Erstmal Danke, dass Position bezogen wird.
Problem was ich sehe, ist, dass die Gruppe der MTBler auch sehr inhomogen ist. Von E-Bike-Enduro bis Hardtail-MTB aus den 90ern ist halt alles dabei und damit auch unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen, wie man sich gerne in Wald und Flur erholt.
Ich sehe mich da als "Waldradwanderer", der mit Bio-Hardtail oder Bio-Fully gerne auch auf "natürlich befestigten" Wegen schmalerer Art, aber gemütlich unterwegs ist, nirgends repräsentiert. Nein, ich möchte nicht nur Gravel-Forstautobahnen entlangfahren, und nein, ich möchte mich nicht auf einen angelegten Trail oder Bikepark verweisen lassen, wo ich neben Jugendlichen einen Rundtrail entlangheizen soll. Das geht für mich völlig an der Motivation, mich in der Natur aufzuhalten, vorbei.
Analogie wäre, man verbietet den Leuten das Spazierengehen im Park und verweist sie auf einen Ascheplatz auf dem Sportplatz, um dort ihre Runden zu drehen. Oder es hat niemand mehr Auto zu fahren außer Behördenfahrzeuge und wer doch will, soll auf den Nürburgring.
Leider ist es halt so, dass der zunehmende Anteil an E-Bikes der unglücklichen Entwicklung wohl Vorschub geleistet hat. Früher sah man z.B. oben auf einem Berg, der nur durch steilere Wege erreichbar war, alle paar Wochen einen XC-Biker. Heute fahren von Schülern bis hochbetagten Senioren alle oft rudelweise und eben häufig dort rum, weil es eben einfach geht mit E-Bikes. Dass nun die Keule kommt und praktisch wird alles für jeden verboten, wundert da nicht, muss man aber nicht gutheißen.
Mir persönlich wärs lieber, man würde trennen in unmotorisiert und motorisiert bzw. motor-unterstützt, genauso wie Waldwege ja jetzt auch schon z.T. gesperrt sind für motorisierten Verkehr.