Emil & Karl: Mit dem Kinderanhänger durch die Alpen

Die Kinder langweilen sich bei sowas nicht. Hängt aber vom Kind ab. Der verwöhnte Kevin von der Hubschrauber-Mutti neben an wird ggf. quängeln, aber die meisten Kinder stehen auf Abenteuer. Ausnahmen natürlich ausgenommen.

Und als Vater von 3 Bixn erlaube ich mir zu sagen, dass mir diese Scheinheiligkeit der "KEINE-KINDER-VOR-KAMERAS"-Karens tierisch auf die Eier geht.

Früher haben Mama und Papa sich gefreut, wenn der Nachwuchs in der Zeitung abgebildet worden ist. Oder wenn man im TV auf einmal zu sehen war. Und wenns nur am Rande ist.

In Frauenpraxen hingen früher überall tausend Dankes- und Geburtstkarten. Generell musste man Kindergesichter nicht verpixeln von irgendein Event. Ich muss sogar im KiGa/Schule Angst davor haben von einer tollwütigen Mutti angegriffen zu werden, wenn ich meine Kinder fotografier, weil ihr Kind irgendwo 10m weiter im Bild mit sein könnte.

Und es geht immr so weiter. Tausend Beispiele. Man muss schon Angst haben irgendwo in seinem privaten Instabimsta ein Familienffoto zu teilen für seine Freunde/Familie. Dank dieser Pseudomoral und der DSGVO/Recht-am-eigenen-Bild-Themaik, ist die Welt wesentlich grauer und farbloser geworden.

Das Video werde ich mehr komplett heut Abend mit meiner Frau geben. Sowas ist schön anzusehen. Mehr davon!
 
Die Kinder langweilen sich bei sowas nicht. Hängt aber vom Kind ab. Der verwöhnte Kevin von der Hubschrauber-Mutti neben an wird ggf. quängeln, aber die meisten Kinder stehen auf Abenteuer. Ausnahmen natürlich ausgenommen.

Und als Vater von 3 Bixn erlaube ich mir zu sagen, dass mir diese Scheinheiligkeit der "KEINE-KINDER-VOR-KAMERAS"-Karens tierisch auf die Eier geht.

Früher haben Mama und Papa sich gefreut, wenn der Nachwuchs in der Zeitung abgebildet worden ist. Oder wenn man im TV auf einmal zu sehen war. Und wenns nur am Rande ist.

In Frauenpraxen hingen früher überall tausend Dankes- und Geburtstkarten. Generell musste man Kindergesichter nicht verpixeln von irgendein Event. Ich muss sogar im KiGa/Schule Angst davor haben von einer tollwütigen Mutti angegriffen zu werden, wenn ich meine Kinder fotografier, weil ihr Kind irgendwo 10m weiter im Bild mit sein könnte.

Und es geht immr so weiter. Tausend Beispiele. Man muss schon Angst haben irgendwo in seinem privaten Instabimsta ein Familienffoto zu teilen für seine Freunde/Familie. Dank dieser Pseudomoral und der DSGVO/Recht-am-eigenen-Bild-Themaik, ist die Welt wesentlich grauer und farbloser geworden.

Das Video werde ich mehr komplett heut Abend mit meiner Frau geben. Sowas ist schön anzusehen. Mehr davon!
wenn ich ehrlich bin klingt das eher als wärest du Helikopter Karen noch mit Kamera bewaffnet die sich dann mit einer anderen Karen streitet.
Wieso muss man regelmäßig Fotos vom Kind in Schule/Kita machen. Das wurde früher von der Schule\Kita organisiert.
Interessant auch deine Ansichten , es gibt Ausnahmen, aber das sind dann Kevins.

Klingt für mich eher nach narzisstischen Ansichten und Verhalten deinerseits.
Ich und meine Kinder sind die geilsten, und das wichtigste dabei, andere müssen es sehen.

Ich werfe auch einfach mal in den Raum ob die Kinder nicht bei einer anderen Tätigkeit mehr Spaß gehabt hätten als hinten im Hänger zu sitzen über mehrere Tage.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich mache gerne Fotos von meinen Kindern um private Erinnerungen zu haben, welche ich entwickle und dann ganz oldschool in ein Fotoalbum abhefte.

Auch schenken wir unseren Omas jedes Jahr ein neuen Bilderkalender mit Fotos ihrer Enkel aus dem vergangenen Jahr. Weil Omas sind gerne analog. Und die Kinder lieben es zu basteln.

Und früher wurde das schon nicht von Schule/Kita organisiert. Da waren die Väter mit ihren Kodaks und geschulterten XXL VHS Video Kameras auf Bilderjagd.

Und ja, jeder der sich selber wichtiger nimmt als er ist, ist für mich ein Kevin, Karen oder Helikopter.
 
Großen Respekt an die vier und beide Daumen hoch für das Erlebnis!

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, ja sowas kann man machen! Und ja, sowas kann man auch kindgerecht gestalten.
Bei unserer letzten Tour (Schweizer Velo Route Nummer 9, Seen Radweg) gab es nen Shotgun Sitz und nen Anhänger für zwei Kids, hinten viele Bücher und ein Kinderradio, viele Pausen zum Stöcke sammeln und Planschen und Brotzeiten und kurze Tagesetappen...
Die Kinder sehen den Anhänger als "ihren" Bereich und ziehen sich da auch gerne mal zurück wenn sie ihre Ruhe brauchen.
Feste Buchungen mit "wir müssen jetzt noch 69km zum nächsten Hotel schaffen" sollte man sich nicht antun. Drei Stunden Fahrzeit am Tag reichen der ganzen Familie für ein feines Erlebnis.

War unsere dritte große Tour (vorher Dolomiten Radweg Brixen Lienz mit vielen Tagestouren als Abstecher in die kleinen Täler, andere Tour von Zuhause zum Reschenpass) und wir wissen mittlerweile dass man einfach dreimal oder viermal so viel Zeit braucht wie alleine. Aber es geht ja auch nicht ums ankommen sondern um das Erlebnis.
Wenn man das mal verstanden hat ist es ne wunderbare Art von Urlaub!
 
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Ich mache gerne Fotos von meinen Kindern um private Erinnerungen zu haben, welche ich entwickle und dann ganz oldschool in ein Fotoalbum abhefte.

Auch schenken wir unseren Omas jedes Jahr ein neuen Bilderkalender mit Fotos ihrer Enkel aus dem vergangenen Jahr. Weil Omas sind gerne analog. Und die Kinder lieben es zu basteln.

Und früher wurde das schon nicht von Schule/Kita organisiert. Da waren die Väter mit ihren Kodaks und geschulterten XXL VHS Video Kameras auf Bilderjagd.

Und ja, jeder der sich selber wichtiger nimmt als er ist, ist für mich ein Kevin, Karen oder Helikopter.
Früher wurden die Fotos vom Kindergeburtstag oder der Feier auf der Schule aber auch nur ins Familienalbum von Uschi und Thomas gehängt. Heute muss Claudia die Fotos von Lenas Kindergeburtstag oder vom Spielplatz auf Insta und Co. öffentlich einstellen. Teils wohl auch schon auf TikTok. Das da die Leute deutlich mehr sensibilisiert sind ist verständlich. Das Problem sind also nicht die Leute, die dann lieber aufpassen und verhindern wollen, dass ihre Kinder einen virtuellen Gesichtsabdruck für die Ewigkeit bekommen, auf den man gar keinen Einfluss hatte, sondern die, die das einfach ohne irgendeine Absprache machen.
 
Ich als Vater finde diese Leistung wirklich beachtlich, ich weiß nicht, ob das mein Nervenkostüm ausgehalten hätte.

Es ist ja nicht nur ein Erlebnis zwischen Vater und Kind, sondern als ganze Gruppe zwischen den Vätern und zwischen den Kindern.

Ich habe das Video auch mit meinen Kindern geschaut, wir fanden es top!
 
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Hut ab für die beiden Väter und an die ganzen Kritiker, die das für unnötig halten oder keinen Sinn darin sehen. Unseren ganzen Sport kann man mit den gleichen Argumenten in Frage stellen.

Im Vergleich zu den anderen Promovideos hier, ist das ganze Ding doch recht bescheiden. Zufällig haben die alle nur Klamotten und Ausrüstung vom Sponsor an, aber es ist mal keine abgehobene Bikepacking Ausstattung, die gewichtsmäßig alles ausreizt, sondern eher vergleichbar mit alltäglicher Ausstattung einer outdoorbegeisterten Familie. Kann jeder kombinieren wie er mag, gebraucht, vom Sportdiskounter oder die teuren Expeditionsmarken, die in den Großstädten so beliebt sind.

Und fürs nächste Mal: Mit Kids über die Alpen ist Easy, nächste Challenge ist dann die Frauen mitzunehmen. Im Arbeitskontext würde man das Teambuilding Event nennen.
 
Wie lange das Kind pro Tag wohl im Anhänger gesessen hat? Reisen mit Kleinkindern ist ja an sich schon eine Tortour für die Kurzen. Aber 6 Tage am Stück da hinten drin gammeln? Ich weiß ja nicht.
Vier Räucherstäbchen und ein Esslöffel Katzenminze für den Wurmling hinten drin und der Spaß endet erst, wenn der Kleine keine Farben mehr riechen kann.
 
Die Kinder langweilen sich bei sowas nicht. Hängt aber vom Kind ab. Der verwöhnte Kevin von der Hubschrauber-Mutti neben an wird ggf. quängeln, aber die meisten Kinder stehen auf Abenteuer. Ausnahmen natürlich ausgenommen.
Im Kinderwagen sitzen ist kein Abenteuer. Nicht wenn es Stunden und Tage dauert.

In Frauenpraxen hingen früher überall tausend Dankes- und Geburtstkarten.
Die Reichweite und Persistenz von Bildern Frauenarztpraxen mit dem Internet zu vergleichen... Merkst selber, oder?
 
Drei Stunden Fahrzeit am Tag reichen der ganzen Familie für ein feines Erlebnis.
Damit kann man wohl arbeiten. Damit ist die Zeit auf dem Rad aber auch eher ein sehr kleiner Anteil am Urlaub, was O.K. ist. Wenn das Kind das mag.

Ich hab nur ein Problem damit 5-6h täglich, oder mehr, auf dem Rad/im Anhänger dem Kind als Abenteuer verkaufen zu wollen.
 
@cabbagedog so einem 2,5 jährigen kann man nichts verkaufen, wenn die keinen Bock haben gibt es eine Palastrevolte.

War mit meinen Kids auch auf vielen Touren im Singletrailer unterwegs, ist nicht so, dass man da seinen Schnitt gnadenlos durchzieht, da hält man an jeder Kuh an. Ist in der Stadt zwar nicht viel anders, da ist es halt die Müllabfuhr. Auf einer Almwiese rumzuhängen ist dafür für uns Erwachsene deutlich schöner als an einer Hauptstraße.
 
Mein allergrößten Respekt für die Leistung! Jeder, der schonmal einen Kinderanhänger (ohne E-Bike!) gezogen hat, weiss was das für ein "Balast" ist. Sehe auch in dem Video keine Selbstdarstellung oder ähnliches. Ich bin selber Vater von zwei Kindern und würde behaupten, dass die Kinder, zumindest was man in den 20 min Video sehen kann, zufrieden wirken und Spass an der Sache haben. Und sie saßen wohl auch nicht den ganzen Tag im Hänger. Für Pausen wurde gesorgt, das Laufrad war auch dabei und auf dem Shotgun hatten sie auch Spaß und Abwechslung. "Stimmungsschwankungen" gibt es immer, aber da braucht man viel Geduld und Einfühlungsvermögen, was die beiden Väter glaub ich ganz gut hinbekommen haben. Ich hätte das bei meinen 2 Kids nervlich nicht verkraftet, so eine Mehrtagestour zu machen und die Schiebepassagen tun schon beim zuschauen weh.
 
Scheint mir irgendwie immer so eine Unart zu sein, dass man vieles gleich immer schlecht reden muss.

Bin selbst Papa, Tochter ist erst im Frühjahr 5 Jahre alt geworden.
Und es ist vieles möglich und schön, wenn alle gemeinsam Erlebnisse schaffen.
Es müssen halt alle an einem Strang ziehen. Fordern, aber halt nicht überfordern.

Praxisbeispiel an mir;
August 2024: 3er Tandemgespann, 4 Tage von uns aus in die Schweiz bis nach Luzern runter und wieder nach Lörrach. Sie saß zwar halt hintendrauf und ist alibimäßig geradelt. Das mag jetzt vielleicht komisch sein, aber es geht ja um die gemeinsame Zeit, Spielplätze besuchen, unterwegs baden, Eis essen, und vieles mehr. Meiner Meinung nach kann man das fast nur verstehen, wenn man es selbst mal probiert (hat).

Und vorletzte Woche 2-Tages Ausflug hier durch’n Südschwarzwald, auch wieder Mama dabei 😅, alle drei auf eigenen Rädern. Ab und an mal ans Abschleppseil, hoch zum Feldberg mit dem Bus. Die kleinen können teils mehr als man selbst denkt / „erwartet“. Waren auch 120km in zwei Tagen. Banale Highlights z.B. war ihre Oberrohrtasche mit Haribos etc, ständig Kühe auf den Weiden etc…

Also hier auch von mir großen Respekt an der Stelle. Super Gegend rund um den NP.
 

Anhänge

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So schön ich die Unternehmung finde (und mich daran erinneren läßt, wie sackschwer ein vollgepackter Kinderanhänger am Rad sein kann.....), kann ich das "Geschmäckle", dass einige geäußert haben, auch nachvollziehen. Es ist halt keine einfacher, von den Protagonisten gefilmter Ausflug mit dem eigenen Nachwuchs, sondern eine professionelle Produktion mit Sponsoring, Crew, Postproduction und was sonst noch so dazu gehört. Der Film wurde schon auf diversen Festivals weltweit gezeigt (Banff, Kendal, Kitzbühel, Palermo, Rio, etc.) Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen: ein sympathisches Abenteuer mit echter Strahlkraft, aber eben auch ein professionell inszeniertes Projekt, das man nicht ganz naiv als privaten Familienausflug lesen sollte.

Gruß
tebis
 
Wie lange das Kind pro Tag wohl im Anhänger gesessen hat? Reisen mit Kleinkindern ist ja an sich schon eine Tortour für die Kurzen. Aber 6 Tage am Stück da hinten drin gammeln? Ich weiß ja nicht.
Ich werfe auch einfach mal in den Raum ob die Kinder nicht bei einer anderen Tätigkeit mehr Spaß gehabt hätten als hinten im Hänger zu sitzen über mehrere Tage.
Es waren Shotgun-Sitze und Laufräder dabei. Die Kinder haben sicher nicht nur im Hänger abgehangen.

Und die subjektive Meinung dass Reisen mit Kleinkindern an sich ein Tortur für die Kurzen ist teile ich nicht. Das hängt ganz stark davon ab wie das Reisen gestaltet wird.
 
Top. 👍
Ich bin auch der Meinung, dass vor allem die urteilen sollen, die sich selbst ein Gefühl für das positiv Machbare erarbeitet haben. Uns wurde oft genug nachgesagt, dass es grenzwertig sei.. für unsere Familie hat die Art der gemeinsamen Zeit super funktioniert. Für andere undenkbar. Eltern und Kinder sind vielfältig.

Außerdem ist es nicht so, dass die Kinder im normalen Alltag nie quengelig sind und auch sonst ist mal schlechte Stimmung, wenn die Eltern ihren Bedürfnissen nicht nachkommen 😉 dann muss die Zeit auf gemeinsamer Tour auch nicht zu 💯 perfekt sein.

Bezüglich der Kritik an der Vermarktung, die Kids haben sicher mehr davon als wenn die Väter in der Zeit im Büro ihre Brötchen verdienen oder alleine auf Tour sind.
 
Die gibt's in der Ukraine ja... weiß nicht was daran lustig sein sollte 😏.Aber das wird die ach so digital kompetente junge Generation sicher wissen 😉!Hauptsache abwertend,Top👌🙄.
Man kann einer Zwölfjährigen natürlich auch aus einem harmlosen Wortspiel zur Fahrradtour gleich eine geopolitische Haltung andichten. Muss man aber nicht...
 
Also ich ja,
Mittlerweile schon 21
Hab auch genügend mit ihm gemacht ( und mach es noch ) zugspitze über Höllental oder Stöpselzieher z,b
Watzmann überschreitung, bin aber aus dem Alter raus ( war noch nie drin ) wo ich alles online stellen muss und mich selbst beweihräuchern wie geil ich bin …..!
Hab das mit IHM für UNS gemacht und NICHT für die breite Masse…..!
 
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