Es können neben finanziellen Anreizen auch weitere Gründe einen Menschen dazu veranlassen, in einem Sportbereich völlig aufzugehen, alles zu geben und sein ganzes Leben zumindest eine zeitlang daraufhin auszurichten. Je nach Sportart wird es den Ausübenden schon klar sein, ob sie davon Leben können oder eben anderweitig, wie jeder andere auch, sich um Ihren Lebensunterhalt kümmern müssen.
Das optimale Sportförderung anders aussehen kann, ist schon klar, aber Enduro ist halt nun mal kein medienwirksamer Massensport. Wer ihn trotzdem konzentriert verfolgt, dem scheinen andere Gründe wichtiger zu sein, als damit reich zu werden.
Es gibt doch in jeder Sportart Individualisten auf sehr hohem Niveau, die den Sport für sich, in der Gemeinschaft und im Verein des Sport Willens ausüben und über die nirgends auch nur ein Wort verloren wird.
Sport als Lebenseinstellung, als sinnvolle Beschäftigung, für die Gesunderhaltung, für ein Erlebnisfeld, in dem ausprobiert und Erfahrungen gesammelt werden kann.
Das was Rapha gerade lebt ist u. a. zurück zur Einfachheit. Und wenn jemand, wie sie, richtig gut ist, in dem, was sie tut, schafft sie/er das auch ohne mobil mitreisendes Wellnesscenter. Das Gegenteil davon wird beispielsweise in den großen Renner-Ställen gelebt. Ist ein anderer Ansatz. Ob besser oder schlechter mag ich gar nicht bewerten.
Die neuderdings unter kontrolliertem Doping erbrachten Leistungen setzen dem "Höher, schneller, weiter" in Richtung "Mensch = leistungsoptimierte Bio-Maschine" noch eins drauf.
Anmerkung zur Klimaanlage: Es soll Menschen geben, die nutzen bewusst keine Klimaanlage, weil sie gerne davon z. B. einem Schnupfen, einen trockenen Hals etc. bekommen. Ein in einem Sportbereich austrainierter Körper ist widerstandsfähig gegen vielerart Einflüsse. Dazu gehören nunmal auch Umwelteinflüsse, wie Hitze, Kälte etc.. Die Leistung von Rapha zeigt dies ja eindrucksvoll auf.