Änderung des Betretungsrechts in Baden-Württemberg

Hauptsächlich hängt das ganze ja an den Waldeigentümern/Landwirten bzw. den Hobbyjägern wo es ja auch oft große Überschneidungen oder zumindest Überschneidung der Interessen gibt.

Und im Staatswald überwiegen halt auch wirtschaftliche Gesichtspunkte. Aber konkret hier war das Problem dass es halt oft einen Flickenteppich aus winzigen Privatwaldparzellen gibt und die Besitzer dieser Parzellen sind in der Regel halt auch oft älter und nicht sehr aufgeschlossen was das Thema betrifft um das vorsichtig auszudrücken.

Und die großen Privatwaldbesitzer verpachten das Jagdrecht oft an zahlungskräftige Pächter oder jagen selbst und wollen keine Mountainbiker die sie dabei "stören".

Also da sehe ich die größte Lobby die ein Aufweichen oder Abschaffen der 2 meter Regel verhindern wird. Und soweit ich das mitbekomme ist das ja auch überall sonst so und vor allem in Bayern. Selbst in Finale oder in Schweizer Bikeparks/Regionen werden ja Trails für die Jagd gesperrt.

Naturschutzinteressen gibt es natürlich auch aber die haben lange nicht diese Lobby- und gesetzgeberische flächendeckende Macht. Wenn ein Privatwaldbesitzer einen Trail ermöglichen will kann aus naturschutzrechtlicher Sicht wenig gemacht werden wenn's da keine besondere Flora und Fauna gibt. Aber Privatwaldbesitzer sind halt Zwangsmitglieder der Jagdgenossenschaft oder bilden Eigenjagdbezirke. Also haben die immer jemanden der mit ihnen in einem gegenseitigen Abhängigkeitsverhaltnis (Pacht, Wildschaden, Trophäenjagd) steht und idr jegliche Trails verhindern will.

Die Finale Trails gibt's zb mit großer Wahrscheinlichkeit nur weil es dort kein Reviersystem und viel Staatswald gibt. Natürlich auch die Mentalität. Aber würde der Wald da hauptsächlich dem Adel gehören der da selbst jagt oder das Jagdrecht wäre analog zum DACH-Raum an Pächter verpachtet wäre das nicht entstanden. Aber man merkt ja dort sofort dass man mit Jägern da eher gleichstestellt ist und bei uns kommen die hoch zu Ross (SUV) und versuchen uns aus dem Wald zu scheuchen wie man das am extremsten in Österreich beobachten kann.
 
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Flickenteppich aus winzigen Privatwaldparzellen gibt und die Besitzer dieser Parzellen sind in der Regel halt auch oft älter und nicht sehr aufgeschlossen was das Thema betrifft
Um die Nachteile der Parzellierung aufgrund der "Realteilung" zu mindern, gibt es bei uns (Unterfranken) sogen. Waldflurbereinigung. Man versucht die langgezogenen schmalen Waldhemden so umzulegen, dass man diese zumindest bewirtschaften kann. Ist ja oft Nadelholz und wenn du nichts machst, bricht das alles irgendwann zusammen. Ist aber ein sehr langwieriges Verfahren.
Aber man merkt ja dort sofort dass man mit Jägern da eher gleichstestellt ist und bei uns kommen die hoch zu Ross (SUV) und versuchen uns aus dem Wald zu scheuchen wie man das am extremsten in Österreich beobachten kann.
In D und A ist das herrschaftliche Auftreten der Jägerschaft schon extrem- mit all den Trophäendarstellungen auf "Hegeschauen". Das ist in F/ It/ CH vollkommen anders. Aber auch bei uns gibt es gegensätzliche Organisationen wie die ANW bei der Waldbewirtschaftung oder den ÖJV. Man muss sich halt an diese "fortschrittlicheren, bodenständigen" Leute halten.
 
Naturschutzinteressen gibt es natürlich auch aber die haben lange nicht diese Lobby- und gesetzgeberische flächendeckende Macht.
Das ist in Stuttgart etwas anders. Fast alles Stadt- oder Staatswald. Der Hauptwidersacher war im moderierten Prozess und ist jetzt danach der institutionelle (Umweltamt) und dahinter mit Klagen drohend der private Naturschutz.

Und zwar durchaus wirkmächtig auf Basis der von ihnen maximal eng ausgelegten Naturschutz-Gesetze samt Rückendeckung aus dem Regierungspräsidium.
 
Aufgrund des Besitzflickenteppichs und der Versicherungsfrage/Bürokratieverliebten Mentalität ist es halt echt schwer voranzukommen. Man kann nur hoffen dass es mehr Modellregionen wie Freiburg gibt die langsam aber sicher die Skeptiker überzeugt dass es funktionieren kann. In Freiburg werde ich trotz zwei Meter Regel ich Wanderern in der Regel freundlicher behandelt weil da halt Mountainbiker als eher gleichberechtigte Nutzer gesehen werden. Anderswo werden Konflikte geschürt.

Ich finds ja auch krass wie sich das in Finale selbst an Ostern verläuft wenn es soviele Angebote gibt. Abgesehen von den bekannten trails Treff ich da eher selten mal jemand oder gar Gruppen. Und in Freiburg kanalisieren die legalen Angebote auch. Nur da gibt es halt mehr Wanderer und insgesamt weniger Singletrails.

Ich mag als Naturnutzer aber auch Natur- und Klimaschutz. Was bringt mir der geilste Trail wenn durch Trockenheit wegerodiert oder abfackelt wie ich im Vischgau schon erleben durfte.
 
Ja, wobei das von Land und Region recht unterschiedlich ist und auch die Gefahr in Ländern ohne Reviersystem eher größer ist. Da ist generell weniger reguliert wer wo rumballern darf und Todesschützen sind durch die Lobby geschützt.
 
Ja, wobei das von Land und Region recht unterschiedlich ist und auch die Gefahr in Ländern ohne Reviersystem eher größer ist. Da ist generell weniger reguliert wer wo rumballern darf und Todesschützen sind durch die Lobby geschützt.
Es wurden jedenfalls schon mehr Radfahrer von Jägern tot geschossen als Jäger von Radfahrern tot gefahren.
 
Meine Befürchtung ist halt, dass sich allenfalls etwas ändern würde, wenn endlich einmal die (kommerzielle) MTB-Branche Einfluss nehmen würde - oder aber jemand vor Gericht Erfolge erzielen könnte. Und das Problem ist, dass - so meine ich - gegen ein Gesetz nur innerhalb eines Jahres nach der Verkündigung vorgegangen werden kann. Reine Mitgliederzahlen in Vereinen und Verbänden dagegen... fraglich, ob das überhaupt etwas nutzt im großen Ganzen.
 
Es ist wie es ist. Die 2-Meter-Regel bleibt, wenn wir - die gesamte Bike Community in Baden-Württemberg - nichts dagegen tun.

Und es könnte - wie wir gerade in NRW sehen - auch noch schlimmer kommen. Das sollte uns einmal mehr dazu motivieren, etwas dagegen zu tun.

Was man genau dagegen tun kann, ist nicht zuletzt eine strategische Frage und die ist bei der DIMB (plus DAV Landesverband, Radsportverbänden etc.) sicherlich am besten aufgehoben. Petition hatten wir schon. Die Ablehnung war und ist dünn sowie nicht auf Fakten basierend. Eine Klage wurde bisher „aus Gründen“ nicht angestrebt.

ABER sich nicht weiter zu verstecken, sondern die gesellschaftliche Größe und Relevanz inklusive der vielen positiven Aspekte des Bikens herauszustellen, wäre sicherlich hilfreich.

Denn Fakt ist, dass es hundertausende Biker und Bikerinnen im Ländle gibt. Darunter sehr viele, sehr einflussreiche Leute.

=> Wenn wir jetzt alle - nicht nur, aber gerade auch die Einflussreichen - ihre CDU und Grünen Landtagsabgeordneten anschreiben und darauf hinweisen, dass sie a) zu dieser vermeintlichen kleinen, per Gesetz benachteiligten Gruppe gehören und b) der anachronistische Fehler im Gesetz endlich korrigiert werden sollte, wäre das sicherlich ein guter Anfang für eine Veränderung in den Köpfen der politischen Entscheider und Entscheiderinnen.

Argumente finden sich u.a. hier:
https://www.dimb.de/fachberatung/interessenvertretung/2mr/
 
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ABER sich nicht weiter zu verstecken, sondern die gesellschaftliche Größe und Relevanz inklusive der vielen positiven Aspekte des Bikens herauszustellen, wäre sicherlich hilfreich.
Prinzipiell geh ich mit dir d'accord. Tatsächlich würd ich aber noch viel weiter unten ansetzen, nämlich im direkten persönlichen Umfeld. Über die Jahre ist es mir immer wieder aufgefallen, daß viele garnicht wissen, was "mountainbiken" eigentlich ist. Da kommen häufig so viele, oft unbegründete, Vorurteile oder Unwissen an den Tag -- manchmal ist es schlicht erschreckend (und das hat nichts mit dem Alter zu tun!). Den Politikern auf die Füße steigen und Präsenz zeigen: ja, definitiv. Trotzdem bitte nicht vergessen, auch im eigenen Umfeld die Flagge hochzuhalten und das ein oder andere Vorurteil auszuräumen. ;)
 
Es ist wie es ist. Die 2-Meter-Regel bleibt, wenn wir - die gesamte Bike Community in Baden-Württemberg - nichts dagegen tun.

Und es könnte - wie wir gerade in NRW sehen - auch noch schlimmer kommen. Das sollte uns einmal mehr dazu motivieren, etwas dagegen zu tun.

Was man genau dagegen tun kann, ist nicht zuletzt eine strategische Frage und die ist bei der DIMB (plus DAV Landesverband, Radsportverbänden etc.) sicherlich am besten aufgehoben. Petition hatten wir schon. Die Ablehnung war und ist dünn sowie nicht auf Fakten basierend. Eine Klage wurde bisher „aus Gründen“ nicht angestrebt.

ABER sich nicht weiter zu verstecken, sondern die gesellschaftliche Größe und Relevanz inklusive der vielen positiven Aspekte des Bikens herauszustellen, wäre sicherlich hilfreich.

Denn Fakt ist, dass es hundertausende Biker und Bikerinnen im Ländle gibt. Darunter sehr viele, sehr einflussreiche Leute.

=> Wenn wir jetzt alle - nicht nur, aber gerade auch die Einflussreichen - ihre CDU und Grünen Landtagsabgeordneten anschreiben und darauf hinweisen, dass sie a) zu dieser vermeintlichen kleinen, per Gesetz benachteiligten Gruppe gehören und b) der anachronistische Fehler im Gesetz endlich korrigiert werden sollte, wäre das sicherlich ein guter Anfang für eine Veränderung in den Köpfen der politischen Entscheider.

Argumente finden sich u.a. hier:
https://www.dimb.de/fachberatung/interessenvertretung/2mr/
Die Signalwirkung wenn die Regelung in NRW so kommt darf man nicht unterschätzen! Das wird auch anderswo Begehrlichkeiten wecken und die politische Großwetterlage hilft da nicht.

Man darf nie einfach nur davon ausgehen dass der Status Quo erhalten bleibt und Dinge sich nicht verschlechtern. Es gibt sicher viele Grundbesitzer und Jäger oder Förster die am liebsten alle aus dem Wald verbannen würden wie in Österreich.

Und moderne Technik macht es auch möglich das durchzusetzen, ohne dass da jemand anwesend sein muss um das zu überwachen.

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Vorurteile oder Unwissen an den Tag -- manchmal ist es schlicht erschreckend
Kenn ich. Smalltalk im Büro, Freizeit-Aktivitäten, Mountainbiken. Junger Kollege von mir: "Boah, krass, so etwas machst Du? So richtig Downhill und so?!" Ich: "Äh, nein! Also ja klar, fahren wir dabei auch mal "bergab", aber nur ganz normale Trails, nichts wirklich Krasses." Der Kollege guckt mich an, vor seinem inneren Auge wahrscheinlich die einzigen Bilder, die er vom Biken hat, also krasse Action, Downhill Rennen, Fullface etc. und er fragt: "Ja, aber ist das nicht total gefährlich?!". Ich: "Ne, wie gesagt, ganz normale Tour. Das hat mit Downhill in dem Sinne nichts zu tun." Er nickt, aber man an sieht ihm an, dass er mir kein Wort glaubt, für ihn bin ich jetzt der krasse Action Sportler, der jedes Wochenende sein Leben riskiert. 😅:ka:

politische Großwetterlage
Teil der "politischen Großwetterlage" ist ja angeblich auch Entbürokratisierung, Verwaltung verschlanken, Steuergelder sparen. So die Hoffnung. Nicht nur für unser spezielles Thema. 🙂✌️
 
Das wird halt leider so laufen dass du von Kameras und über deine elektronischen Geräte getrackt wirst und über Ki wist du dann automatisch verwarnt. In den USA, aber auch bei uns mit Palantir werden da überall Grundlagen dafür geschaffen. Das klingt jetzt nach Schwurbelei in Bezug auf Singletrails aber die Wälder hängen jetzt ja schon voll mit Wildkameras. Die entwickeln sich auch weiter und in den USA haben die Behörden Zugriff auf privat aufgestellte Flock-Kameras und der öffentliche Raum wird immer dichter von Kameras überwacht. Ebenso in UK und natürlich China:

https://www.reddit.com/r/fuckcars/comments/1tfk3wz/fox_newss_bret_baier_complains_about_getting/

Ich will dit nur ausdrücken dass die Idee dass man auch in Zukunft in Bw oder sonst wo im Wald halt die Beschränkungen einfach ignorieren kann ohne Konsequenzen befürchten zu müssen vielleicht naiv ist. In Zukunft wird es da technisch viel einfacher sowas zu überwachen und zu ahnden.
 
Ich denke nicht, dass es so weit kommt. Wir sind als Problem zu klein.
Nur für den Fall eines größeren Drama wird die Karte gezogen. Und so wird es ja auch formuliert: es gäbe doch kaum negative Einflüsse aber
auch künftig die Möglichkeit haben, das Betreten des Waldes oder bestimmte Betretungsarten zu beschränken, z. B. in besonders stark frequentierten bzw. beanspruchten Regionen.
Niederschwellig, um Maßnahmen "gegen uns" durchzuführen.
 
Möglichkeit haben, das Betreten des Waldes oder bestimmte Betretungsarten zu beschränken, z. B. in besonders stark frequentierten bzw. beanspruchten Regionen.
Idealerweise kriegen wir es hin, genau hier anzusetzen:
  • die pauschale und flächendeckende 2-Meter-Regel macht genau solche gezielten Sperrungen bisher unwirksam, weil solche allgemeinen, unverhältnismäßigen Verbote zu einer Egal-Haltung führen und selbst gezielte Verbote an Wirkung verlieren, denn verbotener als verboten geht eh nicht
  • viel sinnvoller wäre es, die 2-Meter-Regel abzuschaffen, denn "in der Fläche" verändert sich dadurch nichts, es wird dort aktuell bereits trotz Regel gefahren und das ist auch kein Problem
  • und dafür an den wenigen stark frequentierten bzw. beanspruchten Brennpunkten durch a) attraktive Lenkungsmaßnahmen oder - wo wirklich notwendig und sinnvoll - b) auch mal durch gezielte Sperrungen (oder zeitliche Einschränkungen) zu agieren. Letzteres wäre ohne 2-Meter-Regel dann auch wirksamer.

Ich will dit nur ausdrücken dass die Idee dass man auch in Zukunft in Bw oder sonst wo im Wald halt die Beschränkungen einfach ignorieren kann ohne Konsequenzen befürchten zu müssen vielleicht naiv ist.
Das wäre ein Grund mehr, sich mit der 2-Meter-Regel nicht weiter zu arrangieren (=im Gesetz belassen, in der Praxis ignorieren), sondern sich aktiv gegen den Fehler im Gesetz einzusetzen (und in der Praxis trotzdem weiter ignorieren, weil unverhältnismäßig und nicht nachvollziehbar etc.).
 
Idealerweise kriegen wir es hin, genau hier anzusetzen:
  • die pauschale und flächendeckende 2-Meter-Regel macht genau solche gezielten Sperrungen bisher unwirksam, weil solche allgemeinen, unverhältnismäßigen Verbote zu einer Egal-Haltung führen und selbst gezielte Verbote an Wirkung verlieren, denn verbotener als verboten geht eh nicht
  • viel sinnvoller wäre es, die 2-Meter-Regel abzuschaffen, denn "in der Fläche" verändert sich dadurch nichts, es wird dort aktuell bereits trotz Regel gefahren und das ist auch kein Problem
  • und dafür an den wenigen stark frequentierten bzw. beanspruchten Brennpunkten durch a) attraktive Lenkungsmaßnahmen oder - wo wirklich notwendig und sinnvoll - b) auch mal durch gezielte Sperrungen (oder zeitliche Einschränkungen) zu agieren. Letzteres wäre ohne 2-Meter-Regel dann auch wirksamer.
Ich weiß nicht mehr, wo es stand, aber irgendein Politiker hat die 2mR als Erfolg verkauft. Natürlich ohne jeglichen Beleg.
Ich wüsste nicht, wie man das so hinterfragen sollte, dass es Konsequenzen hätte.

Die Aufwände und Kosten für die
Die angekündigten „runden Tische“ gibt es seit Jahren – neue legale Trails entstehen trotzdem kaum.
werden doch nie berücksichtigt. Denn das tragen ja hauptsächlich die MTBr und und die Ehda-Beamten.

Deine Argumente setzen ein Interesse auf der anderen Seite voraus, welches entweder nicht da oder geheuchelt ist. Siehe auch meine Email-Kommunikation mit BMEL Özdemir.
 
Wenn wir jetzt alle - nicht nur, aber gerade auch die Einflussreichen - ihre CDU und Grünen Landtagsabgeordneten anschreiben und darauf hinweisen, dass sie a) zu dieser vermeintlichen kleinen, per Gesetz benachteiligten Gruppe gehören und b) der anachronistische Fehler im Gesetz endlich korrigiert werden sollte, wäre das sicherlich ein guter Anfang für eine Veränderung in den Köpfen der politischen Entscheider und Entscheiderinnen.
Ich bin in BW nicht stimmberechtigt, daher habe ich mich damit nicht beschäftigt, aber es wäre doch mal hilfreich eine Übersicht zu haben wie sich die verschiedenen Parteien bzw. Politiker bezüglich der Abschaffung der 2m Regel generell mal positionieren?
Also unterstützen dies, lehnen es kategorisch ab, nicht relevant für sie...
Für mich wäre das mit ein Kriterium bei der Wahlentscheidung.
 
Das ist halt so ein nischiges Thema dass sich höchstens einzelne Politiker auf Lokalpolitikebene dafür einsetzen wir mir scheint. Palmer hat glaub auch mal sein Gesicht für nen trail in Tübingen in ne Kamera gehalten oder auch unterstützt aber der ist halt sonst auch eher so law and order mäßig drauf und ich glaub in Tübingen gibt es außer diesem trail und vielleicht noch ein, zwei anderen auch nix legales...
 
Schon klar, darum wundert es mich, dass man so was nicht vor einer Wahl aktiv thematisiert.
Zumindest hab ich hier im Faden nie etwas dazu gelesen
Es wurde versucht, das zu thematisieren. U.a. mit den Wahlprüftsteinen des DAV (hier der Link). Die Statements der Parteien dazu waren aber bis auf Die Linke eher wachsweich, so dass es nicht wirklich viel gebracht hat.

Immerhin haben CDU und Grüne die Förderung des Mountainbikesports relativ allgemein in ihren Wahlprogrammen gehabt. Eine solche Förderung von Singletrails steht auch noch im Koalitionsvertrag, nur hat sich trotzdem (oder gerade deshalb?) erstaunlich konkret für so ein Dokument der Beibehalt der 2-Meter-Regel hinzugesellt.

Warum das so gekommen ist? Keine Ahnung, aber ich vermute weil die 2-Meter-Regel einigen wenigen SEHR wichtig ist (z.B. Ex-Forstminister Peter Hauk und seiner Klientel, der noch Teil des Koalitions-Verhandlungs-Teams war). Während deren Abschaffung der Mehrheit relativ egal ist. Selbst hier ist sie ja vielen egal und das hilft eben nicht gerade bei der Abschaffung. ;-)

Meine 5 Cent: Das "Thematisieren" ist richtig und wichtig, hat aber auch seine Tücken, denn es kann schlafende Hunde wecken und Widerstand mobilisieren. Das Timing kann da wichtig sein.
 
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Ja, Hauk war sicher auch hier wie analog in NRW mit der CDU Ministerin die treibende Kraft. Der ist ja auch Jäger und eng mit der Jagdlobby verbandelt. Und den anderen politischen Akteuren ist das Thema nicht wichtig genug. Daher ist es Verhandlungsmasse und damit man nicht als Verbotspartei und irgendwie modern und offen dasteht verweist man darauf dass man ja legale trails "fördere", wohlwissend dass davon kaum welche und wenn dann nur im Schneckentempo und in geringer Zahl realisiert werden, sodass die Jagdlobby keinen Angst um ihre Pfründe haben muss. Letztlich entscheidet das ja auch diese Lobby in diesen Gremien weil die natürlich auch lokal das Sagen haben.
 
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