Bock auf Biken – der MTB-News Podcast: NRW-Trailverbot droht! Mit Sonja Schreiter/DIMB

Erstmal Danke, dass Position bezogen wird.
Problem was ich sehe, ist, dass die Gruppe der MTBler auch sehr inhomogen ist. Von E-Bike-Enduro bis Hardtail-MTB aus den 90ern ist halt alles dabei und damit auch unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen, wie man sich gerne in Wald und Flur erholt.
Ich sehe mich da als "Waldradwanderer", der mit Bio-Hardtail oder Bio-Fully gerne auch auf "natürlich befestigten" Wegen schmalerer Art, aber gemütlich unterwegs ist, nirgends repräsentiert. Nein, ich möchte nicht nur Gravel-Forstautobahnen entlangfahren, und nein, ich möchte mich nicht auf einen angelegten Trail oder Bikepark verweisen lassen, wo ich neben Jugendlichen einen Rundtrail entlangheizen soll. Das geht für mich völlig an der Motivation, mich in der Natur aufzuhalten, vorbei.
Analogie wäre, man verbietet den Leuten das Spazierengehen im Park und verweist sie auf einen Ascheplatz auf dem Sportplatz, um dort ihre Runden zu drehen. Oder es hat niemand mehr Auto zu fahren außer Behördenfahrzeuge und wer doch will, soll auf den Nürburgring.
Leider ist es halt so, dass der zunehmende Anteil an E-Bikes der unglücklichen Entwicklung wohl Vorschub geleistet hat. Früher sah man z.B. oben auf einem Berg, der nur durch steilere Wege erreichbar war, alle paar Wochen einen XC-Biker. Heute fahren von Schülern bis hochbetagten Senioren alle oft rudelweise und eben häufig dort rum, weil es eben einfach geht mit E-Bikes. Dass nun die Keule kommt und praktisch wird alles für jeden verboten, wundert da nicht, muss man aber nicht gutheißen.
Mir persönlich wärs lieber, man würde trennen in unmotorisiert und motorisiert bzw. motor-unterstützt, genauso wie Waldwege ja jetzt auch schon z.T. gesperrt sind für motorisierten Verkehr.
 
Ich befürworte die vorgesehene Verschärfung. Das Problem am Radfahrwildwuchs im Wald ist die große Zahl der völlig rücksichtslosen Biker. Als Fußgänger wird man dann auch noch häufig angeschnautzt, wenn man nicht rechtzeitig zur Seite springt. Ich verstehe wirklich, dass es Spaß macht, durch den Wald zu fahren und die Natur zu genießen. Leider fehlt es eben an der gegenseitigen Rücksichtnahme.
Außerdem gebe ich zu Bedenken, dass insbesondere die kleineren Wege bei schlechtem Wetter durch die meist breiten Reifen völlig zerstört werden. Sinnvoll wäre es, Trails für Radfahrer festzulegen. Dann wäre auch für Wanderer klar, dass dort die Radfahrer Vorrang haben.
 
Ich bin sowohl als Wanderer als auch als MTBler unterwegs und Konflikte sowohl als auch habe ich praktisch nie erlebt. Es ist aber so, dass man z.B. auf einem schmalen steileren Pfad im Ahrgebirge früher als Wanderer selten mal auf jemanden getroffen ist, der auf einem MTB runtergefahren ist. Mittlerweile kommen die Leute auf Bikes hoch und natürlich auch runter und dank geländegängigerer Räder auch noch wesentlich zügiger als vor 10 oder 20 Jahren.
Und egal, wer auf welchem Trail unterwegs ist, der schwächere Teilnehmer, in dem Fall die Wanderer, hat immer Vorrang. Also muss man natürlich auch bremsen, wenn auf einem "Radtrail" doch ein Wanderer unterwegs ist.
 
Ich befürworte die vorgesehene Verschärfung. Das Problem am Radfahrwildwuchs im Wald ist die große Zahl der völlig rücksichtslosen Biker. Als Fußgänger wird man dann auch noch häufig angeschnautzt, wenn man nicht rechtzeitig zur Seite springt. Ich verstehe wirklich, dass es Spaß macht, durch den Wald zu fahren und die Natur zu genießen. Leider fehlt es eben an der gegenseitigen Rücksichtnahme.
Außerdem gebe ich zu Bedenken, dass insbesondere die kleineren Wege bei schlechtem Wetter durch die meist breiten Reifen völlig zerstört werden. Sinnvoll wäre es, Trails für Radfahrer festzulegen. Dann wäre auch für Wanderer klar, dass dort die Radfahrer Vorrang haben.
Hallo Franky,
es tut mir leid, dass du scheinbar schlechte Erfahrungen gemacht hast. Allerdings kann man sich da doch auch die Frage stellen, ob es am Fortbewungsmittel lag, oder vielleicht doch eher an dem Menschen der es nutzt. Ein idiot verhält sich wie ein Idiot. Egal ob Fahrrad oder Pferd oder zu Fuß oder…
Auf den ersten Blick erscheint es tatsächlich super extra Biketrails freizugeben und so zu kanalisieren. Dieses Angebot wird nur leider nicht gemacht. Gerade in dieser bubble hier wirst du Leute finden welche sich seit Jahrzehnten daran aufreiben einzelne Wege zu legalisieren.
Was hier passiert ist (wiedereinmal) Menschen in Interessengruppen zu packen und zu teilen. Ich empfinde das als gefährlich.
 
Ich bin sowohl als Wanderer als auch als MTBler unterwegs und Konflikte sowohl als auch habe ich praktisch nie erlebt.
damit kennst du auch beide Seiten und nimmst entsprechend Rücksicht. Ist bei mir genauso, nutze den Wald für Enduro-MTB, Wandern und Hundespaziergänge.
Je mehr der Wald frequentiert wird, umso mehr Konfliktsituationen gibt es, das ist normal; das war schon bei Corona so und wird durch die zunehmende Beliebtheit von Wandern und eMTB auch mehr.
Da bleibt nur RÜCKSICHT NEHMEN und freundlich bleiben...
 
Erstmal Danke, dass Position bezogen wird.
Problem was ich sehe, ist, dass die Gruppe der MTBler auch sehr inhomogen ist. Von E-Bike-Enduro bis Hardtail-MTB aus den 90ern ist halt alles dabei und damit auch unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen, wie man sich gerne in Wald und Flur erholt.
Ich sehe mich da als "Waldradwanderer", der mit Bio-Hardtail oder Bio-Fully gerne auch auf "natürlich befestigten" Wegen schmalerer Art, aber gemütlich unterwegs ist, nirgends repräsentiert. Nein, ich möchte nicht nur Gravel-Forstautobahnen entlangfahren, und nein, ich möchte mich nicht auf einen angelegten Trail oder Bikepark verweisen lassen, wo ich neben Jugendlichen einen Rundtrail entlangheizen soll. Das geht für mich völlig an der Motivation, mich in der Natur aufzuhalten, vorbei.
Analogie wäre, man verbietet den Leuten das Spazierengehen im Park und verweist sie auf einen Ascheplatz auf dem Sportplatz, um dort ihre Runden zu drehen. Oder es hat niemand mehr Auto zu fahren außer Behördenfahrzeuge und wer doch will, soll auf den Nürburgring.
Leider ist es halt so, dass der zunehmende Anteil an E-Bikes der unglücklichen Entwicklung wohl Vorschub geleistet hat. Früher sah man z.B. oben auf einem Berg, der nur durch steilere Wege erreichbar war, alle paar Wochen einen XC-Biker. Heute fahren von Schülern bis hochbetagten Senioren alle oft rudelweise und eben häufig dort rum, weil es eben einfach geht mit E-Bikes. Dass nun die Keule kommt und praktisch wird alles für jeden verboten, wundert da nicht, muss man aber nicht gutheißen.
Mir persönlich wärs lieber, man würde trennen in unmotorisiert und motorisiert bzw. motor-unterstützt, genauso wie Waldwege ja jetzt auch schon z.T. gesperrt sind für motorisierten Verkehr.
kein Beitrag wo der E-Biker nicht an den Pranger gestellt wird.
Hast Du für Deine Aussagen bezüglich der Frequentierung konkrete Zahlen, Beweise oder ähnliches?
Oder nur Bauchgefühl?
Ich habe das so nicht festgestellt. Und ich fahre seit 30 Jahren Rad.
Was zugenommen hat, sind die SUV E-Bikes auf Forststraßen und Radwegen.
Auf unseren Trails begegnest Du kaum Leuten. Und von den ehemaligen "Bio" Bikern sind einige aug E-Bikes umgestiegen. Die sind also nicht hinzugekommen sondern haben nur gewechselt.
Ich verstehe die Differenzierung dennoch nicht.
"Bio" und "E-Biker" haben das gleiche Problem.
Und E-Biker sind mitnichten der Grund für ein geändertes Waldgesetz.
Das ist die Lobby der Jäger, Forstwirte etc. Die mit Sicherheit mehr gehör finden als wir MTBler.

Meine Bitte. Lasst das rumgehacke auf E-Biker und konzentrieren wir uns auf den Kern.
Denn die E-Biker werden nicht mehr verschwinden.
Also gemeinsam und nicht einsam.
 
kein Beitrag wo der E-Biker nicht an den Pranger gestellt wird.
Hast Du für Deine Aussagen bezüglich der Frequentierung konkrete Zahlen, Beweise oder ähnliches?
Oder nur Bauchgefühl?
Es geht mir gar nicht darum, E-Bikes an den Pranger zu stellen. Aber es ist aus meiner Sicht schon so, dass man mit einem E-Bike längere Strecken mit mehr Höhenmetern auf tendentiell schlechterem Untergrund schafft als ohne E. Wenn ich mich da täuschen sollte, dann verstehe ich den Boom bei den E-Bikes vermutlich falsch. Und das erhöht eben die Nutzungsfrequenz von Wegstrecken in der Natur.
Ist meine Beobachtung hier im Umkreis (Eifel, Hunsrück, Westerwald, Taunus) und ich bin ziemlich viel draußen, aber letztlich doch nur mein Bauchgefühl, haste recht. Geht hier zwar um NRW, da haben wir keine wirklichen Höhen, aber: wieviele Bikes hat man vor 10-20 Jahren auf 2000 m Höhe irgendwo in den Alpen gesehen, die wegemäßig zugänglich waren und wieviele sieht man jetzt? Natürlich werden da Räume eröffnet, die vorher unzugänglich für die meisten waren. Das ist ja auch die "Freiheit", die einem die Industrie mit ihrer Werbung verkaufen will. Und die Wechsler wechseln ja auch, weil sie jetzt mehr schaffen als vorher, da kann man auch ehrlich sein.
Und Du hast auch recht, die Diskussion wer soll sich überhaupt im Wald aufhalten ist ja nicht neu, die habe ich auch schon gehört, als in den 90ern das Mountainbiken langsam in Fahrt kam. Wenn man nicht aufpasst, dann landen wir wieder bei den feudalen Nutzstrukturen wie im 18. Jh., als der Wald nur Edelleuten und Wölfen gehörte.
 
Es geht mir gar nicht darum, E-Bikes an den Pranger zu stellen. Aber es ist aus meiner Sicht schon so, dass man mit einem E-Bike längere Strecken mit mehr Höhenmetern auf tendentiell schlechterem Untergrund schafft als ohne E. Wenn ich mich da täuschen sollte, dann verstehe ich den Boom bei den E-Bikes vermutlich falsch. Und das erhöht eben die Nutzungsfrequenz von Wegstrecken in der Natur.
Ist meine Beobachtung hier im Umkreis (Eifel, Hunsrück, Westerwald, Taunus) und ich bin ziemlich viel draußen, aber letztlich doch nur mein Bauchgefühl, haste recht. Geht hier zwar um NRW, da haben wir keine wirklichen Höhen, aber: wieviele Bikes hat man vor 10-20 Jahren auf 2000 m Höhe irgendwo in den Alpen gesehen, die wegemäßig zugänglich waren und wieviele sieht man jetzt? Natürlich werden da Räume eröffnet, die vorher unzugänglich für die meisten waren. Das ist ja auch die "Freiheit", die einem die Industrie mit ihrer Werbung verkaufen will. Und die Wechsler wechseln ja auch, weil sie jetzt mehr schaffen als vorher, da kann man auch ehrlich sein.
Und Du hast auch recht, die Diskussion wer soll sich überhaupt im Wald aufhalten ist ja nicht neu, die habe ich auch schon gehört, als in den 90ern das Mountainbiken langsam in Fahrt kam. Wenn man nicht aufpasst, dann landen wir wieder bei den feudalen Nutzstrukturen wie im 18. Jh., als der Wald nur Edelleuten und Wölfen gehörte.
Auch wenn der ambitionierte E-Biker das nicht gerne hören wird, ich muß dem leider zustimmen.
Wir sind vor vier Jahren und dann wieder letztes Jahr eine identische Mehrtagestour in den Alpen gefahren. Zur selben Jahreszeit.
Beim ersten Mal waren wir da nahezu allein, letztes Jahr mit jeder Menge E-Bikes unterwegs. Wir haben uns unterhalten, der Großteil war vorher ohne Motor unterwegs, fährt die Strecke, für die vorher ein Tag nötig war, jetzt in der Hälfte der Zeit und hängt noch ein weiteres Ziel dran. Der kleinere Teil hätte die Runde ohne Motor gar nicht geschafft.
Und dass es bei höherer Frequentierung zu mehr Konflikten kommt, befürchte ich dann doch.
 
Zuletzt bearbeitet:
"
Dann kann ich auch Trekkingrad oder Gravel fahren.
Chris Spath: Wobei die theoretisch ja auch nicht mehr auf schmalen Wegen fahren dürften."

Nona., im Gesetzesentwirf ist natürlich nur von Fahrrädern die Rede. "Dann kann ich auch Trekkingrad oder Gravel fahren." war offensichtlich so gemeint, dass die Gravelbikes eher für die Waldautobahnen gedacht sind als für ruppige Trails.

Mir persönlich wärs lieber, man würde trennen in unmotorisiert und motorisiert bzw. motor-unterstützt, genauso wie Waldwege ja jetzt auch schon z.T. gesperrt sind für motorisierten Verkehr.
Das wird natürlich nicht passieren, weil die Biker seit jeher den Waldbesitzern, Jägern und Wanderern ein Dorn im Auge waren, die wollen alle raushaben.
 
Zuletzt bearbeitet:
"
Dann kann ich auch Trekkingrad oder Gravel fahren.
Chris Spath: Wobei die theoretisch ja auch nicht mehr auf schmalen Wegen fahren dürften."

LOL ... Nona., im Gesetzesentwirf ist natürlich nur von Fahrrädern die Rede. "Dann kann ich auch Trekkingrad oder Gravel fahren." war offensichtlich so gemeint, dass die Gravelbikes eher für die Waldautobahnen gedacht sind als für ruppige Trails.
Was mir in den bisherigen Ausführungen (hier im Thread, aber auch in Petitionen, beim DIMB, etc.) fehlt, ist die Argumentation mit dem allgemeinen Fahrradfahrer und vor allem dem Freizeit-Radler.
Denkt doch nicht so klein! Die potentielle Zahl derer, die sich dagegen positionieren könnten, ist doch um ein vielfaches größer als die paar Singletrail-Fahrer! Der Gedanke ist für diejenigen von euch, die eher im Bergigen leben, vielleicht nicht so naheliegend, aber denkt doch mal an die ganzen flachen Regionen in NRW! Z.B. Niederrhein, Westfalen, Münsterland. Dort gibt es etliche sehr attraktive Wege durch Wälder, die von Freizeitradlern gerne genutzt werden und die aber auch unter die geplante Beschränkung fallen würden. Alleine in meiner Stadt fallen mir spontan 3 solcher Wege ein, und das ist sicher bei weitem nicht vollständig.

Wenn das Gesetz kommt, dann wird demnächst vielleicht die Fahrt zum Landkaffee durch die Flussaue illegal!

Deshalb: Bitte argumentiert mehr mit dem Freizeitradler! Die sind viel mehr als wir!
An MTB-News: Nehmt NimmsRad mit rein!
An DIMB: Berücksichtigt das in euren FAQ-Musterargumentationen! Redet mit entsprechenden Verbänden und dem Tourismus im Flachland
An alle Petitionsersteller: Sprecht die Freizeitradler an! Nicht nur Mountainbiker!
An alle anderen: Macht in Verwandschaft, Bekanntschaft oder sozialen Medien klar, dass es dem Freizeitradler an den Kragen geht!
-> darauf habe ich Bezug genommen.
 
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Dann kann ich auch Trekkingrad oder Gravel fahren.
Chris Spath: Wobei die theoretisch ja auch nicht mehr auf schmalen Wegen fahren dürften."

LOL ... Nona., im Gesetzesentwirf ist natürlich nur von Fahrrädern die Rede. "Dann kann ich auch Trekkingrad oder Gravel fahren." war offensichtlich so gemeint, dass die Gravelbikes eher für die Waldautobahnen gedacht sind als für ruppige Trails.
das ist der Punkt. Es darf "niemand" auf schmalen Wegen fahren.
Bin gespannt wie die Tourismusverbände damit umgehen.
Lockere Runde über den Rothaarsteig oder Bergischer Panoramaweg gibt es dann nicht mehr. Jedenfalls nicht in der vollen Länge.
Es geht eben nicht nur um Trails und E-Biker..
 
-> darauf habe ich Bezug genommen.
Der Kontext passt nicht. Sonja hat ja nicht gemeint, dass sie dann mit Gravelbikes auf Singletrails fährt.

das ist der Punkt. Es darf "niemand" auf schmalen Wegen fahren.
Bin gespannt wie die Tourismusverbände damit umgehen.
Lockere Runde über den Rothaarsteig oder Bergischer Panoramaweg gibt es dann nicht mehr. Jedenfalls nicht in der vollen Länge.
Es geht eben nicht nur um Trails und E-Biker..
Das hat Sonja gar nicht gemeint, daher ist der Einwand von Chris da deplatziert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bislang kommt aus der Bike-Communitie nur das Argument "wir wollen auf Single-Trails fahren, weil es uns da mehr Spaß macht".
Die Gegenseite argumentiert aber mit Naturschutz, weniger Konflikten zwischen den Freizeitnutzern sowie gewerblichen Nutzern und Haftungsfragen.
 
Gibt genug Studien die belegen, dass Wandern genauso schädlich ist. Guck hier und da.
weniger Konflikten
Die statistisch nicht nachgewiesen sind.
gewerblichen Nutzern
Die laut Bundeswaldgesetz nicht dem Recht auf Erholung im Wald entgegen stehen dürfen (das Erholungsrecht ist sogar über den forstwirtschaftlichen Nutzen gestellt). Zitat: "
Zweck dieses Gesetzes ist insbesondere,1.
den Wald wegen seines wirtschaftlichen Nutzens (Nutzfunktion) und wegen seiner Bedeutung für die Umwelt, insbesondere für die dauernde Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, das Klima, den Wasserhaushalt, die Reinhaltung der Luft, die Bodenfruchtbarkeit, das Landschaftsbild, die Agrar- und Infrastruktur und die Erholung der Bevölkerung (Schutz- und Erholungsfunktion) zu erhalten".
Sind längst geklärt.
 
Wie viele offizielle Trails gibt es denn in NRW, eine schöne Übersicht ala mtb-routes.nl gibt es ja leider nicht, oder?
 
Wie viele offizielle Trails gibt es denn in NRW, eine schöne Übersicht ala mtb-routes.nl gibt es ja leider nicht, oder?
da sind uns die Holländer mal wieder vorraus. Hierzulande musst du Regional suchen. Auf den Seiten der Tourismusverbände findet man meist was. Für die Eifel kann ich dir sagen ist das offizielle Angebot was Touren angeht eher mau. Es gibt Freifahrt Eifel, was von uns aber nur Trailfrei Eifel genannt wird.

Die Holländer haben übrigends die gleiche Gesetzeslage wie das was in NRW angestrebt wird. Dort darfst du eigentlich nur das an Singletrails befahren was auch entsprechend für MTB ausgewiesen ist. Kontrollen hab ich dort aber noch nie gesehen. Das Angebot ist im Verhältnis auch höher, zumindest was Touren angeht. Parks ist ja eher schwierig bei den Flatländers ;)
 
Gibt genug Studien die belegen, dass Wandern genauso schädlich ist.
Selbst wenn das stimmen würde, hilft das Argument nicht.

@weniger Konflikte:
Die statistisch nicht nachgewiesen sind.
Dafür gibt es genügend Belege:
https://www.bike-magazin.de/magazin...s-maul-bericht-einer-personlichen-niederlage/

Und wie alt das Thema ist - hier von 2001

Die laut Bundeswaldgesetz nicht dem Recht auf Erholung im Wald entgegen stehen dürfen (das Erholungsrecht ist sogar über den forstwirtschaftlichen Nutzen gestellt).
Nonsens. Es gibt keine Überordnung des Erholungsrechts über die Forstwirtschaft. Und diese Erholung war in der Form nie uneingeschränkt. Und ist also weiterhin möglich.

Sind längst geklärt.
Es kommt immer wieder zu Klagen. Die meisten scheitern, lästig sind sie dennoch. Und daher aus Sichte der Eigentümer/Forstbetriebe ein Zurückdrängen der Biker hilfreich.

Fazit: Keine dieser Einwände hat Substanz.
 
Erstmal Danke, dass Position bezogen wird.
Problem was ich sehe, ist, dass die Gruppe der MTBler auch sehr inhomogen ist. Von E-Bike-Enduro bis Hardtail-MTB aus den 90ern ist halt alles dabei und damit auch unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen, wie man sich gerne in Wald und Flur erholt.
Ich sehe mich da als "Waldradwanderer", der mit Bio-Hardtail oder Bio-Fully gerne auch auf "natürlich befestigten" Wegen schmalerer Art, aber gemütlich unterwegs ist, nirgends repräsentiert. Nein, ich möchte nicht nur Gravel-Forstautobahnen entlangfahren, und nein, ich möchte mich nicht auf einen angelegten Trail oder Bikepark verweisen lassen, wo ich neben Jugendlichen einen Rundtrail entlangheizen soll. Das geht für mich völlig an der Motivation, mich in der Natur aufzuhalten, vorbei.
Analogie wäre, man verbietet den Leuten das Spazierengehen im Park und verweist sie auf einen Ascheplatz auf dem Sportplatz, um dort ihre Runden zu drehen. Oder es hat niemand mehr Auto zu fahren außer Behördenfahrzeuge und wer doch will, soll auf den Nürburgring.
Leider ist es halt so, dass der zunehmende Anteil an E-Bikes der unglücklichen Entwicklung wohl Vorschub geleistet hat. Früher sah man z.B. oben auf einem Berg, der nur durch steilere Wege erreichbar war, alle paar Wochen einen XC-Biker. Heute fahren von Schülern bis hochbetagten Senioren alle oft rudelweise und eben häufig dort rum, weil es eben einfach geht mit E-Bikes. Dass nun die Keule kommt und praktisch wird alles für jeden verboten, wundert da nicht, muss man aber nicht gutheißen.
Mir persönlich wärs lieber, man würde trennen in unmotorisiert und motorisiert bzw. motor-unterstützt, genauso wie Waldwege ja jetzt auch schon z.T. gesperrt sind für motorisierten Verkehr.

Du sprichst mir sehr aus der Seele und die Beispiele finde ich sehr passend!
 
Wenn Fakten nicht zählen, hat nichts mehr Relevanz.
Du bringst keine Fakten sondern Unwahrheiten, ob aus Unwissenheit oder Polemik sei dahingestellt.

1. MTB verursacht mehr Erosion als Wandern - wissenschaftliche Belege:
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S030147972030918X
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0301479720314791
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0301479726010327

2. Untersuchungen zu Konflikten mit Bikern:
https://www.researchgate.net/public...tigung_der_gesetzlichen_Rahmenbedingungen#pff -> 2.6. Mountainbiking im Wald und Nutzerkonflikte
  • Wanderer fühlen sich häufiger durch Mountainbiker gestört als umgekehrt.
  • Hauptursachen:
    • Geschwindigkeit,
    • fehlende Ankündigung,
    • enge Wege,
    • riskante Überholmanöver.
Forschung zu Governance und Konfliktlösung:
https://www.researchgate.net/public...ain_biking_in_Austria_Germany_and_Switzerland

Bodenerosion, Störung der Wildtiere, Vegetationsverlust: dafür werden Mountainbiker verantwortlich gemacht. Doch sind wirklich allein die Mountainbiker an all dem Schuld? Und was ist mit den Wanderern? Ein Überblick des wissenschaftlichen Forschungsstands.
https://wildrecreation.com/2019/05/05/ist-mountainbiken-umweltschaedlicher-als-wandern/
 
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