Blindseetrail Lermoos wird geschlossen.

Ob es denn ein Problem geworden wäre, wenn da kein Lift zum Hochschaukeln zur Verfügung gestanden wäre? 🤔

Jo mei müssen halt alle Weichtiere in den ausgewiesenen Ghettos bleiben. Gibt Schlimmeres auf der Welt.
Zu Fuß dürft ihr ja noch. Wer möchte als Erster?
 
Vielleicht magst du kurz erklären, was sich auf lange Sicht daran ändern soll?

Sommer- wie Wintertourismus in Österreich schreibt jedes Jahr Rekordzahlen: https://www.bmwet.gv.at/Presse/Archiv/BMWET-Pressemeldungen-2025/PA-BMWET-November-2025/NächtigungenMaiOktober25.html
Und selbst wenn sich das irgendwann mal einbremsen sollte, würden ein paar verärgerte Mountainbiker dieses Minus nicht auffangen können.

Die zitiere Pressemeldung fasst das ja gut zusammen: Stand heute läuft der Winter (noch) auf Hochtouren. Und dabei gibt es nur sehr wenige klassische Destinationen, bei denen der Sommerumsatz der Bergbahnen den Winterumsatz bereits übersteigt.

In Österreich liegt der Sommeranteil am Bergbahn-Umsatz im Schnitt so bei etwa 15 %, in der Schweiz sogar bereits bei ca. 25 %. Schaust du also auf den Status-Quo, dann kannst du unbesorgt die Mountainbiker verjagen.

Auf lange Sicht sieht das, insbesondere bei niedriger gelegenen Destinationen (Lermoos kann man da durchaus dazuzählen) etwas anders aus. Denn diese Alpindestinationen befinden sich auf jeden Fall in einer strukturellen Transformation (Schneerisiko, Kostenexplosion etc.).

Würden „ein paar verärgerte Mountainbiker dieses Minus auffangen?“. Antwort: Ja!

Die Zahlen zeigen deutlich, dass bei den Destinationen, die sich uns als Touristen bereits konsequent erschlossen haben (MTB-Tourismus generiert in AT übrigens rund 835 Mio. EUR direkten Jahresumsatz), hat der Sommer das Gewicht so weit erhöht, dass Sommer und Winter nahezu gleichwertige wirtschaftliche Säulen geworden sind.

Prominente Beispiele:

1. Saalfelden Leongang: Umsatzanteil Sommer (stark MTB getrieben) ca. 20 %. Leogang war dabei eines der ersten Gebiete, bei dem MTB den Sommerbetrieb erstmals in die Gewinnzone brachte!

2. Serfaus-Fiss-Ladis: leider keine Umsatzzahlen öffentlich bekannt, aber eine Studie zur regionalen Entwicklung zeigt, dass durch deren Investitionen in Sommerangebote (insb. Bikepark) die Sommernächtigungen um rund 60 % gesteigert werden konnten.

3. Reschen/ Nauders
4. Sölden

-> Auf die beiden letzten muss ich glaube nicht weiter eingehen.


Was ändert sich also meines Erachtens auf lange Sicht: irgendwann wird auch dem letzten Bergbahn-Betreiber und Bürgermeister (dem Jäger, Förster und Bauern eher nicht) klar, dass sie ein strukturelles Problem haben und Geld im sommerlichen Wald liegen lassen. Und wenn sie links und rechts schauen wird dort Ca$h gemacht. Und mit wem? Richtig, u.a. oder vielleicht sogar v.a. wegen uns Mountainbikern.

Zwar sind Wander-Touristen heute noch quantitativ in der Überzahl, aber wir MTB‑Touristen geben pro Kopf und Tag in der Regel deutlich mehr Ca$h aus als die klassische Wandersandale.

Eines Tages werden wir vielleicht auch die Wander-Bärlis quantitativ überholen. Und wen du einmal verjagt hast, kommt so schnell nicht wieder…
 
Das klingt auf den ersten Blick plausibel, ich würde aber trotzdem einwerfen, daß du die Anzahl der trailfahrenden Mountainbiker mMn massiv überschätzt. Und die Gebiete, die jetzt schon ein Angebot für diese bereitstellen (wie Saalbach oder Nauders), oder auch solche die theoretisch in Zukunft dazukommen, graben sich nur gegenseitig die Besucherzahlen auf ihren Trails ab. Ich bezweifle, daß sich die Nutzerzahlen großartig steigern werden - geschweige denn, daß die Anzahl der Biker, die ein Angebot wie den Blindseetrail zu schätzen wissen, irgendwann die Anzahl der "Wander-Bärlis" übersteigen wird.

Für die Graveler und E-Biker, die sich auf Forststraßen bewegen wollen, gibt es auch jetzt schon ein breites Angebot bzw. wird da halt in den touristisch erschlossenen Gegenden ein Auge zugedrückt - die nehmen ein Verbot gar nicht auf diese Weise wahr wie wir hier in unserem Nischenforum.

btw, gibts Quellen zu deinen prominenten Beispielen?
 
Das klingt auf den ersten Blick plausibel, ich würde aber trotzdem einwerfen, daß du die Anzahl der trailfahrenden Mountainbiker mMn massiv überschätzt. Und die Gebiete, die jetzt schon ein Angebot für diese bereitstellen (wie Saalbach oder Nauders), oder auch solche die theoretisch in Zukunft dazukommen, graben sich nur gegenseitig die Besucherzahlen auf ihren Trails ab. Ich bezweifle, daß sich die Nutzerzahlen großartig steigern werden - geschweige denn, daß die Anzahl der Biker, die ein Angebot wie den Blindseetrail zu schätzen wissen, irgendwann die Anzahl der "Wander-Bärlis" übersteigen wird.

Für die Graveler und E-Biker, die sich auf Forststraßen bewegen wollen, gibt es auch jetzt schon ein breites Angebot bzw. wird da halt in den touristisch erschlossenen Gegenden ein Auge zugedrückt - die nehmen ein Verbot gar nicht auf diese Weise wahr wie wir hier in unserem Nischenforum.

btw, gibts Quellen zu deinen prominenten Beispielen?

@roliK, ja das mit Zahlen und in die Zukunft blicken ist immer so eine Sache. Ich gehe allerdings davon aus, dass Mountainbiker, die zu einer Destination mit Bergbahn fahren, überdurchschnittlich Trail-Affin sind. Sonst müssten sie ja nicht dorthin?!


Quellen sind alle leicht über Google selbst zu finden, u.a.

https://www.tt.com/artikel/10097562/bergbahnen-als-motor-fuer-sommertourismus-in-oesterreich
https://kurier.at/wirtschaft/bergbahnen-tourismus-seilbahn-sommersaison-mountainbike/403045112
https://swz.it/seilbahnbetrieb-im-sommer-potenzial-und-konflikte-in-den-bergen/
https://www.wko.at/oe/oesterreich/beste-oesterreichische-sommer-bergbahnen
https://www.pwc.ch/de/publications/2018/PwC Studie-Bergbahnen-Hoch hinaus-DE.pdf
 
Die zitiere Pressemeldung fasst das ja gut zusammen: Stand heute läuft der Winter (noch) auf Hochtouren. Und dabei gibt es nur sehr wenige klassische Destinationen, bei denen der Sommerumsatz der Bergbahnen den Winterumsatz bereits übersteigt.

In Österreich liegt der Sommeranteil am Bergbahn-Umsatz im Schnitt so bei etwa 15 %, in der Schweiz sogar bereits bei ca. 25 %. Schaust du also auf den Status-Quo, dann kannst du unbesorgt die Mountainbiker verjagen.

Auf lange Sicht sieht das, insbesondere bei niedriger gelegenen Destinationen (Lermoos kann man da durchaus dazuzählen) etwas anders aus. Denn diese Alpindestinationen befinden sich auf jeden Fall in einer strukturellen Transformation (Schneerisiko, Kostenexplosion etc.).

Würden „ein paar verärgerte Mountainbiker dieses Minus auffangen?“. Antwort: Ja!

Die Zahlen zeigen deutlich, dass bei den Destinationen, die sich uns als Touristen bereits konsequent erschlossen haben (MTB-Tourismus generiert in AT übrigens rund 835 Mio. EUR direkten Jahresumsatz), hat der Sommer das Gewicht so weit erhöht, dass Sommer und Winter nahezu gleichwertige wirtschaftliche Säulen geworden sind.

Prominente Beispiele:

1. Saalfelden Leongang: Umsatzanteil Sommer (stark MTB getrieben) ca. 20 %. Leogang war dabei eines der ersten Gebiete, bei dem MTB den Sommerbetrieb erstmals in die Gewinnzone brachte!

2. Serfaus-Fiss-Ladis: leider keine Umsatzzahlen öffentlich bekannt, aber eine Studie zur regionalen Entwicklung zeigt, dass durch deren Investitionen in Sommerangebote (insb. Bikepark) die Sommernächtigungen um rund 60 % gesteigert werden konnten.

3. Reschen/ Nauders
4. Sölden

-> Auf die beiden letzten muss ich glaube nicht weiter eingehen.


Was ändert sich also meines Erachtens auf lange Sicht: irgendwann wird auch dem letzten Bergbahn-Betreiber und Bürgermeister (dem Jäger, Förster und Bauern eher nicht) klar, dass sie ein strukturelles Problem haben und Geld im sommerlichen Wald liegen lassen. Und wenn sie links und rechts schauen wird dort Ca$h gemacht. Und mit wem? Richtig, u.a. oder vielleicht sogar v.a. wegen uns Mountainbikern.

Zwar sind Wander-Touristen heute noch quantitativ in der Überzahl, aber wir MTB‑Touristen geben pro Kopf und Tag in der Regel deutlich mehr Ca$h aus als die klassische Wandersandale.

Eines Tages werden wir vielleicht auch die Wander-Bärlis quantitativ überholen. Und wen du einmal verjagt hast, kommt so schnell nicht wieder…
Ist doch auch so, dass die auch der Region Lermoos das Angebot stetig vergrößern. Ist ja nicht so, wie wenn der blindsee Trail der einzige dort ist. Gefühlt habe die in den letzten Jahren 10 neue eröffnet, und haben jetzt vor den einen Trail zu schließen

Und bis aufs Panorama war der ja auch net so überragend. Oben miese Kiesgrube, zwischen den Büschen bisschen Spaßig flowig. Und den die letzten 100m vor dem See waren cool auf den Wurzeln. Dafür dann aber wieder einmal komplett um den See / Berg rum bis zum
Lift.
 
@roliK, ja das mit Zahlen und in die Zukunft blicken ist immer so eine Sache. Ich gehe allerdings davon aus, dass Mountainbiker, die zu einer Destination mit Bergbahn fahren, überdurchschnittlich Trail-Affin sind. Sonst müssten sie ja nicht dorthin?!
Die Mountainbiker, die zu einer Destination mit Bergbahn fahren, werden sich aber nicht plötzlich vervielfachen, wenn eine neue Destination dazukommt - sondern halt verteilen.
Das ist die gleiche Logik (nur auf der Gegenseite), die bei uns auch manche Grundbesitzer anwenden, um gegen die Öffnung der Forststraßen zu argumentieren: "Wenn wir diese Wege aufmachen, werden ja auf einmal hunderte Radfahrer dort im Wald einfallen." Wo die plötzlich herkommen sollen, kann allerdings keiner so genau sagen.
 
Was läuft da denn, rein aus Interesse, besser? :)

Nein, da läuft es noch viel schlechter. Bitte erst gar nicht dran denken und auf keinen Fall in die viel zu teurer Schweiz fahren!

Mal ernsthaft...auch dort kommt es drauf an, wohin man genau fährt/schaut. Es gibt Kantone, da sind es paradiesische Zustände und dann solche wie in Österreich.


Die zitiere Pressemeldung fasst das ja gut zusammen: Stand heute läuft der Winter (noch) auf Hochtouren. Und dabei gibt es nur sehr wenige klassische Destinationen, bei denen der Sommerumsatz der Bergbahnen den Winterumsatz bereits übersteigt.

In Österreich liegt der Sommeranteil am Bergbahn-Umsatz im Schnitt so bei etwa 15 %, in der Schweiz sogar bereits bei ca. 25 %. Schaust du also auf den Status-Quo, dann kannst du unbesorgt die Mountainbiker verjagen.

Auf lange Sicht sieht das, insbesondere bei niedriger gelegenen Destinationen (Lermoos kann man da durchaus dazuzählen) etwas anders aus. Denn diese Alpindestinationen befinden sich auf jeden Fall in einer strukturellen Transformation (Schneerisiko, Kostenexplosion etc.).

Würden „ein paar verärgerte Mountainbiker dieses Minus auffangen?“. Antwort: Ja!

Die Zahlen zeigen deutlich, dass bei den Destinationen, die sich uns als Touristen bereits konsequent erschlossen haben (MTB-Tourismus generiert in AT übrigens rund 835 Mio. EUR direkten Jahresumsatz), hat der Sommer das Gewicht so weit erhöht, dass Sommer und Winter nahezu gleichwertige wirtschaftliche Säulen geworden sind.

Prominente Beispiele:

1. Saalfelden Leongang: Umsatzanteil Sommer (stark MTB getrieben) ca. 20 %. Leogang war dabei eines der ersten Gebiete, bei dem MTB den Sommerbetrieb erstmals in die Gewinnzone brachte!

2. Serfaus-Fiss-Ladis: leider keine Umsatzzahlen öffentlich bekannt, aber eine Studie zur regionalen Entwicklung zeigt, dass durch deren Investitionen in Sommerangebote (insb. Bikepark) die Sommernächtigungen um rund 60 % gesteigert werden konnten.

3. Reschen/ Nauders
4. Sölden

-> Auf die beiden letzten muss ich glaube nicht weiter eingehen.


Was ändert sich also meines Erachtens auf lange Sicht: irgendwann wird auch dem letzten Bergbahn-Betreiber und Bürgermeister (dem Jäger, Förster und Bauern eher nicht) klar, dass sie ein strukturelles Problem haben und Geld im sommerlichen Wald liegen lassen. Und wenn sie links und rechts schauen wird dort Ca$h gemacht. Und mit wem? Richtig, u.a. oder vielleicht sogar v.a. wegen uns Mountainbikern.

Zwar sind Wander-Touristen heute noch quantitativ in der Überzahl, aber wir MTB‑Touristen geben pro Kopf und Tag in der Regel deutlich mehr Ca$h aus als die klassische Wandersandale.

Eines Tages werden wir vielleicht auch die Wander-Bärlis quantitativ überholen. Und wen du einmal verjagt hast, kommt so schnell nicht wieder…

Ich verstehe deine Argumente, aber trotzdem bin ich da um einiges skeptischer, dass MTB als "Ersatz" funktionieren wird/werden soll. In der Schweiz hat man es mit den 25%, die du anführst, wohl schon zum größten Teil ausgereizt, wenn man dem Interview glauben kann.

https://www.ride-mtb.com/de/news/roland-zegg-biker-sind-nicht-so-lukrativ-wie-es-aussieht
https://www.ride-mtb.com/de/news/selbst-nach-dem-waermewinter-der-sommer-bleibt-nebensache
https://www.ride-mtb.com/de/news/wir-biker-sind-weiter-bloss-ein-mauerbluemchen

Und vom letzten Jahr noch eine sehr interessante Aussage:
"Aufhorchesnwert ist jedoch, sich Bergbahn-CEO Vidal Schertenleib in diesem Zusammenhang zitieren lässt: «Wir haben grundsätzlich im Sommer zu viele Anlagen in Betrieb». Ausserdem sei die Wertschöpfung des Sommerbetriebs im Verhältnis zum Aufwand völlig ungenügend. «Unabhängig vom Betrieb im Sommer 2025 machen wir uns intensiv Gedanken über das Produkt und die Gästesegmente im Sommer. Die Gästezahlen sind schliesslich trotz dem breiten Angebot an offenen Anlagen seit den Corona-Sommern 2020 und 2021 rückläufig. Umso wichtiger ist für die DKB die Sicherstellung der Verfügbarkeit der Anlagen für den Winter». Die Wintersaison habe oberste Priorität, so Schertenleib weiter.
Schertenleibs unverblümte Aussagen sind insofern bemerkens- und vor allem bedenkenswert, als dass die Bergbahnen Davos Klosters zu den meistfrequentierten und beliebtesten Bergbahnen bei den Mountainbikern zählen – diese Liebe aber ziemlich einseitig zu sein scheint. "

Quelle: https://www.ride-mtb.com/de/news/davoser-parsennbahn-steht-im-sommer-2025-still
 
Der Unterschied zwischen Winter und Sommer ist vor allem, dass du im Winter die Bahnen auf voller Last laufen lassen kannst, und sich die Skifahrer trotzdem über den Berg verteilen.

Die gleiche Anzahl an Mountainbikern wird man nie auf Trails unterbringen können, also wird es niemals das gleiche (gute) Geschäft werden können, so lange man noch eine Schneeflocke aus einer Kanone pressen kann.
 
Die Diskussion hier über Ski- und Bike-Tourismus ist im Prinzip sinnlos. Bike-Tourismus wird nie den Stellenwert bekommen, wie ihn der Skitourismus mal hatte. Dazu muss man sich nur mal historisch die Bedeutung des Skisports gesellschaftlich vergegenwärtigen: es hat ja einen Grund, warum Ski Alpin etwa bei Olympischen Winterspielen oder auch allgemein immer noch so einen Stellenwert im Vergleich zu den übrigen Winter-Disziplinen besitzt. Skifahren hatte in den Jahrzehnten nach WWII viel mit dem gesellschaftlichen Aufstiegsversprechen zu tun; das wird es fürs MTB (oder andere Bike-Spielarten) genauso wenig geben wie für anderen Sommer-Bergsport. Insofern hat Sommertourismus in den Alpen deutlich weniger Potential als was der Wintertourismus mal hatte und auch immer noch hat, selbst wenn das aus verschiedenen Gründen absteigend ist. Ausnahmen sind vielleicht punktuell Regionen, die landschaftlich herausragen und daher viel Sightseeing-Tourismus abgreifen können - gerade davon hat es aber in Österreich wenig verglichen insbesondere mit der Schweiz, aber auch Frankreich oder Italien.

Was man eindeutig feststellen kann: Der Wintertourismus ist auf dem absteigenden Ast, und zwar aus verschiedenen Gründen und insbesondere in Österreich. Das hat natürlich mit dem Klimawandel zu tun, aber nicht nur. Genauso wichtig ist, dass die gesellschaftliche Relevanz und Verbreitung des Skisports rückläufig ist und das selbst in Österreich. Die Generation, die aktuell den Wintertourismus vor allem trägt, ist noch mit Skifahren aufgewachsen; das gilt für die nächste Generation aber schon nicht mehr so sehr und dieser Trend verstärkt sich, auch wieder durch die Klimaerwärmung, aber sicher nicht nur. Skifahren hat nicht mehr das gesellschaftliche Renommee wie früher, wird aber gleichzeitig immer teurer. Das werden die Winterdestinationen in den kommenden Jahrzehnten deutlich zu spüren bekommen. Es kommt ja bereits zu einem Verdrängungswettbewerb um die weniger werdenden Skifahrer und der wird sich noch stark verschärfen. Gleichzeitig ist Österreich da insgesamt im Nachteil gegenüber anderen Alpenregionen, insbesondere Schweiz und Frankreich, weil die österreichischen Skigebiete deutlich niedriger liegen. Das reduziert übrigens auch das Potential als Sommerdestination, wenn es den Leuten am Mittelmeer zu heiß wird (die Italiener fahren ja seit jeher im Sommer genauso viel in die Berge wie an den Strand); es fehlt die kühlere Höhenlage.

Für Tirol gilt das Geschriebene in Österreich sicherlich am wenigsten, weiter im Osten wird das aber sehr bald zu einem ernsthaften Problem werden. Es besteht bestimmt nicht das Potential, mit MTB oder überhaupt Sommer den wegbrechenden Winter komplett aufzufangen, aber wenn man überleben will als Tourismusort mit den bestehenden Strukturen, wird man sich sehr strecken müssen und dazu alle Potentiale ausschöpfen, die es im Sommer gibt, und dazu zählt dann halt auch MTB.

Mit dem Blindsee-Trail im Besonderen oder dem Außerfern insgesamt hat das aber wenig zu tun. Die Region ist in einer vergleichsweise guten Position und obwohl der Tourismus hier bereits versucht vorzubauen, ist das entsprechende Problembewusstsein bei den Einheimischen wahrscheinlich bisher kaum angekommen. Bisher geht es ja noch gut. Weder hat es also damit zu tun, dass man Wanderer als wichtige Gruppe von Touristen schützen möchte, noch spielen MTBer bei diesem Gemeinderatsbeschluss als potentiell wachsende touristische Zielgruppe irgendeine Rolle. Es geht da tatsächlich darum, dass eine Gruppe den Berg für sich haben möchte - und selbst da geht es wahrscheinlich noch nicht einmal darum, dass die MTB irgendeine reale Beeinträchtigung darstellen würden, sondern da geht es vornehmlich darum, dass manche dort denken, der Berg gehört ihnen, und dann wollen sie da einfach niemanden haben - schon gleich gar nicht, wenn sie für diese Gruppe so gar kein Verständnis aufbringen können. Da hilft es bestimmt auch nicht, dass die Biker qua ihrer Räder und der wegen der Träger leicht zu identifizierenden Autos vorwiegend als reiche Städter angesehen werden - mit denen will man traditionell zumindest im Sommer eher nichts zu tun haben.
 
Genau! Die Jagdlobby ist in Österreich erstklassig lokal vernetzt und hat sehr viel Einfluss in solchen Gremien wir dem Gemeinderat. Dass der Blindsetrail da für Mountainbiker freigegeben war wird in solchen Kreisen als Betriebsunfall gesehen der korrigiert werden muss. Das hat jetzt funktioniert und wird halt mit aufgeblasenen Schauergreschichten garniert. Wir schon gesagt wäre jeder tatsächlich stattgefundene spektakuläre Vorfall da von der Lokalpresse ausgeschlachtet worden.

Zur Diskussion mit dem Geld verdienen: Mountainbiker sind an nicht immer nur Singles sondern haben Familie/Freunde die vielleicht gar nicht unbedingt alle selbst Trails fahren aber mitkommen und an so Destinationen wie Finale oder Molveno auch Geld liegen lassen.

Jedenfalls wird da seit Jahrzehnten bei mir weit mehr Geld ausgegeben als fürs Skifahren.
 
Was man eindeutig feststellen kann: Der Wintertourismus ist auf dem absteigenden Ast, und zwar aus verschiedenen Gründen und insbesondere in Österreich.

So pauschal würde ich das nicht sagen. Möglicherweise ist das Alpin-Skifahren auf dem absteigendem Ast, aber nicht mal hier bin ich mir sicher.

https://www.wko.at/oe/transport-verkehr/seilbahnen/zahlendatenfakten
https://www.t-online.de/leben/reise...h-rekord-winter-dank-deutscher-touristen.html
https://skinachrichten.de/rekordwin...sterreichs-mehr-uebernachtungen-als-je-zuvor/

Jedenfalls gab es heuer für Österreich einen neuen Rekord, was den Wintertourismus betrifft.
 
Naja wir stehen da halt noch am Anfang der klimatischen Entwicklung. Die extrem warmen Winter wo's nur so weiße Kunstschneebänder in den Alpen gab hat man halt erfolgreich verdrängt und man rettet sich halt mit Millioneninvestitionen in die nächste Saison.

Das Sterben der Mittelgebirgskigebiete findet ja gerade erst seinen Abschluss. In den Alpen sind auch erst Mal die, die niedriger liegen und sich die Investitionen nicht leisten können dran. In den höheren Lagen wird es noch eine Weile weitergehen. Aber wenn's auch da zu warm und trocken wird ist der Ofen genauso aus.

Es wird ja jetzt schon überall mit Kunstschnee und Snowfarmingngetrickst zum Teil wird schon Schnee mit Hubschraubern eingeflogen. Sowas wird sich halt immer weniger rechnen weil niemand soviel Kohle Hirnblättern wird um auf einem dünnen Schneematschband mit Erde und Steinen zu fahren.
 
Klar wird es immer schwieriger. Viele sagen auch, dass sie die hohen Kosten nicht mehr hinnehmen wollen. Und trotzdem kommt es zu Rekorden und auf den Pisten merkt man auch nichts, dass weniger Skifahren würden. 🤷‍♂️

Abgesehen davon, wenn es im Winter nicht mehr läuft, dann wird man auch früher oder später die Zahl der laufenden Anlagen stark reduzieren, um die Kosten im Rahmen zu halten.
MTB wird zwar als Einnahmequelle für manche Gebiete mitgenommen werden, aber das wird auch nur ein Bruchteil vom jetzigen Wintertourismus und eine von zig Sommeraktivitäten bleiben. Darauf hoffen, dass MTB ein "Schwergewicht" für zukünftige Entscheidungen wird, würde ich eher nicht. Aber kann mich auch täuschen :)
 
Österreich ist das Mutterland des perfekten „Abschöpf“ Tourismus. Wenn‘s ums Geld geht, werden sogar Berge weggesprengt.
Nicht nur für den Tourismus wird da „einiges“ getan.
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Klar wird es immer schwieriger. Viele sagen auch, dass sie die hohen Kosten nicht mehr hinnehmen wollen. Und trotzdem kommt es zu Rekorden und auf den Pisten merkt man auch nichts, dass weniger Skifahren würden. 🤷‍♂️

Abgesehen davon, wenn es im Winter nicht mehr läuft, dann wird man auch früher oder später die Zahl der laufenden Anlagen stark reduzieren, um die Kosten im Rahmen zu halten.
MTB wird zwar als Einnahmequelle für manche Gebiete mitgenommen werden, aber das wird auch nur ein Bruchteil vom jetzigen Wintertourismus und eine von zig Sommeraktivitäten bleiben. Darauf hoffen, dass MTB ein "Schwergewicht" für zukünftige Entscheidungen wird, würde ich eher nicht. Aber kann mich auch täuschen :)
MTB wird nie zu dem Massensport wie Skifahren werden weil es einfach technisch komplexer und Verletzungsanfälliger ist. Einen Berghang im Schnee hinunterrutschen nach der Apreskisause geht ja auch mit ein paar Promille, zur Not halt auf dem Hosenboden. Das geht mit dem Bike weniger. Aber es gibt schon sehr viel verschenktes Potential. Also gerade wenn sich über die Jugend die vor dem Smartphone hockt beschwert wird da ist Mountainbiken eigentlich ein extrem attraktiver Sport. Auch in Verbindung mit der Technik könnte man das super in den Schulunterricht integrieren. Aber ist da halt auch zu teuer und aufwendig.

Und aufgrund der Schneelage wird ja massiv in die künstliche Beschneiiung investiert und die Skigebiete die meinen eine Zukunft zu haben schließen sich zu Mega-Gebieten zusammen. Ich kenne die Zahlen nicht aber ob da immer ehrlich gerechnet wird wage ich zu bezweifeln. Gerade in Österreich wird das ja auch stark staatlich subventionert. Ich hab auch schon davon gehört das viele Großprojekte für den Skitourismus inzwischen scheitern und halt nicht mehr investiert wird weil man nicht mehr mithalten kann, will oder sich ausrechnen kann das bald der Schnee weg ist.

Also wie gesagt brennt da die Hütte aber momentan in den Mittelgebirgen. Ich glaub die Vogesen sind schon so gut wie Skigebietsfrei und am Feldberg hat man sich gerade noch so vor der Insolvenz gerettet.
 
So pauschal würde ich das nicht sagen. Möglicherweise ist das Alpin-Skifahren auf dem absteigendem Ast, aber nicht mal hier bin ich mir sicher.

https://www.wko.at/oe/transport-verkehr/seilbahnen/zahlendatenfakten
https://www.t-online.de/leben/reise...h-rekord-winter-dank-deutscher-touristen.html
https://skinachrichten.de/rekordwin...sterreichs-mehr-uebernachtungen-als-je-zuvor/

Jedenfalls gab es heuer für Österreich einen neuen Rekord, was den Wintertourismus betrifft.
Klar, im Moment geht das noch, wobei da ein erheblicher Anteil nicht wirklich Skitourismus ist, sondern Österreich ist halt auch das Winter-Malle. Ob man den Tourismus haben will, ist erstens fraglich und zweitens ist da die Location durchaus austauschbar, denn Besaufen geht im Prinzip überall. Aber ich schrieb ja auch, dass das erst am Anfang steht. Es gibt einfach immer weniger Jugendliche, die überhaupt noch Skifahren lernen, und das selbst in Bayern und Österreich. Im Osten Österreichs gibt es ein massives Sterben kleinerer Skigebiete und das knabbert weiter am Nachwuchs, so wie das bei uns in den Mittelgebirgen ja schon länger gilt. Wer als Ort im Tourismuskarussell mithalten will, muss massiv investieren in Beschneiung und Lifte und das können sich kleinere Gebiete immer weniger leisten. Gleichzeitig werden die Liftpreise immer höher. Vor Corona zahlte man 50 Euro für die Tageskarte selbst in den großen Gebieten, jetzt sind es 75 in sehr vielen Gebieten in Österreich. 50% Anstieg in fünf Jahren. Skifahren entwickelt sich rapide zu einem Sport für Reiche, so wie das in Nordamerika schon lange ist. Klar, im Zillertal, Ötztal oder am Arlberg braucht man sich keine Sorgen machen, aber das ist nicht die Mehrzahl der österreichischen Skigebiete. Schau mal nach Japan, da gab es mal sehr viele kleine Skigebiete, von denen haben viele geschlossen. Japan ist uns in einigen Dingen im Hinblick auf gesellschaftliche Probleme voraus. Dazu werden in den Alpen zunehmend Regionen ökologische Probleme bekommen. Es ist ja nicht nur so, dass es weniger Schnee gibt, es gibt auch immer mehr Starkregenereignisse und tauenden Permafrost. Einige Skigebiete werden dadurch Anlagen verlieren und Wasser für Kunstschnee wird knapp, selbst der günstige Strom durch Wasserkraft steht da vor Problemen. Ist immer schwer, Prognosen abzugeben, aber ich denke mal, dass die Skigebietslandschaft 2040 in Österreich sehr unterschiedlich zu heute aussehen wird. Natürlich sagen jetzt viele, das ist ja noch lang hin, aber wirtschaftliche Entwicklungen sind eher träge. Wenn man wartet, bis man merkt, dass es deutlich bergab geht, ist es oft zu spät zum Gegensteuern.
 
Ich persönlich gebe im Sommerurlaub im Vergleich zum Winterurlaub nur sehr wenig Geld für Bergbahnen aus. Aber sofern nicht zumindest ein Minimal-Angebot an Trails (mit und ohne Lift) da ist, kommt die ganze Urlaubsregion nicht in Frage. Im Sommer kommt Österreich trotz starker persönlicher Verbindung daher kaum noch auf die Liste. Dabei geht es bezüglich Umsatz nicht um die Paar Euro für den Lift, sondern um Unterkunft und Essen für die ganze Familie. Deswegen kann man nicht 1:1 die Auslastung im Winter-bzw. Sommerbetrieb der Bergbahnen gegenrechnen, es hängt mehr daran. Trails sperren können sie von mir aus gerne, dann ist klar wie man sich als Urlaubsregion positioniert. Nur weiter so!
 
Ich gehe sehr selten in Bikeparks, bin deswegen wirklich nicht die Zielgruppe aber ich glaube auch, dass Ihr den Impact von Radfahren im Allgemeinen und Abfahrern im besonderen massiv überschätzt.
In Bad Wildbad oder Lac Blanc sah ich nie mehr als 100 zahlende Nutzer, und zwar als Wochenendbesucher. Klar kommt da jetzt der Einwurf, aber "man muss um den See fahren" "das Shuttle ist ja auch Müll" "in Frankreich sind die Parkplätze irgendwie komisch" und das mag auch sein, aber das betrifft ganz sicher nicht Hunderttausende von potenziellen Nutzern. Und von Hunderttausenden potenziellen Nutzern wird/wurde in den touristischen Destinationen ausgegangen.
Da klammere ich mal Sölden, Finale und Saalberg aus, die können davon leben. Aber ich kenne kein anderes Bike (nicht Bike Park) Gebiet, das allein schon die Kosten wiederreinholen kann, was die Erschliessung, Konzept, Marketing, Bau, Vergrämung anderer Zielgruppen gekostet hat. Für mich als fiktiver Tourismusdirektor gäbe es 3 Möglichkeiten, die funktionieren:
1 All-In. Also alle anderen Zielgruppen verbrämen, massiv technisch investieren, massiv kommunikativ investieren, hoffen, dass Udo den Weg um den See nicht zu lang findet... Sölden eben.
2 Lokal. Hoffen, dass es ein paar lokale Enthusiasten gibt, die das ganze ohne monetären Invest selbst betreiben/ausbauen und dass das dann eben ein paar wenige abholt
3 Das Ganze lassen und anerkennen, dass es eben eine Summe x an Abfahrern gibt, und die Summe / y Anlagen niemals die Erwartungshaltung/wirtschaftlichen Notwendigkeiten erfüllen kann, die es eben in einem großen Gebiet braucht.

Die ganzen kleinteiligen Argumente mit Schnee wird weniger, MTBer führen auch ihre Familien mit, ich hab mehr Geld in x ausgegeben als im Skigebiet, mögen alle stimmen, aber um was es ja geht, ist die wirtschaftliche Notwendigkeit. Wenn ich Betriebskosten von z habe und einen notwendigen Ertrag darüber hinaus von w, und ich erwirtschafte eben 50 EUR x 100-300 zahlende (!) Besucher/Woche als kleineres Gebiet wie Lermoos und die paar Mann schlafen dann auch noch zu 90% auf dem Campingplatz, dann klappt das halt nicht. Und das beweisen ja sogar die Zahlen die hier zitiert wurden, für 4 Gebiete im Alpenraum funktionierts ein bisschen (was anderes heisst 20% des Winterumsatzes nämlich nicht) Und dann ist aus der Sicht auch legitim so ne Entscheidung wie am Blindseetrail zu treffen. Und das schlimme ist einfach, dass man das Ganze auch auf Gravel, "Tourenfahrer", etc ausweiten kann. Wir sind weder so viele, noch so relevant wie wir denken und können froh sein, dass die Tourismus-Orte keine Alternative haben um das Spiel noch bisschen mitzuspielen
 
aber um was es ja geht, ist die wirtschaftliche Notwendigkeit.
Genau. Und das ist nicht so einfach wie "wie viele Bikepark-Tickets habe ich verkauft?".

In vielen Wintersportorten laufen die Lifte sowieso im Sommer, für die paar Wanderer bzw. die mal von oben runter schauen wollen. Und der Betrieb ist halt mit Verlust. Die Frage ist dann, erwirtschafte ich mit den Bikepark-Tickets mehr als mich der Bau und der Unterhalt der Strecken kostet? Wenn ja, verringere ich damit den Verlust der Bergbahn (die, wie schon geschrieben, sowieso läuft).

Der nächste Punkt ist die Betrachtung mit den Hotels. Ein Gebiet wie Vinschgau würde für die Hotelbetreiber richtig böse aussehen, wenn die Biker plötzlich alle weg wären. Keine Ahnung, wie die vor dem Bikeboom gelebt haben. Aber auch für Wintersportgebiete könnte die Auslastung der Hotels durch die Biker im Sommer besser werden. Und schon bist du bei einer Mischkalkulation, dass vielleicht der Bikepark mit Lift alleine nicht wirklich rentabel ist, aber insgesamt mit Hotels dann doch ein Plus raus kommt. Das sind dann aber bereits Entscheidungen der Politik. Und da unterscheiden sich dann die Regionen erheblich. Die einen investieren, um den ganzen Ort vorwärts zu bringen, mit einer langfristigen Perspektive. Die anderen sehen nur einzelne Zahlen, und das von Saison zu Saison, und beschließen, dass die MTBler nichts bringen. Und wenn dann noch der Jagdverein dagegen ist, ist es halt ganz aus.

In der RIDE (Heft Nr. 100) war genau zu dieser Perspektivlosigkeit ein Artikel, dass es eben nicht reicht, ein paar Strecken zu bauen und den Lift laufen zu lassen.
 
Nicht nur für den Tourismus wird da „einiges“ getan.
Anhang anzeigen 2380416

Der war gut.

Am Rande bemerkt, da in der Einsattelung (Präbichl) hinterm Erzberg liegt eines jener Schigebiete, deren Wintersaison immer kürzer wird.
In einem Teil des Schigebietes wurde vom örtlichen Schischulbetreiber ein kleiner, aber durchaus feiner Trailpark (zwar mit seltsamer Preisgestaltung) errichtet. Die Liftgesellschaft und er haben es nicht geschafft, den 4er SL mit Bikebügeln auszustatte. So wurde halt Defender-geshuttelt. Das konnte nix werden bei 4 Trails und 200hm... Seit 2 Jahren ist der Ofen aus mit Bike.
Dabei hätte das Gebiet mit den 2 SL und Passstrasse einen Range von 1300 hm, Postbus fährt stündlich, das Gelände gäbe einiges an Trailbaumöglichkeiten her, Shared Trails (mit Forstweganteilen) wären bis in die beiden Talorte möglich. UNd auch der Erzberg würde auch außerhalb bereits zugkräftger Events als Bikepark ein tolles Projekt sein.
Einzugegebiet innerhalb von 1,5 Autostunden die Großräume Wien, Graz und Linz mit ca 5 Mio Einwohnern. Auch öffentlich erreichbar.

Problem: Herrschaftlicher Großgrundbesitz (Jagd!), falsche Investitionen, Ignoranz.
So wird halt Eisenerz von 14000 EW in den 1960ern weiter unter die jetzigen 3200 auf 800, 900 zu einem Dorf schrumpfen.
Gewiss werden ein Bikepark und ein gediegenes Tourismuskonzept (nicht nur auf Tagestouristen, die kommen und heimfahren und auf ungarische Touris, die in den von deren Landsleuten gekauften Buden wohnen, ausgerichtet) das nicht komplett verhindern, aber ein wenig mehr Wohlstand in der Gegend wär schon zu holen.
 
In vielen Wintersportorten laufen die Lifte sowieso im Sommer, für die paar Wanderer bzw. die mal von oben runter schauen wollen.

Aber genau darauf haben ja jetzt schon einige Berichte von Ride abgezielt, dass es in Zukunft vielleicht nicht mehr so ist, dass die Lifte so eh laufen.
Aktuell haben die Bergbahnen vom Wintergeschäft wohl noch soviel über, dass man den Sommer mit subventionieren kann. Irgendwann macht es vielleicht keinen Sinn mehr und die lassen die Lifte aus, siehe Interview Davos.
 
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