XCO Pro Talk

Mag sein dass es einigen Fahrerern nicht so gefallen hat, aber solange so einer von ausserhalb, der sich nicht ganzjährig mit MTB beschäftigt, kommt und so abrasiert, dann sollte das vor allem den gehypten "jungen Wilden" ein Ansporn sein, bei ihren Bemühungen und der Herangehensweise noch mal eine Schaufel draufzulegen.
Sonst könnte doch beim unbedarften Durschnitts-Zuschauer leicht der Eindruck entstehen, die MTBler gewinnen eh nur wenn keine Straßenfahrer am Start sind......
Nach meinem laienhaften Wissen im Radsporttraining wird ein MTB Pro hinsichtlich der konditionellen Fähgikeiten einem Roadie immer unterlegen sein. Als Mountainbiker ist es schlicht nicht möglich auf das gleiche Volumen an Ausdauertraining zu kommen wie ein Rennradfahrer. Vermutlich fährt ein Roadie so ca. 10 000 Trainingskilometer pro Jahr mehr als ein Mountainbiker. Bei einem Tom Pidcock kommen noch die entsprechenden Rennkilometer dazu. Ein Roadie wird so 6000 -9000 Rennkilometer in der Saison haben, ein XC Fahrer vielleicht 2000km... Über die Trainingsjahre entsteht da ein gewaltiger Unterschied. Dagegen kannst als Mountainbiker einfach nicht ankommen.
 
Leute Leute…. der gewinnt nicht wegen „Roadie“, sondern wegen Physis, Treffer in der Gen-Lotterie und Talent….

Würde Pidcock etatmäßig XCO und Cross fahren, wäre er genauso vorne.

Er ist eben stark genug um auch auf der Straße etwas auszurichten. Es liegt am Fahrer, nicht an der Disziplin.

Ein starker Straßen-Pro, der die Fahrtechnik und das Talent nicht hat würde im Gelände trotz aller Power keinen Blumentopf mehr gewinnen. Die Zeiten in denen (Ex-)Straßenprofis auf dem MTB allein aufgrund ihrer unbestrittenen Physis gewonnen haben sind schon lange vorbei.
 
Auch wenn es einigen Hardliner in der Bubble nicht gefällt hat seine Anwesenheit die Veranstaltung aufgewertet und seine Darbietungen vielen Zuschauern an der Strecke und am TV sicher Freude bereitet.
Mag sein dass es einigen Fahrerern nicht so gefallen hat, aber solange so einer von ausserhalb, der sich nicht ganzjährig mit MTB beschäftigt, kommt und so abrasiert, dann sollte das vor allem den gehypten "jungen Wilden" ein Ansporn sein, bei ihren Bemühungen und der Herangehensweise noch mal eine Schaufel draufzulegen.
Sonst könnte doch beim unbedarften Durschnitts-Zuschauer leicht der Eindruck entstehen, die MTBler gewinnen eh nur wenn keine Straßenfahrer am Start sind......
Darum geht es doch gar nicht.
Ich denke es ist unstrittig, dass TP ein absolutes Ausnahmetalent ist und einige der von dir gewählten Formulierungen halte ich den etatmäßigen MTBlern gegenüber nicht für angebracht.
Das Problem ist doch eher, dass die UCI den Teams mittlerweile einen Haufen Kohle dafür abknöpft, um als Team überhaupt am WC teilnehmen zu können. Die Teams zahlen also die Zeche und dürfen als Gegenleistung dafür an den Rennen teilnehmen und erhalten Screen Time um sich und ihre Sponsoren in Szene zu setzen. So weit, so nachvollziehbar.
Jetzt stell dir aber mal vor, du bist entweder der Athlet oder der Teamchef desjenigen Teams, dessen Fahrer auf P40 als letzter für den Shorttrack qualifiziert ist und du bekommst mittwochs vor dem Rennen gesagt, dass es diesmal nix wird mit dem Shorttrack, da dir ein Roadie vorgezogen wird, der in einer anderen Disziplin im Top 5 Ranking ist. Da hätte ich schon ein gewisses Störgefühl an der Stelle, wenn man Zeit, Geld, Arbeit und Vertrauen in Fahrende steckt, sie an die Spitze heranführt und es dann zu solchen Situationen kommt. Natürlich ist es toll TP oder MvDP auf dem MTB zu sehen, aber ich würde mir da etwas mehr Commitment in dem Sinne wünschen, dass die sich so wie alle anderen auch qualifizieren und dies nicht auf der Basis von Extrawürsten passiert.
Ich glaube im übrigen schon, dass die MTBler sich durchaus gerne mit diesen Top-Stars messen möchten und Mathis Azzaro hat ja auch gezeigt, dass man sie schlagen kann. Was aber nicht sein sollte, sind Ausnahmeregelungen und Schlupflöcher, wie sie aktuell vorhanden sind.
 
Darum geht es doch gar nicht.
Ich denke es ist unstrittig, dass TP ein absolutes Ausnahmetalent ist und einige der von dir gewählten Formulierungen halte ich den etatmäßigen MTBlern gegenüber nicht für angebracht.
Das Problem ist doch eher, dass die UCI den Teams mittlerweile einen Haufen Kohle dafür abknöpft, um als Team überhaupt am WC teilnehmen zu können. Die Teams zahlen also die Zeche und dürfen als Gegenleistung dafür an den Rennen teilnehmen und erhalten Screen Time um sich und ihre Sponsoren in Szene zu setzen. So weit, so nachvollziehbar.
Jetzt stell dir aber mal vor, du bist entweder der Athlet oder der Teamchef desjenigen Teams, dessen Fahrer auf P40 als letzter für den Shorttrack qualifiziert ist und du bekommst mittwochs vor dem Rennen gesagt, dass es diesmal nix wird mit dem Shorttrack, da dir ein Roadie vorgezogen wird, der in einer anderen Disziplin im Top 5 Ranking ist. Da hätte ich schon ein gewisses Störgefühl an der Stelle, wenn man Zeit, Geld, Arbeit und Vertrauen in Fahrende steckt, sie an die Spitze heranführt und es dann zu solchen Situationen kommt. Natürlich ist es toll TP oder MvDP auf dem MTB zu sehen, aber ich würde mir da etwas mehr Commitment in dem Sinne wünschen, dass die sich so wie alle anderen auch qualifizieren und dies nicht auf der Basis von Extrawürsten passiert.
Ich glaube im übrigen schon, dass die MTBler sich durchaus gerne mit diesen Top-Stars messen möchten und Mathis Azzaro hat ja auch gezeigt, dass man sie schlagen kann. Was aber nicht sein sollte, sind Ausnahmeregelungen und Schlupflöcher, wie sie aktuell vorhanden sind.

Zusätzlich zu den 40 regulären Startern können Wildcards vergeben werden. Die nehmen keinem anderen Fahrer den Startplatz weg.
 
Leute Leute…. der gewinnt nicht wegen „Roadie“, sondern wegen Physis, Treffer in der Gen-Lotterie und Talent….

Würde Pidcock etatmäßig XCO und Cross fahren, wäre er genauso vorne.

Er ist eben stark genug um auch auf der Straße etwas auszurichten. Es liegt am Fahrer, nicht an der Disziplin.

Ein starker Straßen-Pro, der die Fahrtechnik und das Talent nicht hat würde im Gelände trotz aller Power keinen Blumentopf mehr gewinnen. Die Zeiten in denen (Ex-)Straßenprofis auf dem MTB allein aufgrund ihrer unbestrittenen Physis gewonnen haben sind schon lange vorbei.
Es gibt ein "Interview" zwischen Loic Bruni und Finn Iles über XC- Racing. Unter anderem spekulieren sie darüber wie sie sich in einem XC Worldcup gegen die XC Spezialisten schlagen würden. Loic Bruni ist wohl davon überzeugt das er auf einem technisch anspruchsvollen Kurs in den Abfahrten keine Chance gegen die Fahrtechnikspezialisten wie Koretzky oder Flückinger hätte.

Sein Wunschkurs wäre tatsächlich Nove Mesto aufgrund der "einfachen" Downhills.

Vielleicht hat TP neben viel Genetik und Talent auch sehr viel strategisches Talent die richtigen Kurse für seine Siegfahrten zu wählen...
 
Auch wenn es ein Äpfel-Birnen-Vergleich ist: Ich glaube dass sich die besten XCO-Piloten mittlerweile gar nicht mehr so klein reden müssen neben den Straßen-Pros. Leistungswerte sind Leistungswerte, und die Physis ist irgendwo begrenzt. Klar, die stundenlange Belastung auf der Straße ist anders und nicht mit XCO-Anforderungen vergleichbar; dass aber auch das im gewissen Rahmen geht sieht man beim Cape Epic.

Etappenrennen, GT‘s, Dinge wie Positionieren im Feld etc. sind natürlich spezifisch.

Aber ich glaube eigentlich nicht dass sich da noch so eine übermäßig große Kluft auftut, die XCO-Piloten chancenlos lassen würde. Die Aliens natürlich ausgenommen.

Hatherly z.B. war dieses Jahr schon durchaus sichtbar auf der Straße.

Aber wie gesagt - Äpfel & Birnen.
 
Ich frage mich, was die Hersteller gerade umtreibt. Was ist zum Beispiel an dem Trek XC-Fully Prototypen so besonders, dass das Rad noch nicht serienreif sein soll? Oder an dem Scott Spark? Vermutlich ist es wohl eher die "Sau" 32 Zoll, die gerade durch alle Dörfer getrieben wird und die Hersteller flexibel bleiben wollen, bevor sie noch eine Serienproduktion eines 29 Zoll Bikes starten wollen?
Das war doch zumindestezumindestens bei Scott immer so, dass das neue Spark bereits im WC in der aktuellen Saison gefahren und getestet wurde und erst im nächsten Jahr auf den Markt kam.

Sieht in der Tat so aus, dass sich noch kein grosser Hersteller an 32 rantraut.
Auch und gerade wegen Lauträder und einen neuen Achsenstandard
 
Sieht in der Tat so aus, dass sich noch kein grosser Hersteller an 32 rantraut.
SCOTT lässt zwei 32er Gravel-Bikes, die offiziell als Prototypen deklariert sind, beim Unbound auf die Menschheit los. Für diesen Anwendungsfall mag das auch Sinn ergeben.
So richtig nach Prototyp sieht das für mich aber nicht aus. Das Teil sind schon ziemlich final und stylish aus.
 
Sieht aber Kacke aus, Testbericht hier.
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Es gibt ein "Interview" zwischen Loic Bruni und Finn Iles über XC- Racing. (...)
Was ich an dem Video interessanter fand', waren die monströsen Wattwerte, die Bruni und Iles über kurze Sprints raushauen können. Natürlich ist das ein rein hypothetisches Szenario, weil sie mangels FTP in einem echten XCO-Rennen niemals bis zum hypothetischen Zielsprint an der Spitze mitfahren könnten, aber ich denke dass speziell Bruni in einem Sprint eine echte Gefahr wäre.
 
Auch wenn es ein Äpfel-Birnen-Vergleich ist: Ich glaube dass sich die besten XCO-Piloten mittlerweile gar nicht mehr so klein reden müssen neben den Straßen-Pros. Leistungswerte sind Leistungswerte, und die Physis ist irgendwo begrenzt. Klar, die stundenlange Belastung auf der Straße ist anders und nicht mit XCO-Anforderungen vergleichbar; dass aber auch das im gewissen Rahmen geht sieht man beim Cape Epic.

Etappenrennen, GT‘s, Dinge wie Positionieren im Feld etc. sind natürlich spezifisch.

Aber ich glaube eigentlich nicht dass sich da noch so eine übermäßig große Kluft auftut, die XCO-Piloten chancenlos lassen würde. Die Aliens natürlich ausgenommen.

Hatherly z.B. war dieses Jahr schon durchaus sichtbar auf der Straße.

Aber wie gesagt - Äpfel & Birnen.
Auch in der Vergangenheit haben z.B. Schurter und Flückiger in der Vorbereitung immer wieder an kurzen Etappenrennen teilgenommen und konnten respektable Leistungen erzielen. Und das, obwohl es sich dabei "nur" um Trainingsrennen handelte.
Ich finden den Äpfel mit Birnen Vergleich gut. Die Wettkampfbelastung unterscheidet sich so sehr, dass ein Vergleich eigentlich überhaupt keinen Sinn ergibt.
 
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