht etwas Zeit zur Einarbeitung und man sollte es am Desktop nutzen, am Handy ist das UI etwas fummelig.