Darum geht es doch gar nicht.
Ich denke es ist unstrittig, dass TP ein absolutes Ausnahmetalent ist und einige der von dir gewählten Formulierungen halte ich den etatmäßigen MTBlern gegenüber nicht für angebracht.
Das Problem ist doch eher, dass die UCI den Teams mittlerweile einen Haufen Kohle dafür abknöpft, um als Team überhaupt am WC teilnehmen zu können. Die Teams zahlen also die Zeche und dürfen als Gegenleistung dafür an den Rennen teilnehmen und erhalten Screen Time um sich und ihre Sponsoren in Szene zu setzen. So weit, so nachvollziehbar.
Jetzt stell dir aber mal vor, du bist entweder der Athlet oder der Teamchef desjenigen Teams, dessen Fahrer auf P40 als letzter für den Shorttrack qualifiziert ist und du bekommst mittwochs vor dem Rennen gesagt, dass es diesmal nix wird mit dem Shorttrack, da dir ein Roadie vorgezogen wird, der in einer anderen Disziplin im Top 5 Ranking ist. Da hätte ich schon ein gewisses Störgefühl an der Stelle, wenn man Zeit, Geld, Arbeit und Vertrauen in Fahrende steckt, sie an die Spitze heranführt und es dann zu solchen Situationen kommt. Natürlich ist es toll TP oder MvDP auf dem MTB zu sehen, aber ich würde mir da etwas mehr Commitment in dem Sinne wünschen, dass die sich so wie alle anderen auch qualifizieren und dies nicht auf der Basis von Extrawürsten passiert.
Ich glaube im übrigen schon, dass die MTBler sich durchaus gerne mit diesen Top-Stars messen möchten und Mathis Azzaro hat ja auch gezeigt, dass man sie schlagen kann. Was aber nicht sein sollte, sind Ausnahmeregelungen und Schlupflöcher, wie sie aktuell vorhanden sind.